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Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... möglich?

simpel gesprochen brauchst du einen digitalen Zähler, der den überschüssigen Strom misst (vor Einspeisung ins Stromnetz), eine Wallbox, die über irgendeine Bus-Technik ansteuerbar ist, um so den Ladestrom steuern zu können und einen kleinen Computer, an den der Zähler und die Wallbox angeschlossen sind, der aus dem gemessenen Uberschussstrom die entsprechenden Steuerungssignale für die Wallbox ableitet und über den Bus (muss natürlich kompatibel mit der Wallbox sein) an die Wallbox schickt. Eventuell dann noch eine Möglichkeit einzelne Phasen zwischen Anschlusskasten und Wallbox abschalten zu können. Diese Abschaltung habe ich mir neben die Wallbox in die Garage gesetzt. Den Rest machen die Wallbox und das Auto über das Typ2 Kabel untereinander aus. … War das jetzt eine zu simple Erklärung? … bin kein Elektro-Fachmann.
Das ganze gibt es als „Gesamt-Paket“ oder als Komponenten zu kaufen, oder man kann auch einzelne Teile der Lösung selbst bauen (bspw. die Steuerungssoftware).

Hallo liebe Leute!

@raven et.al.

Ja, manche Erklärungen sind mir noch etwas zu „simpel“, da mich die Kommunikation zwischen Haus (elektrische Kundenanlage und Eigenverbrauchssteuerung) und Tesla in allen Einzelheiten interessiert, besonders der Teil, wo direkt mit dem Tesla kommuniziert wird.

@univ

Ja, das Video sprang direkt an diese Stelle und die Amperezahl verändert sich. Horst spricht von dem „System“, welches das steuert. Ich bin davon ausgegangen, daß man nicht nur eine E3DC-Wallbox braucht, sondern das ganze System mit Batterie braucht (auch wenn in dem Moment Überschußstrom geladen wurde). Auf der Intersolar wurde mir von E3DC auch gesagt, daß man den Speicher immer braucht - und das macht es teuer.

Und letztlich möchte ich ja gerade genau wissen, welche Sprache die Wallbox und der Tesla miteinander „sprechen“, sowie das (von mir noch zusammenzustellende) „System“ wiederum mit der Wallbox.

Eigentlich sollte so eine Wallbox doch nichts weiter als eine Steckdose mit Absicherung und ein kleiner Kommunikationscomputer sein. Auch die Anforderung ist eigentlich bei einem PV-Besitzer immer gleich: Was das eigene (schnelle) Smartmeter als Haus-Überschuss ausweist soll in den Tesla. Und da man ja in der Wallbox nichts am Strom ändert („keinen Widerstand“ zur Strombegrenzung :slight_smile: außer Phasen abschalten kommt es letztlich ja nur auf die Kommunikation mit dem Tesla an. Und genau das interessiert mich - wie wird der maximal erlaubte Ladestrom in dem jeweiligen Moment dem Tesla übermittelt?

Analog? 4-20mA Stromschleife? 0-10V? oder digital über Modbus/ CAN-Bus? Welches Protokoll wird da benutzt? Worauf muß man achten?

@powerunit: Den kW-Wert könnte ich der Keba über Modbus/TCP alle 200ms neu geben … würde das schon reichen? Das wäre ja supereinfach. Aber man braucht dann immer noch die Wallbox.

Ich dachte eher, daß man da weniger „Brimborium“ in Form von Wallboxen drum machen muß, und stattdessen die Haussteuerung einfach direkt mit dem Tesla „spricht“ und er an eine passende Steckdose angeschlossen ist, wo der Strom verfügbar ist - im Grunde doch naheliegend (quasi ist das Hausnetz die Wallbox).

Warum kann eigentlich das Auto nicht einfach über WLAN (Modbus TCP) den aktuell gestatteten Ladeleistungswert in kw bekommen? Jede Steckdose ginge dann einfach so, einer Wallbox bedürfte es nicht?

Über Aufklärung freue ich mich!

Noch etwas am Rande: Die schwedische Firma „ferroamp“ hat einen hochinteressanten Ansatz für ein privates Microgrid mit 760VDC gebracht. D.h. PV hat dann eine Vielzahl von 6kW DC-DC-Wandlern, je nach Anlagengröße und die Wallbox ist auch nur ein DC-DC-Wandler der dem Tesla DC anbietet. Auch Batteriespeicher werden dann DC-seitig angeschlossen. Zur AC-Seite hin nutzt das Wechselrichtersystem mit typ. 12kW zum Grid hin alle Phasen gleichmäßig, unabhängig davon wie die Lasten im Haus auf die Phasen verteilt sind - in Schweden sehr wichtig, da mehr als 3~16A recht teure Grundgebühren haben.

Gruss, mat

@allrad
Hast du schon ne PV Anlage? Wenn ja, wie wird die gesteuert? Eventuell brauchst du gar nicht spezielles mehr. Bei meiner ist für die Kommunikation der PV-Anlage ein Solarlog 1200 dabei gewesen. Der hängt schon im Netzwerk und im Internet. Ich brauch jetzt nur noch eine Wallbox von Kaba, LAN Kabel da hin und fertig. Plug & Play sozusagen.
Je nachdem ist simpel manchmal die bessere Lösung :smiley:

die Kommunikation zwischen Wallbox und Auto erfolgt über die integrierte Datenleitung im Typ-2 Kabel als Teil des standardisierten Protokolls. Wenn du also eine ansteuerbare Wallbox kaufst, dann ist dieses Problem der Kommunikation zum Auto gelöst. Oder hast du vor, die Funktionalität einer solchen Wallbox inkl. Typ-2 Protokoll selbst zu bauen? Wenn ja, warum?

Plug & Play ? Wirklich ?
Willst du sagen, das Solarlog steuert die Wallbox. Davon habe ich bisher noch nie gehört. Wenn es so ist, dann finde ich es toll, habe nämlich auch einen Solarlog. Ich dachte bisher immer, man benötigt noch einen RaspberryPI, der die Kommunikation zwischen den Komponenten (PV-Anlage/Solarlog, Wallbox) regelt.

Gruß,
Dentec

Naja, zumindest ansatzweise halt. Hier mal paar Infos:

https://www.solar-log.com/data_sheets/datasheets/de_DE/SmartEnergy/Ladesaeule/SolarLog_Datenblatt_KEBA_Ladesaeule.pdf

https://www.solar-log.com/en/de/loesungen-service/smart-energy/ladesaeule/

Wie genau es jetzt funktioniert versuche ich gerade raus zu finden. Es is einfach extrem mühsam wenn man Beratung sucht und nur noch ne Wallbox kaufen will und nicht mehr ne ganze Anlage… Keiner weiss dann mehr irgendwas oder so… :frowning: Ich hab noch wo ein Dokument, aber ich glaub ide C und X Serie können mit Solarlog arbeiten, wenns was besseres als das 500er ist.

Tatsächlich, wieder etwas gelernt.
Mir scheint aber, man kann nicht allzu viel konfigurieren. Da steht geschrieben als Feature: Das E-Auto wird immer mit minimaler Ladung geladen, auch wenn kein PV-Überschuss zur Verfügung steht. Das will ich wenn, dann manuell machen. Ansonsten: nur Überschussladung !

Mein Solarlog 200 ist aber eh nicht geeignet und ich habe auch schon einen RaspberryPI im Netzwerk, der den PV-Überschuss erfasst und an eine Ladestation weitergeben könnte. Allerdings muss ich mich noch um das Protokoll (ModbusTCP) und die Wallbox kümmern.

Bis das Model 3 kommt ist jedenfalls noch Zeit.

Hi

hier mal meine aktuelle Steuerung in der Loxone. Nicht erschrecken:

Da ich dem Tesla, je nach Stellung eines Schalters auch erlaube, aus dem Speicher zu laden, ist es etwas komplizierter geworden.

Oben Links wird geprüft, ob der Akku über 60% hat.
Im ersten „UND“ Modul wird geprüft, ob ich das Laden aus dem Speicher frei gegeben habe.
Wenn ja, wird ein Wert von 0kW auf einen einstellbaren Wert geändert, im Bild z.B. 3,5kW.
Dann wird diese 3,5kW mit der aktuellen Ladeleistung und auch noch die Höhe der Netzeinspeisung addiert.
Dann ziehe ich die aktuelle Leistung des Sunny Island ab.
Das ergibt die Summer der Erzeuger.
Wenn diese größer als 3,5kW ist, wird das Laden freigegeben.

Damit die Regelung nicht so schwankt, habe ich unten noch eine Regelung eingebaut, die es etwas ruhiger macht.

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

@raven: „Oder hast du vor, die Funktionalität einer solchen Wallbox inkl. Typ-2 Protokoll selbst zu bauen? Wenn ja, warum?“

Hallo Dentec,

ich habe ja derzeit noch keine Wallbox und keinen Tesla, will aber verstehen, was genau eine „Wallbox“ macht und wie sie mit dem Fahrzeug kommuniziert - wenn es „einfach“ ist (Modbus z.B.) dann sehe ich keinen Grund, es nicht gleich an die Haus-Energiesteuerung „anzuflanschen“, da der leistungselektrische Teil der Wallbox eher primitiv ist.

Außerdem habe ich gern selbst die Kontrolle über in unserem Haus verbauten Systeme, verstehe gern, was genau sie tun und bin dem Gedanken „closed source“ extem abhold.

Da solche Sachen Zeit brauchen, fange ich jetzt schon an, Informationen zusammenzutragen.

Gruss, mat

Hallo,

habe mir gerade die Typ-2-Signalisierung angeschaut.

de.wikipedia.org/wiki/IEC_62196 … alisierung

Da wäre Modbus TCP einfacher … aber es wird in Zukunft eher komplizierter:

„Die nach IEC 61851-1 spezifizierte, im Adressumfang sehr bescheidene, analoge Signalisierung wird zurzeit im Hinblick auf die geplante Smart Grid Integration der Elektro- und Hybrid-Fahrzeug-Ladeinfrastruktur ergänzt um einen IPv6 basierenden bidirektionalen Kommunikationskanal.“

Könnte natürlich Modbus TCP werden, aber genaueres steht da nicht …

Vielleicht sollte man doch besser eine zum Hausnetz hin kommunikative Wallbox mit Ethernetanschluß erwerben. Bis das Model 3 sich bewährt hat kommt vielleicht auch ein OSS-Wallbox-Projekt :- )

Gruss, mat

Die Laderegelung von E3/DC misst, wie viel Überschussleistung vom Dach kommt und regelt dann über den Bus der Typ2-Schnittstelle den Ladestrom.

Mit einem Knopf an der Wallbox kann man umschalten, ob man nur PV-Strom im Auto haben will oder gemischt. Leider schafft die Regelung meinen Wunsch nicht. Mir ist es wurscht, ob ich auch nicht-PV-Strom im Akku habe. Mein Optimierungsparameter wäre Strom nicht einzuspeisen und etwas Fremdstrom zu akzeptieren.

D.h. die Wallbox kann nur PV-Strom laden? Du schreibst, es gibt einen Knopf, aber die Regelung funktioniert nicht. Verstehe ich nicht.

Ich habe die Steuerung meines E3DC Speichers mittels eines Raspberry PI optimiert und
die Anforderungen vom Horst realisiert. Sollte vielleicht wieder einmal bei Dir vorbeischauen.

Ich habe jetzt mit der Loxone Steuerung (danke an tubis888) eine für mich perfekte Regelung.

  1. Nur mit PV-Überschuss laden.
  2. PV-Überschuss und auch aus dem Akku laden, mit regelbarer Leistung.
  3. Laden so schnell ich will, also egal ob PV, Akku oder Netzstrom.

Nicht erschrecken, sieht kompliziert aus:

Mal der Versuch der Erklärung:

  1. Oben links wird überprüft, ob der akku über 60% hat. (Aktuell ist der SOC 85%)
  2. Dann wird Überprüft, wie der Schalter in der Garage steht
    (0=Laden aus, 1=Laden nur Überschuss, 2=Laden mit Akku) (I2 ist gelb, also aktiv, das bedeutet, aktuell stht es auf laden mit Speicher)
  3. Wenn Laden mit Speicher, wird ausgegeben, welchen Wert ich vorgegeben habe (im Bild 3,7kW)
  4. Dann addiere ich die Differenz aus Einspeisung und Netzbezug (aktuell 0kW) zu der Vorgabe des Speichers (aktuell 3,7kW) und der aktuellen Ladeleistung (aktuell 0kW).
  5. Das Ergebnis ist die „Summe der Erzeuger“ (3,65kW)
  6. Wenn das größer ist als 3,5kW, dann darf er laden.
  7. Die Erlaubnis wird dann zur Wallbox gesendet.

Hallo allrad,
ich hatte Anfang des Jahres die gleiche Idee (Wunsch), dass ich meine neue 16,8kWp PV zum Überschussladen der zwei eAutos (Model S 70D, Leaf 6,6kW Lader) nutze. Aber nach einigen Versuchen und der Erfahrung der PV Erzeugung aus dem halben Jahr muss ich sagen, dass sich keine intelligente Regelung ala Loxone oder ähnlicher (Preis ca. 500 Euro) lohnt und sich erst in vielen Jahren bezahlt machen würde. Gut, bei mir ist die Anwendung auch, dass ich nicht zu Hause arbeite und am Tag außer an den Wochenenden keine Chance habe den eigenen PV-Strom zu laden. Aber selbst für den Leaf ist die Anschaffung einer kompletten Ladelösung nicht wirklich rentabel.
Den Tesla lade ich an einer Wallbe eco 2.0 Wallbox für 22kW (kostet ‚nur‘ 850Euro incl. allstromsensitiven FI), weil ich einen Doppellader habe, den Leaf an einer 32A CEE Dose mit einem Adapterkabel, dass ich mit einem Schalter auf die Ladestromstärke einstellen kann.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich bei wirklich fluktuierendem Erzeugungsverlauf, weil es viele Wolken gibt, eh nicht auf einen grünen Zweig käme. Denn die Verluste im Lader sind umso größer, je geringer der Ladestrom oder die Spannung sind. Kann man aber nur mit entsprechendem Überwachungstool für den Tesla feststellen (teslalog.com), sonst fallen die Ladeverluste gar nicht auf.
Die Wallbe Wallbox hat einen nicht dokumentierten Webserver, an dem man die Ladestromstärke des Typ-2 Anschlusses einstellen kann. Wenn es wirklich notwendig wäre, stelle ich dort aus der Ferne diese um.
Demnächst bekomme ich einen Heimenergiespeicher von Caterva zur Optimierung der PV Anlage und zum Ausgleich des Energieüberschusses vom Sommer in die dunkleren Jahreszeiten. Damit wird es dann noch einmal anders mit der Ladung der eAutos. Aber über alles habe ich die Erfahrung gemacht, dass für mich die Anschaffung einer hunderte Euro teuren Laderegelung innerhalb von 10 Jahren keinen Gewinn abwirft. Selbst mit meinen vorhandenen Raspberry PIs hatte ich eine auf ModbusTCP basierte Regelung versucht, aber da stell ich mich wohl doch etwas zu dumm an, das von einem österreichischen Zeitgenossen gekaufte Grundprogramm richtig an meine Solaredge PV anzupassen. Aber den Aufwand verschiebe ich ins Rentenalter :slight_smile:
Beste Grüße
Wolfi

Auf dieselbe Erkentniss bin ich auch gekommen und das obwohl mein Fahrzeug (wenn er denn mal da ist) hauptsächlich am Wochenende bewegt wird und unter der Woche in der Garage steht.
Mit meiner 10kWp Anlage könnte ich im Sommer reell auch nur zwischen 2 und 4 kWh an Überschuss laden.

Die Lösung ist doch einfach! 3x Powerwall 2.0. Wenn mind zu 50% geladen, darf für 2h mit 11kW geladen werden. Das reicht schon mal für 100km.
Kann man sicher mit einem kleinem Programm eleganter lösen.
Wenn > 11kWh im Akku, wird das Laden für 1h freigegeben. Ansonsten wird der Akku selbst von der PV geladen.

Das wäre sicherlich eine gute 80/20 Lösung. Aber wirtschaftlich ist dies nicht und rentiert sich erst nach mehreren Jahre (wenn überhaupt)

Hi

Ich habe wegen dem Preis ja auch erst gezögert, von der günstigen Lösung von Nico (smarted) zu Loxone zu wechseln.
Aber durch das BHKW wollte ich mir was einfallen lassen, wie ich „Platz“ im Akku bekomme, um den Überschuß der Nacht im Akku speichern zu können und nicht zu verkaufen.
Zusätzlich habe ich gewartet, bis ich den Loxone gebraucht bekommen habe. Incl. Netzteil für 350€.
Da habe ich dann zugeschlagen und es nicht bereut.
Ich liebe aber auch das programmieren.
Und das ist etwas, was man gerne machen muss, sonst rate ich von der Loxone ab. Denn das Ding ist erst mal blöd.

Hallo,
können also alle aktuell ausgelieferten Teslas einphasig mit 32A laden? Ich dachte dass der 16,5 kW Lader einphasig nur um die 24A zulässt ?!
Danke

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