Model 3 in deutschen Showrooms?

Man müsste ja schon längst vorher was wissen bzgl. Homologation!? Oder etwa nicht?

Die Homologation ist keine öffentliche Veranstaltung. Das kann schon lange gelaufen sein, dafür gibt es keine Veröffentlichungspflicht im Bundesanzeiger oder sonstwo. Wenn mehr als 10 Model 3 auf der Straße mit deutschen (nicht roten) Nummernschild rumfahren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß die erwähnte Homologation stattgefunden hat.

Danke für die Info.
Schade, das heißt bevor Tesla nicht offiziell was macht oder sagt, ist es ein Ritt im Nebel.

Musste erstmal nachschlagen was Homologation bedeutet --> de.wikipedia.org/wiki/ECE-Homologation

Es geht um die Typzulassung.

Ich habe mal versucht herauszufinden ob Tesla für das Model 3 bereits eine EU-Typzulassung hat und habe beim KBA die Liste aller Typzulassungen gefunden, die allerdings Stand Februar 2018 ist:

kba.de/SharedDocs/Publikati … nFile&v=16

Da steht Tesla drin, aber nur für Roadster 1, Model S und X.

Diese Liste wird halbjährlich aktualisiert und müsste daher am 15.8.2018 in einer neuen Fassung verfügbar sein.
Dann werden wir genauer wissen ob bereits eine Typzulassung für das Model 3 vorliegt.

Ich konnte nichts finden ob die CCS Buchse für die Typzulassung von Elektrofahrzeugen verpflichtend ist. Ab 1.3.2018 ist aber eCall Pflicht für neue Typzulassungen. Wenn Tesla nicht vor dem 1.3.2018 eine Typzulassung erhalten hat müssten wir das also in den Showroom Fahrzeugen finden.

Für den Showroom braucht man natürlich keine Zulassung. Bin gespannt was da kommt.

eCall ist ja die Möglichkeit, daß das Auto bei einem schweren Unfall auch alleine die Polizei rufen kann (grob gesagt) mit GPS-Koordinaten. Das kann Tesla schon seit Ewigkeiten, die SIM-Karte hat Tesla seit Anfang an dabei.

Das die Liste mit den Homologationen veröffentlicht wird, wußte ich nicht. Der 15.8. ist ja nun bald, ich denke aber, das Model 3 wird da nicht drinne stehen.

Also es gibt mindestens ein Model 3 in D mit deutschen Kennzeichen (keine roten), habe selbst eins gesehen. Ist dafür eine Homologation notwendig oder kann das eine (teure) Einzelabnahme gewesen sein?

ECall ist aber nicht irgendeine Möglichkeit dies zu tun sondern eine standardisierte Variante welche jetzt verpflichtend eingebaut werden muss.
Zumindest bislang unterstützt Tesla eCall meines Wissens nach nicht.

Da die Hardware dafür aber komplett vorhanden ist, denke ich, da es eine reine Software-Anpassung (per OTA) ist, damit Tesla eCall-Kompatibel ist. Das die den offiziellen Standard noch nicht unterstützern, wußte ich nicht. Wo kann man das nachlesen?

So so - das kann Tesla schon? Wo finde ich dann bitte den Notrufknopf?

Mir ist auch klar das Tesla immer weiss wo wir sind und sich auch meldet wenn ein Unfall passiert, aber ich habe noch nicht gehört das sie 112 informieren.

Technisch ist das sicherlich auch für alle ausgelieferten Tesla Fahrzeuge einfach per Softwareupdate nachrüstbar. Passiert ist das aber meines Wissens noch nicht. Wenn das Model 3 seine Typenzulassung nach dem 1.3.18 bekommt „muss“ aber eCall vorhanden sein.

Warten wir mal ab was wir irgendwann im Showroom zu sehen bekommen.

Wenn der Airbag auslöst scheint ja zumindest ein Ping mit GPS-Koordinaten an das Tesla-Mutterschiff zu gehen, soweit Netzempfang. Man könnte also serverseitig eine Weitergabe an die lokale Rettungskette organisieren, je nachdem, wie es im jeweiligen Mobilfunknetz zu implementieren ist. Und zukünftig hilft vielleicht sogar die Innenraum-Kamera, wenn wirklich Not herrscht.

Ich bin allerdings über zwei Punkte gespannt:

Elon wird sicherlich vor Wut toben, wenn aus regulatorischen Gründen noch ein zweiter Drückschalter neben dem Warnblinker-Knopf ins aufgeräumte Cockpit müsste.

Und wie löst die Automobilindustrie den „Bitte stimmen Sie der Übermittlung personenbezogener Daten zu“-Dialog für die frisch Schwerverletzten, der nach EU-DSGVO zu initiieren wäre, bevor GPS- und Fahrzeugdaten versendet werden?

Zum Thema Ausstellerfahrzeug gehe ich davon aus, dass - abgesehen von herum laufenden Model 3s für spezifische Events - erst ein Schwung Kundenfahrzeuge an Frühreservierer ausgeliefert werden, bevor die Vertriebsorganisation angeworfen wird. Es macht gar keinen Sinn, die Fahrzeuge auszustellen und damit Model S/Model X-Absatz in Frage zu stellen, wenn das Model 3 nicht konkret bestellbar ist.

Hat redvienna schon mal ne Umfrage gemacht ob das Model 3 für Europa CCS bekommt?
Als frischer Tesla Fahrer muss ich sagen. Ich denke Tesla wird kein CCS verbauen…
Wieso auch? Funktioniert doch super bei Model S und Model X ohne.
Was wäre der Mehrwert für Elon oder Tesla?
State of the art? Ist es doch im Grunde schon sogar mit SuC Netzwerk, dieses müsste er nicht extra anpassen und es CCS fähig machen.
Den Kunden es möglich machen bei Ionnity (oder wie das heißt) das Tanken zu ermöglichen ? Wozu? Geht doch bereits super mit SuC und Wallbox und UMC…

Stand es jemals irgendwo zur Sprache aus Tesla Kanälen ? Oder ist es nur Spekulation und Hoffnung Cobb Tesla Fans?

Klar würde ich mir wünschen dass das Model 3 CCS bekommt. Wäre definitiv positiv für die Kunden… aber ich glaub irgendwie nicht dran…

Auch meine Hoffnung ist nicht so groß. Aber bislang konnte man an Chademo laden, was dank der vielen neuen Triple ne sehr ordentlich Verdichtung von zügigen Ladepunkten darstellt. Das wird beim M3 aber aufgrund der fehlenden Kommunikation nicht gehen. Also nur SuC oder AC an Typ2.
Mit CCS hätte man als Mehrwert das stetig wachsende Netzwerk als guten Lückenfüller.

Es ist aber auch ein mechanischer SOS Knopf nötig.

@Diemuhkuh - ich habe gerade mal versucht herauszufinden ob es ein „mechanischer SOS Knopf“ sein muss.
In der EU VERORDNUNG (EU) 2015/758 - eur-lex.europa.eu/legal-content … 58&from=DE -
finde ich nur in Artikel 5 folgenden Satz dazu:

Die Hersteller müssen nachweisen, dass neue Fahrzeugtypen so konstruiert sind, dass ein eCall über die einheitliche europäische Notrufnummer 112 auch von Hand ausgelöst werden kann.

Von Hand kann man aber auch auf den Bildschirm klicken - das es ein mechanischer Knopf sein muss steht in dieser Verordnung nichts.

Hast Du eine Quelle die den mechanischen SOS Knopf nennt?

Wir hatten ja schon oft diskutiert, dass zusätzliches CCS zum SuC im Auto weitere kostspielige Relais erfordert.
Andererseits ist es damit ultimativ mit Abstand das beste:
Es ist ja nicht nur die große Auswahl der Lademöglichkeiten sondern auch die Fähigkeit die Pins der Steckverbindungen und die Kabel vom Ladeport zum Akku voll auszunutzen.
Bei einem normalen CCS-Ladesystem kann der Strom nur durch 2 Pins/Kabel (jeweils einer plus und minus) gehen. Es müssen aber trotzdem zur AC-Ladung im Auto die weiteren Pins und Kabel verbaut sein.
Bei einem Tesla Typ2 SUC plus CCS würde man über 6 Pins/Kabel gleichzeitig (jeweils 3 plus und 3 minus) laden. Damit hat man deutlich mehr Reserve für höhere Stromstärken. Man kann also auch ohne 1000 Volt Technik da noch enorm die Ladeleistung steigern.

ccs-stecker am suc wird zu vielen nicht-tesla-ccs-autos am suc führen. wollen wir das?

(und wenn die auf grund technischer beschränkungen dann nicht laden können, wird sich deren schlechte laune in eine verbrenner-lobby unterstützte gesetzliche regelung zum zwangszugang zum suc-system wandeln)

ccs-fähige lademöglichkeit am tesla? ja, gern!

Fremdmarken am Tesla-Supercharger können durch ein differenziertes Preissystem gesteuert werden.

Wenn die Supercharger Lade-Infrastruktur für weitere Marken geöffnet und von Tesla ausgebaut wird, könnte das sogar sehr vorteilhaft für uns Teslafahrer sein. Die ganze Entwicklung ist alles andere als statisch. Dass beispielsweise der Porsche Taycan demnächst mit 350 kW Ladeleistung aufmischt finde ich Klasse. Möglicherweise sind wir bald die Schnarchnasen beim Laden und nicht die anderen.

Ja, wollen wir!
Wenn die ordentlich zahlen und so einen Deckungsbeitrag zum SuC-Netz leisten ist das prima. :exclamation:

Da die „nicht-Teslas“ im Durschnitt nicht so breit sind und weniger Ladeleistung haben, wird die Qualität der Nutzung der Tesla-SuC für Teslafahrer sogar besser (Mehr Platz zum Türöffnen und mehr Ladeleistung wegen Aufteilung der Ladeleistung jeweils auf zwei Säulen).

Als Tesla 2012 das Model S für Europa fertig gemacht hat, wollten sie sich mit dem Ladestecker an die in ganz Europa für alle eruopäischen E-Autos gültige Norm halten. Es gab aber nur einen Normentwurf (de.wikipedia.org/wiki/Combined_Charging_System) und aus eben diesem hat sich Elon Musk/Tesla den DC-Mid Stecker (heutiger Supercharger-Stecker für DC) rausgesucht, da es der eleganteste Stecker war und dafür die Klappe am Model S nicht geändert werden mußte. Das die EU dann auf drängen der deutschen Verbrenner-Industrie genau diesen einen Stecker aus der entgültigen Norm entfernt hat, ist dumm gelaufen für Tesla (aber auch nicht wirklich verwunderlich).

Tesla ist dem Chargin-Verein beigetreten, die sich für CCS in Europa einsetzen. Elon Musk hat mehrfach gesagt, daß er eine Normung des Ladesteckers gut findet und unterstützt. Heißt also, daß zwingend Tesla demnächst (Telsa Zeispanne) auf CCS-Combo2 umschwenken wird. Garantiert.

Im Herbst 2018 wird der Supercharger V3 vorgestellt, bevor das Model 3 nach Europa kommt. Es wäre sehr klug und effektiv, das Model 3 gleich von Anfang an mit CCS-Combo2 auszuliefern und in der Anfangsphase an jedem Supercharger-Standort in Europa je 2 Supercharger-Säulen mit zusätzlichen CCS-Combo2 Ladekabeln zu versehen. Machen müssen Sie es sowieso und da ist es sehr schlau, es vor dem Erscheinen des Massenautos Model 3 zu tun. Je nach Verkauf vom Model 3 im jeweiligen Landstrich werden dann weitere Säulen mit CCS-Combo2 Stecker aufgestellt oder umgerüstet. Tesla kann ja sehr genau sehen, wann welches Model wieviel geladen hat.

Ich bin diesbezüglich sehr gespannt auf das Model 3 und den Supercharger V3.

Die Lade- und Abrechnungsmodalitäten eines Nicht-Tesla-Autos am CCS-Combo2 Stecker eines Supercharger werden genauso kompliziert/einfach wie an jeder anderen CCS-Combo2 Säule sein. Geschätzte Trefferquote 50%, daß dein Abrechnunssystem/NFC-Karte/Vertrag/… akzeptiert wird, das kennen die Nicht-Tesla-Fahrer ja schon lange. Da wird also gesetzestechnisch sicherlich nichts neues kommen, dafür sind es viel zu wenige. Und, es sind ganz sicher keine Politiker bei den frustrierten Nicht-Tesla-Fahrern dabei.