Vielleicht ist es auch so, dass mit den Permanent-Motoren mit Neodym, falls es denn so sein sollte, die Umweltbilanz vielleicht auch besser ausfällt als mit den Asynchronmaschinen mit mehr Kupfer?
Das eingesparte Kupfer und Gewicht im allgemeinen und der effizientere Betrieb über die Jahre könnte vielleicht darauf schliessen.
Ein interessanter TR Artikel.
Neodym ist dem zufolge beim Abbau / Herstellung umweltschädlicher als Kupfer.
Der Effizienzgewinn vom Neodym Synchronmotor zum Asynchronmotor bewegt sich m.W. im 1 stelligen % Bereich.
Der geringere Energieverbrauch (Strom ggf. erneuerbar erzeugt) steht dann einer effektif grösseren realen Umweltschädigung gegenüber.
Ob da Neodym tatsächlich besser ist?
Edit:
Auch ist auch das Recycling der Bestandteile ein Thema. Für Kupfer gibt es eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Bei Permanentmagneten ist man erst dabei umweltverträglichere Recyclingmethoden zu entwickeln.
Ein nicht permanent erregter Motor ist m.E. auf den Lebenszyklus bezogen zur Zeit die bessere Option.
Ich würde da sogar weiter gehen und sagen, daß in einem aktuellen Verbrenner deutlich mehr „seltene Erden“ als in einem aktuellen E-Auto (oder in diesem Fall Tesla Model 3) drinne sind.
Nana, erstmal ist der Vergleich im Artikel für stationäre Anwendungen (Aufzüge) und dort sollen „Synchron-Motoren mit Neodym aufgrund ihrer Energieeffizienz umweltfreundlicher als Asynchron-Motoren mit Kupfer“ sein.
Aber das E-Auto ist keine stationäre Anwendung, da muss ein Akku mitgeschleppt werden! Da bei einem 5% effizienteren Motor auch 5% weniger Akkukapazität hergestellt, 5% weniger Cobalt abgebaut werden muss, das ganze Fahrzeug 10% weniger Strom verbraucht weil alles leichter ist, wird der Umweltvorteil von Neodym-Motoren im E-Auto umso deutlicher.
Mich würde bei der Wahl des Motors noch ein weiterer wichtiger Punkt interessieren. Und zwar die Lebensdauer.
Wie lange halten die Neodym Magnete? Gibt es da eine Alterung? Werden sie durch hohe Temperaturen geschädigt? Das könnte beim Auto ja mal durch Überlast vorkommen.
Asynchronmotoren laufen bei mir jedenfalls Massenweise. Viele rund um die Uhr. Da guckt kein keiner nach. Die Lebensdauer übersteigt die eines Autolebens um ein vielfaches. Wenn es einen schaden gibt, dann meist einen Lagerschaden. Meistens von außen beeinflusst.
Im Stationärbereich finden sich Asynchronmotorem mit Kupferkurzschlussring eher selten! Dort ist Aluminium vorherrschend.
Bei effizienzsensitiven Anwendungen mit FU kommen immer mehr Reluktanzsynchronmotoren zum Einsatz.
Im vorletzten Satz sollte es aber sicher heißen „fünf Liter“, denn die Herstellung von einem Liter verbraucht etwa 1,6 kWh Strom. Der Rest passt dann wieder.
Das sind keine 1,6KWh Strom, sondern 1,6KWh thermische Energie. Hierzu nutzt ein Abfallgas, das bei der Raffination anfällt. Der Strombedarf der Raffinerie bezogen auf 1l Benzin liegt bei ca. 55Wh.
Diese Mengen sind völlig irrelevant. Schon der Elektromotor eines Fensterhebers enthält mehr seltene Erden als Zündkerzen, Katalysator und Lambdasonden zusammen. Ob nun ein Fahrzeug 50 g mehr oder weniger davon verbaut hat spielt meines Erachtens überhaupt keine Rolle.
Du vergisst, dass so eine Raffinerie noch andere petrochemische Produkte ausspuckt, so wie hitchhiker es betrachtet liegen wir dann schnell bei 300TWh/a für alles!
Dafür würde ich gerne die Quelle sehen, bisher kenne ich nur die 1,6 kWh pro Liter Benzin.
Außerdem:
„In Deutschland wurden 2014 ca. 18,5 Millionen Tonnen Motorenbenzin verbraucht. Der Produktionsüberschuss wird exportiert (vorwiegend Schweiz und USA).“
und nicht vergessen:
„Die zunehmende Gewinnung von Schweröl aus Ölsanden ist mit einem drei- bis viermal höheren Energieverbrauch /Treibhausgasemissionen verbunden als bei konventionell gefördertem Öl.“
Fazit:
Das Verbrenner-Auto ist schon jetzt die wohl größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der Menschheit und wird auch noch zunehmend dreckiger und schlechter von der CO2-Bilanz. Beim Elektroauto ist genau das Gegenteil der Fall, deshalb ist der Umstieg überfällig und alternativlos.
Was soll denn deine „Rechnung“ bitte aussagen, bring doch wie bereits nachgefragt mal nachvollziehbare Belege, dann können wir vernünftig diskutieren.
Ich glaube gerne an den klinisch reinen Diesel, der durch sein CO2 das Pflanzenwachstum fördert, aber etwas mehr als Milchmädchenrechnungen musst du dafür schon bringen