Ökobilanz E-Fahrzeuge auf 20min.ch

Hallo zusammen,

gerade gesehen auf 20min.ch: 20min.ch/finance/news/story/ … h-24674539

Zwar kritisch, aber doch wenigstens einigermassen ausgewogen.

Fazit: Bei Nutzung von 100% Ökostrom ist die Ökobilanz ab 30’000km besser als bei einem Verpenner, bei 50% Ökostrom ab 150’000km.

Hat jemand den Link zur Studie des Fraunhofe Instituts worauf sich dieser Artikel beziehen soll?

Da steht unter anderem, dass der Akku die Ökobilanz versxhlechtern soll und im gleichen Atemzug werden die seltenen Erden erwähnt. Nur, im Akku hats keine drin. Bei Tesla auch keine im Motor, andere E-Fahrzeuge schon.

Lebensdauer von Verbrennern 150’000km? :laughing:

naja…

Vermutlich diese Studie?

isi.fraunhofer.de/isi-wAsset … chuere.pdf

Wie tornado7 in seiner Tabelle schön zeigt, sind wiedermal alle Zahlen falsch.
Hauptsache Fresse aufreissen. Kennen wir ja langsam.

Ausgewogen naja…

Schlecht recherchierter Müll wie fast immer bei 20min.ch. Schweizer Nachrichtenportal und die Berechnungen basieren auf dem EU-Strommix. Siesorryaberähh?? CH-Strom erzeugt 4x (!) weniger CO2. Müsste man zumindest erwähnen.

Der Artikel bezieht sich auf EINE Studie, die ist zudem auch nicht neu.

„Edouard“ hat in den kommentaren (m)eine Übersicht erwähnt, leider wurde dort der Link blockiert: Reale CO2-Emissionen der heute am Markt erhältlichen Fahrzeugtypen und ihrer Treibstoffe

Immerhin: 60% mehr an Emissionen bei Fzgherstellung decken sich schön (5t vs. 8t)

Edit: danke reni. Typisches 20min Niveau. Wer ruft morgen den Autor an? Pfiffäsack. Bin gerade im Ausland…

Bei der Gewinnung von Lithium wird CO2 freigesetzt. Zwar ist Lithium keine seltene Erde, die CO2 Bilanz wird durch den Einsatz von Lithium Ionen Akkus eben doch auch belastet. Siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lithium

Von der Studie kann man halten, was man will.

Ein berechtigter Kritikpunkt an solchen Studien, dürfte wohl der sein, dass man die Menge an CO2, die ein konventionelles Fahrzeug produziert, nicht exakt messen kann. Die Herstellerangaben sind diesbezüglich nie korrekt, da keiner die Herstellerverbräuche hin kriegt und jeder Fahrer ein klein wenig anders fährt. Dummerweise fällt das CO2 auch nicht aus dem Auspuff auf eine Waage, dass man es wiegen kann. Beim E Auto ist das aber genau so. Jeder fährt anders. Jeder braucht unterschiedliche Mengen an Strom. Nicht jeder E Autofahrer bezieht einen 100% regenerativ hergestellten Strommix. Daher komme ich persönlich zu dem Schluß, dass solche Studien mehr oder weniger Kaffeesatzleserei sind. Ergo --> jeder muss das für sich selbst entscheiden

Laut der Studie habe ich bis jetzt 300 kg CO2 gespart (km Stand: 31500 km --> also 1500km a 200g/km weniger CO2 produziert). Jippie, ich komme jetzt in den Öko-Himmel ! Ob das für die übrigen Gäste dort so ein Vergnügen wird, ist fraglich aber bestimmt lustig (zumindest für mich)

Der individuelle Fahrstil spielt bei Berechnungen auf Basis des Durchschnitts keine Rolle.
Wenn der Durchschnittsverbrenner 7 Liter schluckt, sind das 7 Liter und ca. 170 Gramm CO2 pro Km (lokal, ohne Vorkette).
Dazu braucht man nichts zu messen.

Letztlich meinst Du das selbe wie ich. Der „Durchschnittsverbrauch“ ist nicht ermittelbar. Nirgendwo wird so viel gelogen wie beim Durchschnittsverbrauch. Er könnte genauso gut mit 8 l/100 km oder mit 6l/100 km angenommen werden. Allein diese Annahme macht die errechneten Zahlen obsolet.

Das KBA ist sicher in der Lage zu ermitteln, wie hoch die durchschnittliche Jahresfahrleistung aller Automobilisten ist.
Wieviel Kraftstoff verkauft wird dürfte dem Finanzamt ebenfalls ziemlich exakt bekannt sein. Auf ein paar Millionen Liter kommts da nicht an.
Was bleibt ist eine Division mit dem relativ exakten Durchschnittsverbrauch als Lösung.

Der ist echt lustig. Um heraus zu bekommen, wo im Moment gerade Bürger gemeldet sind und wo nicht, brauchen wir regelmäßig einen Zensus. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das KBA den Spritverbrauch genau ermitteln kann. Bedenke bitte: der oberste Chef dort ist ein gewisser Herr Dobrindt. Die können vielleicht Autos zählen. Aber definitiv nicht mehr.

Sei’s drum. Wir können nicht wissen, ob die Zahlen exakt sind oder nicht. Wenn man die Annahmen als einigermaßen valide betrachtet, kann man das Ergebnis der Studie schon als halbwegs vernünftig betrachten.

Wer kein CO2 produzieren will, muss dann aber einen Weg völlig abseits der Zivilisation gehen, oder sich - wie wir hier auch - ein Stück weit eingestehen, dass das Leben in Industrieländern eben mehr zum CO2 Ausstoß beiträgt, als Indigene Völker im Regenwald.

Das ist nicht lustig, sondern Statistik.
Der gesamte Fahrzeugbestand ist erfasst.
Fahrzeuge müssen zur HU.
Dort wird der Tachostand erfasst.
Damit lässt sich nach jeder HU die durchschnittliche Fahrleistung seit der letzten HU berechnen.
Das kriegt sogar ein deutsches Amt hin.

Lass mich mal nachdenken, nee, wenn ich mir so anschaue wie „gut“ die deutschen Ämter die Abwicklung der ganzen Asylbewerber hinbekommen haben, glaube ich nicht, dass sowas vom KBA geleistet werden kann. :wink:

Cheers Frank

Falls hier noch nach der Zahl gesucht wird: 14.259 km/a
(nicht mit durschschnittlichen monatlichen Fahrleistungen von Oberklassenlimousinen zu verwechseln).