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Model 3 LR 2021 und pre Facelift Reichweite?

Moin Moin,

ich lese im Web meist nur die Angaben der WLTP Reichweite, auch gibt es genügend Testvideos mit unterschiedlichen Angaben zur Reichweite.

Ich selbst bin schon das PreFacelift und das Faceliftmodell gefahren und beide sind toll.

Meine Frage: Gibt es Unterschiede in der Reichweite (Winter/Sommer) zwischen den beiden Modellen? Es gibt Videos im Netz die das bescheinigen und Andere die das widerlegen, vielleicht könnt ihr hier Licht ins Dunkle bringen.

Ja, es kommt auf den Einsatzzweck und das Fahrprofil an, das ist mir bewusst. Mir geht es um ein reelles Autobahntempo von 120-140km/h und um den Verbrauch in der Stadt.

Besten Dank
Gruß
C.

Ich hab noch nen Gen1 LR AWD aus 2019

Ich fahre ca 320km in die Schweiz, Batt mit angezeigten 450km Reichweite komme ich dort mit ca 50-70km Rest an.

Fahre was das Tempolimit erlaubt und sonst um die 120-130 mit AP Strecke ca 80% Flach und Rest bergig.

Moin (unsere Universalbegrüßung im norddeutschen Raum :slight_smile: Cableguy,

danke für deine Antwort :slight_smile:

Bin gespannt auf weitere Antworten.

Ganz überlesen… im Winter lade ich nach, der Verbrauch ist da schon etwas höher :wink:

Aber das ist nicht so krass viel…

Bei mir Nein, hatte eher mehr Reichweite beim 2020er, aber so ganz genau seh ich es erst wenn ich wieder regelmäßig in die Arbeit fahre…

wir hatten ein M3 LR AWD 18" 2020er mit dem üblichen 79kWh Akku, jetzt das gleiche Modell jedoch als 2021er mit 77er LG Akku.
Die Reichweite bei den aktuellen Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunktes ist deutlich besser. Sehr angenehm ist, dass auch höhere Geschwindigkeiten proportional weniger an der Reichweite ziehen. Vorher hatte ich den Eindruck, dass sich Kälte und zügiges Fahren kaum auf Dauer vertragen haben. Auf unsere Standardstrecke hätte ich sonst (bei diesen Temperaturen) 2 mal nachgeladen. Jetzt lade ich nur einmal und habe soviel Reserve, dass ich statt um 110 kmh Zielgeschwindigkeit um 130 - 150 kmh pendele. Was den Spassfaktor auf der AB bei Langstrecke deutlich erhöht. Laden ist definitiv etwas langsamer geworden, was möglicherweise (sobald T mehr Degradationsdaten zum LG Akku vorliegen) in die eine oder andere Richtung per Software angepasst wird.

Zusätzlich hat der Komfort gewonnen, denn die neue Heizung zieht nciht mehr so brutal Reichweite, gefühlt ist es egal ob ich es kuschelig bei 23°C habe oder unterkühlt bei 15° (min). Außerdem isolieren die Fahrerfenster besser, es strahlte von dort immer so kalt.
All dies sind unsere ersten Eindrücke nach 1.500km in den letzten 10 eher kühlen Tagen. Ich kann mir vorstellen, dass die Unterschiede bei Temperaturen um 20° deutlich geringer ausfallen wird, mal abwarten.

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Moin Jürgen,

das ist interessant, dass du mit dem PreFacelift gefühlt eine größere Reichweite hattest.

Reichweite ist ja ohnehin immer das Thema bei Elektromobilität. Tesla selbst hat mir das immer als problemlos beschrieben. Grundsätzlich ist das auch korrekt bei meinem Fahrprofil (80-90% nur in Hamburg und ca. 35km pro Tag). Ich fahre allerdings gern und oft nach Fehmarn (ca. 150km eine Tour) da oben gibts keine SuC, nur 11kw oder 50kw irgendwas Ladesäulen. D.h. ich muss auch bei-10°C die 300km schaffen, bei x% Degradation und man fährt ja auch nicht 100-0%.

Gerechnet habe ich daher 10% Degradation auf 75KW und 90% Entnahme. Dann bleiben ca. 61KW nutzbar, bei 20KWh/100km sind dann gerade die 300km hin und rück.

Habe beide Modelle bei 5°C uns leichtem Wind getestet, bei uns schnitt das 2021er Modell besser ab bei 120-140kmh auf der AB. Hatten hochgerechnet eine Reichweite von ca. 380km bei 100-0%, was sich mit den bisher gemachten Aussagen in etwa deckt.

Die Frage ist, wie verhält es sich im Sommer bei >20°C?

Moin sunnysunny,

deine Erfahrungen decken sich in etwa mit unseren Testfahrten, auch bei 22°C innen schrumpft die Reichweite nicht allzusehr zusammen. Und ganz ehrlich bei ca. 50k€ und nem Baby möchte man einfach nicht mit 16°C innen rumgondeln…

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Mein Eindruck vom Pre-Refresh M3 ist, dass zumindest auf der Langstrecke oberhalb +/-0° den Hauptunterschied tatsächlich die Reifen ausmachen. Vielleicht noch die Felgen.

Ich hatte eigentlich im Winter auf längeren Strecken zwischen Berlin und Ostsee/Harz auch den Eindruck, dass der Verbrauch recht stark gesunken sei, aber das war häufig bei noch wesentlich niedrigeren Temperaturen aber ich habe da wenig gute Vergleichsstrecken.

Dazu… ich fahre gerne etwas schneller… Da ist dann natürlich der Einfluss von Reifen/Aerodynamik größer im Vergleich zur Heizung.

Ich bin jetzt zweimal vergleichbare Langstrecken quer durch Deutschland gefahren (Berlin-Bodensee und zurück), einmal über Weihnachten mit Winterreifen/-Felgen und jetzt über Ostern mit den Aeros inkl. Caps.
Was ich an der Oster-Variante interessant fand: auf dem Hinweg hatte ich frühlingshafte Temperaturen komplett oberhalb der 20° (28° Spitze, irgendwo in Bayern), auf dem Rückweg größtenteils Sauwetter knapp oberhalb der 0°, viel Regen, anfangs zum Teil auch Schneefall.
Im Dezember war das Wetterverhältnis ungefähr genauso, aber da auch auf der Hinfahrt natürlich nicht so warm (eher um die +5°-+7°).

Im Dezember hatte ich Winterreifen, jetzt Sommerreifen.

Fahrprofil: im Dezember bin ich größtenteils ca. 155-160 gefahren, auf manchen Strecken auch mal 180-200 wenn ich noch recht voll auf den Charger zugelaufen bin.
Jetzt im April bin ich durchgängig 170-180 wenn „frei“ war.

Verbrauch mit Winterreifen: ca. 255Wh/km trocken und 270Wh/km nass.
Jetzt mit Sommerreifen: ca. 235 Wh/km auf der Hin- und 240Wh auf der Rückfahrt.

Das hatte mich extrem überrascht. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass das kalte und auch nasse Wetter sich viel mehr auswirken würden. Vor allem bin ich auf der Rückfahrt gefühlt länger schnell gefahren (weniger Staus, einige Baustellen waren nur in Südrichtung).

Mein Eindruck nach der Fahrt ist, dass der Einfluss der Reifen viel größer ist, als ich das bisher gedacht hätte. Vielleicht haben bei den höheren Geschwindigkeiten auch die Aero-Felgen noch etwas mehr Einfluss aber ich finde vor allem, dass auch der nass/trocken-Unterschied mit den Sommerreifen viel geringer ist.

Ich werde das mal im nächsten Winter nochmal versuchen, etwas systematischer zu beobachten.

Jedenfalls ist mein Eindruck, dass bei so einem Fahrprofil ohne extreme Temperaturen der Einfluss der Heizung nicht so sehr groß ist, wie ich das erwartet hätte.

Einen Vergleich zum Refresh mit der Wärmepumpe habe ich leider bisher nicht.

Macht Sinn, denn bei dem Verbrauch heizt sich beim 2020 pre-refresh der gesamte Akku über seinen Innenwiderstand ordentlich auf, dann kannst Du die Heizung eigentlich abstellen, der gigantische Akku heizt den Wagen. Selbst die aktive Akkuheizung in der Zufahrt zum SuC wird dann zu Nebensache. Ganz anders sieht dies aus, wenn Du morgens im Bummelverkehr mit 80km/h durch den Berufsverkehr musst, da wird die Heizung zum wesentlichen Verbraucher.

„Mein Eindruck vom Pre-Refresh M3 ist, dass zumindest auf der Langstrecke oberhalb +/-0° den Hauptunterschied tatsächlich die Reifen ausmachen. Vielleicht noch die Felgen.“

Moin cooliopenguin,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Weißt du welches die kleinsten Felgen und schmalsten zugelassenen Reifen für das M3 LR sind? Vermute es bleibt aufgrund der Bremse die 18" Felge (macht ja auch Sinn mit den Aero Caps anstatt einer 17" ohne), richtig?

Ja, sicher, deswegen habe ich ja auch extra über Langstrecken gesprochen. Sah im Winter bei -15° auf Kurzstrecken sehr anders aus, aber da hat man halt idR kein großes Reichweitenproblem.

Das mit der Akkutemperatur war aber durchaus ein Punkt, weshalb ich evtl. größere Unterschiede erwartet hatte.
Der Refresh zieht ja mit der Wärmepumpe Wärme zum Heizen aktiv aus dem Akku und zwar bis zu einem Punkt, wo die Laderaten ziemlich drunter leiden. Das macht der Pre-Refresh ja nicht, insofern sollte er dann doch zumindest etwas Heizleistung brauchen, gerade auch wenn man Schnee auf den Scheiben schmilzt…
Die Akkutemperatur an sich war übrigens auch niedriger als bei höheren Temperaturen, ich bin einmal mit 15% SoC und 38° Akkutemperatur am SuC angekommen und habe mich dann doch geärgert, da nicht vorher nochmal ne Runde noch schneller gefahren zu sein, denn er hat wegen des Batteriestandes nicht vorkonditioniert und das hat mich heftig Laderate gekostet, da lag ich dann am Anfang bei 111kW und er hat volle 7kW in die Heizung des Akkus gesteckt.

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Also in meinem Schein sind die Serien-Aeros die kleinsten und schmalsten. Was man evtl. vom TÜV noch kleiner zugelassen bekommt, weiß ich nicht, das wird evtl. auch von der jeweiligen Felge abhängen.
Ich glaube aber eher nicht, dass es viel bringt, eine noch kleinere Felge drauf zu machen, wenn die dann dafür ein offenes Design hat, zumindest nicht bei höheren Geschwindigkeiten. Wenn man viel beschleunigt bringt das geringere Gewicht der Felgen evtl. was.
Breite… Klar, dürfte sich auswirken.

Aber ich meinte vor allem, dass der Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen (bei gleicher Größe) bei mir groß war. Ich habe auch den Eindruck, dass bei den Winterreifen Nässe mehr ausmacht, wahrscheinlich pumpt das höhere Profil da einfach mehr Wasser von der Straße, da ist ja bei den Umdrehungsgeschwindigkeiten eines Reifens einiges an Leistung, was da dann umgesetzt wird.

Nur mal zum Vergleich aus meinen kleinen Testrunden.

Beides mal war die Temperatur um die 5°C, beim PreFacelift hats dann allerdings später geregnet, Hinfahrt ohne, Rückfahrt jeweils mit Licht. Wo frei war 140km/h sonst an die Geschwindigkeit gehalten. Wobei ich dazu sagen muss, das 2021er Modell hatte die 18" Aeros und das 2019er die 19" Felgen.

Landstraße 27,5 km:
Model 3 2019: 142wh/km
Model 3 2021: 135wh/km

Landstraße 108km:
Model 3 2019: 172wh/km
Model 3 2021: 165wh/km

Autobahn 205,5km (100/120/140kmh):
Model 3 2019: 225wh/km (hat auf der Rückfahrt geregnet)
Model 3 2021: 181wh/km

Autobahn 520km (100/120/140kmh):
Model 3 2019: 225wh/km (hat auf der Rückfahrt geregnet)
Model 3 2021: 185wh/km

Liegt der Unterschied eurer Meinung an den unterschiedlichen Felgen/Reifen oder spielen da noch andere technische Details mit rein?

Merci.

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Das könnte ich mir mechanisch und physikalisch erklären. Winterreifen haben zum einen ein weiter verzahntes Profil, d.h. die Verzahnung (Adhäsion) mit der Straße ist größer, damit auch der Reibungs & Rollwiderstand. Zum anderen sind diese vermutlich auch weicher und walken damit mehr, wodurch auch der Rollwiderstand steigt. Berechnet habe ich es nicht aber es können schon gut 10% mehr sein vermute ich - sehe ich ja auch bei meinem Mazda 3 Verbrenner. Winter 7,2L/100km, sommer 6,6L/100km… wobei hier noch die höhere Luftdichte durch die kälteren Temperaturen mit rein spielt (dann muss ja auch mehr Sprit verbrannt werden).

Ich bin ja auch vom 19er M3P Base mit 19 Zoll Reifen auf das 2021er LR Modell mit 82er Akku und 18 Zoll Reifen gewechselt und muss sagen, es ist deutlich sparsamer bei kalten Temperaturen bisher. Ob nun Kurzstrecke oder Langstrecke bei Autobahn mit 150 km/h. Bestimmt 10-15% noch mal mehr Reichweite. Ob sich das dann im Sommer auch bestätigt, weiß ich noch nicht.

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Interessante Zahlen. Ich würde sagen, bei dem Profil liege ich mit meinem 2020er pre-Refresh mit den Aeros irgendwo zwischen Deinen Werten. Insofern würde ich mal vermuten, dass sowohl die Felgen als auch die Wärmepumpe da eine Rolle spielen.

Der „normierte“ Wer, den ABRP ermittelt, könnte evtl. noch interessant sein (Verbrauch bei 110 km/h, kalibriert mit aktuellen Fahrzeugdaten, wenn man dem ABRP Zugriff gibt).

Da hatte sich der ABRP im Winter bei mir auf 195Wh eingependelt, jetzt nach meiner Hinfahrt 179 Wh ermittelt und nach der Rückfahrt 183.

Die 18 Zoll Reifen mit Aero Caps gegenüber 19Zoll machen laut verlinktem Artikel ca. 6% aus. Nasse Fahrbahn erhöht den Verbrauch auch noch einmal extrem, daher ist die Rückfahrt nicht wirklich repräsentativ.
Daher scheint der Langstreckenverbrauch ohne unterschiedliche Reifen in etwas gleich sein.

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Nach 3 Monaten im 2021 LR AWD stelle ich zwei Sachen fest:

  1. den größten Einfluss auf den Verbrauch hat die (un)Vernunft und die Laune des Fahrers, und es macht deutlich mehr Laune unvernünftig zu fahren :grinning:
  2. Über Reichweite in km denke ich sowenig nach wie vorher im Verbrenner. Unter 1/4 oder 25% wird bei nächster Gelegenheit geladen, fertig.
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Mir geht es hauptsächlich darum effektiv von a nach b zu kommen und zukünftig unabhängig von Öl und Gas zu sein. Andererseits möchte ich nicht auf längeren Touren mit 80 kmh hinter einem LKW herzuzuckeln. Gerade auch mit Hinblick auf kleine Kinder an Bord, die quengeln dann doch mal schnell wenn die Reise zu lang wird.

Immerhin werden uns unsere Kinder vielleicht später fragen, warum wir nicht mehr gemacht haben, obwohl wir das wussten. Ist halt fürs Gewissen :slight_smile: