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Ö: Tesla Förderanteil and E-Mobilitätsbonus gebunden?

Hallo,

ich habe dieser Tage ein M3P als Firmenwagen (GmbH) bestellt und stelle mir nun die Frage, ob ich den E-Mobilitätsbonus in Höhe von 1.500 Euro überhaupt beantragen soll, dann nach Berücksichtung von KÖSt und KESt bleiben von den 1.500 Euro gerade mal 815 Euro übrig. Nicht mehr viel, wenn man sich die Förderbedingungen ansieht (z.B. fetten Aufkleber an’s Auto pappen).

Meine Frage dazu: ist der Tesla-Anteil von 1.800 Euro in irgendeiner Form daran gebunden, dass der E-Mobilitätsbonus auch tatsächlich beantragt wird? Strom am primären Ladepunkt ist 100 % Ökostrom, was wahrscheinlich aber garnicht relevant ist, wenn es nur um den Tesla-Bonus geht, oder? Tesla selbst interessiert das ja nicht, wo und wie ich lade. Oder erfolgt da Hintergrund noch eine Kommunikation zwischen Tesla und der Förderstelle vom Bund und Tesla fordert allenfalls die 1.800 Euro wieder zurück, wenn der E-Mobilitätsbonus nicht beantragt wird.

Weiß hier jemand genaueres, inwiefern der Tesla-Anteil von 1.800 Euro an die Beantragung des E-Mobilitätsbonus gebunden ist.

Danke,
Clemens

Ich habe keine Ahnung wie das in Ö ist, aber in D ist es so, dass der Umweltbonus je zur Hälfte 2000€ Netto beträgt und ist nicht an Lademöglichkeiten gebunden. Das heißt Tesla zieht ohne irgendwelche Prüfungen den Umweltbonus in Höhe der 2000 € Netto vom Kaufpreis ab, unabhängig ob der Bonus von der BAFA beantragt wird.

Interessiert Tesla nicht ob du einen Förderantrag stellst oder nicht

Überprüfungen, ob der Aufkleber auch tatsächlich angebracht wurde, scheinen auch eher selten zu passieren - sonst müsste wohl zumindest jedes 2. Model 3 damit rumfahren in AT :wink:

Das mit KÖSt und KESt verstehe ich nicht - letzteres weil es ja kein verzinstes Bankguthaben ist, und ersteres - da solltest du mit deinem Steuerberater sprechen, der die Förderung als Unternehmenseinkommen verbucht, anstatt als Reduzierte Aufwendungen für das Firmenfahrzeug…

Für den Förderantrag brauchst du nur eine Bestätigung deines (Strom-)Energielieferanten, dass dessen Lieferung an den Zählpunkt, an dem das E-Auto (hauptsächlich) aufgeladen wird, aus 100% erneuerbaren stammt (Zertifikatsmäßig, nicht nach den Kirchhoffschen Regeln der Elektrotechnik) - und als ich heute nach den günstigsten Stromanbietern für 10 MWh/Jahr gesehen habe, war mit und ohne Wechselbonus jeweils ein Lieferant mit 100% Regenerativstrom der günstigste Anbieter - dieses Zertifikat bekommst du einfach schon dann, wenn du Stromkosten sparst in der Firma. Außer ihr seid ein produzierender Betrieb, der selbst am Spotmarkt (indirekt) mitmischt - dann gebe ich dir recht, das die Errichtung eines zusätzlichen Zählpunkts, der dann formell mit Ökostrom beliefert werden kann, deutlich mehr kostet, als die Förderung…

(Bei ausschliesslicher Tesla Supercharger Nutzung und keinem Ladepunkt in der Firma sollte es aber auch klappen, da Tesla ebenfalls regenerativ gewonnenen Strom nutzt. Da würde ich mich vertrauensvoll an den Verkäufer oder Delivery Spezialisten bei Tesla wenden, dass Sie dir dieses Zertifikat durchreichen…)

Du kannst natürlich auch Tesla mitteilen, dass du die Förderung definitiv nicht in anspruch nehmen wirst, und 1500 EUR Netto mehr zahlen :smiley: (wenn das nicht deren Prozesse wieder durcheinander bringen würde…)

Gemäß dem Fall, dass ich die Förderung in Anspruch nehme, erhöht sich der Unternehmensgewinn eben um besagte 1.500 Euro. Von diesen 1.500 Euro sind dann 25 % KÖSt (Körperschaftssteuer) zu entrichten. Bleiben also noch 1.125 Euro. Diese 1.125 Euro liegen aber immer noch in der GmbH. Wenn ich diese ausschütte, sind nochmals 27,5 % KESt (Kapitalertragsteuer) fällig. Bleiben noch 815,63 Euro, die dann tatsächlich mir als Privatperson von der Förderung verbleiben.

Ich denke aber, dass ich die Förderung beantragen werden. Sollte jemand den fehlenden Aufkleber beanstanden, ist das schlimmste was passieren kann ja wohl, dass die Firma die 1.500 Euro Förderung wieder zurückzahlen muss.

100 % Ökostrom ist ohnehin schon vorhanden.

Kenne keinen der den Aufkleber in Österreich drauf hat.