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Model X und große Wohnwagentour -> Reisetauglich?!

Ja Lunar hatten wir vor Jahren auch auf dem Programm… letztlich fehlte etwas das Wohlfühlambiente, die sind aber super ausgestattet. Und in Schottland bekommt man meist nen Mover im Paket mit…

Was hast du für nen Mover verbaut? 4WD? Im großen haben wir 4WD von Truma, ist für Normalnutzer nicht notwendig, wir müssen den aber immer in schweres Gelände im Frühjahr rein stellen, sehr nasse tiefe Wiese und dann noch etwas hoch… :sunglasses:

Ja, wir haben direkt in GB einen XT4 von Truma einbauen lassen, dem Pfundkurs sei Dank…

Gut ausgestattet - das kann man tatsächlich so dastehen lassen. Wir haben uns 2 Tage intensiv auf der Caravan in Düsseldorf mit dem aktuellen Angebot hiesiger Hersteller auseinandergesetzt, doch nichts gefunden was uns mehr überzeugen konnte.

Leider ist Lunar im Juli insolvent gegangen, wurden jedoch übernommen und präsentieren z.Zt. schon die 2020 Händlermodelle.

Darf ich fragen was ihr dort für den XT4 löhnen musstet, meiner hat mit 5000 € zu Buche geschlagen (da ich insgesamt 6000 € Nachlaß auf den Neuwagen bekam, weiß ich leider nicht wie groß der Nachlaß beim Mover war)…

Der Mover ist eigentlich super… allerdings war im ersten Jahr gleich ein Motor kaputt und das auf einem Campingplatz wo wir am nächsten Tag weg wollten und es ohne Mover unmöglich war raus zu kommen… Trumaservice hat im strömenden Regen den Motor gewechselt, wir leisteten Schirmhilfe… :unamused: :sunglasses: ansonsten ist dem Mover jedes Hindernis wurscht, er verzieht auch nicht wenn man einseitig auf ein Brett fährt um eben zu nivellieren… echt super… etwas langsam vielleicht, aber man hat ja Urlaub… :mrgreen:

Wenn ich die Bikes drauf habe mache ich immer Hängermodus aus, ob das aber eine gute Idee ist mit einen Hänger das muss man erst noch erfahren.

Geht von alleine wieder an wenn er zuviel „Last“ am Hacken erkennt. Lässt sich dann bis zum nächsten Stop auch nicht deaktivieren.

Okay macht auch Sinn, das ist glaub wichtig bezüglich der Sicherheit beim Schlingern oder Auflaufen.

Ja hallo, gebe auch mal meinen Senf dazu. Wir sind mit dem MX 100D unterwegs, wo ein Airstream 534 dranhängt, also knapp 2 Tonnen Reisegewicht. Wir sind heute bereits das dritte Mal aus der Toscana zurückgekommen. Den Hinweg, 760 km, haben wir in einem Aufwasch gemacht, das machen wir sicher nicht nochmal, den Rückweg, wie gehabt mit einer Übernachtung. Der Durchschnittsverbrauch hin und zurück lag bei 40 kw pro 100 km.
Das Tempo immer am oberen Limit, ab und zu mit den Lastern geschwommen, meistens etwas schneller unterwegs. Wir haben in der Regel nach ca. 190 km wieder geladen, mit einem Rest von 12 bis 18%. Insgesamt macht es das Laden deutlich flexibler, dass wir inzwischen auch bei Ionity laden können, es ist derzeit günstiger und ich muss nicht bei Mac Donalds Pause machen, wenn ich Hunger habe und keine Lust zu kochen.
Für uns ist das Fahren mit dem MX und dem Airstream bereits Urlaub auf hohem Niveau, es braucht halt Zeit, aber die hat man ja in den Ferien.

Wow cooles Gespann… Klar das nenn ich auch hohes Niveau… Hast du einen Raven? Ich hätte bei Tempo deutlich über 90 auf 42kwh gewettet…

Nein habe keinen Raven, vermute aber, dass die Form des Airstream den Verbrauch begünstigt. Auch halte ich mich strikt an Geschwindigkeitsbegrenzungen und davon gibt es viele, vor allem auch in Italien, das senkt den Verbrauch.

Beim Raven wird es deutlich unter 40 liegen.
Exakte Zahlen kann ich erst nächstes Jahr nach (im) Urlaub liefern :slight_smile:
Zumindest mein Vergleichstest letztes Jahr (MX100) und dieses Jahr (Raven) auf gleicher Strecke haben das schon angedeutet (was mitunter Kaufgrund war, hatte ich hier auch schonmal geschrieben (Link: Model X & Wohnwagen (Hanau -> Colmar und zurück) )).

Naja bin auch schon 180 km mit 34 kwh/100km mit Gespann gefahren, sowas muss nicht exemplarisch sein… Da war es nur flach…

Vollkommen klar. Ich meine eher ein Mittel über 1500-2000km.
Den Brenner hoch wirst die 40 spielend knacken :slight_smile:

Kurze Info zu unserer Reise mit dem Model X und unserem Wohnwagen von September bis Oktober:

Start war in Limburg, Ziel St. Tropez an der Cote d’Azur. Hin ging es über Südtirol und Italien/Ligurien. Zurück über Frankreich nach Freiburg in Deutschland und dann nach Hause.
2.956 km von Limburg a.d. Lahn über Stuttgart, Lermoos, Fernpaß, Insbruck, Brenner, Meran, Lazise del Garda, Piacenza, Varazze, Imperia, San Remo, Nizza, St. Tropez, Avignon, Lyon, Besancon, Mühlhausen, Freiburg usw.zurück nach Limburg.

Wir sind immer nur so schnell gefahren wie wir durften. Deutschland 100km/h, Italien 80km/h und in Frankreich 90 km/h.

Zugwagen war unser Model X P100D Bj. 2017 mit 22"-Radsatz. Vollgeladen mit zwei SuP-Boards samt Segel, und sonstiges Gepäck, weil der Wohnwagen mit 2.100 kg (2.000kg auf der Achse und 100kg auf der Kupplung) schon voll ausgeladen war.
Wir hatten ca. 4.950-5.000 kg Gesamtzuggewicht.

Der Wohnwagen ist ein Adria Alpina 663 HT mit 8,69m Gesamtlänge. 2,48m Breite und wie gesagt 2.000kg zGG und 100kg Stützlast.

Der Durchschnittsverbrauch über die ganze Strecke lag bei 446 Wh/km.
Der Streckenabschnitt mit dem geringsten Verbrauch war die Strecke vom Gardasee nach Piacenca durch die flache Po-Ebene mit sehr geringem Wind, dort lag der Etappendurchschnitt bei 334 Wh/km.
Der höchste Verbrauch zeigte sich auf der Strecke von Innsbruck zur Brenner-Passhöhe. Tempomat auf 80km/h und der P100D zog mit 585Wh/km die 5.000 kg den Brenner hoch wie nichts…

Auf dem Rückweg hatten wir von Avignon nach Lyon mit dem Mistral zu kämpfen. Mit 8 Bft. genau von vorne ging der Verbrauch bei 90km/h hoch auf 520 Wh/km - in der Ebene !!!
Auf so einem Abschnitt ist es gut, dass die Supercharger alle 120km bis 145km auseinander liegen.

Leider hat TESLA die Supercharger in Europa überhaupt nicht für den Gespann-Fahrer ausgelegt. Wir mussten an ca. 65% der SuC abkuppeln.
Da wir einen elektrischen Mover am Wohnwagen haben war auch hier die Kuppelei und manchmal auch ein rangieren recht leicht. Ohne Mover hätte meine Frau sicher schon die Scheidung eingereicht…

Wir haben 17 verschiedene SuC angefahren. Auf den Campingplätzen konnten wir immer laden. Mit 5A ging es immer, max. waren es 16A.
Teilweise hatten wir den Wohnwagen an der Steckdose am Platz eingesteckt und das Model X an der Aussendose des Wohnwagens.
So konnten der Wohnwagen und der Tesla zeitgleich geladen werden.
Wir haben auf dem Wohnwagen eine 400Wp-Solaranlage und eine 400Ah/5,2kWh LiFePo-Batterie.

Folgend ein paar Bilder der SuC, damit man einmal einen Eindruck bekommt was einen als Gespann-Fahrer erwartet.
Leider habe ich nicht bei den sehr engen SuC fotografiert.

Unser Fazit fällt ganz unterschiedlich aus.
Ich selbst würde so einen Trip nochmals machen. Mir macht das langsame Fahren, das häufige Laden und das planen vorher mit Google-Maps etc. nichts aus.
Meine Frau findet es nicht so entspannend, die Fahr- und Ladezeiten sind Ihr in Summe zu lang. Ich sage jetzt nicht wer sich durchgesetzt hat, aber der Wohnwagen ist mittlerweile verkauft… :wink:

Im nächsten Urlaub im November fahren wir mit einem Wohnmobil.

1 Like

Danke für den Bericht !
Das ist dann definitiv mal „oberes Ende“ vom machbaren.

Noch ein paar Bilder.

Noch eine Anmerkung: Wir sind in der Nebensaison gefahren. Im Sommer wären viele Ladestopps mit Wohnwagen alleine schon wegen weiterer Tesla-Fahrzeuge nicht möglich gewesen.

Speziell in Frankreich sind die SuC´s oft an Hotels.
Diese sind in der Regel sehr schlecht anzufahren mit einem 13,60m-Gespann.
Häufig stand dort auch ein Einfahrt-Verbotschild für Gespanne.
Dort war es aber dann auch so eng, dass wir nicht mehr heraus gekommen wären, nur mit dem Mover.

Alles in allem erfordert eine neue Strecke mit dem Wohnwagen eine sehr gute Planung mit evtl. nötigen Ausweich-Lademöglichkeiten.
Wir hatten vorab noch am Model X für den Plan B die CCS-Nachrüstung durchführen lassen.
In Frankreich ist Ionity aber noch im Aufbau, im Rohne-Tal ist da noch nichts fertig.

Grüße SuCseeker

P.S.: Noch ein Nachtrag zu ein paar sehr schlecht geeigneten SuC’s von denen es aber keine Bilder gibt.

SuC Varazze an der Riviera süd-östlich von Genua:
Der SuC liegt auf einem Parkdeck im Hafen, mit keinem Wohnwagen eine Möglichkeit dort hoch zu fahren.
Man muss den Wohnwagen im Ort ca. 500m vorher auf einem Wohnmobilparkplatz abstellen. Der Ort ist sonst sehr eng. Keine sonstigen Parkmöglichkeiten. Die Rampe auf den Wohnmobil-Parkplatz ist sehr steil, wir sind mit den Heck-Schonern aufgesessen. Wir konnten Ihn nicht auslassen, wir mussten Laden.

SuC Imperia an der Riviera Richtung Monte-Carlo:
Mitten im Ort und mit Schranke. Code steht im Display. Sehr enger Parkplatz, ich konnte mit dem Model X die Stalls gerade so erreichen, weil viele Roller und PKW kreuz und quer auf dem kleinen Platz stehen.
Wir haben den Wohnwagen auf einem Omnibus-Betriebshof abgestellt. Ca. 450m entfernt.
Auch dort mussten wir laden, weil unser Freisteh-Platz direkt am Meer in SanRemo keinen Stromanschluss hatte.

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Hey danke für den Bericht, deckt sich mit meinen Erfahrungen, am SUC Ulm haben wir mit Gespann gleich geladen, siehe meine Bilder.

Wowa in deiner Größe sind ohne Mover nicht mehr gut praktikabel, mein kleiner Reisewowa ist nur 6m und handlich.

Ja mit den Ladestationen sollte sich für Gespanne was tun…

Hier einige Impressionen unserer Sommertour

[url]Tour de France 2019 / MX & Wohnwagen]

Hi @Sucseeker,

danke herzlichst für den schönen Bericht!!

Ojjeee - das heißt das eine „2-Tesla-Familie“ den kommenden Sommer nicht mit MX+WoWa-Gespann unterwegs sein wird, sondern mit ein Diesel-WoMo - sehr, sehr Schade. Aber den Hausfrieden ist wichtiger!!

Toller Bericht! Danke!

Adria scheint ja sehr beliebt bei den Teslafahrern… :mrgreen: