Model Y: Liegengeblieben in Spanien

Frohe Weihnachten!

Ich habe gerade mit einer besonderen Weihnachtsüberraschung zu kämpfen: Unser neues MY, Ende November in Mannheim übernommen, ist mit rund 3.500km in Spanien eines spontanen Todes gestorben :scream:

Aber mal von vorne: Ich bin mit dem Wagen erfolgreich dem Winterwetter in Deutschland entkommen und entspannt die Strecke nach Spanien gefahren. Dank Super-Chargern und Hotel mit Destination Charging war das wirklich gar kein Problem und sogar entspannter als mit dem Verbrenner zu fahren. Ich bin hier auch in Spanien wunderbar umher gefahren und war super zufrieden.

Am 23.12. sind wir zu einem Reiterhof in der Nähe von Barcelona gefahren. Etwas abseits in den Bergen / Wäldern. Die Fahrt dorthin klappte ohne Probleme und wir haben dort eine schöne Zeit bei den Pferden verbracht. Auf dem Rückweg dann die Meldung im Auto (sinngemäß) „Elektrische Leistung reicht nicht aus“. Hmm, Batterie war noch auf 55% geladen? Alle Reset-Varianten durchprobiert aber es lässt sich kein Gang einlegen - nichts! Langsam wird es dunkel und recht einsam im Wald. Also die Tesla-Notfallnummer anrufen. Das war leider dank wirklich schlechtem Handyempfang nicht ganz so einfach. Wir haben es dann aber (via Handy-Leihe von Passanten) geschafft und nach etwas Zeit haben die netten Damen von der Hotline uns dann einen Abschlepp-Service organisiert. Inzwischen ist es schon 20 Uhr geworden, stockfinster und etwas unheimlich auf dem Waldparkplatz. Außerdem fängt jetzt das Auto an, dass auch Heizung etc. nicht mehr funktionieren. Also Fenster noch etwas runtergefahren und weiter gewartet auf den Abschleppdienst. Der kam dann auch und war echt bemüht, hatte aber auch ein Model Y noch nicht so wirklich gesehen. Zum Glück war sein Chef via Telefon informiert und sprach darüber hinaus auch Deutsch! Das einzige Problem war, dass inzwischen die Batterie komplett leer war und man damit auch nicht mehr den Abschleppmodus aktivieren konnte.

Das Verfahren zum „Boostern“ der Batterie ist theoretisch einfach, aber dank Anbringung des Luftfilters praktisch im Dunkeln dann doch eine Herausforderung und super fummelig. Hat auf jeden Fall nicht geklappt. Also musste ein zweiter Abschleppwagen her, der diese „Reifen-Räder“ hat (so kleine Mini-Rollen die unter die Reifen montiert werden).

Da es inzwischen schon richtig spät und richtig kalt wurde habe ich die Jungs das im Wald richten lassen und mich abholen lassen. Am nächsten Morgen (24.12.) dann gleich um 10 Uhr zum Service Center Barcelona gedüst. Ich bin zeitgleich mit meinem Y angekommen. Auch das Abladen war nicht ganz so einfach und eine Herausforderung an die Crew, da er trotz fachgerechten Boostern einfach nicht den Abschleppmodus deaktivieren wollte.

Schnell-Diagnose: Pyrosicherung des Hochvoltsystems durchgebrannt. Warum ist noch nicht klar. Aber wird wohl eine größere Sache werden. Sowohl der Abschlepp-Service, als auch die Roadside Assistance Telefon-Damen und das Service Center Team waren super bemüht. Reparatur können sie wohl ggf. kurzfristig einplanen, aber die Ersatzteile machen ihnen Sorgen, da gibt es wohl Versorgungsprobleme. Am Montag erfahre ich mehr, und dann gibt’s auch Details zu Loaner, etc.

Bis Vorgestern war ich super glücklich mit meinem MY - mal sehen was jetzt so kommt.

P.S.: Ich spreche selber kein Spanisch, aber die Jungs & Mädels waren super hilfreich und Englisch ist mit Tesla gar kein Problem.

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Sowas ist natürlich immer Worst Case. Ich drücke dir die Daumen, dass das Problem schnell gefunden und behoben ist.

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Hey, das ist ätzend. Macht das beste aus der gemeinsamen Zeit. Nicht dauernd übers Auto reden. Ich drücke sehr die Daumen und bitte, weiter hier zu berichten. Merry christmas

Zuerst einmal trotzdem schöne Weihnachtstage.

Wäre das mit dem ADAC-Auslandsdienst nicht einfacher gewesen?

ADAC wäre auch eine Option, aber am Ende war es mir wichtig dass alles über Tesla läuft. Ehrlich gesagt wäre es mir am liebsten dass das hier unten in Spanien zügig repariert wird anstelle das Auto jetzt umständlich nach Deutschland zu transportieren. Mal sehen was sie sagen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

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Drücke Euch die Daumen, dass alles zeitnah und zu Eurer Zufriedenheit gelöst wird. Haltet uns auf dem Laufenden!! :relaxed:

warte mal sitzt die pyro sicherung nicht IM akku paket das würde ja heißen kompletter akku raus :open_mouth: bzw zumindest in dem vorpacket (der mit am pack dran ist)

okay nvm die sitzt zum glück oben drauf und ist erreichbar wenn man die sitzbank abnimmt hinten. die frage bleibt natürlich warum von jetzt auf gleich die druch gebrannt ist!

Mist. Das tut mir leid für euch !
Drücke die Daumen dass alles klappt mit Reparatur !
Schöne Weihnachten trotz Allem

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Dass immer gleich die ADAC-Werber aus den Ecken kommen…

Drücke die Daumen, dass euer MY bald wieder mobil ist!

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Die Pyro sitzt im Penthouse des Akkus, da kommt man relativ einfach ran… Rücksitze raus und denn Deckel aufschrauben.

Interessanter wäre aber was denn Pyro getriggert hatt.

Leider kann ich aus dem Beitrag des TE nicht rauslesen ob das während der Fahrt oder beim geplanten Start der Fahrt aufgetreten ist.

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Interessanter wäre aber was denn Pyro getriggert hat.

Vorsichtige Vermutung des Service Centers: Die Drive Unit.

Leider kann ich aus dem Beitrag des TE nicht rauslesen ob das während der Fahrt oder beim geplanten Start der Fahrt aufgetreten ist.

Das ist beim geplanten Fahrtbeginn passiert. Wann genau die Sicherung gesprungen ist kann ich nicht sagen, aber gemerkt haben wir es erst als wir losfahren wollten.

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Sehr mysteriös.

Die Pyro wird normal nur von heftigen kurzschlüssen/Überspannungen getriggert.

Halt uns mal auf dem laufenden, mich würden auch die Fehlercodes interessieren.

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Die Pyro ist ja prinzipiell ein Bauteil was den Akku vor Zerstörung / Kurzschluss bewart. Das heißt wenn die getriggert wurde ist irgendwas gewaltig schief gelaufen. Ohne der Sicherung wäre der Akku evt. hinüber.

Ich hoffe Tesla hat euch einen Loaner gegeben.

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Ich rate mal auf gebrutzelt durch fehlerhafte Stromladestelle…

Das wäre doch dann aber schon an der Stromladestelle passiert oder?

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ich will dir ja weihnachten nicht verderben, aber ich war ende september in apulien und mein ms bekam während einem überholvorgang ne herzattacke….
rechts ran, tolle gefährliche und unübersichtliche stelle, langsam fährt alles runter bis auch die sos-blinker tot waren, die dunkelheit hereinbricht und mit 1% handyleistung mit tesla und dem adac gesprochen wird.
schlussendlich : auto quer durch italien nach rom geschleppt, in italien noch ne woche auf ne schnelle reparatur gehofft, in rom vorbei gefahren und auf eine schnelle reparatur und rückgabe gehofft…… kein loaner , da die 1 woche benötigten, bis klar war, was defekt war! dann mit leihauto heim und wochenlang mit dem leihstinker zuhause rumgefahren und 7 wochen (s i e b e n !) wochen gewartet, bis das hochvoltkabel (kam wohl per schiff oder segelboot aus amiland!) getauscht wurde.
zum glück wurde es aufgrund einer fehlerhaften reparatur 1 jahr zuvor dann kostenlos repariert und die überfahrtkosten nach rom (3.000€) übernommen.
warte nun seit 8 wochen (a c h t !) auf die übernahme von diversen kosten in höhe von 4.000€ für leihauto, benzin-und autobahngebühren, hotel….)
sorry, will nur sagen: es kann läääänger gehen!

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Oh, je, das ist ja eine schreckliche Geschichte. Ich hoffe dass sich Deine restlichen offenen Themen bald klären lassen.

In meinem Fall hoffe ich (und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt), dass es dank Sachmängelhaftung doch etwas schneller geht.

Wünsche Dir viel Kraft und Erfolg!

Mir läuft es kalt den Rück herunter, wenn ich das Wort Pyrofuse höre, meine Pyrofuse im Model 3 ist mal an einer Ladestation durchgebrannt und Tesla und der Ladestationsbetreiber schieben sich noch immer gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Letztendlich ist die Sache immer noch nicht gelöst… (Liegengeblieben mit Kind und Kegel. Fahrzeugsicherung an Ladestation durchgebrannt)

Hoffe, dass Tesla bei Dir alles auf Garantie übernimmt und nicht auf die Idee kommt, aus irgendwelchen ominösen Gründen sie abzulehnen. Zumindest hingst Du nicht an einer Ladestation, da kann man diesen Fehler schon einmal ausschließen. Das amerikanische Magazin Car and Driver hatte mal einen Rear Drive Unit Inverter Fehler im Model 3, welches zum Auslösen der Pyrofuse führte - dort wurde zum Glück alles auf Garantie übernommen.

Wenn Du Dich darüber mal austauschen möchtest, schreibe mir gerne ein PN. Wünsche Dir trotzdem noch einigermaßen erholsame Feiertage und viel Kraft!

Herzliche, mitfühlende Grüße

mreal

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So, kurzes Update:

Nach den Feiertagen konnte das SC sich die Sache genauer anschauen. Es scheint ein Kurzschluss im Inverter der Rear Drive Unit gewesen zu sein. Entsprechende Teile sind ins Tilsburg bestellt und der Einbau sollte am 2./3. Januar erfolgen.

Ich hatte auch kurz mit dem deutschen Tesla-Service telefoniert, die meinten dass solche Fehler häufiger durch fehlerhafte Ladesäulen verursacht werden (und dann vom Kunden zu bezahlen sind), aber in meinem Fall war kein Ladevorgang im Spiel sondern wohl ein echter Fehler im Inverter, der jetzt auf Garantie ausgetauscht wird.

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Dein Pech tut uns sehr leid. Natürlich wünschen wir Dir eine schnelle Genesung des MY und daß Du mit Familie wenigstens gesund bleibt.
Guten Rutsch in ein besseres Jahr 2022 ohne weitere Ausfälle. Wir drücken alle Daumen. Gruß Peter (M3).