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Neue Akkus lassen Tesla angeblich alt aussehen

Ich kann es versuchen.

Kreisel wirbt mit folgenden „Super Zahlen“:


4,1 kg/kWh
1,95 dm³/kWh
Im Vergleich dazu Tesla:
gehen wir davon mal aus, das der 100kWh Akku immer noch 600kg wiegt, würde das bedeuten, 6 kg/kWh
Zum Volumen vom Tesla Akku kann ich nichts sagen.

Der andere Nutzer hat mal gegoogelt:
Als einzelne Zelle haben sie rd. 50g Gewicht und eine Kapazität von rd. 12 Wh, macht bei einem kg dann rd. 240 Wh, also 240 Wh/kg bzw. 4,2 kg/kWh. So steht es dann auch im verlinkten Artikel.

Das bedeutet, alleine die Zellen wiegen schon so viel wie Kreisel angibt.
Leergewicht der Zellen = 4,2kg/kWh
Kreisel gibt 4,1 kg/kWh an

Also muss die Elektronik, das Gehäuse, die Kühlflüssigkeit und was sonst noch dazukommt, NICHTS wiegen.
Oder sie haben den „trockenen Wert“ der reinen Zellen angegeben.

:open_mouth:

Als „User“ würde ich sagen, dass ein Tesla-Akku mit 8 Jahren Garantie besser ist einer mit nur 2 Jahren. Und die Fahrleistungen eines MS oder MX zeugen ja nicht gerade von zu hohem Gewicht…

@KaJu74: Danke. Ich glaube jetzt weiß ich was du meinst. Wirklich fragwürdig ob Kreisel da die höchste Energiedichte hat.

Kreisel schreibt aber auch, dass sie aus den einzelnen Zellen aufgrund der Fertigungstechnik mehr Energie entnehmen können als Tesla. Das spricht wieder für eine höhere Energiedichte.

Wenn die aktuell ‚beste‘ verfügbare Zelle eine typische Kapazität von 3450 mAh laut Hersteller hat, dann kann man aus ihr typisch 3450 mAh entnehmen. Ob da nun gelötet, geschweißt, gelasert oder sonstwas für vodoo betrieben wurde, erhöht diesen Wert und damit auch die erreichbare Energiedichte nicht…

@ Naheris:
Was ja heissen würde, dass Kreisel eine besondere Zelle mit spezieller Chemie verwendet, die eine höhere Kapazität aufweist.
Alleine die Verbindungstechnik hat mit Sicherheit keinen Einfluss auf die Kapazität der Zelle. Das wird ja nicht autogen geschweisst.
Eine andere Chemie mit möglicherweise höherer Energiedichte verfügt aber höchst wahrscheinlich über Nachteile bei anderen Eigenschaften.
Für mich sieht es so aus:
Kreisel - um nicht zu böse zu sein - „flunkert“ ein bisschen.

Erstens können wir nicht sagen, welche Zellen sie verwenden. Zudem ginge es, wie ich es richtig verstanden habe, nicht darum, wie viel man aus der einzelnen Zelle entnehmen könne, sondern was die Gesamt-Batterie hergibt. Und das sei eben nicht „Anzahl der Zellen x mAh je Zelle“. So ginge durch das Verschweißen der Zellen bisher angeblich Kapazität verloren, weil einzelne Zellen beschädigt werden. Diese würden dann zu den Schwachpunkten der Batteriemodule und zögen das ganze Modul herunter.

Und genau das passiere Kreisel eben viel seltener und wenn, dann weniger ausgeprägt. Daher sei bei ihnen auch ein Balancing zwischen den unterschiedlich „starken“ Zellen weniger wichtig, weil die Zellen homogener reagierten. Insgesamt habe die Gesamtbatterie somit einen höheren Wirkungsgrad, sei schneller beladbar und hielte mehr Zyklen als eine „normale“ Batterie.

Ich mache mir diese These übrigens nicht zu eigen. :wink: Ich gebe sie hier nur wieder. Ich selber verstehe zu wenig davon. Aber das hat ein Techniker der Kreisel Brüder in einem langen, technischen Vortrag so erzählt.

Wir reden - mindestens bei Tesla - von einem hochautomatisierten Prozess. Wenn da tatsächlich Zellen durch die Verschweissung beschädigt werden, dann passiert das gleichmässig bei allen Zellen. Die Zellen selber sind ja auch sehr homogen. Wäre das aber ein reales Problem, würde die zu verschweissende Stelle der Zelle einfach dicker ausgeführt, sodass sie sich beim Schweissen weniger erwärmt. Beim Laserschweissen wird ein Bauteil übrigens nicht nennenswert warm, eine thermische Schädigung der Zelle ist wohl auszuschliessen.

Ich glaube also nachwievor, die Herren Kreisel verschweigen etwas.
Der propagierte Unterschied zur Konkurrenz ist einfach zu gross.

Mag sein, und da kenne ich mich nicht aus. Wie geschrieben. :slight_smile:

Was aber zwei Dinge sind:

  • Kreisel konnte in den Batterieraum eines derzeitigen e-Golf knapp über 55kWh an Kapazität einbauen. Die Batterie war dann zudem gekühlt, was der e-Golf Akku scheinbar nicht ist. Schwerer ist es auch nicht viel geworden (kann mich nicht mehr erinnern). Die Kapazität ist durch Teilnahmen an E-Rennen wohl belegt, weil der Wagen entsprechend weit kam. Aus diesen Daten können die Experten hier sicherlich eine Leistungsdichte berechnen. Zu kaufen ist hier ja erst einmal nichts, und die Zyklenfestigkeit ist auch unbekannt.
  • Kreisel bringt ja demnächst ihre eigene Powerwall auf den Markt. Da kann man dann auch sicher berechnen, was die für Leistungsdichten haben.

Für welches Produkt sind die o.g. Leistungsdaten eigentlich?

Beim stationären Speicher spielen weder die Energiedichte und noch weniger die Leistungsdichte eine große Rolle. Zudem wird eine andere chemische Zusammensetzung des Lithiumoxid verwendet und eine elektrolytreiche Ausführung gewählt um sowohl die kalendarische Lebensdauer zu erhöhen, wie auch die Zyklenfestigkeit zu verbessern. Eine solche Batterie soll ja bis zu 20 Jahren halten.
Daraus auf die Fahrzeugbatterie Rückschlüsse ziehen zu wollen ist daher wohl eher untauglich.

Ich würde sagen, sie lügen erheblich.

Ich glaube, das Kreisel den einzigen Vorteil gegenüber dem Tesla Akku Pack dadurch hat, das jede einzelne Zelle sauber vom Kühl- bzw Heizmedium umflossen wird. Wie wir in diesem Thread schon diskutierten: Zukünftiges Batterielayout von Teslas Akku

Gruß

Kurt

Wenn man anstatt einer "Kühl-"flüssigkeit noch ein PCM (PhaseChangeMaterial) kann man noch die latente Energie aus dem Phasenwechsel von fest nach flüssig und zurück nutzen, z.B. ein Stearin (Wachs). Dann kann man sehr lange die Zellen bei ihrer Wohlfühltemperatur halten. Wenns dann sehr kalt wird, ist es gleich auch noch eine gute Isolation.

Ein großes Problem ist der „Perfektionismus“. Was bringt es ein besseres System zu haben was aber unter Umständen teurer ist oder sich nicht verbreitet. Gab es in der Geschichte schon oft (VHS, BETA, Video 2000)

Ich denke Tesla hat genügend Erfahrung mit Millionen von Zellen dass da jemand im Labor ohne Feldtest und Massenproduktion kaum jemand mitreden kann wo sich die Kurve mit dem effektivsten Punkt trifft. Wir kennen das aktuell in der PV Branche, da gibt es Leute die wegen der EEG Umlage auf EV ein Jahr lang warten um nach 10kWp weiter zu bauen, das ist wirklich nicht sonderlich intelligent.

Von daher sollte man das immer mit Vorsicht genießen.

Was man auch nicht vergessen darf das sich all die Angaben wenn überhaupt nur schwer prüfen lassen. Kein wiegt den Akku, misst die Kapazität oder schaut ob die Kühlung/Heizung wirklich effektiv oder existent ist. Wenn der Wagen vor einem steht wird es dann für bare Münze genommen. Im Gegensatz zu Kreisel liefert Tesla nachvollziehbar und in Stückzahlen. Der Unterschied ist nicht zu unterschätzen.
Mir nützt kein Prototyp und keine Ankündigung. Damit hält man die Leute nur an der langen Leine und verändert garnichts.

Es ist plausibel, dass der Stand der Technik die Konstruktion eines Akkus im Labor erlaubt, der von den Spezifikationen alles schlägt, was Tesla verkauft.

Der wichtige Unterschied, wie schon geschrieben, ist folgender: Bei Tesla kaufe ich ein massengefertigtes Produkt mit 8 Jahren Garantie und im Feld bereits bewiesener Lebensdauer von +4 Jahren und +300.000km in Einsatzgebieten zwischen Polarkreis und Arizona.

Ein Prototyp im Labor hat weder Stückzahlen, noch lässt sich die Zyklenfestigkeit auf der Straße damit beweisen.

Abgesehen davon hat Tesla sicher im eigenen Labor auch ein paar aufregende Dinge stehen. Aber sie gehen damit nicht hausieren.

ganz schön mutig! keine angst vor einer klage? (üble nachrede, schadensersatz…)

Da sie ja die gleichen Zellen verwenden und diese auch nicht selbst herstellen, sind da keine Wunder zu erwarten, denn die technischen Grenzen sind die gleichen.
Da die verwendete Akkuchemie im Brandfall eh recht kritisch ist, erscheint mir die deutlich stabilere Konstruktion von Tesla deutlich günstiger.
Außerdem ist die Philosophie von Kreisel eine andere. Die rüsten vorhandene Fahrzeuge auf Elektroantrieb um.
Tesla baut gleich ein EV, was deutlich zielführender ist, da ich die Vor und Nachteile des Elektroantriebs konstruktiv besser nutzen und berücksichtigen kann…
Kreisel betreibt praktisch die Motorisierung der Pferdekutsche mit all ihren Problemen.
Bei Tesla wird der Akku gleichzeitig als tragendes Element genutzt und senkt zusätzlich den Schwerpunkt in Richtung Straße. Das stabile Gehäuse ist so gleichzeitig Schutz und Teil des tragenden Rahmens.
Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Nur sicherere Zellen mit einer höheren Energiedichte unter Beibehaltung der anderen positiven Eigenschaften wären wirklich ein Schritt nach vorn.
Und auch das nur, wenn der Preis stimmt :exclamation:

Ich würde mal sagen, sie machen das Gleiche wie Musk und letztlich jeder gute Verkäufer.
Sie stellen die Vorteile ihres Produktes in den Brennpunkt und lassen den Käufer die Nachteile selbst suchen :blush:

Klitzekleine Korrektur: sie verwenden ähnliche Zellen. Über die Chemie können wir nichts sagen, weil wir nicht einmal den Zulieferer kennen.