Model S Privat-Neuzulassungen vs. BMW 7er

Hallo zusammen,

ich habe mir mal die Zulassungszahlen des KBA von Januar bis April näher angeschaut und siehe da, unter privaten Haltern ist der Tesla Model S im Segment Oberklasse beliebter als ein BMW 7er und auf Augenhöhe mit dem Audi A8 oder dem VW Phaeton.

Hier die Liste der privaten Neuzulassungen Januar-April 2014:

1 ALPINA B7 BITURBO
153 AUDI A7, S7, RS7
88 AUDI A8, S8
46 BENTLEY CONTINENTAL
3 BENTLEY MULSANNE
140 BMW 6ER
60 BMW 7ER
1 CADILLAC CTS
5 JAGUAR XJ
1 LEXUS LS
12 MASERATI QUATTROPORTE
0 MAYBACH
6 MERCEDES CL-KLASSE
265 MERCEDES CLS
405 MERCEDES S-KLASSE
139 PORSCHE PANAMERA
0 ROLLS-ROYCE GHOST
1 ROLLS-ROYCE PHANTOM
8 ROLLS-ROYCE WRAITH
72 TESLA MODEL S
84 VW PHAETON

Das überrascht mich schon positiv, was meint Ihr?

Niubie

Mich überrascht, warum sich Leute ein so häßliches 4,2 l V8 Fahrzeug mit 18,2 l Kraftstoffverbrauch innerorts in die Garage stellen, wenn es für’s gleiche Geld ein wesentlich leistungstärkeres, um Lichtjahre besser aussehendes Auto gibt, das weder nach Benzin stinkt und bei dem man den „Kraftstoff“ noch geschenkt bekommt.

Ja, das überrascht auch. :mrgreen:

Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickeln wird, denn letztendlich zeigen die privaten Neuzulassungen als allererstes an, wenn es einen Sinneswandel in der Bevölkerung bezüglich des Autokaufs gibt. Denn das Geschäft mit Firmenwagen oder ganzen Flotten oder Selbständigen läuft ja bekanntermaßen nach anderen Parametern ab.

Und da finde ich schon, dass es bemerkenswert ist, dass BMW mit seinem viel umworbenen 7er hinter dem Tesla hinterherstinkt… :ugeek: Bleibt abzuwarten ob Tesla irgendwann auch einen Porsche Panamera einholt…

Rosinen aus dem Kuchen picken ist einfach, du solltest auch daran denken das es viele Käufer von Oberklasse Limousinen gibt, die den Wagen als Firmenfahrzeug anmelden und ihn zu gr. Teilen auch privat fahren. Zahlen über BMW 7er die als Firmenwagen angemeldet sind, währen Interessant.

viele (Klein)Selbstständigen melden das Fahrzeug auf Ihren Namen an und führen Fahrtenbuch um die anteiligen Kosten nachzuweisen. Für das KBA sind das auch Privatzulassungen, obwohl überwiegend geschäftlich genutzt. Meiner Meinung nach muss man immer die Gesamtzulassungen ansehen, alles andere ist „schönrechnen“

So sehe ich das auch! Was interessiert Tesla der Absatz an eine bestimmte Gruppe - es kommt auf die Gesamtanzahl an.

Ansonsten rechnen wir uns das irgendwann noch schöner und schreiben „Das Model S ist das weltweit meistverkaufte Auto bei Eigenheimbesitzern mit Photovoltaikanlagen und mehr als 2 Kindern“ :laughing:

Ich will hier sicherlich nichts „schönrechnen“. Solche Privatneuzulassungen sind doch oft Gradmesser für „des Deutschen liebstes Auto“. Da rangiert ein Dacia Duster oder Sandero eben ganz weit oben und ein BMW 3er vergleichsweise hinten, weil sehr wenige Firmen Kooperationen mit Dacia haben und ein BMW 3er sich eher als Firmenwagen eignet.

Es ist doch so, dass es eben Pfadabhängigkeiten bei Flottenkunden gibt. Wenn eine Firma einen Vertrag mit Daimler hat bezüglich ihrer Firmenwagen, dann werden das halt bis in alle Ewigkeit Mercedes sein. Genauso läuft es bei Verträgen im öffentlichen Dienst, bei Vereinen, usw. … Daher sind die Gesamtneuzulassungen als Zahl immer durch diese Pfadabhängigkeit bezüglich gewerblicher Kunden (gerade in Deutschland!!) immer weniger interessant als die privaten Neuzulassungen, weil hier Flottenkunden draußen sind.

Nicht ohne Grund führt das KBA die Anteile der gewerblichen Zulassungen seit Jahrzehnten separat auf. Und wenn eine ganz neue Marke (ganz zu schweigen von einer neuen Antriebsart) auf dem Markt auftaucht, wie Tesla, dann hat diese es bei den Neuzulassungen gesamt (inkl. Gewerbe) selbstverständlich schwerer, eben wegen diesen Pfadabhängigkeiten.

Helft doch einem naiven Schweizer mal auf die Sprünge:
Ist es tatsächlich so, dass in D in der Oberklasse gemäss KBA rund 85% der Autos „gewerbliche Halter“ haben?
Was ist ein „gewerblicher Halter“? Werden die Fahrzeuge von Firmen gekauft (eher geleast) und dann den Mitarbeiter auch für private Fahrten „überlassen“. Falls natürlich die Leasing-Gesellschaften auch zu den gewerblichen gehören, dann kann ich’s eher verstehen.

Ganz eigenartig aus meiner (beschränkten) CH-Sicht… :astonished:

In der Schweiz werden nur 10% (Deutschschweiz), 22% (Westschweiz) und 27% (Tessin) aller privaten Autos geleast (Quelle: Comparis 2011).
Über gewerbliche Halter habe ich keine Statistik gefunden :frowning:
erhellt mich bitte :bulb:
reto

Hier kannst Du Dir das auf Seite 6 im Detail anschauen: kba.de/cln_031/nn_1405704/DE … 14_pdf.pdf

„Gewerblicher Halter“ hat nichts mit der Art der Bezahlung (Leasing/Bar) zu tun sondern es wird einzig und allein geschaut, ob der im Fahrzeugschein eingetragene Halter (auf den das Fahrzeug zugelassen ist) eine Firma oder eine Privatperson ist.