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Model 3 kommt, was wird passieren?

  1. Ich frage mich ja schon länger, warum Elon, ohne Not, so nachdrücklich darauf hinweist, dass das Model 3 in keiner Hinsicht besser sein wird als das Model S. Für mich kommt hier die Sorge zum Ausdruck, dass das Model 3 um den Marketeinführungstermin herum heftigst die Verkäufe des Model S kannibalisieren könnte. Nach dem Lesen von ModelXFans Post in diesem Thread:
    BMW i3 und i8
    habe ich das Gefühl, es gibt für diese Sorge handfeste Gründe. Natürlich wird Model S kontinuierlich überarbeitet und wird technisch nie wirklich hinterher hinken (in Sachen Ausstattung und Features bleibt es ja ohnehin in seiner eigenen Klasse).
    Aber ich denke schon, dass eine Akkutechnologie wie die beschriebene, zusammen mit anderen Eigenschaften des Model 3, extrem attraktiv werden könnte, auch für die, die eigentlich mit einem Model S liebäugeln.

  2. Wenn der Coup gelingt, d.h. wenn Tesla wirklich das versprochene Auto näherungsweise zum versprochenen Preis liefern kann und die Produktionszahlen tatsächlich so ansteigen wie geplant, dann geht von Tesla eine ernste Gefahr für die deutsche Autoindustrie aus. Es wird ein heftiges Erwachen geben, denn aktuell wird das Projekt Model 3 bei den anderen Herstellern nicht wirklich ernst genommen, weil sie sich nicht vorstellen können, das so etwas geht.
    Sobald aber das Auto auf der Straße ist und der Hype im Markt beginnt, werden wir eine beispiellose Schlammschlacht gegen Tesla und Model 3 erleben. Dagegen werden die kleinen Kampagnen gegen das Model S (Akkubrände, Radaufhängung, Autopilot) wie harmlose Nadelstiche wirken. Man wird versuchen, Tesla hinsichtlich Reputation zu vernichten und wird recht fantasievoll sein, was juristische Aktionen gegen Tesla betrifft. Auch politische Maßnahmen können wir erwarten.
    Ich schreibe das, weil ich mich darauf einstelle, eine Menge emotionalen Sturm zu erleben, wenn mein Model 3 mal da ist, und weil ich mir vornehme, mich daran zu erinnern, dass mit einer solchen Kampagne zu rechnen war.
    „Keep Calm and Drive Electric“ heißt dann die Devise.

ich denke eher er will die Erwartungen dämpfen weil das Model 3 halt nicht ein „kleines“ Model S ist sondern ein „einfacheres“ und kleineres Model S ohne den Schickmick des grossen Bruders (Schwester)

@ cer:
Das sehe ich so wie du, gehe aber eher davon aus, dass mit dem 3. Model 3 Event die neuen Batterien auch für S und X angekündigt werden, um einer Kannibalisierung möglichst wenig Raum zu lassen.

Ich denke, um Kannibalisierung muss man sich zumindest in den ersten 12-24 Monaten nach Anlauf der Serienproduktion keine Sorgen machen. Die Nachfrage nach dem Model 3 übersteigt das Angebot so dramatisch, dass für alle, die es sich leisten können, das Model S allein schon wegen der kürzeren Lieferzeiten noch lange die attraktivere Option bleiben wird.

Abgesehen vom bisher geschriebenen denke ich dass das Model 3 auch zum Werbefaktor für Model S und X wird. Es gibt immer noch genug Leute welche Tesla gar nicht kennen. Wenn dann auch noch die Model 3 durch die Gegend fahren, werden manche erst dann bemerken, dass es auch noch was Größeres gibt. Wahrscheinlich kommt das 3er auch leichter in eine Flotte und dann wird es auch einfacher noch den einen oder anderen Großen mitzunehmen.
LGH

Ich denke das Model 3 wird wie eine Bombe einschlagen,
wenn es Stückzahlen auf die Straße kommt, da es auf
dem Markt nichts vergleichbares in dieser Klasse gibt
(Ausnahme evt. der Ioniq), und bis 2019-2020
auch nicht geben wird.

Da werden sich die Zeitschriften und Zeitung auf das
eine Model stürzen, dies wird aber mit Sicherheit nicht
immer positiv ausfallen, die Werbekunden müssen ja
auch glücklich gemacht werden.

just my 2 cent

Für mich ist auch die Grösse ausschlaggebend. Das Model S wäre mir einfach zu gross in der Länge und Breite. Daher sehe ich schon die Möglichkeit, dass potentielle Model S Käufer auf ein Model 3 umschwenken könnten.

Die Länge geht bei mir (da gibts den Parkassistent) - die Breite ist auf schmaleren Straßen nervig. Bei unserer Durchfahrtsstraße mit parkenden Autos muss man zig mal anhalten - mit unserem Volt kann man da bequem durchrollen …

Plus: kleiner gleich verbesserte Aerodynamik und hoffentlich noch deutlich sparsamer träum

Erstmal muss das Model 3 auch hier in vernünftigen Stückzahlen kommen. Das wird 2017 nix mehr. Erst so Mitte 2018. Und dann muss dazu die Qualität auch beim MS steigen. Wenn man sich da im Probleme-Thread so umsieht bekommt man Angst. Dann noch eventuelle Rücknahme der Ladeleistung weil der Akku doch nicht soo gut ist (klar, wenn der Kunde die Betatests macht dauert es halt bis das durch schlägt), Software die seit Jahren immer noch nicht zuverlässig funktioniert wie Spotify, das bescheidene Navi etc… Klar, bisher gab es keine wirklichen Alternativen, aber bis das M3 dann wirklich da ist wird sich das geändert haben. Und dann muss Tesla zeigen dass sie mehr können als Versprechen und gute Produktpäsentationen.
Und ich bin gespannt was das Basis M3 dann wirklich kann und wie viel man für ein gut ausgestattetes Modell hinlegt. Ich bin daher mehr als froh hab ich meine Reservation auf die Bestellung für ein M3 schon vor einiger Zeit gemacht und muss erst im Juli 2018 ein neues Auto holen. Bis dahin weiss ich was mich beim M3 erwartet und auch ob das MS mit dem ich liebäugel bis dahin so funktioniert wie es vor über einem Jahr versprochen wurde bzw. auf der Teslaseite gross beworben wird. Es bleibt jedenfalls spannend :slight_smile: Gut ist jedenfalls dass Bewgung in die Sache gekommen ist, wenn ich so zusehe wie hier Ladesäulen aus dem Boden wachsen, da geht’s bald richtig ab :smiley:

ab welchem frustniveau in den vorstandsetagen der verbrennerhersteller werden in foren wie diesem, bezahlte trolle auftreten?

Sehe ich auch so, oder vielleicht eher kurz danach. Sicherlich dann erstmal in den großen Model S/X Varianten, um die alten Kontrakte für die 18650er Zellen noch zu erfüllen…

Also ich bin der Meinung, es geht gar nicht wirklich um das Model3, zumindest nur indirekt. EM meinte doch mal, das eigentliche Produkt ist nicht der M3, sondern die Fabrik.

Das Herangehen an die Produktion, der Automatisierungsgrad, also eigentlich das Konzept und vor allem die dafür nötige Software, um diverse Autos faktisch vollautomatisch bauen zu lassen, dass ist das Produkt, was EM Geld einbringen soll.

Der M3 ist nur ein Vorführobjekt, um zu zeigen, wie gut die Fabrik funktioniert.

Daher denke ich, dass er das M3 in großen Stückzahlen produziert und dann die Technologie mit viel Gewinn verkaufen wird.

Wäre es denn so schlimm, wenn es zum Kanibalisierungseffekt kommen würde?

Das erklärte Ziel von EM ist doch, das Auto mit elektrischem Antrieb salonfähig und massentauglich zu machen. Dazu wählte er bisher eine mehrstufige Strategie (den Roadster auf Basis Lotus bis genug Geld verdient war, um die Investitionen in das Model S zu tätigen, als „Abfallprodukt“ vom Model S das Model X zur Unterstützung, bis genug Geld vorhanden war für die Investitionen in’s Model 3).

Kann man den Roadster heute noch kaufen? Und wer weint diesem eine Träne nach?

Ich sage es mal böse: Wenn es einst keine Modelle S/X mehr gibt, kann auch niemand mehr einen Technologievergleich zwischen S und 3 machen.

Gebraucht kann man ihn noch kaufen. :wink:
Und hier im Forum gibt´s bestimmt viele, die traurig sind, dass es keine Neuen mehr gibt. Und auf den Roadster 3.0 warten…

Ich bin der Meinung, dass es Model S und X auch (noch lange Zeit) parallel zum Model 3 geben wird. Denn die Margen aus diesen Autos ermöglichen erst die Produktion des Model 3. Das gilt nicht nur heute (vor dem Marktstart des Model 3), sondern auch in 5 Jahren.

Was wird passieren?

  • In allen Märkten ausserhalb Deutschlands, besonders aber in den USA, werden die Hersteller „klassischer“ Mittelklasse-Limousinen deutlich Marktanteile verlieren. Und dies nicht nur im Bereich C-Klasse, A4 und 3er BMW, sondern evtl. auch eine Klasse darüber, sobald die Fertigungsrate bei Tesla dies ermöglicht.
  • Die betroffenen Hersteller werden erstmal kaum reagieren können, da sie weder ein zu ihren Produkten gleichwertiges elektrisches Pendant haben, noch eine schlüssige Positionierung in ihrer fossilen Produktpalette überzeugend darlegen können. Ebenso nehmen bei angenommenen sinkenden Verkäufen die Kosten für die vielen Motorvarianten zu. Dies ist auch deshalb problematisch, da sie versuchen könnten, die bisherigen Produkte zu verramschen, um Zeit zu gewinnen. D.h. es ist weniger Geld da, auch für Investitionen. Allerdings wird es für die Etablieren erst dann problematisch, wenn Tesla das Model Y auf den Markt bringt, oder Autofabriken für Elektroautos basierend auf Tesla-Technologie an Dritte liefert.
  • Im Dieselreservat Deutschland werden die Auswirkungen überschaubar bleiben. Die etablierten Konzerne werden auf jeden Fall zu verhindern versuchen, daß Tesla über Leasing einen breiten Zugang zu Unternehmen erhält. Dazu wird eine Schmutzkampagne nach der anderen starten, auf die Politik noch mehr Einfluß genommen, und U-Boote in den Foren bekommen Urlaubssperre.

Ich bin gespannt, ob man mit ein paar Jahren Abstand das Model 3 als Model T des Elektroauto-Zeitalters ansehen wird.

Ich kann das nach wie vor nicht so ganz verstehen, warum das Model 3 für die Mehrheit das Model S ersetzen soll…

Model S ist Oberklasse, ein geräumiges komfortables Fahrzeug. Model 3 soll Mittelklasse werden. Käufer eines A8, Panamera, 7er BMW kaufen doch auch nicht plötzlich A4 oder Passat…
Klar gibts einige, die einfach nur ein elektrisches Auto haben wollen und daher kaufen was da ist. Aber ich glaube kaum, dass das ein schmerzender Großteil ist.

Ich denke das M III wird seine Zielgruppen bedienen müssen, dann wird es einschlagen. Das sind IMHO 2 Gruppen. Es braucht ein einfaches, billiges aber alltagstaugliches für Menschen die sich ein EV nur so leisten können. Also für 40k eine ordentlich ausgestattete Version mit alltagstauglicher Reichweite. Dann braucht es eine Version welche durchaus das MS kanibalisiert, z.B. für mich, die ein schönes EV mit tollen Funktionen und Fahrleistungen und tadelloser Qualität haben wollen, aber keine 10 qm Auto brauchen. Dafür aber wieder bereit sind auch 100k auszugeben.

Gibt es nur das billig M III befürchte ich wird es die Early Adopter nicht in ausreichender Zahl geben die das Abenteuer EV eingehen (es ist als Auto immer noch doppelt so teuer wie ein bei deutschem Strommix ähnlich Umweltfreudlich rechenbarer Verbrenner) und alle abspringen die für 35 t€ ein kleines Superauto wie das MS erwartet haben.

Nur die M III Kunden die 80 t€ ausgeben würden für ein kleines MS reichen aber nicht aus für den Massenmarkt und viele haben sicher auch zur Not wie ich 10 qm MS gekauft und würden einfach nur dessen Absatz kanibalisieren. Das wird ein schöner Ritt auf der Klinge für Tesla. Insbesondere wenn jetzt in allen diesen Segmenten wirklich Alternativen auftauchen sollten. Tesla muss IMHO beginnen als Auto, nicht EV, in allen Dimensionen wie Qualität, Fahreigenschaften, Assistenzsysteme, Ausstattung, etc. unabhängig von der Antriebstechnologie konkurrenzfähige Fahrzeuge zu bauen. Dann wird das was. Für den doppelten Preis eines besseren Verbrenners wie beim MS nicht wenn der EV USP wegfällt.

Vermutlich gibt es einige Model S-Käufer, die sich niemals ein Auto dieser Preisklasse gekauft hätten, wenn es Alternativen gegeben hätte.
Allerdings würde ich vermuten, dass die Mehrzahl der Model S und Model X - Käufer nicht gerade mal so das Geld berappen konnten, sondern es sich leisten kann. Warum sollten diese zum kleineren, einfacheren, weniger prestigeträchtigen Model 3 greifen ?

In puncto Qualität macht mir zwar auch ein bisschen Sorgen, was es in letzter Zeit hier im Forum zu lesen gibt, aber ich hatte vor kurzem ein Wochenende lang ein Model S ausgeliehen und mir hat die Qualität des Fahrzeugs sehr gefallen.

Wichtiger finde ich die Batteriequalität und damit die Haltbarkeit. Das ist doch letztendlich wesentlich wichtiger als ein paar Spaltmaße oder ein unsauber verarbeitetes Innen-Deko. Auch wenn das zugegebenermassen nicht in Ordnung ist.

Und alles was man über die Akku-Haltbarkeit und Leistungen liest und was ich auch selbst erfahren habe, ist sehr vielversprechend.
Da traue ich derzeit Tesla deutlich mehr zu, als anderen Herstellern.

Meiner Meinung nach wird das Model 3 die „Lawine“ so richtig ins Rollen bringen.

Hätte es Anfang 2015 ein reines BEV mit >300 km echter Reichweite gegeben, hätte ich mir auch kein Model S gekauft.
Mein Wunschauto war zu dem Zeitpunkt (also VOR dem Abgasskandal) ein VW e-Touran oder e-Passat, aber das gibt es ja selbst heute (2017) noch nicht einmal als Ankündigung.

Ich wollte aber unbedingt ein BEV, brauchte aber aufgrund vieler Kundentermine ein Fahrzeug mit entsprechender Reichweite.
Die anderen Hersteller hatten zu der Zeit gerade mal ~200 km NEFZ-Reichweite.

Ich hätte gerne das Tesla Model 3 genommen, aber so lange wollte ich nicht warten, und nochmal einen Verbrenner kaufen wollte ich auch nicht.
Also musste ich notgedrungen ein Model S nehmen und habe es mir dann schöngerechnet :wink:

Ich fürchte, einige Leute haben völlig überzogene Erwartungen an das M3, insbesondere, was die angeblich darin verbauten neuen Super-Batteriezellen betrifft …