Woher kommt dieser Reglementierungsfetisch in Deutschland?
Wir leben im Digitalen Zeitalter, alles kann und wird überwacht, also wenn schon Limits, dann sinnvolle, Verkehrsdichte-, Wetter-, Zeitabhängige Limits, die umgeschaltet werden.
Warum langsam fahren, wenn selbst ein E-Golf in ein paar Jahren mit Warp9 fahren kann und dank Sonnenenergie auch noch umweltbewusst?
Bitte jetzt kein generelles Tempo Limit, Tesla zeigt was heute schon machbar ist. In 10 Jahren ärgern wir uns, dass wir mit 120 schleichen müssen, die Autos aber computergesteuert abgesichert deutlich schneller könnten.
Denkt an morgen und denkt an das letzte bisschen Freiheit in Deutschland…
Wer startet nun die Petition für ein allgemeines 30er Limit in Städten und 70 km/h außerhalb?
Letztes Jahr entfielen auf die Autobahn etwa 13% der Verkehrstoten, während rund 58% auf Landstraßen sterben. Ich finde gerade bei Landstraßen sollte man also zuerst versuchen die Sicherheit zu steigern.
Wie wäre es mit Schlechtwettermaschinen? Das schlägt sich direkt auf die Statistik nieder, weil weniger Motorradfahrer unterwegs sein werden
Hallo edevil,
wenn Du mich so konkret fragst, versuche ich möglichst sachlich zu antworten. Vorweg: ich selbst bin unschlüssig, ob ich ein Tempolimit gut finde oder nicht.
Ich bin davon überzeugt, dass das Einschlafrisiko bei höheren Geschwindigkeiten aufgrund der wesentlich größeren Anstrengung viel höher ist.
Die Lautstärke hängt meiner Meinung nach bei Geschwindigkeiten jenseits der 50km/h größtenteils von den Reifen ab (außer Beschleunigungsorgien).
Ich habe noch nie notorische Linksfahrer mit geringem Tempo und zu geringen Sicherheitsabstand erlebt .
Wer mit Tempo 200 oder höher mehrere andere Fahrzeuge, die nur 120 fahren, überholt, handelt grob fahrlässig! Zu meinen wilden Zeiten habe ich mir ziemlich schnell abgewöhnt, LKWs mit Geschwindigkeiten von mehr als 180km/h zu überholen. Erstens können die LKW-Fahrer im Rückspiegel gar nicht die Geschwindigkeit des heranrasenden richtig einschätzen (nach meiner Erfahrung war die Grenze bei etwa 160km/h) und Zweitens kann man selbst nicht schnell genug erkennen, ob da ein einzelner LKW oder 2 relativ dicht hintereinander fahrende LKW vor einem sind, von denen der eine vielleicht jeden Moment zum Überholen ansetzt.
Das ist für mich unzumutbar! Der schneller Fahrende muß sich bei viel Verkehr entsprechend anpassen!
Da ich oft relativ langsam auf der Autobahn fahre, mache ich es meist so, wenn ich einen LKW überholen möchte: bei viel Verkehr passe ich mich zunächst dem LKW-Tempo an und warte möglichst eine größere Lücke auf der linken Fahrspur ab, so dass ich in Ruhe den LKW überholen kann und keine schneller fahrenden Fahrzeuge behindere. Mir macht es nicht so viel aus, kurzzeitig 85 statt 100km/h zu fahren als das andere wegen mir von 130 auf 100km/h ihre Geschwindigkeit reduzieren müssen.
Just my 2 cent:
Ich bin gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen, denn auf einigen (wenigen) Strecken ist es wirklich kein „selbstmörderisches Rasen“, wenn man tagsüber auf trockener Fahrbahn und wenig Verkehr mit 180-200 km/h dahingleitet.
Ihr glaubt, das gibt es nicht mehr? Dann fahrt mal etwas öfter die A31. Spätestens ab dem Schüttdorfer Kreuz ist das nächste Auto vor oder hinter einem mindestens 300 Meter entfernt und fährt ungefähr gleich schnell.
So ziemlich jeder(!) LKW-Fahrer kennt die A31 mit den dort hohen Geschwindigkeiten und kann sehr wohl ganz gut einschätzen, wie schnell jemand angeflogen kommt.
Ich fahre beruflich schon die letzten fünf Jahre mehrmals monatlich die A31 vom Dreieck Bottrop bis in das Emsland und zurück und mir ist noch nie(!) ein LKW vor die Nase gezogen, so dass ich stärker hätte abbremsen müssen.
In der Regel konnte ich bis zum LKW ausrollen oder musste nur ganz sanft bremsen. (Ist ja nur ein Verbrenner.) Mit einem EV hätte ich es wohl bisher fast immer durch Rekuperation geschafft.
Die meisten PKWs fahren dort ebenfalls >=180, so dass man „gemütlich im Verkehr mitschwimmt“.
Nachts wären 200 Sachen sicher nicht sehr schlau, da man (ohne Fernlicht oder dynamischen Fernlichtassistenten) nicht weiter sehen könnte, als der Bremsweg wäre. Upps, da fehlen einem ja dann die Meter des Reaktionsweges!
Im Ruhrgebiet gibt es so gut wie keine Autobahn mehr ohne Tempolimit, wobei dort auch schon sehr viele Strecken durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen dynamisch geregelt werden.
Feste Blechschilder findet man quasi nur noch dort, wo auch eine VBA fast immer dieselbe zHG anzeigen würde.
Und wenn es wirklich ein generelles Tempolimit geben müsste, dann bitte bei 160, aber auf keinen Fall unter 140.
Tempo 200 und mehr ist wirklich nur „fun“. Dauerhaft ist es auf Langstrecke überdurchschnittlich anstrengend und geht zu Lasten der Konzentration.
Mit Tempo 160 kommt man quasi genauso schnell an sein Ziel (Stichwort Durchschnittsgeschwindigkeit), und das Verhältnis Aufmerksamkeitssteigerung versus Überanstrengung versus Ermüdung hält sich in Grenzen.
Bei Tempo 140 kann man die Überanstrengung auf Langstrecke schon ausschließen, jedoch ist es noch nicht zu langsam, dass man auf Langstrecke durch Langeweile ermüden würde.
Bei einem generellen Tempolimit < 140 würde auf einer freien, gut ausgebauten Autobahn (wie z. B. die genannte A31) das Ermüdungs-Potential entsprechend ansteigen.
Die beste (allerdings auch teuerste) Lösung wäre, langfristig alle Autobahnstrecken mit einer VBA auszustatten.
Und wie hier auch schon geschrieben wurde, sind die Bußgelder viel zu niedrig.
Wer sich „mal eben“ eine Oberklasse-Limousine samt Chauffeur leisten kann, den interessiert es doch nicht, wenn er zu 600,-€ Bußgeld (zzgl. Verwaltungsgebühren), 2-3 Punkten in Flensburg und 3 Monaten Fahrverbot verdonnert wird!
Das Bußgeld muss sich - wie ich schon in einem anderen Thread erwähnt hatte - an den Jahreseinkünften (und nicht am Monatsgehalt) orientieren, denn dann zahlt der „einfache Handwerker von nebenan“ wie auch der „CEO eines internationalen Konzerns“ gefühlt gleich viel.
Der einfache Handwerker kommt dann mit 300,- € Bußgeld davon, die ihn sehr hart treffen, der CEO muss dann evtl. 500.000,- € oder mehr überweisen.
(Die Verwarnungsgelder können gerne so bleiben wie sie sind, denn es sind ja absichtlich nur symbolische Geldstrafen, von denen der Polizist nach eigenem Ermessen vor Ort auch absehen und in einer mündlichen Verwarnung aussprechen kann.)
Adrenalin macht wach.Dafür muß man dann Nachts auf ner leeren dreispurien BAB aber auch min 200 fahren
Bei zwei Fahrspuren je Richtung stimme ich Dir zu, denn die Differenzgeschwindigkeit zählt. Mit 230 an LKWs vorbei kommt einem vor, als ob die Parken…
Bzgl. LKWs bin ich für ein genrerelles Überholverbot mit ausgewiesenen Überholabschnitten, auf denen dann eine Fahrspuhr rechts dazu kommt.
DIe Fahren doch eh alle fast genau so schnell.
Die A24 ist beispielsweise eine BA üfr die ein Limit sinnvoll ist. Wenn man da mit 100 oder weniger vor sich hin gleitet. Ist alles ab Tempo 200 schon Angsteinflößend.
EIn 160er Limit macht da schon Sinn bzw. mit entsprechender Verkehrsüberwachung auch etwas mehr.
@Kellergeist2 da NAchts alle Fahrzeuge beleuchtet sein sollte, ist da Leuchtweite des eigenen Lichtes nicht so entscheidend.
NEIN! Kein generelles LKW-Überholverbot!
Wir PKW-Fahrer denken immer nur an die Gliederzüge und Sattelschlepper, aber welcher LKW-Fahrer soll bitte mit 62 km/h hinter einem Mobilkran schleichen, obwohl er ihn mit deutlich höherer Geschwindigkeit überholen könnte?
Dann doch lieber deutlich höhere Strafen bei „Elefanten-Rennen“ über mehrere Minuten bzw. km!
(Nein, ich bin kein Berufskraftfahrer, jedoch fahre ich in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit einen „normalen“ LKW (11-16t zzgl. Anhänger) und könnte sowas von kotzen, wenn ich die gesamte BAB mit 62 km/h hinter einem Mobilkran hinterherschleichen müsste, weil irgendwelche Egoisten LKWs nur auf dem rechten Fahrstreifen sehen wollen.)
Die Initiative der Nord-Süd-Spedition finde ich vorbildlich: Freiwilliges LKW-Überholverbot auf zweispurigen Autobahnen, max. 83 km/h.
62 km/h-Fahrzeuge sind von diesem freiwilligen Überholverbot jedoch ausgenommen und dürfen überholt werden (sofern kein LKW-Überholverbot angeordnet ist).
Kumulierter Zeitverlust pro Tag (nach Aussage der Spedition): ~10 Minuten.
Kosteneinsparung: gewaltig, da deutlich geringerer Spritverbrauch und weniger Schäden aufgrund entspannterer (und somit aufmerksamerer) Fahrer.
Und was ist mit einem verunfallten, unbeleuchteten Fahrzeugs auf der linken Spur (weil er - aus welchem Grund auch immer - mehrmals in der Leitplanke eingeschlagen ist und sich dabei die gesamte Beleuchtung zerstört hat?
Stichwort: Sichtfahrgebot
Ist ja schön, dass ich im Recht bin, wenn jemand anderes seine Ladung aufgrund unzureichender Ladungssicherung verloren hat, aber was nützt es mir, wenn ich den Aufprall mit dieser nicht (oder nur schwerstverletzt und anschließend schwerstbehindert) überlebe?
Das meinst Du sicher nicht ernst!
Vor ein paar Tagen stand meine Frau Nachts 2 Stunden lang in einer Vollsperrung auf der A4 Köln-Aachen auf der mittleren von 3 Fahrspuren. Als es um 2:00 Uhr morgens endlich weiterging, sprang der Wagen nicht an. Sie hatte vergessen, das Licht auszumachen. Zum Glück rief sie sofort die Polizei an. Aber die 15 Minuten bis diese da war, verbrachte sie im Fahrzeug in höchster Angst zu. Laut Polizei waren einige Fahrzeuge auf diese Art in dem Stau liegengeblieben …
Der Notruf des ADAC war da tatsächlich 90 Minuten lang ausgefallen. Zum Glück hatte die Polizei den Abschleppwagen per Funk benachrichtigt und der Fahrer war so nett, ihr Starthilfe zu geben und nicht 50km bis Aachen abzuschleppen …
Jetzt werden aber Extrembeispiele raus gerkram. Auch am Tage wäre ich in höchster Angst, wenn ich auf der mittleren Spur stehen würde…
Wäre nicht im Traum drauf gekommen, das man im Staub wg. Licht mit leerer Batterie liegen bleiben könnte
Wie oft sieht man einen Mobilkran auf der Autobahn? Wenn sich eine Schlange hinter dem Kran bildet, muß dieser eben auf dem nächsten Parkplatz kurz anhalten und die Kollonne vorbei lassen!
Was ist gefährlicher, LKW mit 20 km/h weniger unterwegs oder wild bremsende, spurwechselnde Autofahrer?
Mit entsprechende Überholspuren bzw. ausgewiesenen LKW-Überholbereichen an eh schon beschränkten Abschnitten sollte sich der Zeitverlust in Grenzen halten.
Grundsätzlich sollte man auch noch einmal überdecken, welche Fahrzeuge die BAB überhaupt befahren dürfen. Es ist eine Schnellstraße und 60 km/h bauartbedingte Mindesthöchgeschwindigkeit sind shcon lange nicht mehr zeigemäß. Denke 80 km/h wäre da angemessener.
Es ist löblich, das einzelne Speditionenn da vorbildlich mitdenken, aber die vielzahl ausländischer LKW wird man so nicht erreichen. Das müßte schon drastische Straßen eingeführt werden, wie Beschlagnahmung des ganzen Zuges und Zwangsversteigerung für gute Zwecke.
Um aber mal wieder zum Kern der Diskussion zu kommen, ein pauschales Limit wird wenig helfen, da die Nachlässigkeit im Quadrat mit dem Nachlassen der Anforderungen steigt. Wer verträumt mit 100 km/h leicht von seiner Spur abkommt, ist nicht weniger gefährlich als jemand der aufmerksam mit 200 km/h unterwegs ist.
In der Petition wird 140 km/h gefordert und nicht 110 und auch nicht 100 (siehe Zitat unten).
Dieses „Argument“ haben wir jetzt in Variationen wiederholt gehört, wenn auch (Irrtum vorbehalten) nur von Dir. Sicher gibt es noch andere Leute in der Welt, wenn auch vielleicht nicht in diesem Forum, die dem Glauben anhängen, sie wären bei 180 sicherer unterwegs als bei 130. Ich will jetzt gar nicht mit Sachargumenten kommen, geschweige denn mit meiner eigenen Meinung. Es wäre nur einfach schön, wenn Du dieses „Argument“ mal belegen würdest – mit einer Studie, einer Untersuchung, einer Statistik, irgendwas. Ohne Beleg ist eine weitere Wiederholung überflüssig, Deine Meinung kennen wir nun.
Solange es nachweislich Führerscheininhaber gibt, die mit einer solchen Meinung an die Öffentlichkeit gehen, halte ich ein generelles Tempolimit für dringend geboten! Heute morgen im Radio: „Auf das A-irgendwas liegt ein Holzklotz auf der Fahrbahn.“ Ob der ein orangenes Blinklicht montiert hatte, wurde nicht dazugesagt.
Tempolimit? Wass soll das denn? Da bin ich dagegen.
Es gibt genügend Situationen, wo man ohne andere zu gefährden so schnell fahren kann, wie man will. Warum sollte man auf einer fast leeren Autobahn Sonntag morgen (z.B. A71, A38) mit 130 km/h langzuckeln, wenn man dort teilweise über 300 fahren kann? Die Strecken gehen mitunter km weit geradeaus und rechts und links neben der Strasse ist freie Fläche - da kann nichtmal ein Tier unvorhergesehen aus dem Wald springen.
Wenn man ein generelles Tempolimit einführt muss man das natürlich auch überwachen. Diesen Mehraufwand sollte man lieber in die Überwachung der aktuellen Limits stecken.
Mal wieder ein typisches Vorgehen der Grünfront: wenn die Grüne Alternative nicht dieselbe Peformance zeigt, macht man halt die konventionelle künstlich kaputt !
(CO2 Strafsteuer, Abgaben auf Mineralöl, einseitige Belastung konventioneller Kraftwerke, Vorrang der teuersten Art Strom zu erzeugen per Gesetz, einseitige Belastung von Trucks zugunsten der Schiene, …)
Macht die Alternativen besser statt alles was Spaß macht wegzureglementieren ! Mein Alfa fuhr schon >200 km/h als die meisten von Euch noch garnicht geboren waren. Und so wird er auch heute nocht artgerecht bewegt.
Am besten reglementiert Ihr auch noch die Höchstgeschwindigkeit auf der Nordschleife, damit sich Model S Fahrer dort nicht mehr so blamieren müssen…