Nehmt mir die Unsicherheiten :-)

Hallo zusammen,
mein Name ist Jörg, 40 Jahre, 2 Kinder. Ich plane 2022 den Kauf eines neuen Autos. Der E-Mobilität war ich schon immer total offen gegenüber, wollte aber eigentlich in 2022 nochmal final einen Verbrenner kaufen, bevor ich dann Wechsel. Naja so der Plan, bis ich mich mal ernsthafter mit Tesla auseinander gesetzt habe, nun habe ich schon Anwandlungen eines Fan Boys :-).
Dennoch bleiben ein paar offene Themen die mich immer noch unsicher stimmen und ich hoffe auf Rückmeldung erfahrener User :-). Wenn es dazu schon einen Thread gibt entschuldigt und verlinkt diesen bitte einfach.
Also es soll bei mir das Model Y werden, bestellt habe ich schon mit Wunschlieferzeitpunkt August 2022, in der Hoffnung dann schon ein Auto aus Grünheide zu haben und idealerweise mit dem 4680 Batterypack :relaxed:. Im
Zweifel schiebe ich um ein weiteres Quartal.
Probegefahren bin ich schon und super zufrieden. Hier meine Bedenken:

  1. Wie lange wird die Software wohl unterstützt? Ich plane nicht in 3-4 Jahren wieder zu wechseln sondern möchte durchaus 10 Jahre mit dem Auto fahren - ist das Auto nach diesen Jahren ähnlich vom Zustand wie ein 10 Jahre altes iPhone das Software Seitig nicht mehr unterstütze wird und somit nicht weiterzuverkaufen ist? Ich weiß es gibt noch keine 10 Jahre alten Tesla und das ist viel Glaskugel aber wie steht Tesla dazu? Wie ist eure Sichtweise?
  2. was passiert mit dem Akku nach 8 Jahren? Wenn ich dann noch 70% Leistung habe würde das bedeuten dass man mit dem Auto noch 250 km weit kommt, was nicht ganz so prickelnd wäre. Gibt es da Möglichkeiten den Akku wieder zu optimieren?

Vielen Dank und liebe Grüße
Joe

3 „Gefällt mir“

Nein. Selbst 8 Jahre alte Model S erhalten noch Updates. Manche neue Zusatzfunktionen erfordern u.U. dann neuere Hardware und wenn man die nicht hat, gibt es eben diese eine neue Funktion nicht. Aber es gibt auch HW Upgrades (z.B. Model S MCU1 → MCU2) das kostet dann aber was.

Gar nix. Was soll denn passieren?

70% ist doch nur der garantierte Mindestwert. Wenn Du ein bisschen aufpasst auf den Akku, werden es eher >= 85% sein.

Was an Kapazität durch Akkudegeneration mal weg ist, kriegt man nicht mehr wieder. Ausser durch Akku- oder wenigstens Modultausch.

4 „Gefällt mir“
  1. die Software wird sicher sehr lange unterstützt. Wenn es in Jahren kein Update mehr geben würde, wäre die Software jahrelang besser gepflegt worden, als bei einem verbrenner, den du heute kaufst 🤷😊

  2. das wird dir keiner beantworten können. Die Akku Entwicklung hat Fahrt aufgenommen und mit der letzten Entwicklung gibt es keine langzeiterfahrung.
    Da aber heute noch alte Model S rumfahren und auch Updates bekommen, würde ich sagen, das klappt alles sehr gut

2 „Gefällt mir“

Sicher? Ich hänge noch mit 4 1/2 Jahre alten Model S bei der 2020.48. Version

1 „Gefällt mir“

Hallo Joe,

es gibt schon relativ gute und lange Statistiken zu alten Model S Zellen und deren durchschnittlicher Degradation. Natürlich gibt es Ausreißer in beide Richtungen. Im „alten“ Model S sind 18650 Zellen verbaut. Im Model 3 sind es bisher 2170 Zellen verbaut. Die Statistiken hierzu sind natürlich noch etwas weniger, einfach weil das erste Model 3 in den USA im Juli 2017 „verkauft“ wurde. Das sind jetzt gerade mal 3,5 Jahre. Die neuen 4680 Zellen sind vollkommen unbekannt. Keiner weiß was mit denen sein wird. Man kann nur hoffen und vermuten dass es sicherlich nicht schlechter sein wird als die 18650 :wink:

Ich empfehle hierzu :slightly_smiling_face:

Tesla claims its battery packs lose only ~10% capacity after 200,000 miles - Electrek (wobei ich Electrek nicht mag)
Tesla data shows battery degradation is limited but not all packs are created equal - Electrek

Kurz: die ersten 1-2 Jahre wird die Degradation stärker sein, aber es hängt wohl hauptsächlich von der Zahl der Vollzyklen ab.

Zum Thema Software kann ich wenig sagen, aber die Model S aus 2016 laufen noch :wink: Sicher nicht mit den aktuellsten Updates. Aber selbst wenn es irgendwann keine Updates mehr gibt bleibt das Auto davon ja nicht stehen. Sondern es wird nur nicht mehr „besser“ … wobei man das besser auch verschlimmbessern kann … hat man ja grad mal erlebt.

1 „Gefällt mir“

Laut Teslafi sind noch 0,1% der Fahrzeuge auf 2020.48.Muss ja was ganz besonderes sein.

2 „Gefällt mir“

70% halte ich auch für sehr pessimistisch. Wenn der Hersteller 8 Jahre Garantie auf 70% gibt, wird in der Regel nach 8 Jahren noch deutlich mehr Kapazität vorhanden sein.

Je nach jährlicher Fahrleistung würde ich bei den aktuellen Tesla Akkus von eher von 90%-95% Kapazität nach 8 Jahren und 120 Tsd. Kilometer ausgehen.

Hast du unter Software den Regler erweiterte Softwareupdates aktiviert.

1 „Gefällt mir“

Laut NTV werden die Deutschen ja auch immer reicher. In acht Jahren ist der Mindestlohn vielleicht dann schon bei 20 Euro und die Batterie wird immer billiger. Kostet dann soviel wie einmal volltanken.

1 „Gefällt mir“

Das mit reicher bezweifel ich, aber die Akkus werden bestimmt günstiger :sweat_smile:

4 „Gefällt mir“

Dann wechsle von MCU1 auf MCU2 und schon bekommst du wieder Updates. Das ist preislich top meiner Meinung und so bietet das kein anderer Hersteller an.

Selbst wenn die MCU2 dann mal zu langsam ist kannst du wieder wechseln und schon gibt es wieder Updates. Im Gegensatz zum iPhone braucht man dafür kein neues Fahrzeug.

1 „Gefällt mir“

Ich stehe gerade vor der selben Entscheidung wie du!

Wir haben letztens das Model 3 getestet und wir waren bis auf das Platzangebot vollkommen begeistert - um ehrlich zu sein auch was die Qualität angeht, hätte nichts gefunden was es zu meckern gibt.

Auch bei mir die große Unsicherheit wegen der 4680er Batterie, soll ja doch eine Art Gamechanger werden.

Ich befürchte allerdings dass diese Batterien dieses Jahr nicht mehr verbaut werden. Panasonic startet erst mit 03.22 die Testproduktion soll man den Medienberichten glauben.

Aber bitte nicht auf diese Hoffnung versteifen. Tesla macht, was Tesla will. Für sowas hat man keine Garantie und man wird vermutlich enttäuscht, wenn man darauf hofft.

Dann wirst du aber in den nächsten Jahren kein E-Auto kaufen können, da wir viele Neuerungen im Akkubereich erwarten können.

Ich würde nicht wegen einer bestimmten Akkutechnologie warten. Wenn die aktuellen Generationen deine Anforderungen bereits jetzt erfüllen, warum warten? Der Gebrauchtwagenmarkt wird in ein paar Jahren auch die älteren Akkugenerationen dankend annehmen, da die Nachfrage deutlich höher sein wird, als das Angebot. Meine Einschätzung. Aber mich bitte nicht darauf festnageln. Habe auch keine Glaskugel im Haus.

3 „Gefällt mir“

In der Hoffnung die 4680er Batterie bleibt dann wiedermal 3-4 Jahre „Standard“.

Und 50-100km effektive Reichweite mehr, wären dann echt unglaublich für meine Bedürfnisse.

Ich bin sehr überzeugt von Tesla und sehe sie in vielen Bereichen als Benchmark.
Würde dir trotzdem anraten auch andere Hersteller zu fahren.
Für Familien eignet sich z.B. auch wunderbar der Skoda Enyaq. Bin auch mal den iV80 gefahren der ist Vom Platzangebot quasi wie ein Model X, Antrieb natürlich etwas schwachbrüstiger als Tesla aber viele brauchen das nicht. Wenn man Zeit hat die Urlaubsreisen durchzuplanen und da auch ein wenig die Charger vorher raus zu suchen erwarten dich auch mit den anderen Herstellern keine Überraschungen mehr. Beantwortet jetzt zwar nicht direkt deine Frage aber ich weiß jetzt nicht ob du schon was anderes gefahren bist und dich genauer damit auseinander gesetzt hast.

Vielleicht baut Tesla auch die gleich Kapazität ein und spart einfach Geld :wink:

1 „Gefällt mir“

Nein, das ist absolut nichts besonderes.
Alle Model S / X mit MCU1 sind maximal auf Softwarestand 2020.48.xx.x
Für MCU1 gibt es keine neueren Updates, und ganz nebenbei auch keine Aktualisierungen der Navidaten - die sind sogar noch auf Stand 2019.
Das betrifft somit alle Fahrzeuge mit Produktionsdatum bis ca. März 2018 die seit mehr als einem Jahr keine Updates mehr bekommen, sofern sie nicht auf MCU2 umgestiegen sind.
Somit wurden sogar Fahrzeuge die weniger als 3 Jahre alt waren vom Update-Service final abgeschnitten, sofern der Fahrzeugeigner nicht bereit war 1500 - 3000 € für das sogenannte „Infotainment Upgrade“ auszugeben.

Nun könnte man ja die Möglichkeit, ein Infotainment Update nachrüsten zu können, auch als tolle Option / guten Service ansehen und sich drüber freuen.
Wenn man sich dann aber vergegenwärtigt, dass die ehemals sauber und flüssig laufende MCU1 von Update zu Update immer weiter totbedatet wurde, bis nicht einmal mehr der Browser eine normale Webseite ohne Timeout ausbauen kann, vergeht einem das Lachen.

7 „Gefällt mir“

Die selbe Strategie wie beim IPhone und IPad…

Da kann man nur hoffen, dass die alte MCU ausfällt. Dann wird die doch kostenlos getauscht, oder? :grinning_face_with_smiling_eyes:

1500-3000€ finde ich schon happig.

Ein Schelm, wer böse Absichten unterstellt :sweat_smile: