Optimaler Ladestrom an 11kW AC

Hallo Forum,
Eine Zeit lang hat Tesla bei Neuauslieferungen des MS MX einen Zettel beigelegt, die günstigste Stromstärke beim Drehstrom AC Laden wäre 13A. Da seien die geringsten Ladeverluste. Gibt es Empfehlungen für das Model 3?

Von einer Empfehlung habe ich nichts gelesen - allerdings könnte man das vielleicht selbst herausfinden?

Ich habe in der vorigen Nacht von ungefähr 30% auf 90% geladen; heute morgen hat mir das Model 3 gesagt, es hätte 45kWh geladen (leider gibt er hier keine Nachkommastellen an). Ich nehme mal an (!), der Tesla gibt da an, welche Menge er in die Batterie bekommen hat. Derselbe Ladevorgang hat laut meines NRGKick 50,23kWh aus der Steckdose gezogen. Das war mit 16A Ladeleistung (die der Tesla laut NRGKick auch tatsächlich gezogen hat).

Wenn der Tesla also zwischen 44,5 und 45,5 kWh in die Batterie bekommen hat, dann liegt der Ladewirkungsgrad also zwischen 88,6% und 90,6%.

Ich werde die nächsten Tag mal testen, mit etwas weniger Leistung zu laden und werde die Rechnung dann wiederholen (ich brauche aber ein paar Tage, um den Akku wieder so leer zu bekommen…). Hat einer von euch so etwas auch schon mal ermittelt?

90% liegen durchaus im normalen Bereich. Nach meinen Beobachtungen kann es bis ca. 93% hochgehen, wenn kein zu grosser Spannungsabfall zwischen Zähler und dem Auto herrschen.

Ja, ich hatte kürzlich mal von 30% auf 80% geladen und bin dabei im Vergleich mit dem Stromzähler auf etwas über 85% Wirkungsgrad gekommen. Die tatsächlich geladenen Energiemenge habe ich aber mittels 0.5 * 75 kWh (Nennkapazität) abgeschätzt. Das bringt mich dan direkt zu einer Gegenfrage:

Wo genau hat dir das Model 3 die 45 kWh angegeben? Ich hab bisher nur während dem eigentlichen Ladevorgang gesehen, wie die geladenen kWh mehr werden… Hab ich da was übersehen?

Hatte an einem ABB triple charger an AC den Fall, daß das Auto meinte mit 20kWh etwas mehr geladen zu haben, als im Display der Ladesäule stand (19,23kWh).
Wäre da also etwas skeptisch, den Zahlen so ohne weiteres Glauben zu schenken.

…in nur 9 Tagen eine so innige Beziehung aufgebaut :slight_smile: mein Teslamoment heute :sunglasses: …sorry für OT

Habe es in der Zwischenzeit selbst rausgefunden. Wenn ich erst auf die App schaue, hab ich das Gefühl dass er mir da nur den Abschluss des Ladens anzeigt, ohne kWh-Angabe. Im Auto sehe ich dann nix mehr. Schaue ich nicht auf die App und gehe direkt zum Auto, sehe ich die kWh direkt auf dem Bildschirm…

Habe hier mal Messungen mit 16A einphasig gemacht und komme auf 81-84% Wirkungsgrad.
Der Ladevorgang dauert grob 5 Stunden demnach wären die geschätzten 200 Watt Nebenverbraucher (Lüfter, Steuergeräte, Lader Eigenverbrauch) schon für 1kwh verantwortlich. Ca. 50 Watt gehen auf die gut 10m Zuleitung (Differenz Leistungsanzeige am Fahrzeug und am Zähler).
Hatte bessere Werte erwartet.

Ist es eigentlich so, das bei 32A und 48A die Lader parallel geschaltet werden oder ist der Lader auf Phase 1 auf 48A ausgelegt?

48A gehen gar nicht. Zumindest könnte noch keiner was anderes in EU beweisen. Bei 32A werden 2x 16A zusammengeschaltet

Beim S hat man mit 12-14 A tatsächlich geringere Verluste. Wer probierts beim 3er?

Die 48A sind rechnerisch. Der Lader hat immer 3 deditierte Stufen, die je 16A können. In den US/Japan etc. werden die Stufen parallel geschaltet, also ergeben sich 48A Eingangsleistung bei 240V (Einphasen-Dreileiternetz).

Beim MS/MX High-Power-Lader sind es 3x 24A, also 72A. Dieses Ladegerät ist das Ergebnis der Globalisierung. Es ist auch so programmierbar, dass es kein PE benötigt und mit 45-65 Hz läuft.

Lüning läd mit 12A beim letzten Video… Basierend aber auf Model S…

Wegen der geringen Leistung meines Betteriewechselrichters der PV Anlage lade ich 3-Phasig mit 5A und gemessenen 3,5kW an der Wallbox.
Ist die Effizienz beim einphasigen Laden mit ca 2,5Kw und 12A oder 3,5kW 16A besser? Da das Ladegerät bei 12A effizienter sein soll.

Hat das schon mal jemand gemessen über einen größeren Ladungsmenge?

Meine Erfahrung ist ebenfalls 12 - 13 A.

Hier ist der Ladeverlust beim Model S (16,5 kw Ladegerät mit max. 24 A) am geringsten.

Mein Wirkungsgrad liegt dabei im Bereich 92 - 93 %.

Wenn ich mit 16 A lade sinkt der Wirkungsgrad auf ca. 89 - 90 %.

Darunter habe ich es noch nicht genau getestet.

Da das Model 3 natürlich einen 11 kw Lader hat und auch einen anderen Akku (Zellchemie) kann das nur dann gelten, wenn es mal jemand ausprobiert. Das geht aber nicht über die Anzeige im Fahrzeug. Die ist zu ungenau, denn hier werden nur gerundete kWh angezeigt.

Ich nutze die App Dashboard for Tesla. Hier wird auf eine Stelle nach dem Komma angezeigt, was geladen wurde.

Hier hat Horst Lüning beim Model 3 mit 12A ebenfalls einen guten Wirkungsgrad getroffen:
https://youtu.be/nhGwWrO8T5I?t=3407

Sag ich doch.

Was ist des 45min-Horsts magische Zahl? 92%?

Bei 12A ermittelt er einen Ladeverlust von 4,6% bei der Annahme, dass der komplett leer gefahrene Akku inkl. 4-5 kWh Reservere um die 80 kWh hat (Irrtum vorbehalten). Zum Glück können Youtube Videos mit Speed 2x geschaut werden :smiley:

Wenn M3 lädt geht er nicht schlafen - ist bei dem Wirkungsgrad schon der Eigenverbrauch des wachen M3 berücksichtigt.

Laut Ove und Holger sorgt sehr niedrige Ladeleistung zu sehr geringer Degradation:
youtube.com/watch?v=qG4PJ9u5GzQ

Guter Wirkungsgrad vs. geringe Degradation

Viele Grüße
Noel

Naja, das ist eine Stichprobe der Größe = 1. Da sollte man vorsichtig sein.

Außerdem ist Holger, soweit ich weiß, bekennender hinter-LKW-Herschleicher und Strompedal-Streichler. D.h. er vermeidet hohe Ströme auch bei der Entnahme aus dem Akku aus Prinzip. Er ist so eine Art „Akku-Flüsterer“.

Ich glaube, hier liegt der Schlüssel: hohe Ströme vermeiden, sowohl beim Laden, als auch beim Entladen. Wobei 11kW, bei der Größe des Akkus, schon ein niedriger Ladestrom ist.

Daher denke ich, dass bei Holger die sehr schonende Fahrweise eher der bestimmende Faktor ist, der für die sehr geringe Degradation verantwortlich ist. Ich glaube nicht, das man unbedingt mit 3kW laden muss.