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Petition für generelles Tempolimit 130 (2019)

Wenn Du die „Holländer“ ansprichst, meinst Du da die Niederländer (welche das angesprochene Tempolimit eingeführt haben), oder die Holländer?

Niederländer:
de.wikipedia.org/wiki/Niederlande
Holländer:
de.wikipedia.org/wiki/Holland

Hier ist ein Tempo auch ein Tempo und bleibt ein Tempo. Und kein Papiertaschentuch. Meine Nachbarn sind Holländer. Ich kenne den Unterschied. Ihr seid so kleinscheissig bei Worten und gleichzeitig sind 131 gleich 250. Nicht wir machen uns zu Opfer, sondern ihr. Ich höre nur mimimi. Von uns heult ja niemand.

Und Volker.berlin reitet absichtlich auf Worte rum wo er ganz genau weiß was gemeint ist. Ansonsten muss erselbst mal von vorn anfangen!

Hiermit verlasse ich den Unsinn hier. Fahrt rechts und benutzt Hirn und Rückspiegel. Dann ist es auch nicht gefährlich.

Tschüssi Jungs :mrgreen:

Tut mir Leid, ich stehe auf dem Schlauch. Das einzige, was ich zu wissen glaube, ist, dass Du strikt gegen ein Tempolimit bist. Was das mit den Holländern zu tun hat, ist bis jetzt nicht klar geworden. Aber ich habe ja versprochen, es Dir auch noch ein viertes Mal zu erklären. Also versuche ich es nochmal anders:

Falsch: „Und die Holländer regen sich ja gerade doch recht doll über ihre 100 auf.“
Richtig: „In den Niederlanden gibt es einen gesellschaftlichen Konsens, das Tempolimit von bislang 130 km/h auf 100 km/h (tagsüber) zu reduzieren.“

Ich erkläre es Dir einmal mit Deinen eigenen Worten:

Das ist in den Niederlanden passiert. Nicht genau so, aber im Prinzip.

Es gibt kein „Feindbild“ meinerseits.

Ich denke an die Auswirkungen, an die atuellen Effekte und die Möglichkeiten die durch das Tempolimit 130 erreichbar wären.

Ich sehe den täglichen Autobahnverkehr auf unbegrenten Strecken ganz gut, ich sehe, wie Kollegen fahren, ich kann mir einen Eindruck machen, wie die grobe Masse so fährt. Da sind Geschwichtigkeiten Richtung 200km/h nicht die extreme Ausnahme, sondern eher eine Regelmäßigkeit. Selbst wenn ich mit 130km/h fahre, gibt es genug PKWs die schneller unterwegs sind.

Und ich mag deutlich machen, dass es nicht darum geht, ob ich 130 oder 131 fahre.

Weiter will ich verdeutlichen, was es für einen Unterschied macht, ob 180 gefahren wird, 150 oder 130 - was wird sich davon versprochen?

Und auf Fragen/Aussagen von anderen und mir, wo es falsch sei oder extreme Ansichten bestehen, habe ich noch keine Antwort erhalten:

  • Dass der Verschleiß am PKW steigt und damit sinkt die Lebensdauer
  • Dass wir Unmengen CO2 einsparen, aufgrund des sinkenden Energieverbrauchs
  • Dass wir statistisch Menschenleben schützen werden
  • Dass selbst ein deutliches Geschwindigkeits-Delta (+50km/h) keine nennenswerten Einfluss auf die Ankunft hat

Und ums nochmal zu wiederholen: Nicht das Limit ist extrem, sondern unsre vermeintliche Freiheit all die oben genannten Punkte und viele weitere bewusst zu ignorieren.

Wir schaden damit Mensch und Umwelt!

Das ist die Realität - ist das extrem?

Punkt 1:
Streben wir nicht nach einer Mobilität ohne Verbrenner? (Überspitzung, keine Diskussion hierauf aufbauen bitte)

Punkt 2:
Belegbare Quelle bitte verlinken, dass ein Tempolimit hier, gemessen am gesamten CO2 Verbrauch in Deutschland (inklusive Industrie) hier einen DEUTLICHEN und MERKBAREN Unterschied bewirken würde. Dies bitte im Hinblick auf die Gesamtemission pro Kopf weltweit. Und bitte kein Argument hinsichtlich „Vorreiter“ etc. das hatten wir zur Genüge

Punkt 3:
Auch hier bitte belegbare Quellen, welchen Unterschied ein Tempolimit machen würde. Nach dem Motto: Wieviele Menschen sind durch ein fehlendes Tempolimit „unnötig“ ums Leben gekommen?

Punkt 4:
Bitte um konkrete Beispiele/ Errechnungen auf Basis fundierter Fakten.

Und auf alle Punkte bezogen: Bitte keine Verallgemeinerung, wie wir sie hier seit Seiten und Tagen/Wochen/Monaten diskutieren.
Einfach mal konkret und faktenbezogen antworten bitte.

JM2C

Cheers

@TCO: Ich gehe gern auf deine Punkte ein.

Aus: Laden Model S / Allgemeines - Vorwort

Hier scheine ich einen Fehler begangen zu haben, die 150t als Einsparungen verstanden zu haben.
Nach einer neuen Suche wird auf der Seite der duh wären, in Kombination mit Landstraßen-Limit 80km/h, eine Einsparung von 5 Mio. t CO2/Jahr möglich, laut dem ADAC beim Limit 130 auf Autobahnen von 2 Mio. t CO2.
In einem Artikel des ZDF werden noch vom Öko-Institut Zahlen genannt, die bei einem Limit von 120 von bis zu 3,5 Mio. t CO2 Einsparung ausgeht. Je nach dem, sind das 2-5 Miollionen Tonnen CO2, die der Planet nicht zusätzlich aufnehmen muss.

duh: duh.de/tempolimit/
ADAC: adac.de/verkehr/standpunkte … utschland/
ZDF: zdf.de/nachrichten/heute/im … t-102.html

Der gesteigerte Verschleiß an PKW ist nichts Verbrenner-spezifisches, sondern schließt auch alle anderen Fahrzeuge mit ein, denn ich erhöhe in jedem Lager, in jeder Dichtung, an jedem Dämpfungselement, an jeder Antriebseinheit, an der Karosserie die Kräfte, die Reibleistungen und damit auch den Verschleiß - je schneller ich fahre.
Das wirkt sich zwangsläufig auf die Haltbarkeit aus, auf die Wartungsintensität und damit auch auf den Ressourcenverbrauch. Dafür braucht es keine großangelegte Studie für, das ist eine technische Grundlage.

Auch die Gewerkschaft der Polizei macht sich für ein generelles Tempolimit stark:

GdP: gdp.de/gdp/gdpnrw.nsf/id/DE … Autobahnen

Auf der Seite der duh werden 400 Verkehrstote auf den Autobahnen genannt, von denen viele durch zu hohe Geschwindigkeit ihr Leben verlieren.

Ich brauch nicht zu sagen, dass jede Diskussion dies in Abrede zu stellen oder zu relativieren, dass sich hier ein Limit sich positiv auswirken wird, zynisch wirkt.

duh: duh.de/tempolimit/

Auch auf den Verkehrsfluss nehmen Experten an, dass sich eine Harmonisierung der Spitzengeschwindigkeiten positiv auf diesen auswirkt.

ZDF: zdf.de/nachrichten/heute/im … t-102.html

[b]Was also ist die Erkenntnis hinter dem Tempolimit?

  • Wir schützen Menschenleben
  • Wir schützen das Klima
  • Wir schützen den Planeten, durch weniger Ressourcenverbrauch
  • Wir schaffen besseren Verkehrsfluss[/b]

Vieles oder eigentlich jeder Punkt lässt sich bereits durch grundlegende Überlegungen bestätigen und es bedarf da keiner speziellen Analyse. Dass Baustellen, „Schleicher“, „Raser“, „Nichtblinker“ usw. ebenfalls einen negativen Einfluss haben, steht ja außer Frage aber diese Einflussgrößen sind vom den positiven Aspekten eines Tempolimits losgelöst und die Folgen der Verfehlungen oben genannter Verursacher könnten abgemildert werden.

Wären wir sogar konsequent genug, müssten man für ein Limit bei 120km/h zustimmen, da hier nochmals größere Verbesserungen zu erreichen wären.

[b]Was hält uns also davon ab, heute intelligenter zu werden, als wir es gestern waren?

Was hält uns davon ab, das Leben unserer Mitmenschen heute besser zu schützen, als wir es gestern machten?

Was hält uns davon ab, heute entschiedener für die Umwelt einzutreten, als wir es gestern taten?

Warum lassen wir uns davon abhalten, uns nicht bessern in den Verkehrsfluss einzugliedern, als wir gestern danach handelten?

Was also spricht dagegen?[/b]

„Ich will aber“ - das kleine trotzige Kind in uns…

deine argumentation und deine beweggründe haben aber doch nur dann sinn, wenn das tempolimit nur EIN schritt ist. das kann ja dann doch nicht alles gewesen sein.

die frage hatte ich schon mal gestellt, aber ohne eine antwort zu bekommen. daher nochmal:

welche welt steht am ende der reise, für deren beginn du dich einsetzt?

welches wäre der nächste logische schritt auf dieser reise, nachdem ein tempolimit ungesetzt wäre?

vllt fällt es mir etwas leichter die reise zu beginnen, wenn ich weiß, wo diese reise hinführt?

was hält uns davon ab, ein gesetz zu verabschieden, das es verbietet, jemandem die hand zu schütteln, in die man kurz davor geniest hat?
die vorteile lägen auf der hand:
durch die reduzierte verbreitung von krankheitserregern hätten wir

  • weniger todesfälle
  • weniger arbeitsausfälle durch krankheiten
  • mehr gerechtigkeit in den sozialkassen
  • weniger arzneimittelbedarf
  • weniger tierversuche etc. etc.
    bestimmt alles leicht durch quellen belegbar.
    so ein gesetz hätte nach logischen gesichtspunkten keine nachteile.

aber so ein gesetz brauchen wir nicht, denn es gibt einen gesellschaftlichen konsens und ein bewusstsein, dass es schlecht ist, jemandem die hand zu schütteln, in die man vorher geniest hat.
so ein gesetz würde uns nur unnötig reglementieren, es würde uns einengen usw.

warum sollten wir es nicht schaffen, auch einen gesellschaftlichen konsens zu finden, was gefälligst MÖGLICHST zu unterlassen sei, weil es die umwelt mehr als vertretbar schädigt?

madmax

Hi,

einerseits darf man die Baumkletterer und Anti-GF-4-Personen in Grünheide nicht „Wohlstandsverweigerer“ nennen, und andererseits nimmt diese Diskussion keine Ende.

Deutschland ist ein Teil von Europa. In Europa gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen. Fertig.

@Adastramos: +100. Pointiert und schlüssig, sodass es wirklich jeder inhaltlich verstehen kann.

@madmax: Dein fiktives Gesetz unterscheidet sich doch grundlegend von dem Vorschlag eines Tempolimits. Eben genau der gesellschaftliche Konsens (dass ich mit meiner schleimigen Hand nicht eine andere Hand schüttle) ist doch beim Tempolimit derzeit nicht vorhanden, weil sich viele Schreihälse in ihrer Individualität eingeschränkt sehen, ungeachtet dessen, was es für Vorteile hat.

Und um auf diese Argumente einzugehen, dass die „vermeintlichen“ Vorteile erstmal belegt werden müssten oder eben der gesamte Fahrplan für Maßnahmen danach von Anfang an feststehen müssen: Jetzt etwas zu versuchen, was vermutlich funktioniert, aber mit geringer Wahrscheinlichkeit doch keinen positiven Effekt hat, ist fast immer besser, als nachher zu weinen, weil man eine Gelegenheit verschlafen hat.
Beispiel 1 - Radikale Umweltschutz Forderungen: Jetzt Geld und Zeit in etwas zu stecken, das sehr radikal ist, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Verbesserung bzw. Abwendung einer Klima-Katastrophe hat, bleibt die richtige Wahl, egal ob am Ende der Effekt der angewendeten Maßnahme(n) möglicherweise ausbleibt. Die andere Wahl wäre nichts zu tun und zu spekulieren, dass das reicht.

Beispiel 2 - Tesla-Aktien kaufen: Jetzt kaufen und mit dem Risiko leben, dass der Kurs die 1.000 $+ doch nicht erreicht ist die mutigere Wahl als nachher zu weinen, dass man ja zu spät eingestiegen ist und die entgangene Partizipation am Kurszuwächsen voll gemein sind (Vielleicht ein etwas abstrakes Beispiel).

Beispiel 3 - Pflichtenheft für Softwareentwicklung: „Wir müssen schon am Anfang genau wissen, was die Software zum Zeitpunkt des Einsatzes in 3 Jahren können muss. Wir machen uns als jetzt ein Jahr Gedanken im Kämmerlein und schreiben ein dickes Pflichtenheft für die Entwickler.“ So wurde in der Vergangenheit Software für Behörden etc. entwickelt. Ist halt einige Male schief gegangen, weil dann isoliert gebastelt wurde um am Ende passt das Ergebnis nicht zu den Anforderungen der Neuzeit. Das trendige Wort „Agilität“ mal ganz frei übersetzt in „Wir laufen mal mit einem ungefähren Ziel los und schauen, was im Schaffensprozess dann gerade aktuell ist.“ So gehen Hüte die großen IT-Konzerne vor. Kann man in Sachen Umweltschutz etc. also irgendwie auch machen, oder?

im grundsatz bin ich bei dir. für mich ist aber das gesamtbild in unserem land derzeit, naja, etwas problematisch für ein derartiges GESETZ (…NICHT für eine individuelle und freiwillige verhaltensänderung!).

um es mit deiner formulierung auszudrücken:
jetzt etwas per gesetz und gegen die derzeitige mehrfach bestätigte parlamentarische mehrheit NICHT durchzudrücken, was nachher KEINE eindeutig belegbare korrelation zu den gewünschten zielen hat, ist besser, als danach wie zuvor über eine politische radikalisierung zu weinen und sich dann irgendwann verwundert die augen zu reiben, wieso sich mehrheiten in den regierungen so merkwürdig an die ränder verschieben.

in sachen reduzierung der co2-emissionen sind wir in der brd nicht mal schlecht unterwegs, mit einer ausnahme: der verkehr!
dort steigen die werte unaufhaltsam und müssen reduziert werden.

ein tempolimit ist EINE möglichkeit zur reduktion. aber die positiven effekte auf das gesamte sind sehr gering bzw. werden durch konsumentscheidungen wieder zunichte gemacht.
es wundert mich, warum es kein „großes ganzes“ gibt.
wenn wir den co2-ausstoß im verkehr WIRKLICH reduzieren wollen und das müssen wir, dann muss alles auf den prüfstein:

  • suv-thematik
  • vermeidbarer flugverkehr
  • vermeidbarer schiffsverkehr
  • usw.
    aber davon hören wir hier im thread und auch in der diskussion „draußen“ so gut wie nichts. es wird alles reduziert auf ein gesetz für ein tempolimit, wieder und wieder und wieder.

sollte das irgendwann dann doch kommen, können wir toll unsere hände in den schoß legen, unser gewissen beruhigen, uns als guter mensch fühlen, der es den rasern jetzt endlich mal gezeigt hat.
danach widmen wir uns wieder der frage, wohin unser familienurlaub denn heuer gehen wird: mal wieder ein flug oder nicht doch nochmal die kreuzfahrt, weil da grad ein super-angebot da ist. den weg zum flughafen, der uns dann zum ablegehafen des schiffes bringt, erledigen wir dann natürlich auch mit unserem 2,5t elektro-auto mit 700 ps, weil wir ja auch damit etwas für die umwelt getan haben.
denn zu einer freiwilligen verhaltensänderung in den dingen, die uns als limitbefürworter schon sehr an‘s herz gewachsen sind, sind wir leider nicht bereit, da sollen doch bitte erstmal die anderen ran.

das ist nicht minder egoistisch wie der der sagt, er würde gerne auch mal schneller als 130 fahren, wenn ihm grad danach ist.

ja, es gibt menschen, auch hier im forum, die für sich den individuell besten kompromiss zwischen einem schönen leben und einem umweltbewussten leben gefunden haben. denen sollten wir applaus schenken, versuchen ihnen nachzueifern, mit individuellen und freiwilligen verhaltensänderungen.
aber nicht durch den glauben, man könne alles per gesetz festlegen, verbote auferlegen und dann wird das schon.

madmax

Natürlich ist es am besten, wenn alle Probleme angegangen werden. Sich darauf auszuruhen, dass eben nicht alles gemacht und wird und das als Legitimation zu nutzen, um überhaupt nichts zu machen, halte ich jedoch für völlig falsch.

Daher ist die Implementierung eines Tempolimits, auch wenn es nur eine Einzelmaßnahme mit mäßigem Gewicht für die Gesamtbilanz ist, trotzdem wichtig und sinnvoll. Und da dieser Thread auch um das Tempolimit geht, muss man sich (wenigstens hier) keine weiteren Gedanken zu einer gesamten Lösung machen oder darüber streiten.

Wer würde hier denn behaupten, dass es nur diesen Schritt braucht, damit wir alle Probleme gelöst hätten? Freilich ist es „nur“ ein Schritt, aber es ist einer!

Deine Fragen werden hauptsächlich im CO2-Umwelt Thema behandelt, nur so viel will ich abseits davon schreiben, dass unser Ziel bei 3t CO2 pro Kopf in Deutschland und in allen weiteren Industrienationen liegen muss, möglichst schnell.

Das Ziel muss zudem sein, dass der Earth Overshoot Day nicht schon im Juli ist (in der EU übrigens schon im Mai und in DE im April), sondern frühestens am 31.12., besser noch, dass er länger als das wird, damit sich unser überbrodener Verbrauch wieder regenerieren kann.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Earth_Overshoot_Day

Ein logischer Schritt nach einem Tempolimit wäre eine Fahrzeugbesteuerung aus einer Mischung aus verbrauchtem Energieträger (Prio 1), Fahrzeuggröße (Prio 2) und -masse (Prio 3). Nach Leistung/Hubraum zu besteuern macht immer weniger Sinn.
Weiter gedacht, müssen alle energieintensiven Produkte höher besteuert und Reperaturen herstellerseitig möglich sein und Steuererleichterungen dafür geschaffen werden.
Aber es gibt viele Ideen, die einen positiven Einfluss bieten können, daher können wir mit dem ersten Schritt anfangen und ein Tempolimit umsetzen, mit all den damit verbundenen Entlastungen.

Gerade die SUV-Thematik würde durch ein Tempolimit 120/130 weniger schlimm werden, da der Widerstand und damit auch der Verbrauch bekannter Maßen im Quadrat zur Geschwindigkeit steigt. Was muss ein SUV denn mit 200 fahren? Aber das wäre viel zu einfach gedacht, denn alle größeren Motoren betrifft das gleichermaßen und selbst ein Audi A4 genehmigt sich bei Tempo 200 gern 11l Diesel/100km - das ist kein Scherz, sondern real erlebt, bei einer Dienstfahrt. Soviel zum Thema „sparsame Diesel“.

Und gerade das Argument, dass das Tempolimit „ein Aspekt“ ist, schließt es kategorisch mit ein. Es unbetrachtet zu lassen, weil es auch noch andere Themen gibt, wäre irgendwie etwas „eigenartig“ oder nicht? Also eigenartig im Sinne von „unangenehm“ und „unangenehm“ im Sinne von „eigentlich wollen wir alles so lassen“.

Es ist weitaus einfacher zudem, ein Tempolimit (und ich kann mich zunehmend für Tempo 120 begeistern) umzusetzen, als entsprechende Einschnitte im Luft- und Schifffahrtsverkehr durchzuwinken - oder vielleicht täuscht mich auch mein Eindruck und den „Deutschen“ ist es wesentlich wichtiger, „freie Straßen“ zu haben, als mit dem Flieger nach Malle zu kommen.
Wobei so eine Entweder-oder-Entscheidung zwischen Kreuzfahrten+Malle gegenüber dem Tempolimit 120 doch interessant zu beobachten wäre - oder nicht?

Aber zurück auf die Frage, warum es kein „Großes Ganzes“ gibt: Das kann es geben! Es kann dann beginnen, wenn wir uns von unserem übertriebenen Vorstellungen lösen, fähig dazu werden unsre eigene Position zu überdenken und uns zu fragen, wie es besser ginge - für viele Beteiligten.
Aber weil wir gerade von Relationen sprechen, der Luftverkehr macht etwa 2-3% des CO2-Gesamtausstoßes aus, der Straßenverkehr jedoch 20%, wenn wir also 2-5% beim Straßenverkehr sparen können, wäre das dieses Zehntel welches durch die Fliegerei überhaupt erzeugt wird - d.h. im Sinne er Einsparung ist es nochmals attraktiver am Straßenwesen anzusetzen, weil dort noch wesentlich mehr Potential vorherrscht. Keine Airline der Welt würde je auf den Gedanken kommen, ein möglichst verbrauchsstarkes Flugzeug zu kaufen, weil es nämlich nur Kosten verursacht, ohne Geld zu verdienen (wenn wir mal ausschließlich in der Verbrennerwelt bleiben).

In dem Punkt, dass Verbote etwas gar unmoralisches ist, etwas, dass nur aufgrund von Argwohn, Neid und Aus-Prinzip heraus geschmiedet werden, will ich widersprechen. Wir sehen es über die gesamte Neuzeit, wie Verbote Leben schützen können, die Natur entlasten und für effizientere, sauberere Technologie sorgen. Vom FCKW angefangen, über Partikelfilter, über Sicherheitsgurte, über bleifreies Benzin, usw. die gesamte Entwicklungsgeschichte trägt unzählige Beispiele, wie es nach einem Verbot anfing besser zu werden.

Und ja, wir brauchen mehr Öko-Verbote und weniger Konsum-Lust, damit wir uns einen lebenswerten Planeten erhalten.

Jeder der ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis hat, kann dies nachvollziehen.

Wenn dann generell maximal 50 km/h oder 30… spart viel mehr und reduziert auch wirklich gefahren… alles andere ist doch nichts halbes und nichts Ganzes…

Warum nicht. Vielleicht finden wir dafür ja einen Konsens, denn im Grunde hast Du ja recht.

Es ist übrigens nicht legitim, die Argumente des vermeintlichen „Gegners“ bis zur Lächerlichkeit zu überzeichnen, nur um diesen Strohmann dann abzuschießen. Das ist billig und hat mit einer sachlichen Auseinandersetzung nichts mehr zu tun.
:arrow_right: Dialogethik: Wie kann Diskussion funktionieren und wo scheitert sie?

Diese Regel scheint aber nur in eine Richtung zu gelten.
Alle Tempolimitgegner werden ja auch pauschal als Raser, Umweltsünder und nett umschrieben als technisch unwissend bzw. einfach dumm oder trotziges Kind beschrieben.
Von einer ergebisoffenen Diskussion sind wir weit entfernt.
Aber wie hier deutlich zu erkennen, geben die Admins die Richtung vor. Euer gutes Recht.

Das gilt natürlich in beiden Richtungen. Es ist Dein gutes Recht, solche Fälle zu kritisieren, wenn sie Dir begegnen.

Hinter fast jeder politischen Fehl-, oder Nichtentscheidung steht irgendeine Lobby, die diese verursacht, bzw. verhindert. Es ist ähnlich, wie bei dieser neuen Aktiensteuer, die genau die Leute verschont, die eigentlich zahlen sollten.

So auch hier … Autoindustrie, Öl-Lobby … ich glaube nicht, dass das Tempolimit durch irgendeine Bevölkerungsmehrheit, oder gar Vernunft verhindert wird. Das Tempolimit wird verhindert, weil …

  1. Sprit, Öl und Verschleißteile verkauft werden sollen
  2. Weil ein paar Politiker Angst haben Wähler zu verlieren

Da können wir diskutieren, bis wir kusendull sind. Keinen dort oben interessiert MadMaxs Ansicht zur persönlichen Freiheit und alles in Klump fahren zu dürfen, oder die sinnvollen Argumente von Volker aus Berlin. Interessant sind wieder mal nur Macht und Geld.

Dieser Beitrag ist mal wieder ein Paradebeispiel.
Ein User (hier madmax) wird vorgeworfen „alles in Klump fahren“ zu wollen nur weil er gegen ein generelles Tempolimit ist.

Von dem sinnlosen Geschreibe hier, kommt zum Glück auch kein generelles Tempolimit.
Da genieße ich ab und an, wenn es die Witterung und der Verkehr her gibt, auch mal Tempo 190 km/h oder auch mehr zu fahren.