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Pannenhilfe mit Abstrichen

Während des Aufladens am Supercharger am letzten Sonntagnachmittag erschienen plötzlich verschiedene Fehlermeldungen. Eine davon lautete „Fahrzeug führt Prüfung durch - bitte warten“, eine zweite lautete „Neustart eventuell nicht möglich - Wartung ist erforderlich“. Das Laden wurde unterbrochen, der Stecker quasi ausgeworfen. Nachdem ich diesen wieder am Lader aufgehängt hatte, öffnete sich die Steckerklappe immer wieder von selbst. Danach schalte das Auto immer weitere Systeme aus. Erst wurde der grosse Bildschirm schwarz. Das Mäusekino wurde erst weiss (noch nie gesehen) und danach ebenfalls schwarz. Alles im Koma.

Ich rief die Pannenhilfe an. Da befand ich mich in einer endlosen Warteschlaufe. Ich kann anhand meiner Telefonrechnung belegen, dass ich insgesamt zwei Stunden in der Warteschlaufe hing. Nach der ersten Stunde wurde es mir zu bunt und ich organisierte meine Rückkehr nach Hause, indem ich meinen Nachbar (30 km entfernt) alarmierte, der mich dann nach Hause brachte. Von dort aus versuchte ich wiederum den Pannendienst von Tesla zu erreichen, was mir nach weiteren 58 Minuten gelang. Der freundliche Herr sprach nur Englisch, was mir Gelegenheit verschaffte, meine verrosteten Fremdsprachenkenntnisse hervorzuholen. Erst musste ich einem Kostenvoranschlag für das Abschleppen über ca. CHF 400 zustimmen (ist versichert). Danach wurde das Abschleppen auf den kommenden Vormittag - ich würde vorher einen Anruf vom betreffenden Unternehmen erhalten. Das passierte dann auch und ich machte mich wieder mit meinem freundlichen Nachbarn auf dem Weg zu jenem Supercharger, wo noch immer mein Wagen stand. Während ich noch unterwegs war, rief mich der Mann vom Abschleppdienst wieder an und meinte, er könne das schwarze Auto Tesla 3 nicht finden. Ich entgegnete, dass ich ein Model S fahre und dieses weiss sei…ach so. Er sei jetzt halt unverrichteter Dinge schon wieder weg vom Supercharger. Als ich dort eintraf, stellte ich fest, dass mein Wagen wieder zum Leben erwacht war. Es gelang mir, diesen zu starten und in Begleitung des Nachbarn, welcher mir zur Sicherheit hinterherfuhr, die nächste Tesla-Service Station in Ostermundigen/Bern zu gelangen.

Dort wurde dann festgestellt, dass die Kühlung (Komprossor und Kondensatoren) defekt war und die Reparatur etwa CHF 3600 kosten würde. Für den Stecker-Port würden nochmals CH 800 fällig, Kosten für Ersatzwagen noch nicht eingerechnet. Alles in allem bis jetzt CHF 4900. Immerhin wird die nicht mehr funktionierende SD-Karte kostenlos ausgetauscht und den Ersatzwagen muss ich auch nur für 3 Tage mieten, obwohl die Reparatur nun 14 Tage dauern kann (Ersatzteile wohl nicht alle vorrätig und Reparatur sehr aufwändig).

Der Defekt kann ja passieren, wie ich inzwischen auch aus diesem Forum weiss. Dies wohl deshalb, weil die Kühlanlage in den regulären Inspektionen zu wenig oder nicht gewartet wird. Das ist das eine.

Das andere ist der Pannennotfalldienst. Dieser ist schlicht miserabel und ich werde mich in einem solchen Fall künftig direkt an meine Versicherung oder an den Touring Club der Schweiz oder an andere ansässigen Pannenhilfeorganisationen wenden. Wenn hier Tesla nicht bald massiv nachbessert, wird sich das mittel- bis langfristig rächen und Kunden werden abspringen. Auch wird sich das herumsprechen. Ich kenne ähnliche Beispiele von anderen Teslafahrern in der Schweiz. Das will ich nicht kommentieren. Aber über die eigenen Erfahrungen berichte ich künftig sehr wohl.

Verkaufen ist nicht alles, Börsenkurse auch nicht. Dienstleistungsbereitschaft ist für die Zukunft und das Überleben des Unternehmens ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger.

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Das ist somit kein aktueller Notfall mehr. Bitte die Regeln für die Kategorie Notfallhilfe beachten!