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Powerwall zum PV Überschussladen

Hallo,

ich habe gerade gesehen das ich bei der PW eine Ladeschwelle einstellen kann, über der erst mein M3 geladen werden soll. funktioniert das auch im normalen Netzbetrieb, so das mein M3 nur geladen wird, wenn die PW z.B. über 90% hat? Oder wie die deutsche Bezeichnung vermuten lässt nur im Notstrombetrieb?
Als Wallbox habe ich den go-e homefix. Wäre super wenn ich so die PW direkt als Indikator nehmen kann ob genügend Strom gerade vom Dach kommt.

Beste Grüße

Moin!
Das geht recht gut mit der Software von OpenWB. Läuft bei mir auf einem Raspi und regelt meine go-e.
Ich habe die Kombination so abgestimmt, daß die Ladung bei 30% SoC in der PW gestoppt wird. Der Strom reicht dann noch um den Haushalt im Winter über die Nacht zu bringen.

Das hört sich spannend an. Wie bekomme ich die Daten der PW in den Raspberry, gibt es dafür eine detaillierte Anleitung?

Moin!
Die wesentlichen Punkte für die Software findest Du hier:

Die Daten der PW2 schwirren in Deinem lokalen Netz und können per API ausgelesen werden. Du brauchst bei der OpenWB-Software im Prinzip nur die IP-Adressen von PW2 und go-e eingeben. Der Rest ist dann Dein persönliches Feintuning.

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Was hast du denn für einen täglichen Stromverbrauch im Haus? - Meine PW2 kommt jetzt im Sommer Morgens so auf Werte zwischen 35 und 65 % SoC, je nachdem wie früh die Sonne weg war und wie intensiv am Abend Strom konsumiert wurde.

Wir verbrauchen im Sommer (Brauchwasser via WP) so ca. 15 kWh am Tag, wenn die Klimaanlagen nicht laufen. Was verbrätst du denn so?

Moin!
Mein Verbrauch im Haus liegt bei 5-10kWh in der Regel. Das Haus braucht im Jahr etwa 2700kWh, die Autos knapp 1500kWh. Mein Bezug vom Netz über das Jahr liegt unter 1000kWh.

OK…da schlagen dann unsere 400 W Grundlast zu, die die ganze Technik sich einverleibt.

Wir haben im August unschöne 466 kWh verbraucht plus 293 kWh durch die Wallbox geschoben. Ich fürchte ich muss mal unseren Verbrauch optimieren. In der Wohnung kamen wir mit unter 2000 kWh durchs ganze Jahr.

Dafür klappt das Überschussladen wunderbar, jede kWh die ins Auto geflossen ist, stammt vom Dach.

Läuft das überschuss Laden ebenfalls über die raspberry Lösung?

Ja. Dafür ist eine openWB im Einsatz. Wir steuern damit zwei go-eCharger und laden ein Model 3 und einen Kona 64 kWh.

Wir haben auch knappe 400W Grundlast…aber wir kommen eher auf 5MW pro Jahr fürs Haus. Garten, Pool…da zieht alles enorm…

Naja wenn ich unsere 466 kWh im August hochrechne bin ich schon über 5 MWh. Und da habe ich noch keine kWh geheizt im Winter.

789 KWh…bei uns…uiui…aber da ist der Tesla voll dabei ohne SC Laden also alles nur an der WB…

Ich habe es gerade einmal eingerichtet. Nun bin ich total gespannt ob das morgen so funktioniert wie ich mir das denke :slight_smile:

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Es funktioniert tadellos! vielen Dank!

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Ich habe auch eine Powerwall 2 und Model 3 und stelle mir die Frage, ob sich der Aufwand für das PV-Überschussladen inkl. Anschaffung einer Wallbox, die das 1 und 3-phasig(?) unterstützt, überhaupt (für mich) richtig lohnt im Gegensatz zu einer, die nur schlicht 3-phasig lädt.

Ich bezahle bei meinem externen Ökostromabieter ca. 25 ct/kWh. Pro eingespeiste kWh bekomme ich ca. 11 ct, die mir natürlich entgehen, wenn ich damit mein Auto auflade. Zudem muss ich dann ca. 5ct pro kWh für die „unentgeltliche Wertabgabe“ zahlen (10kWp-PV-Anlage läuft als Gewerbe), so dass ich mit dem eigenen Strom nur ungefähr 9 ct pro kWh günstiger fahre als bei externen Bezug (natürlich ist mir der Gedanke nicht fremd, dass es ein besonders gutes Gefühl ist, den eigenen grünen Strom zu tanken).

Demgegenüber steht aber beim reinen PV-Überschussladen ggf. Standby-Leistungsaufnahme des Model 3 bei einer „Wolke“ oder zu geringem PV-Überschuss (Model 3 ist „stundenlang“ wach bei 250 W (?) statt bei 10W zu schlafen) und ggf. noch der schlechtere Wirkungsgrad (ca. 5% schlechter) beim (überwiegenden) Laden mit niedriger Leistung als wenn ich einfach ungesteuert „schnell“ mit z.B. 5 kW voll lade (siehe Wie hoch ist der AC-Ladewirkungsgrad beim Tesla Model 3 wirklich? | meintechblog.de )

Meine einfache Laderegel wäre also: Wenn die Sonne heute länger scheint, dann wird geladen. Kommt eine Wolke ist das nicht so sehr schlimm, weil dann die Leistung übergangsweise halt aus der Powerwall gezogen wird (okay hier mit nur ca. 85% Wirkungsgrad - aber immer noch der eigene Strom). Wenn’s ganz dumm läuft (PW fast leer oder an Leistungsgrenze), dann muss halt der Rest extern zugekauft werden, was aber auch nur 9ct pro kWh ausmacht.

Habe ich hier einen gravierenden Denkfehler oder warum wird ein so großer Aufwand für die verschiedenen (teuren) PV-Überschussladungslösungen (auch abseits von der wohl günstigsten Kombi go-e+OpenWB+raspberry-pi) getrieben, obwohl man einen Batteriespeicher hat?

Ich nutze die openWB mit 2 goE und PW2.
Ich lade immer 3phasig, weil es m.E. wegen dem Grundverbrauch des M3 und der langen Ladezeit nicht so effektiv und gut für die Autoelektronik ist. Das gute mit der openWB-Software ist, dass man nicht manuell ein- / ausschalten muss und man die Sonne maximal nutzen kann und über das gesetzte Limit SOC der PW2 den anschließenden Hausverbrauch erhalten kann. Gerade in den Frühjahr-Herbst-Monaten hilft das sehr für maximalen Eigenverbrauch und Nutzung der PW.
PS: Bei mir auch 10kWp, ca. 6ct Gestehungskosten Solar, 26ct bei Bezug vom Versorger, 12.2 ct EEG-Verg., aber Kleinunternehmerregelung

Bei mir exakt gleiches Setup wie bei @LutzL. Auch 2 go-e, openWB und eine PW2.

Ich habe zwar 12,4 kWp, dafür aber nochmal schlechtere Einspeisekonditionen unter 8 Cent. Dafür kostet mein Netzstrom satte 30 Cent / kWh.

Wäre bei mir auch, wenn ich nicht zu AWattar gewechselt hätte… Da wollte ich ursprünglich mit den goE den Hourly-Börsen-Tarif total nutzen, der braucht aber teuren Discovergy-Zähler und lohnt sich nur bei hohem Jahresverbrauch (ohne PV). So bin ich im ganz normalen Yearly Tarif geblieben: mit rel. höheren Grundkosten und derzeit knapp 26ct, aber günstiger als lokale Grünanbieter…