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Porsche Taycan (Mission E)

Das Aussehen ist auf jeden Fall der Hammer, da hängt ziemlich sicher ein ordentliches Preisschild dran.

Aussage bei der Vienna Auto Show von Porsche:
„es gilt auch für den Mission e, ein Porsche muss immer besser sein als alle Mitbewerber“
Na dann viel Glück!

Wie funktioniert das im Vergleich zu Tesla.
Tesla übertrifft sich von Jahr zu Jahr bei der Reichweite und Beschleunigung. Hat demnach Porsche in der Entwicklung immer wieder neue Ziele? Dass kann ja dauern…

woher kenne ich das? :sunglasses:

Tesla ist ja kein Mitbewerber, sondern ein Startup :laughing: :laughing: :laughing: :laughing:

Veranstaltungsankündigung bei Electrify BW: Otmar Bitsche – Porsche wird leise

Ich habe die Veranstaltung besucht (es war sehr gut besucht). Herr Bitsche wurde mit einer gehörigen Portion Skepsis begrüßt, hat es aber geschafft, das Publikum mehrheitlich auf seine Seite zu ziehen. Ein Saalkommentar: „Lauter Tesla-Fahrer, die da klatschen.“ :smiley:

Zum Vortrag ein paar unsortierte Gedankennotizen:

Porsche setzt im Mission E auf 800V Bordspannung. Grund: Kabelquerschnitte klein halten, hier geht es um 50kg Gewicht. Die Ladeleistung von 350kW ist der theoretische Maximalwert aus den Eckdaten des erweiterten CCS-Standards (1000V, 350A).

Die Differenz zur Bordspannung erklärt sich so: Die Leistungs-Halbleiter in der Ladesäule benötigen eine Spannungsfestigkeit von 1200V, damit sie bis zu 1000V sicher schalten können.
Beim Laden liegen 920V an dem 800V Akku an, damit der entsprechende Ladestrom auch fließt.

Die dafür nötigen Komponenten hat Porsche inzwischen auf 800V gebracht in Zusammenarbeit mit den Zulieferern.

  • Zelle wird zugeliefert, Hersteller und Chemie sind noch geheim
  • die Batterie baut Porsche selbst
  • E-Maschine, Leistungselektronik, Ladegerät, Klimakompressor, HV-Heizung, DC/DC-Wandler: alles 800V ready
    Den Wechsel auf höhere Bordspannung haben Solar- und Windkraftwerke ermöglicht, die inzwischen solche Spannungen einsetzen und die Komponenten mit der notwendigen Spannungsfestigkeit entwickelt haben: Halbleiter, Kabel, Schütze, Steckverbinder.

Die Windkraft-Hersteller wollen ihre Technik möglichst unverändert in Amerika verkaufen, daher wurde die Spannungsgrenze im NEC (national electric code) von 600V auf 1000V angehoben -> Elektriker mit „normaler“ Ausbildung dürfen auch an 800V Fahrzeugen arbeiten.

Zum Laden an DC-Ladern mit bisheriger 400V Technik wird in jedem Fahrzeug ein HV-Booster mit mindestens 50kW Nennleistung verbaut, der die 400V auf 800V umsetzt

Es bestehen gute Aussichten, den Standard mit diesen Eckdaten außer in Europa auch in USA und China einzuführen. Japan ist abgeschlagen mit CHAdeMO (450V, 200A max.)

  • 5 Technologieträger wurden letzten Sommer aufgebaut und fahren Erprobung in allen Klimazonen der Erde
  • als nächstes wird die Erprobungsflotte aufgebaut.

Zum Mission E selbst: 4 Sitze, 4 Türen, innovatives Cockpit, volle Connectivity, teilautonom (wollte nicht sagen welcher Level), 2 E-Maschinen (1 an jeder Achse), mit Torque Vectoring, Batterie im Unterboden, höchste Crashsicherheit, hohe Längs- und Querdynamik, Wärmepumpe für Heizung. 2 Tonnen Gewicht.
Besonderheit des Antriebs: Auslegung auf hohe Dauerleistung (schnell fahren, schnell laden, weiter…) durch Zellen mit niedrigem Innenwiderstand und durch Permanentmagnet-erregte Synchronmotoren (ohne Schaltgetriebe) und Stator-Kühlung.
Dieser Motor hat nicht das gleiche Temperaturproblem wie der Asynchronmotor im Tesla (Wärmeentwicklung im Rotor) und ist effizienter.

Ladenetzwerk: Joint Venture mit den anderen OEMs wird gerade gebildet. Arbeiten starten zum Rollout. in Europa sollen anfangs 400 Standorte entstehen mit 2 bis 12 Ladepunkten, bevor der Verkauf startet. Die Standorte benötigen Anbindung an 20kV Mittelspannung. Alternativ werden lokale Batteriespeicher eingeplant. Das Ladenetzwerk wird als kritisch für den Verkaufserfolg angesehen. Die hohe Ladeleistung dient der Akzeptanz für Umsteiger von Verbrennern. Ziel sind 400km Reichweite nachladen in 15 Minuten.

Brennstoffzellen schloss Her Bitsche aus, liefert nicht genug Dauerleistung bzw. braucht zu viel Platz im Porsche.

Der Mission E soll bis zum Ende des Jahrzehnts in den Verkauf gehen, Preis vergleichbar mit einem Panamera (wollte es nicht genauer sagen).

Eine Aussage noch: Porsche steht voll hinter der Elektrifizierungs-Strategie, Vorstand und Entwicklungsmannschaft. Die Hybride verkaufen sich sehr gut. Verkaufspersonal und Werkstattpersonal ist bereits entsprechend qualifiziert.

Wow, danke für die tolle Zusammenfassung. Schön zu sehen, dass Porsche da unter Volldampf dran arbeitet. Ich drücke die Daumen.

Was mich wundert: Man spart 50kg Gewicht durch geringere Kabelquerschnitte und verbaut dann einen 50kW Booster für 400V->800V? Das Ding wiegt doch sicherlich auch einiges, da würde ich mir als Laie vorstellen, dass man sich das ganze auch hätte sparen können. Ok, fürs Laden mit nahe 1000V. Aber da der Ladestrom ja auf Zellniveau begrenzt ist, bin ich gespannt, wie man 350A hinbekommen will, wenn beim Mission E quasi nur halb so viele Zellen parallel geschaltet sind wie beim Model S. Die Verdopplung auf 800V heißt ja, dass man doppelt so viele Zellen in Serie aber nur halb so viele parallel hat, was eben den maximalen Batteriegesamtstrom bei gleicher Zellchemie halbiert.

Ergänzend zu Volkers guter Zusammenfassung:
Bordlader 22kW AC
Induktiver Lader 11kW Wirkungsgrad 95-98% Felder unkritisch ausserhalb Fahrzeugbereich, Aufgaben Sicherheitsthemen lösen
Batterie keine Rundzellen sondern Rechteck. Zugekaufte Zellen, gegenüber anderen Zellen sehr geringer Innenwiderstand
Batteriekühlung Wasser Glykol
Motoren PSM (permanent erregte Synchronmotoren),

Das wird vielleicht mein erster Porsche. :laughing: :wink:

22 kW AC Ladeleistung. Ich hatte mir fast gedacht, dass die größeren Akkus nicht mehr mit 11 kW auskommen werden. Das man aber hier sofort „Fakten“ schaffen will ist natürlich sehr schick.

Hat man etwas zur gewünschten „realen“ Fahrdistanz gesagt?

Bei 800V und 350A würde dies ja 70kWh in 15 Minuten bedeuten, die dann für 400km reichen sollen. Das wären anders gesprochen dann 175 Wh/km. Das klingt mir irgendwie nicht nach sportlichem Fahren mit einem Porsche, oder liege ich da falsch?

Also das mit dem 50KW Booster verstehe ich so, dass das gar kein ‚booster‘ ist, sondern nur die Ladeoption für die existierenden 50KW CCS Lader.
Die Seriell-/Parallelumschaltung hierfür erfordert eigentlich nur 2 zusätzliche Schützkontakte.

Dankeschön für die Zusammenfassung der Veranstaltung!

Man darf nicht vergessen, dass Porsche unbedingt eMobil werden muss, da der aktuelle CO2-Flottenverbrauch bei durchschnittlichen 200g/km liegt. Ab 2021 müssen die dementsprechenden 95g CO2 eingehalten werden, ohne weitere, besonders auch elektrifizierte SUV-Fahrzeuge, wird es saftige Strafzahlungen geben.

Alles Gute!

+1

Kann ich mir als „Rated“ Range locker vorstellen. Eher darunter bei der kleinen Stirnfläche. Also im Normalbetrieb. Beim Laden im unteren Bereich des SoC ist 280kW (etwas mehr als 2C) wahrscheinlich möglich.

Bei sportlicher Fahrweise wird die Hütte mind 30kWh auf 100km brauchen. Dann ist er nach spätestens 400km leer (120er Akku vorausgesetzt). Und lädt für diese Fahrweise halt nur 250km in 15min.

Wäre so oder so eine Ansage.

Zur Reichweite hat Herr Bitsche gesagt, 500 bis 600km im NEFZ sind der Zielwert, damit es „real“ etwa 400km sind. Darauf angesprochen, wie Porsche mit dieser Diskrepanz umgehen will und bei den Kunden glaubwürdig, sagte er, dass man schon heute bei den Plugin-Hybriden den Kunden eine Alltagsreichweite mitteilt, und dass der neue Zyklustest WLTP einen realistischeren weil höheren Leistungsbedarf hat.

Und ja, das Nachladen von 400km in 15 Minuten bezieht sich wieder auf den NEFZ, also etwa bis 70% SoC. Wer Autobahn fährt oder den Porsche mit einem für den WLTP typischen Verbrauch bewegt, wird damit keine 400km weit kommen.

Aber nach ihrer Einschätzung ist es den Porsche-Kunden wichtiger, keine Leistungseinbußen durch Hitze in der Batterie oder im Motor zu erfahren. Das hat oberste Priorität bei der Auslegung.

Als Erstes: Klasse, dass Herr Bitsche bei der Veranstaltung war.

Als Zweites: Ohje und keine Ahnung warum bei der Veranstaltung so viele Teslafahrer klatschten. Ich war nicht da. Wenn ich mir die Zusammenfassung ansehen, sehe ich als Paket Porsche E nichts was mich in 2019/2020 zum Wechseln animieren würde. Und was heißt denn Zitat: „real“ etwa 400km ? Und NEFZ vs WLTP. Und typische Porschefahrer fahren links auf der AB … Und goldig was die Prioritäten betrifft. Aus meiner Sicht wird das tatsächlich der Unterschied sein:

Tesla-Fahrer(innen) beschäftigen sich mit der Gesamtstory um Tesla.
Porsche-Fahrer(innen) beschäftigen sich mit Porsche und wohin mit dem überflüssigen Geld.

Spätestens bei 5 Grad Akkutemperatur werden die 15min für echte 200-250km nicht mehr drin sind, dann warten auch diese Kunden an der Stromtanke wie alle anderen auch.
Und was bedeutet als Zielvorgabe 500-600km in 2019? Dachte, dass macht dann der Golf und der Audi mit NEFZ.

Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein wenig enttäuscht. Nicht das Porsche ein E-Car bringt, nein, das Teil wird sicherlich gut. Mir persönlich fehlt etwas … die Gesamtstory dahinter.
Wenn es den Kunden und Porsche nur um " Leistungseinbußen durch Hitze in der Batterie oder im Motor " geht … das reicht für mich nicht mehr. Und dass NEFZ Gelabere ebenfalls.

(und ja, ich erinnere mich an Tesla Ankündigungen und was gekommen ist und was nicht)

Edit fällt noch eine Frage ein: Die neuen Super-Ladestationen sind für Porsche dann auch kostenlos? Hat jemand da nachgefragt?

Da hättest du dir vielleicht vor Ort einen Eindruck bilden sollen. Herr Bitsche kam authentisch rüber, man konnte ihm glauben dass das nicht nur ein Alibi-Projekt ist.

Bei deiner Unterscheidung zwischen Tesla- und Porschefahrer scheint mir ausgeblendet, das viele von Porsche auf Tesla umgestiegen sind und sehr gut beurteilen können, wer welches Problem besser löst. Wenn nun Porsche ein Auto auf die Räder stellt, das Käufer findet, sehe ich keine Verlierer.

Mit einer kalten Batterie kann kein Auto der Welt schnellladen, wieso sollte das ein besonderes Problem bei Porsche sein? Wer wüsste es besser als die Porschefahrer, dass man einen Antriebsstrang auf Temperatur bringen muss, bevor man ihm die volle Leistung abverlangen kann.

Nee sorry ich finde dein Beitrag reichlich ignorant, da nehme ich sogar Porsche und Porschefahrer dagegen in Schutz.

Abgesehen davon:

Konkurrenz belebt das Geschäft.

Endlich baut ein Sportwagenhersteller ein E-Auto !

Auf BMW bin ich persönlich natürlich besonders neugierig.

Porsche-Fahrzeuge werden beim Anstecken automatisch mit einer hinterlegten Prozedur kostenpflichtig abgerechnet.
Fremde Fahrzeuge können per Kreditkarte bezahlen.

Eben - Marketing-Sprech für DC/DC Wandler.

Cheers Frank

So ging es mir beim Vortrag auch. Die bauen 2019 einfach einen „vollstromfesten“ 2016er Tesla mit Porsche Karosserie. 2 Tonnen für einen engen Porsche 4-Sitzer…

Cheers Frank