Ganz genau.
Ich denke, für Kunden und Fanboys war die Ankündigung von gestern Nacht ernüchternd. Für die „etablierte Industrie“ hingegen war der Knall umso lauter!
Tesla entwickelt ab sofort autonomes Fahren mit einer stetig wachsenden Testflotte, die sich im Realverkehr bewegt. Zigtausende Fahrzeuge in absehbarer Zeit! Was das bedeutet, verstehen die Ingenieure bei den „Wettbewerbern“ wohl am besten: Verglichen mit Tesla agieren sie im luftleeren Raum. Die Ankündigung von gestern Abend bedeutet Technologieführerschaft auf Jahre hinaus, uneinholbar, außer wenn man ähnliche Schritte geht und künftig auch bei Audi BMW Mercedes den Kunden Daten sammeln lässt. Eher unwahrscheinlich.
Das muss man erst mal sacken lassen. Wenn in der deutschen Automobillandschaft nicht sowieso bereits alle Alarmsirenen schrillen würden, dann wäre es spätestens jetzt an der Zeit. Kein Wunder, dass man aus allen Rohren gegen Tesla schießt (oder vielleicht passender: nach jedem Strohhalm greift).
Ich gehe sogar noch weiter. These/Meinung: Musk sind unsere Sorgen mit dem Navi und dem USB-Player herzlich egal, falls er sie überhaupt auf dem Radar hat. Wer Tesla fährt, sammelt Daten und liefert Puzzleteilchen für’s vollautonome Fahren. Dafür sind ein paar zigtausend Fahrzeuge, rund um den Erdball verteilt, mehr als genug. Tesla braucht gar keine hunderttausende… Kunden, die sich für sowas begeistern lassen, werden weiter Tesla fahren. Wer einen perfekten Media-Player oder ein perfektes Navi will, der darf sein Fahrzeug gern von einem anderen Hersteller beziehen, weil er als „anstrengender“ Kunde Tesla lediglich von der Kernmission ablenkt: Technologieführerschaft beim autonomen Fahren.
Ich habe mich natürlich bemüht, das etwas zuzuspitzen, aber im Kern bin ich von meiner These überzeugt. Wie steht Ihr dazu?