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Plug & Charge oder ISO 15118 , wollen wir das wirklich !?!

Morgens,

Es klingt toll, Plug & Charge, wie bei Tesla, einstecken, Laden und der Betrag wird abgebucht.

Ich weis, Tesla Fahrer interessiert öffentliche Ladeinfrastruktur wenig, und die 22KW Ladesäulen braucht man auch kaum da es ja kostenfreie Destination Charger gibt.

Aber es gibt eventuell doch welche die es interessiert?

Es klingt zu toll, einfach und genial, überall hinfahren, das Kabel ans Auto, laden, abklemmen und schon ist auch bezahlt. Super.

ABER !!!

Zu welchem Preis, heute kann ich wählen, Kreditkarte, oder eine der vielen Ladekarten oder Apps.

Einfaches Beispiel, eine Stadt in NRW, bis vor kurzem war das Laden und Parken kostenfrei, wenn die Säule mal frei war und nicht mit nicht ladenden Fahrzeugen Blockiert.

Gestern war es dann soweit, es kostet Geld.

Bitte nicht falsch verstehen, das ist OK, aber nur in einem gewissen Rahmen.

Die Säule ist von einem großen Anbieter, also die App geöffnet, da keine NFC Karten möglich sind. Ich wollte gerade auf Laden Starten drücken, da sehe ich 0,79 Euro je KWh, wohl gemerkt an einer 22 kw Säule. Uih dachte ich. Ich habe dann meine Diversen Apps ausprobiert und bin dann bei einem anderen Anbieter bei 0,39 Euro raus gekommen, wohl gemerkt nicht der Orginal Anbieter sondern ein Rooming Partner. Später habe ich gesehen hätte es sogar noch günstiger gegangen, aber egal.

Zurück zu Plug &Charge, hier habe ich dann nicht die Wahl oder Möglichkeit, was das bei 50 kw nachladen heißt kann sich jeder selber Ausrechnen.

Nun die Frage, wollen wir das?

Ich möchte wählen können welchen Anbieter ich zum Laden nutze, das wird es aber dann nicht mehr geben, lade hier und Zahl, oder las es wird es geben. Freie Tankstellenwahl bei 10 Minuten Tanken war ja ok, aber bei 4-5 Stunden laden fahre ich nicht 6 km zur günstigeren Ladesäule.

Wir sollten uns sehr gut überlegen ob einfach auch immer besser für uns ist und Wettbewerb hat noch nie geschadet.

Also was ich gerne hätte: Im Tesla und der App eine Sektion „Ladeprovider“, dort die Daten der Anbieter hinterlegt und im Tesla UI eben einen als Standard hinterlegt und ne Option das er mich bei jeder Ladung fragt und wenn wir schon dabei sind noch Einstellungen für Provider pro Ladesäule oder Verbund.
(Wenn ich so drüber nachdenke wäre das ein neuer Revenue Stream für die Autofirmen wenn sie ihre eigenen Provider hier standardmässig hinterlegen)

Aber hey … ich wär schon froh wenn Tesla mal endlich fremd Säulen anzeigen kann, ist schon banane dass ich immer mit dem iPhone im Tesla navigieren muss zur Säule und der 17" Screen nix anzeigt :frowning: Gibts dazu eigentlich nen Thread irgendwo?

Wir hatten da schonmal was: ISO 15118

Das sind hier zwei Themen wo von du redest. Das erste ist die Plug & Charge Geschichte, welches von CharIn, dem Konsortium welches Tesla auch angehört und das CCS entwickelt hat, entwickelt wurde. Ich denke ISO 15118 macht durchaus Sinn und könnte von Tesla, als CharIn Mitglied, ebenfalls implementiert werden. Auch wenn ich nicht häufig an öffentlichen Ladestationen lade, habe ich mittlerweile doch die eine oder andere Karte in meiner Sammlung.

Das zweite Thema ist der Preis und genau das sollte man getrennt betrachten. Gegenwärtig ist es ja so, dass die öffentlichen Ladesäulen häufig den 2-3 fachen Preis verlangen, den man zu Hause zahlt. Ich behaupte mal jetzt, dass die Anbieter als als Industriekunden sogar noch günstiger bekommen. Das der Preis nicht an jeder Ladestation gleich sein kann, dürfte wohl jedem einleuchten. Aber dieses Chaos und die überrissenen Preise sind ein Problem.

Es geht doch auch um die Bequemlichkeit!

Es gab mal eine Zeit :laughing: da war es Sport mit einer Vorwahl einen günstigen Telefonanbieter auszuwählen.
Mit einer Telefonanlage war es sogar möglich, dies Zeitgesteuert und Online immer auf den neuesten
Stand zu halten.
Was spricht dagegegen, eine „App“ auf den Tesla zu installieren, die per GPS und Online immer weiss,
was oder wo es gerade am billigsten ist. Incl. Rechner der bei einer Ladung von xyz% auch noch dieses berücksichtigt.

Dann Stecker rein und der Tesla wählt den passenden Anbieter.

Ich bin ziemlich sicher, dass ich das will. Das Drama mit den hunderten Ladekarten und unterschiedlichen Tarifen hat doch keine Zukunft. Was nur auch her muss ist eine transparente Preis- und Belegungsauskunft. Ich will bevor ich zu einer Ladesäule den Preis und zuverlässig den Status wissen. Mit Plug & Charge sollte auch die Verpflichtung kommen den Preis direkt an der Säule ohne App ablesbar anzuzeigen.

Man muss in dieser Diskussion auch die Tarife von der Authentifizierung trennen. ISO 15118 regelt die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation und bietet eine Authentifizierung für plug&charge. Wie dahinter die Auswahl der Tarife und Anbieter realisiert wird ist nicht Teil des Standards. Da kann/wird es unterschiedliche Lösungen geben.

Bei FastNed z.B. geht Plug&Charge (ja die ISO 15118 kümmert sich dadrum) und ontop kann man seinem Fahrzeug bei Fastnet eine Ladekarte hinterlegen.
Bis da mal alle mitspielen… ein Trauerspiel.

Fastend nutzt aber nicht ISO 15118 sondern ein eigenes Verfahren.

Sorry, stimmt, die nutzen die MAC der Netzwerkkarte der PLC Kommunikation für die Authentifizierung.
Aber grundsätzlich kommt in dem Stack auch die ID die im ISO 15118 Standard festgelegt ist mit.

Ich plädiere schon lange für eine flächendeckende Einführung von Plug&Charge nach ISO 15118, den Standardvorschlag gibt es ja nun schon einige Jahre, aber in der Praxis tut sich wenig.
Natürlich wäre es super, das mit einer eigenen Software zu koppeln, die je nach Ladesäule und Zeit das günstigste Angebot heraussucht, aber für mich wäre es schon OK, einmal generell einen günstigen Roaminganbieter auszusuchen, bei dem ich die Tarife kenne. Bei den meisten Roaminganbietern, wie Maingau, GetCharge oder ChargeNow sind ja die Preise zum Glück relativ einheitlich - es wird da oft nur zwischen AC und DC unterschieden (GetCharge ist leider ein Thema für sich mit seinen „Bevorzugten“ Anbietern…) und dann würde ich eben so einen Tarif generell im Fahrzeug hinterlegen und eben nicht PlugSurfing oder NewMotion, wo die Preise Standortabhängig sind. Standort- bzw. Ladesäulenbetreiber-abhängige Preise sind sowieso ein Chaos - ein guter Roaminganbieter ist für mich darum auch immer einer, der neben einer einheitlichen Zugangsmethide (Karte oder App) auch einheitliche Preise - am besten Europaweit - anbietet.

Gerade das Thema Authentifizierung ist der Grund warum ich das eigentlich unbedingt implementiert haben will.
Sowohl meine zwei privaten Wallboxen an der neuen Wohnung (halböffentlichen TG), als auch die am Büro unterstützen die ISO 15118. Und da wäre es einfach ein großes Komfort-Plus nicht mehr per RFID authentifizieren zu müssen.

Geht schon fast genau so: mach einfach im Browser mal moovilitiy.me auf(kann man gleich als Favourit speichern :wink:), dort findet man zu jeder Ladesäule die jeweiligen Anbieter plus die Kosten für den jeweiligen Anbieter. So hat man alle diese Infos easy im Tesla und kann schauen wo man laden will.
PS: mit der Telekom Ladekarte sind die Preise, dort wo sie funktioniert, überall gleich, 29cent AC, 39 cent DC pro kw/h. Bei anderen Roamingpartner differiert das.

Das mit der Telekom Ladekarte stimmt so nicht. Es gibt 2 Klassen von Roaminpartnern der Telekom. Bei den einen ist es günstig wie von dir beschrieben, bei anderen aber deutlich teurer. Liste gibt es auf der GetCharge Seite.

Zu den hier auftretenden Fragen kann ich zwei Erfahrungen beisteuern:

Für die Ladesäule von Innogy hier bei uns in Berlin habe ich ein Ladekabel, das mich automatisch mit meinem Innogy Vertrag anmeldet und die Ladung freischaltet. Das ist sehr bequem und erspart das Gefummel mit Ladekarten oder Apps, und ich empfinde es als echten Komfortgewinn. Bei längerem Laden ist der Innogy Vertrag allerdings eher teuer (und leider auch kein Ökostrom), daher nutze ich lieber naturstrom.de. Dafür muss ich daran denken, mein anderes, kurzes Kabel zu nutzen und dann über die App freizuschalten.

In der NewMotion App konnte ich zwei Anbieter hinterlegen, einmal NewMotion selbst und daneben noch naturstrom.de. Offenbar nutzt naturstrom die Abrechnungsinfrastruktur von NewMotion. So kann der Kunde in einer App aus zwei Anbietern aussuchen.

Obwohl ich die Freischaltung über das Ladekabel gut finde, bleibt das Anschliessen des Kabels umständlich, insbesondere im Dunkeln oder bei Regen. Eine wirkliche Verbesserung wäre neben der automatischen Freischaltung und der Auswahl des Stromanbieters über das Fahrzeug/App wenn auch die AC-Ladesäulen eigene Kabel hätten.

Danke für die Info, wieder was dazu gelernt. Nutze die Karte selten und war da wohl etwas oberflächlich beim lesen.

Morgens,

Richtig, plug&charge sowie was es über welchen Anbieter kosten kann gehören technisch nicht zusammen.

Und das ist genau der Punkt, wieso soll sich ein Betreiber auch selber den Geldhahn zudrehen.

Heute geht man noch Partnerschaften ein, weil man ja nicht 100derte Karten haben kann, bei plug&charge wird das überflüssig.

Wenn das Auto für plug&charge freigegeben ist, wirdder Wagen in einer zentralen Datenbank registriert die Nummer ist ähnlich wie bei netzwerkkarten einmalig fest mit dem Auto verbunden.

Du Steckst dein Auto an, das System prüft ob du in der Datenbank stehst und lädt das Auto. Das System gibt dem Säulenbetreiber deine Daten und der schickt dir die Rechnung.

Und zwar zu seinem Preis.

Damit es einfach bleibt wird es keine auswahl geben, die Auch noch übertragen werden müsste, das ist wunschdenken, gibt es an der Tankstelle nämlich auch nicht.
Fahr an die Säule und Zahl was da steht, der Tankstelle ist es egal mit welcher Kreditkarte ich zahle, bei einer mit geringen Gebühren bekomme ich auch keinen besseren Preis.

Ihr hättet das gerne so, aber ich bin mir ziemlich sicher das es genau so nicht kommen wird. Schaut mal wem inzwischen die Ladesäulenbetreiber gehören.

Daher meine Frage, wollen wir das, das Beispiel mit innogy hier zeigt genau was ich meine, friss den Preis oder stirb, was wenn die Säulen später nur noch plug&charge können, dann war es das, und die vielen e-Auto Fahrer die darauf angewiesen sind an 22 kw Säulen an der Straße zu laden da weder eigenes Haus noch Stellplatz vorhanden ist.

Richtig, wer hatte schon seine eigene Ölquelle mit Raffinerie, so wird auch beim e-Auto nur ein kleiner Anteil eigene Ladeinfrastruktur haben und wird darauf angewiesen sein.

Die Stromsäule wird wie eine Zapfsäule vermarktet werden, und in deren Augen darf eine kWh soviel kosten wie Sprit.

8 Liter kosten ca. 12 Euro für 100 km
15 KW dürfen dann 12 Euro kosten für 100 km

Und wer das mal ausrechnet kommt auf 80 Cent je kWh, oh, da sind die 0,79 Euro die es heute kostet.

Wieso glaubt ihr das man es euch günstiger und einfacher machen wird, ich glaube es nicht!

Es muss immer eine barrierefreie Zahlmethode angeboten werden nach Ladesäulenverordnung. Daher wird es nie PnC only geben an öffentlichen Säulen in D.

Du kannst ja das gewünschte Ziel einfach mit deiner Teslaapp teilen, dann zeigt Dir dein Auto auch wo es ist. Da muss man nicht mit dem Smartphone navigieren.

Plug & Charge wäre schon praktisch, aber dann müsste man schon den Ladestromanbieter vorauswählen können, oder mit 1-2 Klicks den Preis für die Säule am Standort abfragen können. Ähnlich einer Spritpreisapp.

Absurd finde ich dass nichtmal Ionity für die beteiligten Hersteller eine sinnvoll nutzbare Lösung anbietet. Was soll das denn bitte einen eTron oder Taycan für viel Geld zu kaufen und dann mit Ladekarten hantieren zu müssen?

Das gesammelte Googlewissen im Tesla-Navi geht da zumindest einen Teil Weges. Einfach mal zB „Ladestation Husum“ eingeben, das bringt eine recht gute Übersicht der Gegend, so weit Google bekannt. Zu Tarifen hilft dies natürlich erst mal nichts. Aber die eigenen grauen Zellen kennen vielleicht den einen oder anderen Ladeverbund aus dem Suchergebnis und dessen Tarife bei den eigenen Ladekarten.