Model 3LR AWD als Dienstwagen im Außendienst

Model 3 LR im Außendienst

Nachdem ich nun rein privat schon circa 50.000 km mit drei verschiedenen Model 3 gefahren bin, habe ich es endlich geschafft meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen meinen Diesel BMW im Juni durch ein Model 3LR ersetzen.

Da meine bisherigen Fahrten wie oben schon geschrieben fast ausschließlich privat waren, konnte ich natürlich am Wochenende oder während Urlaubsreisen die Zeit des Aufladens schön planen, selten waren wichtige Termine einzuhalten, wie es an einem stressigen Außendiensttag oft der Fall ist.

Nun ist die Entscheidung schon gefallen, die Bestellung ist getätigt der Leasing Vertrag ist unterschrieben. Trotzdem wollte ich wissen auf was ich mich eingelassen habe und hatte gestern und heute Gelegenheit eine Fahrt zu einigen großen Kunden zu planen.

Abetterrouteplanner hat mir zunächst ganz gut dabei geholfen, die Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass manches dann doch anders kommt als geplant.

Aufgrund einer unruhigen Nacht fand der Start nicht um 7:00 Uhr morgens sondern schon um 5:15 Uhr morgens statt. Warum soll ich mich im Bett hin und her wälzen wenn ich sowieso nicht mehr schlafen kann?

Das Auto sollte per Zeitplanung auf 100 % geladen und 24 °C vorheizen lassen. Abfahrtszeit war für 7:00 Uhr geplant. Somit habe ich dann die letzten Prozente (ich hatte ihn vorher schon auf 90 % geladen) von Hand gestartet als ich wach geworden bin. Die Heizung habe ich circa 15 Minuten vor Abfahrt ebenfalls manuell eingestellt.

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ABRP hatte auf meiner Reise einen Zwischenstopp in Wittlich eingeplant. Eigentlich aber nur, weil ich von dort aus weiter nach Gaggenau fahren wollte. Im Saarland war allerdings kein Supercharger verfügbar.

Habe mich dann an die Vorgabe gehalten und bin erst mal nach Wittlich gefahren.

Dort bin ich nach 87 Minuten Fahrt mit 60 % im Akku angekommen.

Habe aber nur 11 Minuten und nicht wie vorgeschlagen 25 Minuten aufgeladen da ich mir schon dachte das ich im Saarland bestimmt auch noch eine Lademöglichkeit finde.

Der Supercharger liegt übrigens ziemlich blöde und bedeutet einige Min/km Umweg.
Vor Ort ist nur ein Restaurant welches natürlich um kurz vor 7:00 Uhr noch geschlossen hatte. Keine andere Möglichkeiten eine Toilette zu besuchen oder irgendwo einen Kaffee zu bekommen. Ist ganz weit draußen auf dem Platz neben einem Restaurant. Als Frau alleine in der Dunkelheit zu laden fände ich bestimmt auch nicht so toll.

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Nach 11 Minuten ging es dann mit 71 % im Akku weiter. Meinen ersten Kunden habe ich dann nach 1 Stunde 8 Minuten erreicht und war um 8:11 Uhr vor Ort. Akkustand 38 %.

Nach nur 26 Minuten Gespräch und Planung der Aktionen für die nächste Woche bin ich dann mit 1 % weniger nach Völklingen zum nächsten Kunden gefahren. Dieser lag zufällig in dem gleichen Industriegebiet in dem sich auch das Kaufland befindet.

Die Ladestation war frei und dort konnte ich mit circa 50 KW laden. Mein Termin beim Kunden und mein kleiner Einkauf im Kaufland dauerte 250 Minuten, es wurden 35 kWh hinzugefügt und ich konnte mit 82 % starten.

Dann hat mich das Navi, ganz anders als zuerst geplant, durch Frankreich Richtung Gaggenau geführt. Dort kam ich circa 2 Stunden 16 Minuten später an mit einem Ladestand von 23 % 186 gefahrene Kilometer seit Völklingen.

Bei der Einreise nach Deutschland von der Bundespolizei noch ausführlich befragt worden woher ich denn komme und ob ich mit Corona infizierten Menschen zu tun hatte. Nach dem Führerschein und Personalausweis kontrolliert waren, durfte ich dann auch weiterfahren. Konnte nach hören wie der Polizist es für seinen Kollegen sagte, so ein Auto muss ich mir mal leihen. Soll ja toll sein. Habe mich aber zurückgehalten und gemacht dass ich Weiter zum nächsten Kunden komme. Können einem wirklich leid tun die Beamten. Ich finde es einen blöden Job bei -7° an der Grenze herum zu stehen und den Autofahrern blöde Fragen zu stellen.
Die haben sich ihren Job bei der Ausbildung bestimmt auch noch anders vorgestellt

Für den nächsten Besuch hat mir mein Kunde in Gaggenau schon angekündigt, ich kann er seiner Wahlbox benutzen wenn ich das nächste mal wieder mit dem Tesla komme. Wie heißt es so schön, „steht er dann lädt er“.

1 Stunde später war ich dann in Bruchsal am Supercharger Circa 60 Minuten später kam ich dort mit 5 % Rest im Akku an. Wollte eigentlich von der A5 auf die A6 Richtung Heilbronn fahren. Der Tesla hat mir den Supercharger Rauenberg angezeigt mit der Maßgabe bis dorthin nur mit maximal 110 KMH zu fahren um das Ziel zu erreichen. Warum er mich an Bruchsal vorbeigeschickt hätte wusste er wohl selbst nicht.

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In 17 Minuten auf 52 % aufgeladen und circa 36 kWh hinzugefügt.
Bin dann doch in Rauenberg noch mal raus gefahren und habe wieder um die 20 kWh hinzugefügt. 15 Minuten Pinkelpause waren angesagt. Abfahrt mit 71 %.

52 Minuten habe ich gebraucht bis zu meinem nächsten Kunden in Kupferzell. 85 km weiter mit einem Akkustand von 44 %. Dort etwas geplaudert und nach kurzer Zeit zum zweiten Kunden nur 9 km entfernt auch in Kupferzell.

Dadurch, dass ich meine Fahrt zu früh begonnen hatte, war ich schon um 16:44 Uhr bei meinem Hotel in Waldenburg. Dieses sehr schöne Hotel gehört dem Inhaber der Firma Würth, bekannt durch Schrauben beziehungsweise Werkstatt Ausstattung. Es liegt wirklich schön mit einer tollen Aussicht welche ich aber nicht genießen konnte da es abends schon dunkel wurde und ich morgens auch schon früh wieder losgefahren bin.

Ausgesucht hatte ich mir das Hotel weil es eine 11KW Wallbox zur Verfügung stellt, der Stromverbrauch ist mit dem Übernachtungspreis abgegolten.

Nachdem ich im Hotel eingecheckt habe, habe ich noch Verwandte meiner Frau besucht die in der Nähe wohnen. Das waren dann noch mal circa 27 km hin und 27 km zurück.

Mit 18 % Rest im Akku habe ich mein Auto dann um 19:42 Uhr an die Lade Säule angeschlossen. Die Lade Geschwindigkeit habe ich soweit herunter geregelt dass er praktisch die ganze Nacht durch langsam lädt und am Morgen zur gewünschten Abfahrtszeit auf 100 % aufgeladen ist. Das hat soweit gut funktioniert, habe dann heute Morgen manuell die Heizung eingeschaltet als ich mich fertig gemacht habe zur Abfahrt.

Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn das Fahrzeug auf 24 °C aufgeheizt ist, der Schnee und das Eis von den Scheiben gelöst ist und man das Gefühl hat gratis getankt zu haben.  Auch wenn der Strom im Zimmerpreis wahrscheinlich schon eingerechnet wurde, so gibt es das wahrscheinlich nur in wenigen Hotels dass nachts jemand kommt und den Verbrenner-Dienstwagen für den geplagten Außendienstler auftankt.

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Die winterlichen Straßenverhältnisse haben mir wirklich Spaß gemacht mit diesem Auto. Leider schneit es im Rheinland ja nur sehr sparsam und ich hatte bisher nur wenig Gelegenheit in der Eifel ein wenig Schnee unter die Räder zu bekommen. Umso willkommener war mir die Herausforderung über die Landstraße erst einmal zur Autobahn zu gelangen über die zugeschneiten Straßen.

Was mir aufgefallen ist, dass die Rekuperation wirklich perfekt geregelt ist.
Auch bei schneebedeckter Fahrbahn bergab kann man die Rekuperation ruckartig durch das Wegnehmen des Fußes vom Gaspedal herausfordern. Diese setzt dann zunächst mit voller Kraft ein, soweit dies durch die Pünktchen auf der linken Seite möglich ist, da der Akku ja noch ziemlich voll war.
Sobald das Fahrzeug merkt dass negativer Schlupf oder auch Blockieren Auftreten könnte nimmt der Computer sofort die Rekuperationsleistung zurück. In diesem kurzen Video sieht man das sehr gut.

Reku-Video

Auf der folgenden längeren Autobahnstrecke hat meine Nette Begleiterin vom Rücksitz aus das perfekte Funktionieren des Autopiloten gefilmt. Ich frage mich allen ernstes, wie finden die Kameras die Linien, nach denen sie sich angeblich richten sollen? Es ist wirklich erstaunlich, ich habe auch unter viel schlechteren krassen Bedingungen den Autopiloten ausprobiert. Selbstverständlich immer mit der Hand in Einsatzbereitschaft.

Ist aber in diesem Thread etwas offtopic. :wink:

Bei meinem nächsten Kunden, einer großen LKW Werkstatt in Neustadt an der Weinstraße habe ich mich 39 Minuten aufgehalten. Dort durfte ich die elf KW Box nutzen welche vor der Türe bereitsteht. Immerhin 7,3 kWh geladen. Getreu dem Motto: „steht er dann lädt er“.

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Später dann in Landau wollte ich die neuen Porsche Lade Säulen ausprobieren, diese sind als gratis gelistet mit bis zu 320 kW Leistung. Bin dann ins Porsche Zentrum hinein gegangen, dort kam eine hübsche junge Dame mit mir raus zur Säule und hat ihre Karte dran gehalten um zu entsperren.

Immerhin in 39 Minuten von 42 auf 86 % aufgeladen. 32 kWh hinzugefügt aber maximale Lade Leistung um die 50 KW obwohl mein Auto warm war weil ich ja direkt von der Autobahn gekommen bin. Richtig kalt wurde er ja heute kaum. Die Säulen sind wohl relativ neu, ich bin angeblich der erste Kunde für die Mitarbeiterin das Laden freischaltet. Vielleicht ist ja auch noch nicht die volle Leistung freigegeben, wer weiß das schon? 320 KW gelten wahrscheinlich nur für die 800 V Systeme, die im Porsche Verwendung finden. Aber etwas mehr als 50 hatte ich mir schon erhofft.

Circa 250 km weiter und 2 Stunden 20 Minuten später bin ich dann in meiner Stammtankstelle angekommen wo ich sonst immer mein Diesel herbekomme und auch bis Juni meinen Treibstoff herholen muss.
Die SB Reinigungsboxen und Waschstraße sind aber trotzdem ziemlich gut.
Da mein schönes Auto leider total verdreckt war, darf ich einmal selber Hand anlegen um ihn wieder ansehnlich zu machen. So wollte ich ihn nicht in die Tiefgarage stellen!

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Dann in Bonn an die neue Ladesäule beim Aldi, dort sind offiziell zweimal 75 kW CCS verfügbar.
Als ich dort ankam waren beide Plätze frei und ich habe 56 Minuten dort verbracht, während ich bei Aldi und den benachbarten DM eingekauft habe.

Das besondere ist hier, - es sind 75KW versprochen und schaut selbst, was der ALDI dann aus seiner PV-Anlage in mein Auto „pustet“:

Bei minus 3°C ballern 94KW in den AKKU!
Begonnen mit gut 80KW bei 5% Akkustand bis zum Ende bei 95% immer noch mit um die 30KW. Mancher wünscht sich sowas am Supercharger……

Danke an ALDI, - als „Dank“ werde ich meinen täglichen Bedarf natürlich auch dort einkaufen….

Laden werde ich übrigens ab Mai von meiner PV-Anlage, der Vertreter des Solateurs was eben noch hier und hat alles noch final mit mir besprochen…. „schnorren“ also nur ab und zu, - falls das jemanden stören sollte. :wink:

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Fazit:

Ca. 1.158 km in knapp 2 Tagen, meist reine Freude am Fahren, - viel Autopilot (der einfache) und keinerlei Rückenprobleme durch das viele sitzen im Auto. Mein wirklich nicht schlechter BMW mit Original BMW Sportsitzen macht mir da schon mehr Probleme.

Totale Kilometer: 1158

Reine Fahrzeit: 13 Stunden 52 Minuten

Stromverbrauch gesamt: 245,56 KWh

Durchschnittsverbrauch 212 Wh/km

Durchschnittliche Temperatur während der ganzen Zeit -3,94 °C

Insgesamt 3 Supercharger genutzt: 63,55 kWh

Insgesamt 5 andere Ladesäulen: 168,53 kWh

Ich freue mich nun wirklich auf meinen Dienstwagen und habe keinerlei Sorge dass ich irgendwann genervt sein werde von den Nachteilen die das Auto eventuell mit sich bringt. Die Vorteile und der Komfort sprechen auf jeden Fall für sich.

Die hervorragende Stereoanlage machte die ganze Zeit einen Riesenspaß. Den Sitzkomfort habe ich schon erwähnt und die Straßenlage war ob auf Schnee, regennasser Fahrbahn oder auf trockener Straße jeweils über jeden Zweifel erhaben. Mein BMW macht da nichts besser, eher im Gegenteil.

Der größte Nachteil an diesem Auto:

Das Schlimmste war während der ganzen Fahrt das sauber halten der Frontscheibe. Es hat immer leicht geschneit, vor allen Dingen wurde aber durch vorher fahrende Fahrzeuge Salzwasser von der Straße auf die Frontscheibe gespritzt. Der weiße Schleier bedeckte zum Teil auch die Kamera in der Frontscheibe.

Der Scheibenwischer sah sich genötigt auf Automatikstellung immer schneller zu wischen, dies hatte jedoch zur Folge, dass der weiße Schleier noch zunahm. Scheibenwaschanlage hat nicht wirklich funktioniert weil nur wenig Wasser auf die Scheibe kam und das Ganze nicht wirklich verbesserte.

Auch ist zu Beginn der Rückreise, - Als ich die Lösung noch nicht wusste -, dauernd die Scheibe von außen zugefroren, es bildet sich ein leichter Eispanzer und man konnte kaum noch durch die Scheibe hindurch schauen. Obwohl das Auto vorgeheizt war auf 24 °C und ich eine Reisetemperatur von 22 °C eingestellt hatte, wurde die Scheibe wohl zu kalt und Spritzwasser oder Schnee froren direkt darauf fest.

Lediglich das Einschalten der Frontscheibenheizung brachte hier etwas Besserung. Allerdings wird dann der ganze warme Luft Strom auf die Scheibe geleitet, man selber darf dann frieren. Auch nicht die schönste Lösung.

Ich weiß nicht woran es liegt, aber bei meinem BMW reicht 1 Füllung des Scheibenwischwassers über mehrere Wochen. Hier habe ich am Wochenende aufgefüllt, heute Abend war der Vorrat aufgebraucht.

Wie schon viel geschrieben wurde, die Scheibenwischerregelung so wie die Regelung des automatischen Abblendlichtes haben noch viel Verbesserungspotenzial.

Hoffe ich konnte dem ein oder anderen ein paar Denkanstöße geben die sich Gedanken darum machen ein solches Fahrzeug als Dienstwagen im Außendienst einzusetzen.

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Danke dir für diesen ausführlichen Bericht. Fahre seit Ende August mein Model 3 im Außendienst, allerdings als Privatwagen und rechne mit der Firma ab. Bin meist nur in NRW unterwegs, also maximal 220 km eine Strecke. Ab und zu kommen aber auch mal längere Fahrten vor: Hamburg, München, Berlin. Bin durch COVID nur im September und Oktober gefahren; seit November ausschließlich Home-Office. Freue mich jetzt schon, wenn’s wieder losgeht. :grinning:

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Schön geschrieben und Glückwunsch zu deinem (bald) neuen Dienstwagen. Ich verstehe nicht, wieso das nicht mehr arbeitgeber machen…

Aus Neugier: was ist denn die Lösung für die Scheibe? Ich stelle immer die Automatik aus und benutze halt das Wasser, der Verbrauch ist in der Tat hoch und die Scheibe ist mir noch nie gefroren, aber Tipps und Tricks höre ich immer gerne… :grinning:

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Es werden langsam mehr. Mein Arbeitgeber mit >2.000 Fahrzeugen in D hat seit Herbst 20 einige BEV u. Hybride aufgenommen; gleichzeitig flogen die „Spritfresser“ und auch alle Diesel raus. Alle Neuen in der Liste sind (steuerbedingt) deutlich günstiger als vergleichbare Verbrenner. Und die Hybridfahrer müssen einen Anteil rein elektrische Fahrten nachweisen. Das finde ich einen Anfang und sehr positiv.

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Cooler Bericht :slight_smile: La Maision in Saarlouis kann ich dir in der Umgebung sehr empfehlen :slight_smile: Da bekommst als Gast auch Gratis Strom und die haben 10 Ladepunkte ca.

Mich wundert das du nach > 1 Stunde beim Kaufland nicht voll warst, hast nicht den CCS Stecker genommen ?

Am besten check die Route nochmal der Lader in Bruchsal ist z.B. meiner Ansicht nach Grüze, weil enormer Umweg… :slight_smile:

Wenn ich lange Strecken fahre mach ich meistens die Lüftung oben und unten, Stufe 1 wenns zuviel schneit Stufe 2, und Temperatur so hoch wie nötig.

Ich hab sogar die Beobachtung gemacht wenn du die scheibe ZU heiß machst, trocknet der Drecksalzfilm direkt drauf / und damit siehst du noch weniger…

Naja ausprobieren ist angesagt viel machen kannst da leider nicht… Immer mal wieder bei nem Stop ne wasserflasche drüber leeren… das Funzt besser wie das wischwasser…

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Danke für die Tipps. Werde eine ähnliche Tour nächsten Donnerstag bis Freitag zusammen mit meinem Chef unternehmen.
Da wäre es blöde, wenn es so viele Nachteile am Tesla zu finden gäbe.

Bis dahin muss ich mir noch einfallen lassen wie ich am besten verfahre. Auf jeden Fall werde ich heute Scheibenwaschwasser nachfüllen müssen :joy::crazy_face:

Wenn ich ein neues deutsches Auto hätte, würde wahrscheinlich kaum jemand darüber reden. Da ich aber einen Tesla fahre und auch bekomme, wird jeder mit Argusaugen darauf achten was daran gut besonders aber was daran schlecht ist. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Vielen Dank für den Bericht! Ich denke auch gerade über das Model 3 als Firmenwagen nach. Bei mir wären es Montagmorgen ~ 500km zum Kunden und Donnerstag wieder 500km zurück und ich bin mir noch unschlüssig mit wieviel Mehraufwand das tatsächlich verbunden wäre. Solche Erfahrungsberichte helfen dabei das realistischer zu beurteilen.

wenn du beim Kunden laden kannst, musst du einmal an einem Supercharger und in der Zeit einen Kaffee trinken

sonst, wie immer ABRP nutzen…

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Wenn du daheim laden kannst: geschenkt, brauchst du nicht rechnen, schon gar nicht als Arbeitnehmer, das M3 ist durch die Steuervergünstigungen ein no-brainer.

Wenn du nicht daheim laden kannst, dann kommt es schon ein wenig darauf an, WO du denn laden kannst. Gerade bei dem Wetter (was wir ehrlicherweise auch nicht oft in D haben) komme ich mit dem LR keine 100 km weit. Warum? Ich fahre gerade nur Kurzstrecke und habe das Auto nicht gekauft, weil ich auf Komfort verzichten will. Also geht jeden Morgen und jeden Mittag eine Riesenportion Strom aus dem Akku in die Heizung.
Fairerweise muss man sagen, dass ich keinen Verbrenner mit Standheizung hatte und selbst wenn, die 12V hätte nach 2 Tagen schlapp gemacht. Nutzte ich das M3 ohne Vorheizen (also wie den Verbrenner), käme ich DEUTLICH weiter.

Andererseits: Bei 500 km am Stück merke ich keinen Unterschied zum Verbrenner was die Pausenzeiten angeht. Ich bin ohnehin nicht der Typ, der 5h am Stück durchfährt, egal, ob ich tanken muss. Mal zwischendurch nen Kaffee oder nen Boxenstop, das muss schon sein, unabhängig vom Antrieb. Beim M3 machst du den halt am Supercharger (oder an irgendeinem anderen Charger).

Was ich sagen will: Langstrecke ist gar kein Problem, es ist das „normale“ Vollladen, wenn du nicht unterwegs bist, was entweder in dein Konzept passt (weil daheim oder sonstige Möglichkeit „vor der Tür“, wo du dich ohnehin aufhältst) oder eben nicht (unbequem weit zu laufen, Laden und abstellen „in Reichweite“ nicht möglich). Dann fährst du im Alltag „zum tanken“ und das ist Käse… Nicht unmöglich, aber unbequem, weil „tanken“ beim Elektro deutlich länger geht und deutlich häufiger vorkommt als beim Benziner…

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meine Strecke zur Arbeit liegt derzeit bei 350km einfach.

Das geht wunderbar unter 3 Vorraussetzungen

  • Du hast ein Hotel mit Lademöglichkeit
  • Du fährst nicht gerne schneller als 140
  • Du machst gerne mal 15-20 Minuten Pause auf so einer Strecke.

Bei mir trifft alles drei zu, also bin ich sehr glücklich mit meiner Situation. Es gibt aber sicher auch Menschen, die das anders beurteilen.

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Ja, zu Hause laden wird bald möglich sein, die openwb Wallbox ist auf dem Weg
und ich denke 20 - 30 min Pause auf 500km sind verkraftbar.

Das mit den Hotels ist so eine Sache. Je nach Messe Situation war das in der Vergangenheit auch mit dem Verbrenner eine Herausforderung etwas bezahlbares zu finden. Wenn dann noch die Lademöglichkeit als Kriterium dazukommt wird es noch enger. Allerdings denke ich das auch die Hotels bald merken, dass sie Lademöglichkeiten brauchen um an die Kunden zu kommen. Zur Not lässt sich sicher auch mal eine Woche Home Office einschieben…

was man bei „Tesla als Dienstwagen“ aber nicht vergessen darf:
jenachdem wie (mit welcher E-Mail Adresse(n) usw.) das Auto bei Tesla registriert ist, kann der Dienstgeber immer die GPS Position abfragen, auch bei Fahrten am Wochenende … (das mag u.U: nicht jeder…)

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Guter Punkt, aber das ist ja mit den deutschen Autos nicht anders. Ein BMW wäre über connected drive auch zu orten…

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