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Model S von Privat, 1. Hand, 05/2014, 166' km, kaufen?

Hallo zusammen
Ich bin vor dem Kauf eines gebrauchten Tesla S (388PS, Hinterradantrieb, kein Autopilot, Pano-Dach) und habe mich schon ein bisschen umgesehen im Forum.
Nun, unser Tesla soll für uns (5-köpfige Familie mit 3 Kindern im Schulalter) ein Vernunftskauf sein und meinen alten Touran ersetzen und gleichzeitig möchte ich künftig mit ihm zur Arbeit (täglich total rund 100km), da ich damit gegen über Zug/Bus Zeit sparen würde. Zudem haben wir eine PV-Anlage auf dem Dach, die so besser genutzt wird. Meine kalk. Kosten sollten nicht viel höher sein, als bisher mit ÖV-Kosten plus Touran. Dabei kalkuliere ich mit künfitgen Unterhalts-/Rep-Kosten von CHF 2’000/Jahr (natürlich fallen sie nicht so regelmässig an, hoffe, dass sie eher später als früher anfallen :wink:

Der S ist im Mai/14 in Verkehr gesetzt worden und würde von Privat aus 1. Hand gekauft, also keinerlei Garantie ausser auf Antrieb und Akku vom Werk (8 Jahre). Er hat 166’000km auf dem Buckel, Motor wurde gewechselt. Zudem hatte der Wagen einen 2* einen Blechschaden vor ca 2 Jahren (1: auf Vorderwagen aufgefahren: Fronthaube musste ersetzt werden; 2: Fahrertür aufgeschlitzt: musste ersetzt werden inkl. Türgriff rechts vorne); dazu wurde auch auf Garantie die gesamte Hinterachse gewechselt (was genau mit ‚gesamte Hinterachse‘ gemeint ist, muss ich noch erfragen -> zumindest die Querlenker); ansonsten nur wenige Reparaturen wie 12V-Batterie gewechselt. Die Reichweite ist derzeit 375km.

Ausstattung:

  • Grundmodell S (388PS) -> reicht mir bei weitem
  • Doppellader
  • Techpaket (aber kein Winterpaket)
  • 8-Fach bereift mit je Alufelgen (Sommer/Winter; v.a. Sommer sind noch 1 Saison zu fahren; Winter wohl 2-3 Saisons)
  • Zubehör (vgl. unten; v.a. auch Fahradspezifisch, was mir als Fahrradfahrer wichtig ist)

Er macht trotz dem Alter und der KM-Leistung einen gepflegten Eindruck.
Mit enthalten im Preis sind der Dachträger inkl. 3-er Fahrradaufsatz (vgl. Bild); Thule-Anhängekuppelung (aber ohne Heck-Fahrradträger); Tesla-Wallbox (Bild), Typ-2-Ladekabel, UMC (CE16), Schneeketten (kann man in den Schweizer Bergen schon ab und zu brauchen).
Preis CHF 36’000 inkl. des Zubehörs (= rund EUR 32’000).

Ich finde den Preis fair. Was meint ihr?

Bezüglich TESLA-Ersatzteile und der ganzen Lieferproblematik, wenn dann was defekt ist, hört man schon viel negatives, auch im Forum. Das macht mir schon Sorgen, weil ich den Wagen eigentlich noch 10 Jahre zu Boden fahren möchte, wie man hier so sagt.

Meine Fragen:

  • Unterhaltskalkulation: CHF 2’000/Jahr: realistisch?
  • Mit welchen Schäden (aus Erfahrung; Verschleissteile?) muss in naher und mittlerer Zukunft gerechnet werden und was sind die approx. Kosten?
  • Gibt es in der Zwischenzeit Werkstätten (in CH), welche unabhängig von den SeC Ersatzteile verbauen (und geliefert erhalten), welche empfehlenswert wären?
  • Gibt es irgendwelche gesicherten Aussagen zu Akku/Motorersatz jenseits der 8-Jahres-Garantie (Kosten; wird das überhaupt angeboten)?



Besten Dank Euch allen!
Mark

Beim Model S darf man nicht vergessen das es ein grosses, teures Auto ist. Solange nichts kaputt geht extrem günstig zu fahren, aber wenn dann kommen Kosten für ein grosses, teures Auto auf einen zu.
Auch Verschleissteile wie Fahrwerk, Bremsen (wenn verrottet oder verglast) als auch alle Computerteile sind extremst teuer.

2000k im Jahr sollten reichen solange nix grosses Kaputt geht.
Wenn du vor hast den Wagen richtig lange zu fahren dann solltest du dir einen Puffer aufbauen.

Ich fahre meinen 85er seit 5 Jahren und 260.000km und habe bisher sehr wenig Reparaturen gehabt. Aber drauf verlassen kann man sich nicht.

Dafür ist ja der Einstiegspreis günstig. Glückwunsch!

Der Preis und die Ausstattung sind sehr gut aber du solltest ihn nur kaufen wenn du auch mal eine teure Reparatur plus Ersatzwagen finanzieren kannst.

Hier kann es recht teuer werden wenn du Pech hast.

Allerdings hast du hier scheinbar ein wirklich schönes Auto zu einem sehr guten Preis.

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten. Leisten kann ich mir das schon, d.h. das Polster ist nicht das Problem. Ich bin einfach eher rational veranlagt und möchte nicht mehr Geld reinstecken im Vergleich zum Zustand heute - auf der anderen Seite reizt mich die Elektromobilität (ein wenig Emotionen kommen da schon auf, keine Emmissionen, flüsterleise - und auch für mich wenig autoaffinen Menschen eine zeitlose Eleganz des Model S).

Was denkt ihr, mit welchen Teilen muss man in aller Regel für ein 4-5 jährigen Tesla rechnen und welche Kosten?
Und eben: Kosten Motor und Akku jenseits der Garantie, gibt es da keine Anhaltspunkte von den Kosten?
Vielen Dank.
Mark

Einige hier im Forum mußten schon den Ausfall der MCU beklagen. Da ist ein Speicherchip verbaut, der wenn sehr viele Daten mitgeloggt werden, leider vorzeitig das Zeitliche segnet. Beschrieben hier in diesem Thread:

Das kann dir eventuell passieren, muß aber nicht.

Gruß

Kurt

Meiner ist 12/15 mit 122tkm
das einzige Problem bis jetzt ist die Parkbremse.
Nach der Garantie noch nichts weter Kaputt gegangen. Toi Toi Toi :wink:

Vielen Dank Kuba
Hatte diesen Thread schon mal Anfang Mai angesehen, aber nun scheint es tatsächlich endemische Züge anzunehmen, d.h. jedes ältere Auto scheint davon betroffen zu sein;-(.
Ich werde versuchen, hier noch etwas einzuhandeln (eine Art Garantieleistung oder Preisnachlass).
@Disty: Das freut mich für Dich. Hoffe es dann ähnlich zu haben, auch wenn ‚meiner‘ (ist es ja noch nicht) doch etwas mehr auf dem Buckel hat resp. älter ist.

LG
Mark

Hallo,

sehr schöner Wagen und ein guter Preis!

Wenn du Selberschrauber bist, der Tesla ist auch nur ein Auto und absolut DIY tauglich.
Was kann also passieren?
Bremsen? Kaufbar und bezahlbar und eher selten…alle 2-3Jahre mal reinigen…
MCU? Komplett max.3000 Euro, Reparatur 1600 USD plus Transport plus Einbau.
Fahrwerk? Teile sind kaufbar und der Austausch like MB EKlasse
Motor plus Akku…8 Jahre Garantie
Türgriffe…neu 400 Euro…kann man aber zum Bruchteil des Preises reparieren (Steuerteil -ebay)
Andere Dinge gehen bei anderen Autos auch kaputt, es gibt schon wirklich alles bei ebay.
Das wirklich einzige Problem ist der Root-Zugriff auf die Subsysteme,um Steuerteile anzulernen.
Da bin ich aber der Hoffnung, dass sich das in den nächsten Jahren noch sortiert. Wer Jemanden in einem Bodyshop/SeC kennt, ist ganz weit vorn…

Mit 2000 Euro pro Jahr liegst du sicher gut im Rennen und deutlich über meinen Erfahrungen, aber lieber mehr planen und sich freuen, wenn es weniger ist.

Auf jeden Fall eine gute Wahl, du wirst nicht enttäuscht sein…

LG Uwe

Schau mal hier als Anhaltspunkt: Tesla Roadster VIN 532

Ich würde noch etwas mehr Geld investieren und ein Fahrzeug mit AP1 kaufen. Wenn du taeglich 100 km faehrst macht sich das bezahlt. Gar nicht so sehr wegen dem Lenkassistent, sondern wegen TACC. Ohne TACC weniger Sicherheit und du kommst nicht so entspannt an.

Da hat univ nicht ganz Unrecht, ich bin sehr froh einen AP1 zu haben…die Mehrkosten im Kaufpreis sind aber auch nicht unerheblich.

Bei Tesla Schweiz sind gerade einige 85D mit Autopilot im Angebot ( ev-cpo.com), sind aber alle NICHT rot und deutlich teurer…dafür mit Garantie.

LGUwe

Ich habe den Threadtitel angepasst, weil er ansonsten für ein Verkaufsangebot gehalten werden könnte.

Hallo,
habe seit bald 2 Jahren einen „S“ ebenfalls mit Heckantrieb und ohne irgendwelche „Autopilot“ - Features. Fahre jeden Tag rund 45 km in die Arbeit und zurück und bin gottfroh, dass ich nicht diesen Abstandstempomaten habe, der innerorts nur Blödsinn macht.

Also es gibt immer zwei Sichten auf die Dinge. Mein Tempomat tut das, was er soll, er hält das Tempo konstant und ist damit berechenbar. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. Der adaptive Tempomat wirft schonmal die Mitfahrer ohne Sinn und Zweck mit einer Vollbremsung im Auto herum, weil ihm gerade virtuelle Gegenstände in die Quere kommen. Oder bremst, wenn Du innerorts gezwungen bist, wegen parkender Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn zu wechseln. Klar, kann man alles per Gaspedal kompensieren - aber dann brauche ich keinen Tempomaten, wenn ich mich um die Einhaltung der Geschwindigkeit selbst kümmern muss.

Das Feature wäre mir persönlich keinen Euro (verzeihe, Franken :wink:) wert, so lange es so schlecht funktioniert wie es derzeit funktioniert …

Aber das musst Du wissen. Heckantrieb und am besten „normales“ Fahrwerk - wunderbar, Spaß am Fahren, ein leises Auto, alles prima :slight_smile:
Viel Spaß & gutes Entscheiden

Dieter

Hallo Mark!

Zunächst mal: tolle Entscheidung, die ihr getroffen habt einen Tesla zu kaufen!

Aus dem was du schreibst lese ich doch ein wenig Unsicherheit, die bestimmt auch bleibt, selbst wenn du dich für diesen Wagen entscheidest.

Da für dich Sicherheit in der zukünftigen Planung wichtig ist, frage ich mich, warum für dich nicht ein neues M3 in Frage kommt.
Klar, es ist auf den ersten Blick teurer, aber du hast keine Überraschungen und brauchst keine Rücklagen. Die Ausstattung ist mit AP etc… Er läd schneller, die MPU ist ebenfalls neu usw. Viel kleiner ist das M3 auch nicht.
Und wenn du Geduld bis Ende des nächsten Quartals hast, kann sogar noch eine Reduzierung möglich sein, mit der du die WR bezahlst.

LG
Thomas

Falls Du den Wagen nicht nimmst… Hand heb!

Hallo,

der Preis ist tatsächlich heiß. Aber allein schon für den Wiederverkaufswert würde ich ein Fahrzeug mit AP1 nehmen. Nicht wegen der Lenkung, sondern wie schon erwähnt wegen dem Abstandstempomat. Ich bin mit meinem MS schon wirklich viel gefahren und in der Stadt wirklich seltens Probleme mit Phantombremsungen gehabt.
Selbst auf der AB kommt das vielleicht alle 1000km vor und da auch nur ein ganz kurzes Bremsen das sofort vorbei ist was mit jedem Update besser geworden ist.

Nichts desto trotz würde ich mir evtl. überlegen ein paar Scheine mehr in die Hand zu nehmen und einen CPO mit 4 Jahren Garantie zuzulegen.
Meine persönliche Meinung, also bitte nicht hauen ,-).

Trotzdem viel Spaß mit deinem evtl. bald Tesla Model S.

Hallo zusammen
Vielen Dank für Eure Antworten. Ich will bewusst keinen AP. Da hab ichs wie ‚McCoy-Tyner‘. Ist für mich einfach nicht relevant (und über Wiederverkaufswert mache ich mir wenig Sorgen, da ich ihn nicht mehr wiederverkaufen will;-).
Die Garantieleistung wäre aber ein Kriterium für einen CPO, die Reparaturkosten sind schon riesig (vgl. Univ: viewtopic.php?f=32&t=7165&start=110#p480675); wenn man bedenkt, dass ein Grossteil der Reparaturen ursprünglich noch auf Garantie ging, waren das in den ersten rund 2 Nachgarantie-Jahren TEUR 17 (wovon, wenn ich das richtig lese rund TEUR 10 ‚nicht freiwillig‘ waren). Somit TEUR 5/Jahr und das dürfte mit den Jahren ja nicht abnehmen, im Gegenteil…
Klar, die Km-Leistung ist eine andere, aber trotzdem, das schreckt mich schon.

Besten Dank und Grüsse
Mark

Der Preis ist definitiv sehr attraktiv. Da bleibt m.E. auch Luft für etwaige Reparaturen.

Mach Dir keinen Kopf wegen dem fehlenden AP. Ich habe den AP, nutze ihn zwar gelegentlich im Stau ( da ist das angenehm ) - halte den ganzen AP-Hype persönlich aber für ein vollkommen überschätztes Feature. Spielkram.

Und was den Wiederverkauf in ein paar Jahren angeht: Zum einen ist das ohnehin Kaffeesatzleserei, zu anderen ist auch der AP1 in 4 Jahren veraltete Technik die im Wiederverkauf keinen hinterm Ofen hervorlockt. Vor dem Hintergrund „Wiederverkauf“ ist das Model S wohl ohnehin keine blendende Idee, weil das einfach schon eine 7 Jahre alte Baureihe ist und Oberklassewagen drastisch an Wert verlieren, auch ein Model S.
Siehste ja am Kaufpreis Deines Kandidaten. Rechne mal aus was der Erstbesitzer da an Wertverlust hatte :wink:

Für CPO spricht die Garantie, ganz klar. Ich hab deswegen nen CPO genommen. Der war aber auch deutlich teurer als Dein Angebot. Leg Dir da einfach 5K gedanklich auf’s Sparbuch dann ist der Wagen immer noch preiswert.

Sofern Du mit dem miserablen Tesla-Service ( der in der Schweiz aber wohl besser ist? ) leben kannst: Das Model S ist klasse, wunderbar alltagstauglich, E-fahren an sich total entspannt und dennoch emotional.

Ich würd’s tun :wink:

Hallo zäme
Habe das Fahrzeug gekauft, noch CHF 1’000 Bonus erhalten (= CHF 35’000) für Abdeckung allfälligen Defekts des MCU (hoffe natürlich, dass das nicht passiert).
Habe nun die erste Reise ins Engadin (rund 250km) hinter mir. Soweit so gut, lud allerdings beim Supercharger in Maienfeld auch langsam…
Trotzdem ich bin erstmals zufrieden, auch wenn der Verbrauch doch recht hoch war mit 250W/Km, allerdings mit einem Rad auf dem Dach und 4 Räder auf der AHK sowie viel Bergauffahrt über den Albulapass (das ist dann wohl nicht so schlecht, bin allerdings auf Autobahn auch nur ca. 105Km/h gefahren -> Räder).

Mark

Herzlichen Glückwunsch zum Model S, ein wirklich Familientaugliches Fahrzeug mit dem grossen Frunk und dem Dachträger.
Ich fahre seit gut einem Jahr ein Model S85 aus 2015 und hatte bisher keine Probleme. Ist jetzt mit 80000km aus der Werksgarantie raus, konnte aber die Anschlussversicherung für 4 Jahre abschliessen.
Den AP1 benutzen wir nur auf der Autobahn wo er ausser in Baustelle sehr zuverlässig ist. Der Verbrauch liegt im Schnitt über das ganze Jahr bei knapp 200Wh, wobei er im Sommer deutlich tiefer ist.
AWD habe ich bis jetzt nicht vermisst, auch wenn man im Winter entsprechenden vorausschauend fahren muss und im Notfall hast du ja die Schneeketten.
Viele Grüsse aus dem Aargau und immer genug Energie im Akku!

Glückwunsch! Alles richtig gemacht, ein sehr schöner Wagen!
Allzeit knitterfreie Fahrt!

LG Uwe