Nissan e-Power Konzept

Hallo zusammen,

gerade sah ich ein „neues“ Antriebskonzept seitens Nissan. Es handelt sich um einen seriellen Hybrid Antrieb, mit einer kleineren Batterie und einem dreizylinder Verbrenner als Range-Extender. Die E-Maschine dient als einzige dem Antrieb, jedoch gibt es keine Möglichkeit den Akku über eine Steckdose zu laden.

Nissan e-Power via electrek.co

Promo-Video auf youtube

Natürlich bin ich kein Freund von Verbrennungsmotoren, jedoch finde ich, dass das Konzept ein gewisses Potential ausspielen kann. Im Gegensatz zu einem großen Verbrenner unter der Haube und nen winzigen E-Aggregat, geschweige denn Mild-Hybrid-Systeme, kann ich mir eine im Vergleich höhere Kraftstoffeinsparung bei Nissans System gut vorstellen.
Ich denke auch, mit dieser Art von Antrieb könnt man unseren Herstellern wenigstens ein gewisses Maß an Vernunft zusprechen.

Alles Gute!

Aber eben, warum dann nicht ein Kabel nach draussen geführt wird…

Mod Note: Von Forum Elektromobilität nach off topic verschoben. Dieser Antrieb hat keine Ladedose, dafür Tankstutzen und Auspuff. Ab dafür.

+1

Ich finde das Konzepz total schwachsinnig. Wer kommt auf eine solche Idee? Vor allem, weil Nissan mit dem Leaf ein sehr gut funktionierende Lösung hat.

Ganz verständlich, warum das nun Offtopic ist, ist mir das nicht. Unter „Andere Eletroautos“ sind auch Fahrzeuge zusammengefasst, wie Audis PHEVs Q5, Q7, BMW i8 oder Golf GTE.

Vielleicht wäre eine Sparte „Hybrid“ besser für eine zielgerichtete Diskussion.

Schwachsinnig ist der Antrieb nicht, wie bereits gesagt, ein Mild-Hybrid (48V) ist Augenwischerei, den Antrieb hier kann man in strukturschwachen oder abgelegenen Regionen einsetzen oder u.U. für Zivil- und Katastrophenschutz.

Alles Gute!

Selbst bei Hybriden gibt es welche mit und ohne Ladesteckdose. Ohne ist es keine Elektromobilität mehr, ich denke das ist konsensfähig.

Beim reinen Hybrid (ohne plug-in) hat Toyota mit dem leistungsverzweigten (=parallelen) Hybridantrieb (Toyota Hybrid Synergy Drive) ein einfach und robust aufgebauten Antrieb entwickelt. Der ist seit Einführung des Prius das Maß der Dinge. Toyota hat den so gut mit Patenten geschützt, dass alle anderen nur Krücken bauen konnten. Hybride ohne Plugin brauchen nur kleine Batterien (beim Prius 1,1kWh) da nur geringe Energiemengen bei Rekuperation anfallen.

Serielle Hybride gibt es z.B. beim BMW i3 mit REx, dort aber wenigstens mit Steckdose. Der Nissan e-Power ist so gesehen nix Neues. Die Effizienzsteigerung gegenüber einem reinen Verbrenner-Antrieb ist sehr stark abhängig vom Fahrprofil. Im Stadtverkehr mit viel Stop and Go bringt es am meisten, auf der Autobahn bei gleichmäßiger Geschwindigkeit sind der schlechtere Wirkungsgrad und das höhere Fahrzeuggewicht von Nachteil.

Ich habe den Verdacht, dass solche Konzepte den Verbrauch im NEFZ Testzyklus und meinetwegen auch beim EPA und WLTP Test senken sollen. Ob sich im Alltag eine Spritersparnis einstellt, ist offen.

Was spricht dagegen die Batterie aufladbar zu machen?
Die Kosten fürs Ladegerät, oder?

und die Batteriegrösse. Ohne Plug macht eine grosse Batterie nicht viel Sinn.

Wobei die Batterie ja schon größer als bei klassischen Hybriden sein muss, da der kleine Benzinmotor ja größere Lastschwankungen abpuffern muss.