Model 3 oder Model S - was ist für mich das richtige?

Hallo zusammen,

ich fahre derzeit ein Model 3 Standard Range Plus und plane, dieses nach der Haltefrist von 6 Monaten im Juni zu verkaufen.

Zum Model 3 bin ich eher zufällig gekommen. Durch einen glücklichen Zufall konnte ich Ende 2020 meinen Firmenwagen abgeben (Volvo XC6060 aus 01/2020, Leasing läuft also bis heute noch) und mir dann kurzfristig einen Tesla zulegen. Meine Frau hatte mir gut zugesprochen und meinte „Komm, nehm doch erstmal das Model 3“…

Statt des Firmenwagens erhalte ich nun eine Car Allowance (Leasingrate + Spritkosten + Extra) und Bahncard und erspare mir die 1% Versteuerung. Damit habe ich ein gutes Budget fürs Auto im Monat und es gehört immerhin mir und nicht der Firma. Der Vorteil ist, ich muss dienstlich nicht mit dem Auto reisen, sondern kann immer Bahn / Flug oder Sixt nutzen…

Grundsätzlich noch zu meiner Situation: Ich bin Familienvater von zwei süßen Blagen (2 und 0) :smiley: Und arbeite im Vertrieb / Außendienst. Meine Kunden sitzen in der DACH-Region und der Kunde den ich am engsten betreue sitzt in der Schweiz. Zu „normalen“ Zeiten bin ich mindestens 1-2 Mal im Monat dort runter gegurkt. Aber derzeit reise ich dienstlich sowieso fast gar nicht und künftig versuche ich meinen Alltag mit weniger Reisetätigkeit zu gestalten.

Im Alltag fahre ich fast nur Kurzstrecken, daher ist ein Elektroauto perfekt. Hier und da gibts aber auch mal ne Langstrecke oder Ausflugsfahrt. Urlaube machen wir nur per Auto. Jährliche Fahrleistung ca. 20.000km, SF9 vorhanden und jüngster Fahrer 1995, ältester Fahrer 1994.

Die Ursprüngliche Idee war die Anschaffung eines Model S 85D weil ich im Model S verschiedene Vorteile gegenüber dem Model 3 sehe:

  • Viel mehr Platz auf allen Sitzplätzen
  • ein Kofferraum der seinem Namen würdig ist
  • Eine große Heckklappe statt einer kleinen Luke
  • Geräuschdämmung
  • Fahrkomfort
  • Versicherung ist verglichen zum Model 3 verdammt teuer (teils 50% mehr)

Ich bin mit meinem Model 3 SR+ nun einige Strecken gefahren, darunter auch 2x 1000km am Tag. Grundsätzlich ist das gut machbar, aber es ist verdammt laut und nach einiger Zeit auch recht unkomfortabel. Und sobald ich den Kinderwagen verladen muss wirds mit weiterem Gepäck (z.B. Laufrad) auch etwas eng.

Nun wo das Model 3 im Sommer gehen soll habe ich mir eigentlich ein neues Model 3 Performance bestellt, hadere aber immer wieder mit dieser Entscheidung, eben weil das Model 3 doch recht klein ist.

Wäre es aus eurer Sicht denn auch ein gangbarer Weg sich statt des Model 3 Performance einen 85D oder 75D (Facelift) zu kaufen? Von den Anschaffungskosten liegen die alle gar nicht so weit auseinander. Und Free SuC ist sicherlich auch nicht nachteilig, wenngleich ich die meiste Zeit natürlich zuhause an der 11kW Box lade…

Wer kommt vom Model 3 und ist glücklich umgestiegen? Vermisst man etwas?
Hat jemand einen Vergleich zwischen der Lenkung des Model S und Model 3?

Ich weiß die Vergleiche hinken immer, mir geht es aber gar nicht um Leistung oder Sprintzeiten, da sind beide Fahrzeugklassen einfach nicht vergleichbar. Das Thema der MCU1 ist denke ich gar nicht so relevant, man kann ja soweit ich gesehen habe für 1550€ auf MCU2 umrüsten.

Viele Grüße,
Tim

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Hallo Tim

ich fahre einen S90D aus 2016 und ein M3 LR aus 2019. Beide haben im Alltag auf Langstrecke ungefähr die gleiche Reichweite. Ein S85D oder 75D wird weniger Reichweite haben als ein M3P… Im Schnitt fahre ich das M3 LR etwa 10km/h schneller auf der Langstrecke als das Model S…

Der Platz und die Geräuschdämmung im S ist eindeutig besser. Die Luftfederung macht einen gewaltigen Unterschied. Das Model S ist auf Landstraßen und in der Stadt nicht so wendig und agil wie das Model 3…

Meine Frau und ich nehmen fast immer das Model S wenn wir lange Strecken und in den Urlaub fahren. Ich glaube du wirst mit 2 Kindern und Gepäck eher mit einem Model S glücklich. Aber nicht mit einem 85er oder 75er…

Überleg doch mal ob das Model Y nicht ein guter Kompromiss wäre. Das soll es ja im 2. Halbjahr 2021 in D geben… Ansonsten würde ich an deiner Stelle ein gebrauchtes Model S 100D favorisieren. Die Preise sollten auf Grund des zum Jahresende kommenden Refreshs eigentlich sinken…

Ich persönlich halte von Car Allowance eher wenig bis gar nichts, da ich gar kein eigenes Fahrzeug im Eigentum haben möchte. Letztendlich geht ja das gesamte Halterrisiko auf den Arbeitnehmer über. Versicherung beim Model S und mögliche eventuelle Reperaturkosten sollte man keinesfalls unterschätzen.

Ich bin da ganz bei @tvdonop: Überleg doch mal, ob das Model Y nicht eine interessante Alternative ist. Dahin steige ich mit 3 Kindern und Frau vom Model S kommend um.

Als unsere Kinder 2 und 0 waren haben wir noch wesentlich mehr Gepäck in den Urlaub mitgenommen. Mit inzwischen 4 und 2 kommen wir mit den M3 gut hin.

Ich hatte mal ein S als Loaner über ein langes Wochenende. War schön, um den großen Fahrradanhänger einzuladen. Ansonsten war er mir zu groß und wenig wendig. Wobei das M3 gerne auch noch wendiger sein könnte.

Ja, das Thema Car Allowance polarisiert ziemlich. Für mich war es lohnenswert, denn die Unternehmensrichtlinien für die Flotte sind über die Zeit weg immer schlimmer geworden.

So wurden bei mir aus 650€ Nettoleasingrate für die Finanzrate irgendwann 650€ Nettoleasingrate inkl. Versicherung, Steuer, GEZ, Winterreifen, Servicepaket, Leihwagen usw. Du kannst dir ausmalen, dass du dann irgendwann nichts gescheites mehr dafür kriegst.

Zusätzlich dazu sind nur 10.000km im Jahr privat erlaubt und Urlaubs- sowie Auslandsfahrten waren mit dem Firmenfahrzeug stark reguliert…

Daher habe ich diese Entscheidung für mich getroffen und bin seitdem sehr glücklich :slight_smile:

Das klingt doch schon mal sehr interessant. Ein S85D wäre in der Anschaffung auf jeden Fall schonmal günstiger, ist natürlich von der Reichweite her wie du sagst eingeschränkt…

Ich komme jetzt ja vom M3 Standard Range Plus. Da kann ich realistisch gesehen 200km stints fahren von Ladung zu Ladung. Auf Langstrecke bin ich die meiste Zeit ohnehin allein unterwegs.

Tatsächlich ist Ladegeschwindigkeit für mich gar nicht so relevant, da ich ohnehin sehr häufig anhalte, auch wenn ich alleine fahre. Ich denke halt, dass der Komfort im Model S um einiges besser sein wird als im Model 3. Natürlich ist er auf der Landstraße bei weitem nicht so agil wie ein Model 3.

Ich habe das Model 3 schon stark am Limit auf Eifel-Landstraßen bewegt - natürlich werde ich das mit dem Model S nicht mehr tun können. Ist aber auch vollkommen in Ordnung, dafür bin ich zu 90% der Zeit einfach komfortabler unterwegs.

Ich bin mal gespannt, ob die Preise für die 100D’s purzeln. Vielleicht ist auch ein CPO interessant, natürlich dann ohne Free SuC.

Ich denke ein Model Y ist für mich nichts - ich komme ja vom Volvo XC60 und war nach einem Jahr SUV froh, wieder etwas tiefer zu sitzen. Werde das Model Y auf jeden Fall mal Probefahren :slight_smile:

… was ich vergessen habe zu erwähnen ist die unterschiedliche Ladeleistung! Das M3 (zumindest die LR Variante) lädt in der Spitze mehr als doppelt so schnell wie ein Model S 75/85/90… Und das macht dann auf längeren Strecken schon einen deutlichen Unterschied!

mehr als doppelt so schnell ? schaffen diese model S nichtmal mehr als 125 kw an V3 ? und an den noch weit verbreiteten V2 nichtmal mehr als 75 kw ?

Ja, das kann schon gut sein.

Kein MS/MX mit CCS kann überhaupt mehr als etwa 145 kW, das ist das Stecker-Limit. Ausrechnen, ob das eine Rolle spielt, muß jeder für sich. Und der Rest ist ganz viel Geschmackssache :slight_smile: Ich wollte die Heckklappe nicht missen - die „Ladeluke“ vom M3 wäre mir zu unpraktisch. Ich stell mir grad nur den Wocheneinkauf mit Getränkekästen vor, das ist im MS schon blöd genug. Aber beim M3 da „unten rein“… :frowning:

Flaschenpost FTW! SCNR :stuck_out_tongue: