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Neue PV Anlage

Bin am überlegen mir eine neue PV Anlage zu kaufen um mein E-Auto zu laden.
Die Überlegung ist Tesla Powerwall oder E3DC .
Was meint Ihr?
LG
Kau-tschuk

Mit Batteriespeicher bin ich selbst am überlegen. Ich fürchte aber das Das mit der Batterie keinen Sinn macht. Also im Bereich Kosten Nutzen.

Ansonsten habe ich so viel aufs Dach geklebt wie es ging. Strom kann. man nicht genug haben.

Ich habe bereits eine PV Anlage auf dem Dach, aber da bekomme ich noch sehr viel Geld vom Vater Staat bzw. von euch.
LG
Kau-tschuk

Hallo,

OK, eine Einspeiseanlage ist schon da. Die Neue nur für das Auto ? Das wäre etwas sehr verschenkt.
Kann mit der neuen Anlage auch das Haus versorgt werden ? Wie groß kann die Neue werden ?
Wenn die alte Anlage noch zB 50cent bekommt ist klar das das nur eingespeist wird.

Meine PV entstand vor 6 Jahren um den Hausstrom zu versorgen, dann die Wärmepumpe/Klimaanlage.
Keine Einspeisung, keine Förderung.
Die PV wurde auf knapp 18kWp erweitert (mit PV Speicherakku) und bedient nun alles, Haus, Büro, WP, WWWP und 2 EAutos. April bis September bin ich damit relativ autark.

Die EAutos sind der letzte Überschußverwerter und bekommen das was wirklich über ist. Zuerst werden alle anderen Verbraucher bedient.
Strom ist nur noch die einzige Energie im Haushalt, also habe ich die Anlage auf alle Verbraucher ausgelegt.
PV Speicher für die Nacht und den Tagesverlauf bei Wolken.
Die Anlage ist nach 6 Jahren amortisiert, das ging aber nur weil es selbst ausgelegt und montiert ist.

Eine PW ist gut, aber eine von der Leistung zu klein um ein Auto zu laden. Von den Kosten auch. Sie ist eher ein Puffer für die Tageslast des Hauses. Letztendlich ist es egal wo der PV Strom verbraucht wird, ob im Haus, oder im Auto.

Selbstverständlich will ich damit auch die Stromkosten im Haus senken, aber auch die E-Autos damit solange Überschuss vorhanden ist laden.Ich denke so an die 10kwp wie auch meine alte Anlage.Übrigens ich bekomme noch 48 Cent plus Mwst.
LG
Kau-tschuk

Nachdem ich eine PV-Anlage auf dem Hausdach mit 4,4 kWp von 2011 (Volleinspeisung), eine auf dem Praxisdach mit 9,9 kWp von 2016 (Überschusseinspeisung) und zwei Steckdosenmodule von 2015 mit 0,5 kWp, welche ja inzwischen legal sind und auch als Anlage zählen bereits in Betrieb hatte, kam im Dezember 2019 die vierte Anlage auf dem Garagendach mit 8 kWp und einer Powerwall dazu.
Ob sich die wirtschaftlich rechnet, kann ich zumindest zur Zeit nicht sagen, ich wollte sie einfach… :slight_smile:
Ich hatte auch ein Angebot von E3DC, habe mich dann aber für Solaredge mit Tesla PW entschieden, auch weil ich diese vom gleichen Solarteur (auch Tesla-Fahrer) wie die Anlage auf dem Praxisdach bekommen konnte und mit denen eigentlich zufrieden bin.
Außerdem hätte die Anlage von E3DC etwas mehr gekostet wie die Solaredge/TPW-Anlage, da der Speicher aber mehr als die doppelte Kapazität hat und der Name Tesla mir geläufiger war :wink: , war das auch noch ein Entscheidungskriterium.

Vor einem Jahr hatte ich div. nachrüstbare Speicher verglichen und Angebote eingeholt, das beste Preis- / Leistungsverhältnis - inkl. Montage, Platzbedarf und vor allem zu kWh - hatte da m.E. die PW2.
E3DC ist ziemlich teuer, bietet aber je nach Gerät 3phasigen Inselbetrieb mit Wiederaufladen bei Sonne - wohl ein seltenes Feature. Die PW2 einzeln bietet mit GW2 allerdings auch Notstromoption (auf der Phase wo sie hängt) und wohl noch dazu ohne Unterbrechung (hab ich nicht getestet) … das ist äußerst selten (die meisten haben große Umschsltlücke).
Also wenn man nicht Blackout fürchtet (Nachladen gehtdurch Sonne i.d R. ohne sauberen Insebetrieb vom Netzbetreiber verboten und so programmiert) ist es mit der PW2 super - sie läuft…
Der Speicher hilft nach meiner Erfahrung ungemein für Eigennutzung und PV-Laden des Auto’s - bei einer Wolke steuert die PW2 bis zu 4.6kW zum Laden zu, wenn die Bewölkung wieder weg ist, marschiert es wieder direkt in das Auto und/oder lädt PW2 nach. Im Beispielbild ein wechselhafter Tag: der Netzbetreiber hat mich quasi nicht gesehen und nur punktuell in Summe mal so 2 kW erhalten aber zählermäßig nix geliefert.

Vereinfachte Rechnung:

Neue PV Einspeisevergütung 9 Cent. Strom Bezug 27 Cent.

Differenz 18 Cent

Preis Powerwall: ca. 9000 €

Geteilt durch 18 Cent ergibt 50000 kWh Speichervolumen zur Amortisation.

Ich würde im Durchschnitt pro Tag übers Jahr gesehen eine Speicherung von 10 kWh annehmen.

Das wären dann 5000 Tage oder 13,7 Jahre. Ich meine Tesla gibt auch irgendwo Ladezyklen an, was die Lebensdauer der PW angeht. Finde es aber gerade nicht.
Angenommen die PW würde 20 Jahre arbeiten dann wäre das OK. Aber man weiß es halt nicht.
Eigentlich sagt man es macht wirtschaftlich keinen Sinn Strom von einem Speicher in ein Auto zu laden. Wir machen das daher mit unserer PW nur im Notfall.

Die unbekannte Größe ist der zukünftige Strompreis. Die Abgaben pro kWh werden möglicherweise in naher Zukunft deutlich gesenkt.

Steuern und Abgaben vergessen. Je nach individuellem EK Steuersatz eher 16cent gegenüber 27cent.

Steuern auf Eigenverbrauch gibt es ja nur in bestimmten Grenzen. Ist bei mir noch nie vorgekommen.
EEG zahlt man wenn die PV Anlage größer als 10kWp ist (gerechnet auf 12 Monate, man kann aber alle 12 Monate eine 10 kWp Anlage aufbauen OHNE EEG zu zahlen)
EEG zahlt man wenn man mehr als 10.000 kWh Eigenverbrauch hat. Ob das jetzt pro Anlage gilt oder insgesamt, weiß ich grad nicht.
Aber, bei 10 kWp über 10MWh erzeugen ist die eine Sache, aber die dann auch vollständig selbst zu verbrauchen ist schon eine Maßnahme. :slight_smile:

und dann wiederrum kann man aus der EEG Pflicht aussteigen wenn man für das eingespeister KEINE Vergütung beansprucht. Wer also 10200 kWh im Jahr selbst verbraucht und 100 kWh einspeist, kann auf die momenta ca. 9 Euro verzichten und muss dafür im Gegenzug keine EEG Umlage zahlen.

Steuern auf Einspeisung macht eigentlich den Case für Eigenverbrauch nur noch stärker, weil Einspeisevergütung dann mehr so wie 7 cent. Einkauf immernoch 27c. Differenz 20c.

habe nochmal nachgelesen.

EEG §61a (4) besagt :

wenn Strom aus Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 Kilowatt erzeugt wird, für höchstens 10 Megawattstunden selbst verbrauchten Stroms pro Kalenderjahr; dies gilt ab der Inbetriebnahme der Stromerzeugungsanlage für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres; § 24 Absatz 1 Satz 1 ist entsprechend anzuwenden.

EEG 24 (1) besagt :

Mehrere Anlagen sind unabhängig von den Eigentumsverhältnissen zum Zweck der Ermittlung des Anspruchs nach § 19 Absatz 1 und zur Bestimmung der Größe der Anlage nach § 21 Absatz 1 oder § 22 für den jeweils zuletzt in Betrieb gesetzten Generator als eine Anlage anzusehen, wenn ABSATZ4 sie innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten in Betrieb genommen worden sind.

Umgekehrt bedeutet das wenn die Anlagen mit 12 Monaten und einem Tag Zeitversatz gebaut werden, sind es zwei Anlagen. Und mit jeder Anlage kann man wieder die 10 kWp und 10MWh pro Jahr „frei“ verbrauchen.

Die Garantie der PW2 ist auf 10J begrenzt. Ich vermeide auch, sie direkt zum Laden zu nutzen. Zum Ausgleich der Sonneneinbrüche (da wird aber auch die Auto-Ladung auf 4kW runtergefahren) und für die Nacht nutze ich sie hautsächlich.

Es ist korrekt, dass sich die finanzielle Amortisation nicht glaubwürdig berechnen läßt. Meine Nachrechnung wird erst nä. Jahr einen Trend zeigen. Wenn man die Abschreibung auf 10J setzt, frißt es wohl die Ersparnisse durch PV auf - vstl Nullsummenspiel.
Bleibt zu hoffen, dass sie mit geringerer Leistung länger läuft. Auch glaube ich nicht, dass sich die Strompreise in Zukunft gigantisch erhöhen werden - eher Öl…
Ein Solarspeicher ist m.E. dennoch gut für die Umwelt, höhere Autarkie und lokale Netzentlastung.

Eigenverbrauch muss ebenfalls in der Gewinnermittlung und damit in der EKsteuererklärung berücksichtigt werden.
Einkommenssteuer auf Gewinne fällt an und muss bei einer Kostenbetrachtung mit einberechnet werden. Es gibt weitere Einflussfaktoren die ebend nicht 9 Cent am Schluss ergeben sondern im Standartfall wesentlich mehr. 9 Cent sind daher falsch und vermitteln ein falsches viel zu positives Bild vom Speicher.

Moin!
Welcher Satz vom FA für den Eigenverbrauch angesetzt wird, ist recht unterschiedlich. Drei Möglichkeiten sind mir dazu bekannt:

-~9ct als Gesetzungskosten
-10-15ct gemäß Einspeisevergütung
-~25ct gemäß den Kosten für Strombezug

Ich selber konnte trotz guter vorbereitung bei FA nicht dazu bringen, von der letzten Variante abzukommen.

Ich stelle jeden Monat dem EVB die vollständige Erzeugung minus einer auf der Rechnung ausgewiesenen Gutschrift für den EV in Rechnung.
Dies als Grundlage wurde von meinem FA noch nie auch nur kommentiert…

E3DC / Tesla Powerwall

leider ist die Tesla Powerwall ein vollkommen geschlossenes System. Da kann man nichts steuern. Da wird stur bei Überschuss geladen und bei Verbrauch entladen.
Eine Reserve, um bei >70% Erzeugung den Überschuss in den Speicher zu laden geht einfach nicht.
Den E3DC gibt es mittlerweile als PRO mit bis zu 12kWp Lade-/Entladeleistung und bis zu 39kWh Kapazität. In dieser Ausbaustufe auch nicht teuerer als 3x Powerwall, dafür 3phasigen Notstrom per PV nachladbar. Man sollte noch berücksichtigen, dass der E3DC bereits einen 12kW PV-Wechselrichter verbaut hat, den man bei der Powerwall noch zusätzlich braucht.
Der E3DC lässt sich zudem sehr gut von außen steuern. Das mache ich bei meinem per Raspberry Pi und etwas Software.

U 5.9772kWh td 0.4496kWh WB 2.9448kWh yd 0.9962kWh

Meine Anlage hat heute fast 6kWh Überschussleistung erzeugt, davon wurden 0,45kWh in den Speicher und fast 3kWh durch Tesla laden abgeschöpft, der Rest war der Hausverbrauch.

Also ich hab bis dato niemand gefunden, der mir einen Batteriespeicher wirtschaftlich darstellen kann.
Ansonsten hätte ich längst einen - Liebhaberei… Noch!

Es ist einfach cool, den tagsüber erzeugten PV Strom abends und nachts ohne Netzstrom zu nutzen, ist wie Gemüse aus dem Garten oder eigene Kinder… :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Ein Speicher an sich wird etliche Jahre noch unwirtschaftlich sein. Aber zusammen mit einer PV kann in Summe ein positiver Ertrag heraus kommen.

Äpfel aus dem eigenen Garten sind meist auch teurer als im Supermarkt, wenn man Leiter und Lagerraum mit einrechnet. :wink: