Dein Wunsch war mir Befehl, und Ansporn, die überflüssigen Logos und Kleber zu entfernen (200°C Heißluftpistole, Waschbenzin für die Reste, da Äthanol wirkungslos war), und eben detailliertere Fotos zu machen. Wie gesagt hab ich die matte Ausführung aus ABS. Zuerst mal die Helikoptersicht von rechts:
Nein, Sturz ist nicht gut einstellbar beim Model 3. Es geht einzig um die Spur, die auf gut Schwäbisch „e Muggeschissle“ ins Plus gestellt wurde, vorn nur ein ganz kleiner, und hinten um Faktor 5 „Muggeschissle“ ins plus. Laut Jarek solle es keinerlei Änderungen im Abnutzungsverhältnis der Reifen geben, das geht nur im kleinen Gradminutenbereich vonstatten und ist voll im SOLL-Toleranzbereich. Wobei meine Vorderachse vorher deutlich AUSSERHALB der SOLL-Toleranz lag
Eibach Federn oder ST Federn, welche würdet ihr nach den Erfahrungen der bisher verbauten beim LR AWD empfehlen? Mit den EIbach sieht schon top aus aber tut sich ja nichts mit den ST Federn. Ist halt noch die Frage wie siehts mit dem Fahrverhalten aus?
Also ich bin schon einige versch. Varianten gefahren und muss sagen, dass das Ansprechverhalten der H&R besser und weicher ist bei kleinen Stößen. Insgesamt fahren sich die Eibach vom Federverhalten satter und sehr linear. Die H&R werden deutlich härter nach den ersten paar mm Federweg Ausnutzung. Die Eibach sind wirklich schön zu fahren und nur maginal straffer vom popometer als Serie. Wer es nicht zu tief mag oder aber es komfortabler mag der sollte Eibach nehmen und nicht H&R wer tief will kommt an H&R oder Fahrwerk nicht vorbei.
Müssen sie auch. Der mögliche Restfederweg mit den H&R Federn ist SEHR begrenzt. Wenn man die Anschlagdämpfer nicht kürzt würden sie nach maximal 2cm auf Block gehen.
Eibach wirbt mit progressiver Federung. Das sind sie aber nur bis 375kg Belastung, was somit völliger Quatsch ist. Ich mag solche Irreführungen nicht. Acht Fahrzeuge haben wir von H&R auf ST umgerüstet, da sie nicht zufrieden waren.
ST haben wir seither 31 Satz Federn verbaut und keine Reklamation. Vorteil m. M. nach den Eibach gegenüber ist hier mittlerweile einfach, dass sie viele verbaut haben und das auch schon seit einigen Kilometern. Da kann man schon fast von Langzeiterfahrung sprechen
Wie sich die Eibach auf Dauer schlagen kann eben noch nicht gesagt werden, daher würde ich nun nicht hinstehen und sagen, dass auf jeden Fall es nur eine einzige Variante gibt, egal ob nun ST oder Eibach
Hier übrigens ein Video von KW, das sehr schön den Unterschied zwischen dem Serienfahrwerk und einem V3 zeigt. Vergleichsfahrzeuge waren zwei LR, gefahren wurde das V3 im ausgelieferten Setup. Klickbarer Link zum Video: youtube.com/watch?v=yqC-C1x … e=youtu.be
Im selben Zug und aktuell ja öfters diskutiert und nachgefragt, möchte ich noch einmal das Thema der Achsgeometrie aufgreifen.
Wir hatten vor Verkaufsstart des V3 mit einem aktuellen VLN-Rennfahrer und Nordschleifenexperten und der Technik von KW das Thema ausführlich ausdiskutiert. Resümee: Sollwerte übernehmen! Voraussetzung: gutes, exaktes Equipment und eine nivellierte Bühne. Wir nutzen bspw. die Hunter HawkEye Elite, die momentan leistungsstärkste Achsmessanlage auf dem Markt.
Vor allem an der HA fährt das Model 3, mittig eingestellt, bereits mit 12 Minuten eine sehr große Vorspur. Dreht man die noch weiter ins Positive wird das deutlich zu viel, geht auf die Reifen und kostet Reichweite. Selbst die VA kann man nicht einfach pauschal verstellen sondern muss ganz klar zwischen den Einsatzzwecken unterscheiden weil nicht jeder ein übersteuerndes Fahrverhalten mag, was aber durch die Vorspur an der VA kommt. Möchte man ein perfektes Setup auf die individuellen Bedürfnisse eingestellt haben weil man sportlich etwas ambitionierter ist muss man sich mit Begriffen wie „Ackermannanteil“ und „Lenktrapez“ beschäftigen, hier wird aber der durchschnittliche Autofahrer keinen Unterschied feststellen.
Der Aha-Effekt kommt nach einer Achsvermessung nicht durch irgendwelche „Spezialwerte“ für den Geldwert eines Fahrwerkseinbaus sondern einfach daher, dass die Fahrzeuge zum Großteil mit einer Geometrie ausgeliefert werden, die unter aller Sau ist und ein nervöses, instabiles Fahrverhalten vorprogrammiert ist, da teils beide Achsen vehement gegeneinander arbeiten. Von aktuellen 87 Eingangsvermessungen an einem Model 3 waren bei 81 davon Korrekturen notwendig, der Jüngste davon mit 665km.
Wir werden Ende diesen Monats einen Quick-Check-Tag für alle Tesla-Modelle einplanen. Heißt, eine kostenfreie Überprüfung der Achsgeometrie, wir haben zudem noch jemanden von KW Automotive an dem Tag im Haus und wir stellen ein Model 3 mit verbautem V3 Gewindefahrwerk, dass das jeder mal selbst testen kann
Bei Fragen, einfach kurz ne Mail schicken. Den Link mit den Infos auf unserer Homepage posten wir noch.