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Paulchen Fahrradträger - Montage und Erfahrungen im Betrieb

Wie bereits angekündigt, habe ich mir einen Paulchen Heckträger mit Tieflader für zwei Räder bestellt, weil eine AHK-Lösung für mich aus verschiedenen Gründen kein Thema war. Die positiven Berichte, aber auch die professionelle und vertrauenswürdige Beratung der Fa. Paulchen selbst haben mich ermutigt diese Lösung zu versuchen.

Heute habe ich das Teil abgeholt und den Grundträger montiert. Soweit alles gut, die Teile sind perfekt verpackt, alles ist gut dokumentiert und die Anleitung lässt kaum Fragen offen. Die Verspannung erfolgt über breite, sorgfältig gummierte Metallleisten, die an der Oberkante der Heckklappe eingehängt werden, flach auf der Heckscheibe aufliegen und von der Abrisskante hinunter mit der Unterkante der Klappe verspannt werden. Die Montage ist schnell vollbracht, man muss aber vorsichtig vorgehen, um keine unabsichtlichen Kratzer zu riskieren.
Das erste Problem allerdings betrifft weniger den Träger, sondern vielmehr die Heckklappe: Mit dem verspannten Grundträger ist der elektrische Antrieb offenbar bereits überfordert: Die Klappe öffnet nicht mehr von selbst, sondern macht ein paar Geräusche und schliesst gleich wieder. Manuelles Hochziehen führt (unsystematisch) zu zwei Szenarien: Entweder bleibt die Klappe gar nicht erst oben, sonder piept zweimal und drückt sich unerbittlich wieder nach unten und verschliesst. Zweites Szenario: Die manuell hochgezogene Klappe bleibt stehen, senkt sich aber langsam (unter dem Gewicht der Träges) wieder ab. Wohlgemerkt: Da ist erst der Grundträger drauf, noch kein Tieflader und schon gar keine Räder…

Werde Paulchen morgen natürlich gleich mal anrufen, immerhin ist der Träger ganz spezifisch für das Modell S designt worden. Aber trotzdem die Frage: Kann dass sein, dass die Stellmotoren der Heckklappe bereits bei etwas Mehrgewicht in die Knie gehen? Es gibt ja meines Wissens keinen Workaround im Sinne einer vollmanuellen Bedienung der Heckklappe unter Umgehung der Motoren, oder?

Hier noch ein paar erste Bilder zu den ersten Schritten (werde natürlich weiter berichten)




Schon einmal danke für den Bericht. Ich halte es für normal, dass bei mehr Gewicht die Klappe nicht mehr automatisch öffnen kann.

Hoffentlich bekommst du da eine zufriedenstellende Antwort bzw. Lösung. Zumindest mit 2 Fahrrädern kann ich mir auch nicht mehr vorstellen dass das kleine Stellmotörchen die Klappe noch aufbekommt.

Da mir die AHK besser gefällt lasse ich mir jetzt bei Kupplung-vor-Ort zum Ende des Monats eine nachrüsten, dann sind auch die 80.000km und die Garantie rum. Kostet 990€ (plus Träger aber den habe ich ja schon von früheren Autos), vermutlich ist da dein Paulchen günstiger.

Das ist mir mittlerweile klar, dass die Stellmotoren nur gerade so viel Kraft haben, die eigentliche Heckklappe zu öffnen – ist auch nicht weiter schlimm. Ärgerlich bzw. extrem unpraktisch ist allerdings, dass die Stellmotoren die Klappe nach manuellem Hochziehen sofort wieder runterdrücken und sie keine Manipulationen (Taste od. FOB) davon abhalten.

Kann man nicht evtl. eine Sicherung ziehen und die Heckklappe vorübergehend händisch bedienen?

Die Heckklappe ist auf jeden Fall überfordert, wenn sie mit Träger geöffnet wird, egal, ob Räder drauf sind oder nicht. Das ist eben der Nachteil eines Heckklappenträgers: Die Hauptlast übernehmen die Anschlaggummis, auf denen die Klappe aufliegt. Wenn du Räder transportierst, kannst du die Heckklappe leider nicht öffnen. Ich glaube nicht, dass dir Paulchen die Empfehlung gibt, die Heckklappe mit Träger zu öffnen. :frowning:

Ja, dass man die Klappe mit aufgeladenen Rädern nicht öffnen kann, ist natürlich klar.
Was mich halt interessieren würde, ist, ob man den Motorantrieb auf einfache Weise deaktivieren kann, um die Klappe wenigstens unbeladen von Hand öffnen zu können. Hab morgen Termin im SeC, dann weiss ich (hoffentlich) mehr.

Moin

Ich glaube, dass ist überhaupt nichts für mich!
Kann mir keiner erzählen, dass das Gummi der Auflagepunkte und die Riemen der Befestigung nicht mit Dreck auf dem Lack scheuern.

Du musst die Klappe doch nur händisch (mit dem Griff unter der Klappe) öffnen!

Deine Meinung in Ehren und schön, wenn du schon weißt, wo die Probleme liegen werden, aber es geht nicht darum, ob das was ist für dich oder nicht. Ich informiere hier sachlich über den Paulchen-Träger; wen das interessiert, liest/diskutiert mit, es ist aber kein Pro/Kontra-AHK-Thread.

Wenn’s so einfach wäre. Der Griff unter der Klappe ist eine Elektroschalter, es gibt m.W. keine Möglichkeit, die elektrisch betriebene Klappe rein mechanisch zu entriegeln und hochzuziehen. Sogar, wenn man sie händisch nach oben zieht, meldet sich der Motor mit Piep-Piep wieder und drückt sie runter (wie oben beschrieben).

Ich hab nun den Träger zusammen und eben mit beladenen/verzurrten Rädern komplett abgebaut in 5 Min. (noch ohne Übung). Ist also durchaus machbar.

Geht die Klappe denn soweit auf, dass Du den Knopf in der Klappe drücken kannst, bevor diese wieder runter will? Denn dann sind die Motoren ruhig und Du kannst manuell weitermachen.

Meines Wissens kann man auch den Griff beim Nummernschild zweimal drücken damit die Klappe Ruhe hält.

Also einmal drücken, warten bis sie aufspringt und nochmal drücken, dann ist der Motor deaktiviert. Dabei Klappe unterstützend festhalten, damit das (erhöhte) Eigengewicht sie nicht wieder zudrückt.

Versuche doch mal die Sicherung 42/Sicherungskasten 2 zu ziehen. Lt Handbuch für die elektrische Heckklappe zuständig. Mir ist aber nicht bekannt, ob damit der Schalter für die Entriegelung ebenfalls außer Betrieb gesetzt wird.
Aber wie heißt es doch immer: Versuch macht klug :smiley: und ein Risiko gehst Du damit mit Sicherheit nicht ein.

Montage- und Erfahrungsbericht Part (II)

Ok, der Träger ist moniert, sitzt, passt und hat (keine) Luft. Das ganze System ist extrem durchdacht und von hochwertiger Qualität - soweit mein Eindruck im Stand. Wie sich die Fuhre bei 120/130km/h auf der Autobahn verhält, wird sich morgen zeigen - à suivre…
Nachdem sich Tesla weigert, Fremdbauteile an die Stromversorgung des Autos anzuschließen, ist jetzt der Autoelektriker dran, die Zusatzbeleuchtung fachgerecht zu verkabeln.


Danke für die Bilder!

Ist der Träger tatsächlich nur eingehängt und verspannt oder musste der irgendwo noch in die Karosserie geschraubt werden?

Um Gottes Willen nein! :astonished: Da wird nix geschraubt… Es sind 4 Spannpunkte an der OK und UK der Heckklappe; das hält soweit bombenfest.

Kurzer Zwischenbericht aus Clermont-Ferrand: Alles wunderbar, Heckträger macht sich praktisch gar nicht bemerkbar, weder beim Fahrverhalten noch beim Verbrauch (Reisegeschwindigkeit auf der AB 135km/h mit AP 2.0):


Deine Neuanschaffung in aller Ehren, aber bitte realistisch bleiben.
Nach mehreren tausend Kilometern mit Heckträger (AHK) bei 115-120Km/h habe ich einen Mehrverbrauch von 25-30%.
Wenn Du bei 135 Km/h den gleichen Verbrauch mit Paulchenträger erzielt hast wie ohne, müssen evtl. die Physikbücher umgeschrieben werden…

Deine Zweifel in Ehren, aber was ist an dem Screenshot missverständlich?
Ich bin etwas mehr als 500km AB gefahren, unter Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeiten (CH und F) mit zwei MTB (ca. 30kg) am Heck sowie 3 Personen mit Reisegepäck an Bord – und das ist der angezeigte, tatsächlich nicht viel höhere Verbrauch.

Genau das gleiche habe ich auch gedacht, als ich die Fotos gesehen habe.

Frage in die Runde, da auch ich eine gute Fahrradtransportmöglichkeit suche (und um mal wieder auf den Titel des Threads zurück zu kommen): hat jemand Erfahrungen gemacht, ob der Lack unter den Riemen leidet?