Impressum / Datenschutz Regeln Cookies
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Nicht nutzbare öffentliche Ladeinfrastruktur

Leider gibt es zahlreiche öffentliche Ladestationen, die zwar mit Steuergeldern gefördert wurden, jedoch in der Praxis nicht nutzbar sind.

Ich möchte hier ein Beispiel zeigen und dazu einladen, weitere Beispiele zu posten und zu diskutieren.

Mein Beispiel kommt aus Limburg an der Lahn, Parkhaus Stadthalle, Ebene U2.

Dieser Parkplatz ist beschildert mit „Elektrofahrzeuge während des Ladesvorganges“ und darüber hinaus mit dem Symbol Rollstuhlfahrer versehen.
Dadurch ist der Parkplatz nicht für E-Auto Fahrer ohne entsprechenden Ausweis nutzbar.

Der Parkplatz liegt in der Ebene U2 in der maximal möglichen Entfernung zum Aufzug (!).
Neben dem Aufzug sind zwar Frauenparkplätze, jedoch keine mit Symbol Rollstuhl ausgeschilderten Parkplätze zu finden.

Ausweislich des Stromzählers der Ladestation hat dort seit mutmaßlich 2019 kein einziger(!) Ladevorgang stattgefunden hat. Der Gesamtzählerstand beträgt 2kWh. An den öffentlich zugänglichen Ladepunkten sind Zählerstände teils über 6000kWh je Ladepunkt ablesbar.

Dieser Parkplatz wurde also seit mehr als zwei Jahren nicht ein einziges mal im Sinne der Beschilderung genutzt.

11 „Gefällt mir“

Wem gehört die Station / Parkhaus ? , wer hat gefördert ? Meldung an Presse / TV

1 „Gefällt mir“

Wir haben in der Nachbarstadt einen ebensolchen Parkplatz, auf dem ich regelmäßig lade. Gestern habe ich mit einer Politesse gesprochen, sie sagte sinngemäß, dass das Elektroschild keine Ergänzung zum Behindertenparkplatz ist, sondern eine entweder/oder-Beschilderung ist und ich somit problemlos laden kann. Habe auch noch nie Probleme gehabt, die StVo habe ich dazu nicht gelesen, würde es aber drauf ankommen lassen.

2 „Gefällt mir“

Nutzbar ist die Ladestation durchaus. Wie geschrieben: Durch Berechtige mit entsprechendem Ausweis. Das macht sogar etwas Sinn: Die meisten Ladeplätze sind „normal“ breit und damit für viele Behinderte kaum oder gar nicht nutzbar.
Ob es besonders sinnvoll ist, dass daneben nicht noch ein zweiter Parkplatz zum Laden ist, möchte ich allerdings nicht diskutieren. Das wäre den Presseiensatz dann wert.
[EDIT] Die Aussage der Dame der Parkraumüberwachung dürfte korrekt sein. So glt eine Geschwindigkeitsbeschrankung z.B. nachts oder bei Regen (und natürlich auch wenn es nachts regnet).

Ich wollte mit meinem Hinweis in keinster Weise den Anspruch von behinderten auf einen Ladeplatz ( ich mag den Begriff „Behindert“ eigentlich nicht) in Abrede stellen , aber es sollte für alle klare , verständliche Regeln geben , ich belege weder behinderten Plätze noch Frauenparkplätze , egal welche rechtliche Regel dahinter steht oder ob sinnvoll oder nicht.

1 „Gefällt mir“

Die Tiefgarage Stadthalle/Rathaus gehört soweit ich weiß der Stadt selbst.
Auf den Ladestationen sind die Aufkleber von „strom-bewegt.de Hessen“, mutmaßlich also über Landesprogramme gefördert. Die Säulen sind vom kommunalen Versorger EVL.

Fairerweise sei noch erwähnt, dass es dort weitere Ladestationen gibt, die auch rege genutzt werden. Jedoch sind zwei Parkplätze durch Säulen verdammt eng, so dass man z.B. mit einem Model 3 nur ohne Beifahrer und mit eingeklappten Spiegeln einparken kann.

Ich schrieb ja „in der Praxis nicht nutzbar“.
Klar ist die Station theoretisch nutzbar.
Wenn aber in zwei Jahren dort kein einziger Nutzer war, jedoch die benachbarten Ladestationen manchmal 100% belegt sind… ist durch die Beschilderung die Säule aus meiner Sicht in der Praxis nicht nutzbar.

ok , Parkplätze in Stuttgart sind auch nicht „schön“ für Model S Fahrer :wink: , muß ich trotzdem mit leben , aber ich denke es wäre zielführend das Bild dann der Stadtverwaltung zu zeigen und einmalig eine Klärung zu erwirken , wenn möglich schriftlich und das Thema ist durch.

edit: ja ich kenne auch Ladesäulen die der Steuerzahler gefördert hat und nur von Daimler Mitarbeitern mit RFID nutzbar sind … am 26.09 ist Wahl ! …

1 „Gefällt mir“

Das ist in der Tat ein interessanter Hinweis.
Womöglich haben die beiden Zusatzzeichen tatsächlich keinen Bezug zueinander.

Das würde bedeuten, dass entweder durch den Ausweis berechtigte, oder Elektrofahrzeuge zur Nutzung des Parkplatzes berechtigt sind.

Trotzdem ist die Beschilderung irreführend und ich finde auf die schnelle auch nirgends definitive Aussagen dazu, wie mehrere Zusatzzeichen zu interpretieren sind.

Ich parke eigentlich grundsätzlich nicht auf Parkplätzen, welche mit einem Rollstuhl Symbol gekennzeichnet sind. Und anscheinend … 2kWh Zählerstand … ja auch sonst niemand.
Auch kein Rollstuhlfahrer mit Elektroauto… von daher… gebt dem Rollstuhlfahrer doch den Platz neben dem Aufzug und nicht neben der Treppe… wo er sowieso nie parken würde.
Ein Rollstuhlfahrer müsste - um von diesem Parkplatz aus den Aufzug zu erreichen - geschätzte 200m quer durchs Parkhaus und dabei mehrfach Fahrspuren für Autos überqueren.

Ich hab - heute - mal ein Mail an die Stadt geschickt und berichte, was ich als Antwort bekomme :wink:

5 „Gefällt mir“

Im Parkhaus Europa Galerie APCOA gibt es auch eine „unbenutzbare“ Ladestation.
Bild habe ich leider keines.

Mein Problem dort: ich konnte den Ladevorgang mangels passender App nicht starten und die App mangels Mobilfunk oder freiem WLAN auch nicht herunterladen.

Da ist doch Ärger vorprogrammiert. Das schlimmste ist doch wenn man auf einem Behindertenparkplatz ohne das man ihn braucht.

Jetzt blockiert ein E-Auto Fahrer diese seltenen Parkplätze auch noch.

Selbst wenn er es darf, ist es die schlechteste Lösung die man machen kann.

3 „Gefällt mir“

Ich denke das liegt daran, dass sich die meisten Inhaber von Behinderten-Parkausweisen kein Elektroauto kaufen, da sie sowieso schon genug Probleme mit dem Parken haben und sich ungerne noch zusätzliche Probleme einhandeln wollen.

Ich habe einen entsprechenden Ausweis im Auto… nutzen darf ich den aber nur, wenn ich meine Schwiegermutter mitnehme (mache ich auch nicht anders).

Na das ist einfach: Parken, einstecken, weggehen bis wieder Empfang ist. Dann erst die App starten und damit den Ladevorgang.

Außerdem funktioniert die Säule auch mit RFID-Karte.

Ich habe hier an anderer Stelle von einem gleichen Fall in Ludwigsburg berichtet. Dort ist auch einer von zwei Ladeplätzen fast so beschildert und ich war selbst Zeuge, dass ein ladendes BEV ohne Behindertenausweis einen Strafzettel bekommen hatte. OK, es fehlt der Zusatz: Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs frei.
Aber wozu ein Ladeplatz an dem man nur mit Ausweis laden darf? Ist zwar irgendwo wünschenswert aber kommt in der Praxis wohl äußerst selten vor.

Auch ich habe den Betreiber der Ladestation per Mail angeschrieben und nach dem Sachverhalt gefragt. Habe leider keine Antwort erhalten.

Wäre jetzt natürlich gut zu wissen, was wirklich gilt. Der reale Strafzettel spricht zumindest dagegen.

Ich finde, dass die Fälle in Deinem Beispiel anders gelagert sind, da beide Parkschilder jeweils mit dem Zusatz „1 Platz“ gekennzeichnet sind und dann mit der Einschränkung E-Laden auf der rechten Seite und Behindertenparkplatz auf der linken Seite. Das finde ich in der Beschilderung eindeutiger als das Beispiel des TE. Aber habe mich in den vergangenen Tages aufgrund dieses Threads mal durch diverse Foren zur Problematik der Zusatzschilder gelesen, mittlerweile habe ich das Gefühl, dass man auch gut würfeln kann, ob man wann wie stehen darf, sobald es Zusatzschilder gibt :wink:

Analog würde aber folgende Beschilderung (von oben nach unten):
P
Steckerauto
Parkscheibe (4h)

bedeuten, dass dort auch Verbrenner 4h lang parken parken dürfen, wenn sie denn eine Parkscheibe auslegen. Laut unserer kommunalen Parkraumüberwachung bedeutet es aber, dass ausschließlich E-Kennzeichen dort mit Parkscheibe 4h parken dürfen…

Wenn gemeint ist, dass dort Elektrofahrzeuge max. vier Stunden parken dürfen, müssen beide Symbole auf ein Zusatzschild. In München wurden wegen eines solchen Fehlers viele Schilder wieder geändert.

Wenn unter dem P die Zusatzschilder Busse und PKW hängen, dürfen dort ja auch Busse und PKW parken.

Die Stadt hat reagiert:

das Ordnungsamt hat Ihren Hinweis geprüft und wird das Symbol Rollstuhlfahrer entfernen, da es an dieser Stelle keinen Sinn macht.
Vielen Dank für die Information und ein schönes Wochenende.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

:smiley: :+1:

13 „Gefällt mir“

Hier ein weiteres trauriges Beispiel aus der Region:

Die Verbandsgemeinde Montabaur betreibt in der öffentlichen Tiefgarage Altstadt direkt neben der Einfahrt sechs Ladepunkte samt reservierten Parkplätzen.

Leider sind alle beschildert mit „Parken verboten! Stellplatz für Dienstfahrzeuge der Verbandsgemeinde

Es gibt genau null öffentlich zugängliche Ladepunkte und auch in der Umgebung keine Alternativen.

Ich habe den Mitarbeiter der Gemeinde, der dort gerade den Peugeot einparkte, mal angesprochen… ratet mal, wie viele elektrische Fahrzeuge insgesamt in der Flotte der Gemeinde sind… drei.

Man baut also mit Steuergeldern sechs Ladepunkte, von denen nie mehr als drei genutzt werden können … und trotzdem ist keiner davon öffentlich zugänglich!

Vielen Dank!

Randbemerkung: Der Mitarbeiter meinte, dass irgendwann in ca einem Jahr was öffentliches kommen soll. Ich bin dennoch der Meinung, dass so eine bürgerferne Investitionspolitik der Gemeinde ein Unding ist. Man könnte und müsste hier meiner Meinung nach mindestens drei der Ladepunkte sofort allen Nutzern öffentlich zugänglich machen.

1 „Gefällt mir“

Statt parken soll man da aufladen. :wink: