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Model S Raven: Tests und Erfahrungen

Ich habe 36.2.1 erst seit heute morgen und bin seither nur meine „Standardstrecke“ von ca. 100 km Landstraße gefahren, die ich häufiger zurücklege. Reichlich unwissenschaftlich, ohne Messungen sind mir dabei zwei Dinge aufgefallen:

Es dauerte deutlich länger, bis ich die gewohnte volle Rekuperationsleistung hatte. Die gelb gestrichelte Begrenzung war etwa so schnell wie zuvor verschwunden, aber auch danach blieb die Energieanzeige bei voller Rekuperation deutlich unter der 50kW-Marke. Erst nach etwa einer halben Stunde waren mehr als 50kW verfügbar. Nach nur etwa 2h Pause hatte ich auf dem Rückweg anfangs wieder erneut deutlich verminderte Reku ohne gelbe Linien. Alle „Bremspunkte“ meiner eingeübten Strecke lagen plötzlich deutlich zu spät.

Da Bremsen zum Stillstand mit ASM zwar möglich, aber sinnlos ist, sollte nur die vordere SM dafür Verwendung finden. Ob zusätzlich auch die Bremsen verwendet werden, konnte ich nicht nachvollziehen, es wäre energetisch bei den geringen Drehzahlen aber praktisch fast irrelevant. Die Feststellbremse kurz nach dem Stillstand ist jedenfalls deutlich vernehmbar.

Es wäre plausibel, wenn der Stator bis zum Stillstand erregt bleibt, um den Rotor zu bremsen. Den Stator aber mit 1kW zu erregen, nur um die letzten mWh aus der Bewegungsenergie zu holen, wäre nicht sinnvoll zur reinen Rückgewinnung. In der Gesamtbilanz aber ergäbe es Sinn, denn dann könnten sowohl die ohmschen Verluste des Antriebs wie auch die Bewegungsenergie für die Heizung verwendet werden. Und da die Verluste bei der SM zum Großteil im Stator anfallen und dort leicht abzuführen sind, könnte ich mir die Verwendung als „Edeldurchlauferhitzer“ vorstellen.

In der nächsten Zeit werde ich das mal weiter beobachten, denn es gibt natürlich noch einige Ansätze, um diese These zu verproben, beispielsweise Fahrten mit warmem Antrieb. Und meinen Dongle werde ich gelegentlich auch mal wieder anstecken. Es wäre jedenfalls sehr interessant, sollte sich Tesla um solch winzige Details bei der Optimierung bemühen. Aber so kleckern sie halt Prozentpünktchen für Pünktchen der Konkurrenz voraus.

Hallo,

Tesla nennt für das Model S Performance nun eine WLTP-Reichweite von 593 km, anstatt wie bisher 590 km. Die Reichweitenangabe für das Model S Long Range ist mit 610 km nach WLTP jedoch gleich geblieben.

Gruß, Albert

Wir hatten uns für ein Wochenende ein S Performance ausgeborgt.
Mir und jeweils den 2. Mitfahrer ist aufgefallen, dass die Beschleunigung im Von Sinnen+ spürbar schwächer war als im Von Sinnen (ohne +) während der Aufheizphase.

Ist dies noch jemanden aufgefallen oder ist das „eh bekannt“.

Könnte mir bitte mal jemand vom Raven LR (nicht P!) das COC Papier schicken oder hier reinstellen.
Danke.

Sorry, hab keine COC Papier - aber: ich spiel mich mit dem Gedanken meinen 2016er S 90 D durch einen Raven LR zu ersetzen (Garantie Ende) - am günstigsten wäre derzeit eine Neukonfiguration, so wie ich das sehe - die Frage ist nur, ob der Raven wirklich so viel besser ist - was mich reizt ist das + an Reichweite, der geringere Energieverbrauch, der ja bis zu 15% sein soll, besserer Fahrkomfort inklusive Dämmung, FSD, bessere Scheinwerfer. Warum ich zögere sind die Diskussionen um die Batterieentwicklung - also daher an alle (Umstiegs-)Raven Fahrer:

  • ist da wirklich so ein großer Unterschied?
  • Passen die „alten“ Winterreifen (19Zoll Zyclone) auch auf den Raven?
  • Eintausch über Tesla empfehlenswert? (ich will einen einfachen Umstieg, das darf dann auch was kosten, aber sollte halt fair bleiben)
  • Lieferzeiten / Probleme

Ich bin mir nicht sicher, ob die Bezeichnung „90D“ auch schon vor dem facelift 2016 vergeben wurde. Nach meiner Erinnerung hießen die Fahrzeuge „85+“, so dass Du wohl ein FL hast. Ansonsten wären die Verbesserungen durch das facelift alleine schon heftig.

Auf mein Raven S passen die Felgen, die ich bei meinem 90D FL benutzt hatte. Da Dritthersteller, haben die allerdings keine ABE mehr und Einzelgenehmigung war notwendig. Ich würde erwarten, dass Tesla für seine Originalfelgen die ABE auf neue Modelle ausweitet. Ob das tatsächlich geschieht, weiß ich aber nicht.

Der Zuwachs an Reichweite und Ladeleistung ist erfahrenswert, obwohl ich auch noch auf die performance-Variante umgestiegen bin. Ich bin dieses Jahr die gleiche Strecke in den Urlaub gefahren wie im letzten Jahr, ca. 800km. Letztes Jahr: Ein langer Stopp in der Mitte und zwei mittellange mittendrin. Dieses Jahr: Auf dem Hinweg ein langer Stopp, auf dem Rückweg zwei mittellange. Nach 8Mm ist die Degradation (gemessen in Reichweite bei 100%) bei 2,5%. Das war beim 90D nach meiner Erinnerung deutlich heftiger, mindestens das Doppelte.

Aber, das hatte ich gerade schon mal geschrieben: Der Umstieg vom AP1 auf AP4 ist eine herbe Enttäuschung. Dass Tesla auch nach drei Jahren und mit den zusätzlichen Kameras und Sensoren noch nicht den Stand von mobileye erreicht hat, ist ein Witz. Und um den noch schlechter zu machen: Noch drei Wochen bis zum FSD in Ortschaften!

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Meiner ist tatsächlich noch per Facelift … Danke für den Hinweis mit dem Autopilot, das hab ich in der Tat nicht bedacht, und das ist aber etwas was für mich sehr wichtig ist. Ist der AP 4 wirklich so viel schlechter? Oder ist das nur dann wenn man kein FSD nimmt?

Was ist AP4? Ich dachte, es würde gerade erst AP3-HW verbaut?

Tesla hatte mal Hardware mit der Versionsbezeichnung „2.5“ verbaut. Ab dann wurde es schwierig, denn selbst Tesla verwendete für deren Bezeichnung „2.5“ und „3“ gleichzeitig. Es bleibt die Hoffnung, beides durch den Punkt auseinander halten zu können. AP4 entspricht also AP 3.0.

Nicht nur der Autopilot ist - immer aus meiner Sicht, andere sehen das anders - deutlich schlechter. Auch die Automatiken für Scheibenwischer und das Abblenden sind betroffen. Mit meinem alten AP1-Model S bin ich nachts praktisch immer aufgeblendet und mit eingeschalteter Automatik gefahren. Mit AP4 hatten sich Entgegenkommende mehrfach „beschwert“, und das Aufblenden nach der Passage des Gegenverkehrs erfolgt erst nach einer sehr ausführlichen Denkpause. Mit AP4 fahre ich inzwischen wieder manuell, ohne Abblendautomatik.

Am schlimmsten finde ich die aufgezwungene Funktion der Notfall-Spurhaltekorrektur, zu der es hier einen eigenen Faden gibt. Diese funktioniert bekanntermaßen schlecht auf engen Straßen ohne Mittelmarkierung, also genau dort, wo man möglichst weit rechts fahren sollte. Wenn ich vergesse, die auszuschalten, werde ich regelmäßig an der gleichen Stelle nach links geschubst - gerne auch mal bei entgegenkommendem Verkehr. Dann stellt sich die Frage: Weiterfahren und den nächsten Schubs erwarten oder abschalten, was drei gezielte Touchs auf dem zugehörigen Screen erfordert, oder mitten auf der kurvigen Landstraße anhalten, um vorgenannte Prozedur weniger gefahrenlastig zu vollziehen. Ob dieser Mist inzwischen auch für AP1-Hardware aufgezwungen wird, weiß ich allerdings nicht.

Also gehe ich davon aus, dass nicht nur Optimisten wie ich, die FSD gekauft haben, von den „Änderungen“ - um es mal neutral zu formulieren - betroffen sind.

Hier meine Erfahrung zum Umstieg vom 2015 P85D auf Longe Range 10/2019.
positiv:
Verbrauch( 40-50 watt weniger) Auf meiner üblichen Strecke in den Süden musste ich immer in Nempitz laden. Jetzt komme ich problemlos bis Münchberg. ca. 100km mehr.
Geräuschdämung.
Materialien, Anmutung Innenraum, Sitze viel besser. Und weiß ist ist für mich der Hammer :smiley:
Fahrwerk/Federung deutlich besser. Viel sanfter.
Hardware 3 deutlich schneller. Der Browser ist endlich zu gebrauchen. Besserer Kontrast des Bildschirm
Laden sehr schnell( noch!?)bei 50% noch weit über 100kw
Reku bis 0
Netflix, Youtube wärs brauch.

negativ:
AP1 war „deutlich“ besser. Mit dem hatte ich „nie“ ne Phantombemsung. Jetzt kommt dir ein LKW auf einer normalen Strasse entgegen und der geht in die Eisen. Echt schlimm. Ist beim X aus 2018 aber auch schon so.
AP1 konnte viel besser vorrausschauend fahren. Jetzt kannst du am Rädchen einstellen was du willst, der geht einfach zu spät und zu hart in die Bremsen und fährt viel zu spät wieder los. Wenn das Auto vor dem Auto was du hinterher fährst zum abbiegen ansetzt, bremste er schon hart, obwohl bei dem den du hinterher fährst nicht mal die Bremsleuchten angehen.

Rückfahrkamera im dunkeln nutzlos. Du siehst einfach nix. Beim alten konnte ich wenigstens die Nummernschildbeleuchtung tauschen, da war das dann wirklich in Ordnung. Für die Raven gibt es leider noch keine helleren.
Genauso sind die Funzeln im Fussraum oder Kofferaum geblieben. Dafür ist das Ambientelicht und das Licht vom Dachhimmel besser.

Auf und Ablendautomatik funktioniert nicht wirklich gut. Blendet viel zu spät ab. War im alten auch besser.
Manchmal frag ich mich für was die ganzen Kameras in dem Auto verbaut sind.

Die Wischerautomatik geht gerade so. Manchmal ein wenig zu spät aber der Unterschied zum alten ist nicht gross.

Das wars erstmal grob zusammengefasst.

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:open_mouth: Das ist mein feuchter Traum! Der Raven kann das endlich?!?

Ja, seit dem 2019.36er Update!

Gruß Mathie

Danke für das Teilen eurer Erfahrungen - das mit dem AP ist ein durchaus nicht zu vernachlässigender Punkt für mich - hab mich sehr an den AP1 gewöhnt und möchte den eigentlich nicht mehr missen - vielleicht doch noch etwas zuwarten? Ohne AP zu fahren weil der nur mehr nervt wäre für mich keine Alternative - vielleicht kann man doch mal eine ausgedehnte Probefahrt mit einem neuen machen, mach schauen, was die in Wien, Graz oder Salzburg dazu sagen…

Die wenigen mWh kinetischer Energie, die in einem mit z.B. 3km/h rollenden Tesla noch stecken, zu rekuperieren, dürfte praktisch wertlos sein. Damit dürften sich kaum die dadurch anfallenden ohmschen Verluste in der Ständerwicklung kompensieren lassen. Ich vermute, es ging hier eher um das Fahren mit einem Pedal (OPD).

Aktuell ist OPD nur bei Fahrzeugen mit Synchronmaschine möglich. Es wäre genauso gut möglich, auch ältere S/X mit den Scheibenbremsen zum Stillstand zu bringen, wie es beim Fahren im Stau ja derzeit bei allen Fahrzeugen geschieht. (Nur Bremsen mit Asynchronmaschinen wäre richtig bekloppt.) Entweder kommt OPD demnächst auch für Nicht-Raven-Fahrzeuge oder es soll ein Kaufanreiz bleiben. Offensichtlich wirkt es ja so. :wink:

Genauso mache ich das inzwischen. Und es nervt nicht nur, es ist auch richtig gefährlich. Hier gab es sogar schon mal die Schilderung eines Auffahrunfalls infolge einer Phantombremsung.

Richtig gefährlich? Das sind große Worte! Ich habe den Eindruck, dass der AP 3 in unserem Raven sanfter und sauberer fährt, als der AP1 im 85D, den ich zuvor fuhr.

Von einem durch den AP 3 verursachten Auffahrunfall hab ich soweit ich mich erinnern kann auch noch nichts gelesen. Der von Dir verlinkte Unfall geschah an einem Stauende und es handelte sich nicht um eine grundlose Phantombremsung.

Da der AP aber nicht raven-spezifisch ist, würde ich bitten den AP in entsprechenden Threads zu diskutieren und hier über die Spezifika des Raven zu schreiben.

Gruß Mathie

Mit Reku bis 0 meinte ich auch OPD.
Ist halt sehr praktisch nicht mehr bei 7 km/h das Pedal zu wechseln. Super ist auch das er in den Halten-Modus geht ohne die Bremse durchtreten zu müssen.
Ist sicherlich für alle softwareseitig einführbar.

oimtscho hatte um Erfahrungen gebeten, um über den Umstieg von einem 2016er zu einem Raven zu entscheiden. Da ich genau dies gemacht habe, sind hier meine Erfahrungen zu lesen. Ich hatte auch schon überlegt, ob die Vertiefung zu Einzelfragen nicht zu sehr OT ist, fand das aber noch nicht zu abwegig.

Den Auffahrunfall durch Notbremsassistent - also genau genommen nicht mal mit eingeschaltetem AP - habe ich verlinkt.

Da kann ich zumindest von meinem AP1 sprechend im P85D nicht zu stimmen. Da muss ich ehrlich sagen, den hätte ich gerne wieder.

Zitat aus dem Bericht des verlinkten Unfalls:

Welches System, lieber Mathie, hat die unfallursächliche Bremsung ausgelöst? Zumindest bei mir im Fahrzeugmenu sind sowohl der Notbremsassistent wie auch die Notfall-Spurhaltekorrektur, die ich für noch gefährlicher halte (sic!), im Untermenu „Autopilot“ zu finden.

Ob das OT sein könnte, habe ich nochmal durchdacht: Anlass war die Frage, ob der Umstieg auf einen Raven empfehlenswert sei. Meine erste Antwort zusammengefasst: „Ja, aber …“

Wenn das „aber“ nun für andere wichtig ist, wollte ich das nicht unbeantwortet lassen. Und da es keinen Raven ohne AP4 bzw. AP 3.0 gibt, sollte die Antwort auf Nachfrage hierzu erlaubt sein. AP4 für Pre-Raven Model S wurde Anfang des Jahres nur so kurz produziert, dass das fast schon exotische Ausnahmen sind.