Mitarbeiter lädt zu Hause - Strom soll AG zahlen - Österreich

Hi zusammen,

hier gehts speziell um AT also sollten nach Möglichkeit nur Leute die in AT das Thema im Auge haben auch ihre Erfahrungen oder Inputs geben.

Das Thema ist unabhängig von Tesla - betrifft ja alle E-Autos.

Situation in AT ist ja seit 01.01. so das der Arbeitgeber dem Mitarbeiter die Kosten für das Laden zu Hause ersetzen kann ohne das ein Sachbezug dafür fällig wird.

Dafür gibts 2 Möglichkeiten - entweder pauschal mit 30 EUR pro Monat oder abgerechnet nach kWh mit ~ 23cent.

Bei den aktuellen Strompreisen sind 23cent natürlich viel weniger als die meisten Leute für den Strom zahlen.

Unser Aussendienstler hat dadurch das Thema das er natürlich mehr oder weniger draufzahlt. Er wird ja meist relativ leer zu Hause ankommen um am nächsten Tag wieder voll losfahren zu können.
Alternativ müsste er vor der Heimfahrt nochmal zu nem Schnelllader fahren was aber unnötig Zeit kostet.

Gibt es eine legale Lösung um dem Mitarbeiter die vollen Ladekosten zu Hause zu ersetzen ohne das dafür ein Sachbezug fällig ist?

Hat einer aus AT hier das selbe Thema schon?

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Ja haben wir hier gefühlt jeder Woche. Nutze mal die Suchmaschine.

Z.B hier ist meine Lösung

Danke für die Info. Die Suchmaschine kenne ich aber alle Ergebnisse die ich finde drehen sich nur darum wie man es mit dem Arbeitgeber abrechnen kann.

Das ist aber nicht das Problem. Dem Arbeitgeber würde es völlig reichen wenn der Mitarbeiter die geladenen kWh an ihn meldet und das wird dann abgerechnet.

Der Arbeitgeber will auch nicht das der MA die privaten Fahrten selbst zahlt. Er würde alles übernehmen.

Aber das Finanzamt hat ja hier in AT bis Ende letzten Jahres für das Laden zu Hause Sachbezug verlangt.

Seit 01.01. ist es so das Laden zu Hause zwar nicht mehr mit Sachbezug beaufschlagt wird sondern eben pauschal mit 30EUR ohne Sachbezug abgegolten werden kann oder eben nach kWh aber eben nur mit 23cent pro kWh.

Die Frage war ja ob es eine vor dem Finanzamt legale Möglichkeit gibt das der Mitarbeiter 100% der Kosten vom Arbeitgeber erstattet bekommt ohne dafür Sachbezug abdrücken zu müssen.

Wieso frägst du nicht das Finanzamt oder deinen Steuerberater und teilst uns das Ergebnis mit?

Das ist Plan B dann und wird natürlich parallel dazu auch gemacht werden. Da sowas in der Regel aber dauert und nicht jeder Steuerberater hier genau Bescheid weiß hoffte ich auch auf das Schwarmwissen.

Es hätte ja sein können das in der Community hier jemand schon eine funktionierende Lösung hat und diese freundlicher Weise auch mit anderen teilen möchte.

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Hoffe du bekommst bald eine Antwort, ähnliches steht bei uns an;)

Das Forum wird es als 1. erfahren wenn ich eine saubere Lösung gefunden habe.
Aber vielleicht findet sich ja noch wer mit Ideen parallel dazu.

Folgendes laut 504. Verordnung des Bundesministers für Finanzen vom 30.12.2022:

Zitat daraus:
Ersetzt oder trägt der Arbeitgeber die Kosten für das Aufladen dieses Kraftfahrzeuges, ist keine Einnahme anzusetzen, wenn

a)

die Kosten des Aufladens an einer öffentlichen Ladestation nachgewiesen werden, oder

b)

die vom Arbeitnehmer verwendete Ladeeinrichtung die Zuordnung der Lademenge zu diesem Kraftfahrzeug sicherstellt und die Höhe des Kostenersatzes wie folgt berechnet wird:

Die Kosten werden auf Basis des von der Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) für das erste Halbjahr des vorherigen Kalenderjahres festgelegten durchschnittlichen Strom-Gesamtpreises (Cent pro kWh) der Haushaltspreise (öffentliches Netz) ermittelt.

Der für das Folgejahr anzuwendende Strompreis ist vom Bundesminister für Finanzen spätestens bis 30. November jeden Jahres im Rechts- und Fachinformationssystem des Finanzressorts (http://findok.bmf.gv.at/findok) zu veröffentlichen.

Für 2023 gelten 22,247 Cent/kWh
Also am besten an einer öffentlichen laden.

Ja und genau das ist der Knackpunkt.
Die 23cent sind halt sehr niedrig angesetzt bei den aktuellen Strompreisen.

Öffentlich Laden - klar ginge das aber bedeutet unnötigen Zeitverlust was für den Mitarbeiter eben blöd ist
Die Mehrkosten fürs öffentliche Laden würden zwar eh die Firma treffen aber man will dem Mitarbeiter ja nicht unnötig die Zeit rauben.

Aber ja wenn am Ende des Tages keine andere Lösung rauskommt wird es auf sowas hinauslaufen müssen.

Hallo! Ich komme aus der Branche, kenn mich also steuerlich in dem Bereich aus, UND bin leider auch selbst betroffen.

Es gibt keine legale Möglichkeit die vollen Kosten zu ersetzen. Durch die seit 01.01.23 gültige Regelung gibt es auch keine Ausreden mehr. Vorher haben wir die Kosten ohne Sachbezug ersetzt, da man sich auf eine nicht vorhandene Regelung ausgeredet hat und den Vergleich zu den Spritkosten herangezogen hat, war im Grunde aber auch nicht legal. Jetzt ist das leider vorbei.
Sogar die jetzige Regelung ist teilweise schwer umzusetzen, weil die Abrechnung der Kosten bis jetzt zeitgleich mit der Abrechnung des Stromversorgers gemacht wurde, die läuft aber nicht nach Kalenderjahr. Es hat aber niemand den Verbrauch bis 31.12.2022 festgehalten, wir können es also gar nicht genau nach Stichtag auswerten :weary:
Wie auch immer, eine legale volle Abgeltung ist nicht möglich.

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Ich habs eh fast befürchtet. Eigentlich bleibt nur am Ende des Jahres dem Mitarbeiter eine Art Bonus zu zahlen der so hoch ist das nach Abzug von SV und Steuer genug zur Abgeltung übrig bleibt.

Möglich, aber teuer, wenn der Dienstgeber das macht, ist er einer von den Netten.
Theoretisch kann er dann gleich steuerfrei auszahlen und das Risiko eingehen, bei einer Prüfung erwischt zu werden, wird auch nicht viel teurer und ev kommt keiner drauf.

Eigentlich extrem schade, dass unser Finanzminister da etwas verdienen will, ist schon so schwer genug, den klassischen Außendienst von Elektroautos zu überzeugen.

Bin schon gespannt, wann das Thema Sachbezug für Elektroautos aufpoppt, dann wird es so richtig unlustig.

nachdem er mit 31,5% an der OMV beteiligt ist, besteht eher wenig Interesse neue Technologien zu „fördern“, welche diese Einkommensquelle langfristig austrocknen

Das KM-Geld ist ähnlich niedrig angesetzt und wird nur sehr sporadisch erhöht.

Aktuell bleibt damit nur der Weg mit Beschwerde an die Kammern, dass diese ihren Einfluss geltend machen um die Vorgaben zu ändern (Punkt 2 Verrechnung der tatsächlichen Kosten).

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hmm, dass könnte im privaten Umfeld auch so gelöst werden:

  • man installiert sich zuhause ein TW3 (von Firma gestellt), welche an einen eigenen Stromanschluss mit eigenem Zähler hängt, dessen Zähler an die Firma abgerechnet wird
  • im TW3 wird nur die VIN vom Firmenauto freigeschaltet, wodurch kein (steuerlicher) Missbrauch mit anderen (Tesla)Autos möglich
  • der TW3 ist für die Firma sofort abgeschrieben als geringwertiges Wirtschaftsgut (und sogar förderfähig und damit quasi gratis)
  • die Installationskosten für Zuleitung und Anschluss sollte der Arbeitnehmer tragen (da dieser bei Austritt privat weiterverwendet werden kann!
  • bei ev. Austritt des Arbeitnehmers aus Firma, übernimmt dieser den TW3 in Privateigentum (da von Firma bereits abgeschrieben) und schließt einen Stromliefervertrag für den zusätzlichen Zähler ab ODER
  • neue Firma des Arbeitnehmers übernimmt TW3, schließt einen Stromliefervertrag für den Zähler und hinterlegt neue VIN vom aktuellen (Tesla) Dienstauto

Aus meiner Sicht ein win-win für alle.
Wenn einem der Gesetzgeber unnötige Hürden in den Weg legt, muss man eben kreativ werden.

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Diesen Plan haben wir 2020 verfolgt. Eigener Anschluss mit Zähler hätte bei Wiener Netzen pauschal ungefähr 7.500,00 Euro gekostet!!!
Ohne Wallbox etc., nur der getrennte Anschluss!
Wäre also möglich, aber nicht wirtschaftlich.
Das der Anschluss dann direkt vertraglich über den Arbeitgeber läuft, hat dem Arbeitgeber selbst auch nicht zugesagt, wird also kaum eine Firma so umsetzen

d.h. eine komplett eigenständige zusätzliche Zuleitung zum Grundstück? Also parallel zum bestehenden Netzanschluss?

Dann ist die Frage ob nicht ab! dem Zählerkasten eine zweite Leitung samt Zähler zur Wallbox möglich ist?
Der Netzanschluss z.B. mit 35A oder 63A bliebe gleich. Bestehende Hausleitung samt Zähler und zusätzliche Leitung für Wallbox samt Zähler würden sich den Netzanschluss von insgesamt 35A oder 63A teilen müssen.
Ob jetzt vom Zählerkasten an der Anschlussgrenze eine oder mehre Leitungen weggehen, sollte jetzt eigentlich kein Thema sein, wenn die gesamte Anschlussleistung in Summe nicht ausgereizt wird.

Gibt es in Österreich Anbieter, die öffentliche Ladesäulen auf Privatgrundstücken anbieten? Im Hotel in Südtirol hatte die Inhaberin vom lokalen Stromanbieter eine Wallbox installiert bekommen, die mit Karte individuelle abgerechnet wurde. Da gab es dann eine Abrechnung auf die Karte direkt vom Stromanbieter. Die Rechnung für die Karte könnte dann vom Arbeitgeber bezahlt werden.

Sowas sollte doch die rechtlichen Anforderungen erfüllen, oder?

Gruß Mathie

Kann ich ehrlich gesagt nicht mehr genau beantworten, da wir das Thema nicht weiter verfolgt haben. Mein Arbeitgeber hatte auch kein Interesse, dass einerseits zu bezahlen und andererseits diverse Stromanschlüsse bei seinen Mitarbeitern zu verwalten.
Da schreit auch gleich die Buchhaltung.
Rechtlich könnte es eine Möglichkeit sein, da ja das laden an Arbeitgebereigenen Stationen steuerfrei ist. Die Finanz hat diese Variante aber sicher nicht bedacht, von dem her könnte es auf Dauer eine unsichere Lösung sein. Ich weiß die genaue Formulierung jetzt nicht, es heißt, beim Dienstgeber kann kostenlos geladen werden.
Man könnte das auch nur auf die Betriebsstätten umlegen.

Gut dass wir eine Grüne Umwelt und Verkehrsministerin haben,…ohne Worte.

Ich hab mir im Sicherungskasten zur Wallbox einen Zähler eingebaut, der zählt genau den Strom der für meinen Firmenwagen verwendet wird. Aber hab natürlich auch nur eine Zuleitung von der Wienenergie.

Bisher hab ich einfach (Stromrechnung/Gesamtmenge)xWallboxzähler abgerechnet.

Mit der Strompreisbremse sollte sich das immer noch ausgehen mit den 0,23€/kWh aber das ist doch schon wieder ein Schildbürgerstreich um unsere Verwaltung noch weiter zu verschlanken,…wobei 30€ pro Monat wäre wahrscheinlich sogar ein Plus für mich :smiley: