Mit dem Tesla von Deutschland nach Italien

Ich würde hier gerne die Informationen zusammentragen, die man für eine solche Reise braucht. Sie stehen schon vereinzelt in verschiedenen Diskussionen, sind aber nicht leicht zu finden. Einige der wichtigsten Punkte:

  1. Ladestationen
  2. Ladekarten und -Apps
  3. Verkehrsregeln und Verhalten auf der Straße
  4. Sehenswürdigkeiten

Ganz kurz und später detailliert:

Man sollte sich in Österreich für die elektronische Brennerpass-Maut (Europabrücke usw.) anmelden. Die Anmeldung ist dauerhaft. Die Maut wird abgebucht.

Auch die notorische Vignette kann man elektronisch kaufen und benutzen. Entweder mindestens 18 Tage vorher oder mit dem Gewerbe-Trick; man gibt an, dass man ein Gewerbe ist und kriegt dann die elektronische Vignette innerhalb eines Tages. Nachteile des Tricks sind mir nicht bekannt. Man verzichtet nur auf die 14-tägige Widerrufs-Möglichkeit.

Die Erkennung des Autos erfolgt per fest installierter Kameras über das Autokennzeichen. Man muss nicht mehr anhalten, sondern fährt auf den entsprechenden Spuren non-stop hindurch.

Für Italien empfiehlt sich die rechtzeitige Beschaffung eines kleinen Bip&Go-Senders, den man am besten innen hinter dem Innenspiegel an die Frontscheibe klebt. Dann braucht man auch in Italien nicht mehr anzuhalten, sondern fährt direkt auf den „t“-Spuren durch (nicht auf den GO-Spuren!). Das ist sehr vorteilhaft, weil man zu den Superchargern jedes Mal die Autobahn verlassen und wieder neu auffahren und Maut bezahlen muss. Wenn das ohne Zeitverlust und ohne Stress sehr schnell geht, ist es von Vorteil.

Mit der EnBW mobility+ Karte und App kann man an vielen Ladesäulen zu guten Preisen laden. Man kann sich auch noch eine Karte und App von EnelX beschaffen, wenn man viel in Italien herumfährt.

Schnell-Lader in Italien sind nicht allzu zuverlässig. Man sollte sie nicht auf den letzten Drücker anfahren, sondern immer einen Plan B haben. Die AC-Lader in den Städten erschienen mir eher zuverlässiger. Sie eignen sich, wenn man sowieso ein paar Stunden Zeit hat. Man findet sie mit Chargeprice.app oder AirElectric.

Auf der Strecke München - Innsbruck - Brennerpass bis nach Süditalien gibt es ausreichend Supercharger. Vom Brenner-Grenzübergang nach Italien gibt es bis etwa Verona etliche kostenlose Schnell-Lader, oft direkt neben den Superchargern. Am Brennerpass 150 kW, sonst meist 50 kW (für umsonst auch nicht schlecht, finde ich). Die Apps Chargeprice und AirElectic zeigen sie an. Man kann sie in diesen Apps auch gezielt herausfiltern.

Auffälligster Unterschied in den Verkehrsregeln ist, dass der Einfahrende in einen Kreisverkehr Vorfahrt hat. Es scheint aber oft so, als würde die Regel gelten, wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Ein anderer Unterschied ist, dass oft Linksabbieger-Ampeln und Geradeaus-Ampeln gemeinsam mittig über der Straße hängen. Das gibt es in Deutschland nicht. Also immer besonders aufpassen und die Ampeln genau anschauen.

Ansonsten werden die Verkehrsregeln, je weiter man nach Süden kommt, immer weniger strikt eingehalten. Es gibt aber ab und zu Blitzer. Meine persönlich Empfehlung ist, sich ein relativ langsam fahrendes italienisches Auto auszusuchen und immer schön hinterherzufahren.

Vor Baustellen sieht man oft in kürzester Folge Geschwindigkeitsbeschränkungen (30) - (20) - (10). Die Italiener scheinen das nur als generelles Vorsichtszeichen zu deuten. Niemand fährt 10 km/h, nach meiner begrenzten Erfahrung.

Die Autostrada del Sole, der Nord-Süd-Autobahn in Italien, ist etwas gefährlich wegen oft dichten Verkehrs, schmaler Überholspuren und vieler Kurven. Auch hier sollte man weniger deutsch fahren und lieber einem gleichmäßig fahrenden anderen Auto hinterher.

Am Freiluft-Museum Pompeii ist auf dem Hauptparkplatz “Zeus Parking”, 100 m hinter dem Haupteingang, ein Tesla Destination Charger (AC), der während des Aufenthalts von ein paar Stunden den Akku wieder voll lädt. Er kostet ein bisschen, ist aber praktisch. Es sind zwei Ladepunkte. Ich habe außer meinem kein anderes Auto dort laden sehen. Nehmt euch einen deutschsprachigen Führer für Pompeii; es lohnt sich und kostet nicht die Welt.

Ich empfehle, auf einer solchen Reise Pin-to-Drive und Sentry/Wächter zu aktivieren.

Wer kann noch Erfahrungen und Informationen beisteuern?

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Servus,
der Transponder von „Bip&Go“ ist eine feine Angelegenheit, weil er in Italien, Frankreich, Spanien und Portugal gilt.
Allerdings möchte ich aus eigener Erfahrung darauf hinweisen, dass es bei falschen Registrierungen des Transponders auf einer Autobahn KEINE Möglichkeit gibt diese falsche Streckenregistrierung inkl. Bezahlung zu beanstanden.
Mein Transponder lag friedlich zu hause in der Schublade und dennoch wurde eine Autobahnfahrt in Turin registriert. Reklamation zwecklos! Es gibt gar keine Möglichkeit zu reklamieren, man kann nur eine allgemeine Mail schreiben. Zurück kommt eine simple Antwort: „Transponder registriert, also zahlst Du!“

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Es gibt auch die Möglichkeit, eine Mautbox über den ADAC zu beziehen.
Das hatte ich eigentlich für den Sommer vor. Gibt es da Erfahrungen zu?

Wieviel musstest du zahlen?

Wenn sich solche falschen Zahlungsforderungen in Grenzen halten, würde ich das System auch weiterhin benutzen, weil es einfach sehr praktisch ist.

Nebenbei gesagt, bei einer kryptografisch korrekten Lösung ist ein solcher Fehler unmöglich. Die Anforderungen hierfür sind nicht einmal besonders hoch. Aber man sieht heutzutage leider immer wieder, dass Laien solche Systeme konstruieren, ohne einen Fachmann zumindest zu Rate zu ziehen. Dann enthalten die Systeme solche Fehler.

Nachtrag/Edit: In diesem Fall ist es allerdings auch denkbar, dass eine Kennzeichen-Kamera nur einen Lesefehler beim Kennzeichen gemacht hat. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist bei kurzen Kennzeichen mit wenigen Buchstaben und Ziffern höher.

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Vielen dank für den Hinweis. Geht Anfang Juni nach Italien, dein Beitrag kam gerade rechtzeitig. Bei Groupon gibt es das Starterpaket übrigens für 10 Euro statt EUR 24 direkt über Bip&Go.

Und bezüglich falscher Abbuchung: Rücklastschrift? Für Italien muss meines Wissens ein Kennzeichen fix hinterlegt werden. Wenn du nachweisen kannst, dass dein Fahrzeug sicher nicht in Turin war (sollte doch bei Tesla einfach sein), dann sollen die dir schön das Gegenteil beweisen…

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Als auch Oberbayer musste ich gerade etwas schmunzeln :wink: weil die Fahrt nach Italien eigentlich zumindest früher etwas ganz normales war. Es gab Zeiten da sind wir für eine Nacht an den Gardasee gefahren.

Letztes Jahr eine Reise bis Piombino. Die Maut in AT wie von dir erwähnt Online bezahlt. Kein Problem. Man muss sich nur im Klaren darüber sein dass man nicht kurz vorher Auto wechseln kann, da die Maut am Kennzeichen „hängt“.

Die Streckenmaut am Brenner via Kennzeichen hat auch Klaglos funktioniert. Hier empfehle ich persönlich die Buchung einige Tage vor der Reise vorzunehmen. Aber auch Barzahlung ist kein Thema. Dauert halt ca. 20 Sekunden länger :wink:

In Italien die Maut fand ich total unkompliziert. Supercharger haben alle funktioniert, bis runter nach Modena keine Probleme gehabt. Wie die „anderen“ sind weiß ich nicht. Ob sich für die IT Maut das Bip&GO lohnt? Wenn man öfter als einmal im Jahr fährt vermutlich ja. Sind die km Preise mit dem Kasten billiger als wenn man den Mautzettel zieht?

Ansonsten, Fahren in IT find ich eigentlich immer gut. Alles chaotisch aber irgendwie „im Fluss“ … wer zuerst kommt fährt zuerst. Vielleicht fahre ich dort auch nur immer vorsichtiger :wink:

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Servus,
es waren 15EUR und natürlich kann man eine einmalige ungerechtfertigte Abbuchung im Jahr noch verschmerzen, da die Vorteile überwiegen. Aber dennoch ist das Verhalten von „Bip&Go“ nicht kundenfreundlich. Die Art und Weise wie Reklamationen bearbeitet werden, entspricht vermutlich auch nicht EU- Recht. Und bei der nächsten Abbuchung schicke ich den Transponder zurück und führe eine Rückbuchung durch.

Es muss zwar ein Kennzeichen im Kundenkonto hinterlegt werden, dass spielt aber keine Rolle, weil „Bip&Go“ gar keine Lust hat einer falschen Registrierung auf der Autobahn auf den Grund zu gehen. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, falls jemand schon erfolgreich in dieser Angelegenheit gewesen ist.
Ich habe meinen Transponder im letzten Monat an Freunde weitergegeben, welche einen Italienurlaub gemacht haben. Prinzipiell ist es möglich einen bereits registrierten Transponder mehrfach zu nutzen!

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Ihr solltet @SunShine fragen, der kennt sich mit den italienischen Gepflogenheiten aus.

Hat den Italiener im Blut :wink:

Schwarzzenti

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Danke für Deine Mühe, waren einige gute Tipps dabei!

Ich war über Ostern in der Toskana. Das komplizierteste an der ganzen Reise war es, die Durchfahrt des Gotthards (komme aus dem tiefen Westen) so zu timen, dass die Wartezeit noch einigermaßen erträglich ist…

Das Laden an den SuC‘s war absolut problemlos. Ich empfehle den Cappuccino in Modena (obwohl die Zufahrt mit geplantem U-turn äußerst gewöhnungsbedürftig ist). Man muss halt immer runter von der Bahn — bezahlen und anschließend ein neues Ticket ziehen. Das Bezahlen geht auch mit der Kreditkarte immer recht problemlos.

Zwischen Bologna und Florenz gibt es eine neue Autobahn - die fährt sich absolut entspannt, kein Vergleich zu früheren „Horrortrips“ auf der alten Strecke (Panoramico).

Auch die Fahrweise der Italienerinnen und Italiener hat sich für meine Begriffe deutlich entspannt. Ampeln werden weitgehend beachtet und es ist nicht mehr so ein wildes Gehupe, wie früher. Den Blinker braucht man nach wie vor in Italien nicht - ist aber überhaupt kein Problem.

Das Laden in der Toskana (Region Siena) war recht schwierig, da viele EnelX Ladestationen nicht zugänglich waren (hätte gerne Ostermontag mal was nachgeladen). Wie schon der Threadersteller @hgmichna schrieb, sollte man einen Plan B haben (bei mir waren es die Supercharger).

Ich werde „tutta bella Italia“ bestimmt noch mal mit dem M3 bereisen,

Ciao, Tolbi

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Nein.

Ich arbeite seit 2009 in/aus Italien und nutze die Autobahnen sehr häufig. Trotzdem habe ich nach wie vor keinen Telepass(bzw. das Äquivalent das hier angesprochen wird) weil , wenn man nicht andauernd von der Autobahn an den wirklich geschäftigen Ausfahrten(und da gibt es dann viele Kassen, also auch fast kein Grund) raus muß.

Ich nutze die meist leeren Kassen mit „Carte“ und nutze EC oder VISA. Zeitverlust, wenige Sekunden bis hin zu ein, zwei Minuten wenn man wieder mal einen „Künstler“ vor der Nase hat der a.)entweder scheinbar das erste mal im Leben mit Karte zahlt oder b.)die Mautstelle für ihn/sie eine komplette Überraschung war und nun im Auto nach Geld gesucht wird bzw. c.)er/sie soweit weg vom Automaten stehengeblieben ist das man halb aus dem Fenster steigen muß um an den Automaten(die aber auch recht dämlich positioniert sind, das gebe ich zu)zu gelangen.

Für eine, auch zwei,drei Urlaubsfahrten im Jahr nach IT finde ich diese Lesegeräte unnütz und eine Geldverschwendung. Nebenbei traue ich denen bei der Autostrade nicht voll und ganz, wird mal ungerechtfertigt abgebucht kann man sich mit denen rumstreiten(und jeder der Italien kennt weiß wie "problemlos " das in dem Land geht) um wieder zu seinem Geld zu kommen.

Zahlt man mit Karte(bei Bargeld hat die Maschine auch schon ab und zu Probleme mit dem Restgeld, seltsamerweise nie zu meinen Gunsten :wink:) hat man Sicherheit.

Ich würde jedem raten es erstmal ohne Telepass zu probieren. Sollte es einem danach in der Tat zu mühselig sein kann man sich die Box noch immer holen.

„Mitschwimmen“ im Verkehr. ACHTUNG - die meisten Italiener ignorieren die blauen Radarboxen an der Autobahn. Keine Ahnung ob die mehr wissen(wage ich zu bezweifeln) oder ob sie mit anderen Dingen beschäftigt sind :wink: . Und es gibt(speziell auf der Adriatica rund um Pescara) sehr viele Baustellen wo die meisten ,ohne viel Sinn, das Tempolimit von 110/90/50(!!) auf 2 Spuren reduzieren. Meist wo der kurze 50er ist sitzt oft eine dieser blauen Blitzerboxen. Und kein Mensch wird langsamer(ich versuche mir vorher genug Abstand zu „erarbeiten“, aber man muß immer mit einem Auge am Rückspiegel kleben und eben soweit runterbremsen wie es geht. Bislang kam nie ein Ticket. Entspannend finde ich das ganze nicht, eher zum Fürchten…

Ich bemerke recht oft das ich einer der sehr wenigen bin die hier aufs Tempolimit runterbremsen während die anderen munter vorbeidüsen.

Auch beim „Tutor“(also der Section Control) an sehr vielen Autobahnteilstücken(erkennbar wenn an diesen „Überkopfhaltern“ die grünen Tafeln MIT der Aufschrift „Sistema Tutor“ befestigt sind(es gibt Provinzen die es altuell nicht mehr nutzen, dann sind nur grüne Tafeln oben montiert).

Ich würde vorsichtig sein mit diesem sich an anderen orientieren. Ich sehe auch oft österreichische Landsleute ziemlich schnell(und ich fahre meist um die 140 km/h, das dürfte ein sweetspot fürs Tutor sein weil ich noch nie was bekommen habe an Strafzetteln) an mir vorüberziehen, dafür wird dann im ÖAMTC Magazin nachgefragt ob man denn die Strafzettel aus Italien(werden nachgeschickt) den wirklich zahlen müsse. Vorsicht!

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Nach meinem Urlaub hab ich mit einem Kollegen gesprochen. Er ist Italiener und hat mir ähnliches berichtet - hätte ihn vorher fragen sollen :wink:. Das mit dem Nachschicken kann auch schon mal ein ganzes Jahr dauern, berichtete er mir aus eigener Erfahrung.

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Exakt!

Ich fahre sehr oft Nord-Süd(hat sich gottseidank in wenigen Monaten erledigt, dann nur noch Norden) und sehr viele Norditaliener halten sich durchaus ans Tempolimit. Manche fahren sogar langsamer.
Je weiter man Richtung Süden kommt umso mehr fängt sich das an zu drehen(und ja, da kann man Rom in diesem Fall durchaus auch schon dem „Süden“ zurechnen) und man bekommt den Eindruck das mehr und mehr verhinderte „Schumis“ hinter den Lenkrädern sitzen.

Also weder sich von denen „treiben“ lassen(wenn er will soll er vorfahren) oder mit denen „mitschwimmen“. Kommt günstiger :wink:

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danke dann ist das auch geklärt. Und damit für mich auch vollkommen uninteressant. Bis auf eine Brenner Vollsperrung letzten Sommer, bei der dann alle an der selben Ausfahrt abgeleitet wurden, hab ich noch nie mehr als vielleicht 2 Minuten an so einer Mautstation gewartet. Und lustigerweise die selbe Beobachtung, an den CE Automaten ist viel weniger los.

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Als Kind waren Benzingutscheine vom ADAC immer wichtig.
Gibt‘s die noch…?

madmax

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Ich bin oft mit meinem Model 3 in Cecina, nahe Piombino. Das sind von Rosenheim aus circa 700km.

Meine Tipps:
Österreich Vignette digital kaufen und „Gewerbe“ angeben um die 14 Tage Wartefrist zu eliminieren.

Flex Maut bei der Asfinag buchen und Brenner on-demand per Videomaut zahlen.

Bip & Go für Telepass Spuren in Italien. Selbst die Kartenzahlung dauert immer wieder länger als erwartet und man sollte das Ticket auch nicht unter dem Kosmetikspiegel an der Sonnenblende aufbewahren…der Magnet ist echt stark…lesson learned :smile:

Wenn ich voll bepackt und mit Dachbox unterwegs bin: Erster Stop Supercharger Brenner. Nach knapp 200km ideal um mir das erste Mal die Beine zu vertreten und die Toiletten sind piccobello und hier hole ich mir dann auch gerne eine Nussecke und ein Sandwich, denn diese sind ausgezeichnet hier :slight_smile:

Ladetipp: Supercharger Affi. Hier geht es an der Ausfahrt oft recht zu, deswegen lohnt sich Telepass schon. In Affi sind nun auch einige v3 Supercharger, es gibt einen McDonalds, Burger King und das Affi Shopping Center wo man sich mit Crodino, Lemon Soda und 5kg Packungen Barilla Spaghetti eindecken kann. Von mir daheim sind es 350km bis dort hin. Ohne Dachbox und bei wärmerem Wetter ist das unser erster Stop und ich komme dort mit so um die 5% an. Das Auto ist bei 100% bis ich vom Shopping Center zurück bin.

Der Supercharger Florenz ist auch immer auf der Stoppliste gewesen, aber die Anfahrt ist unterirdisch und die Stalls sind eingequetscht zwischen zwei Hotels. Es gibt eine sauber Toilette aber keine Einkaufsmöglichkeit oder Cafe - das im Hotel habe ich jedenfalls noch nie geöffnet gesehen.

Die Strecke FI/PI/LI spart theoretisch 50km Fahrweg ein. Tatsächlich nervt es aber ohne Ende. Es gibt 6 Blitzer, davon sind 2 aktiv. Die anderen vier sind bemalte Kästen :slight_smile: (ohne Gewähr). Es ist Tempo 90 angesagt, alle fahren um die 120 und bremsen vor den Blitzern, welche auch immer brav mit Tafeln angekündigt werden. Die Straße ist miserabel und es herrscht viel Verkehr. Ich empfehle die Autobahn zu nehmen. Dauert nicht länger, auch wenn es weiter ist.

Die oben genannte Autobahn „Panoramico“ vs „Direttissima“: man kann auch die Panoramico mal fahren wenn auf der anderen viel los ist. Wenn nicht gerade eine Baustelle ist, dann kostet das gar nicht so viel Zeit und man kann das gar nicht mal so schlechte Fahrwerk und die Performance des Model 3 mal ausloten.

Wir können in Cecina am Zielort selbst nicht laden, müssen also öffentliche Stationen nutzen, deswegen auch der längere Stop in Florenz kurz vor dem Ziel. Es gibt viele Stationen von „EnelX“. Diese stehen am Strassenrand, auf Plätzen, bei Supermärkten. Manche lassen sich per Karte (ENBW) aktivieren. Sicher ist man aber mit der App „JuicePass“ von EnelX. Dort noch in Deutschland in aller Ruhe registrieren und Kreditkarte hinterlegen. Damit konnte ich sogar an einer halb vergammelten Ladesäule den Ladevorgang starten wo per RFID nichts ging. Die App zeigt alle Lademöglichkeiten auf einer Karte an. Mit ENBW (App und Karte) und JuicePass ist man meiner Meinung nach ausreichend ausgerüstet. By the way: ENBW hat einen recht guten Tarif für ADAC Mitglieder.

Sieh zu, dass dein Typ 2 Kabel von der langen Sorte ist. Die öffentlichen Stalls sind gerne mal zugeparkt und man muss kreativ werden. Es hilft nicht, dass der Anschluss beim Tesla auf der „falschen“ Seite ist :frowning:

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Über Ostern war ich am Gardasee, noch die restlichen SuC Freikilometer verballern. An Ladekarten habe ich nichts gebraucht, auf dem Weg nur an SuCs geladen, das Hotel hatte eine kostenlose Wallbox und 2 Schukodosen zur kostenlosen Nutzung, also alles easy.
Schon vor Jahren habe ich Mautboxen von dem französischen Provider mango mobilités, das schöne daran ist, dass man damit auch in viele Parkhäuser rein- und rauskommt (ohne Zettel, Schranke öffnet automatisch) alles sehr entspannt.

Was mich immer wieder irritiert ist die in Österreich geltende IG-L Regelung auf eingien Autobahnabschnitten (siehe: IG-L: Was das Immissionsschutzgesetz-Luft für Autofahrer bedeutet (autorevue.at) ).

Die offiziellen Infos hören sich immer so an das nur Fahrzeuge mit dem grünen östereichischen Kennzeichen für Elektrofahrzeuge von einer IG-L Geschwindigkeitbegrenzung ausgenommen sind - also 130 statt 100 fahren dürfen. Aber auch für Elektrofahrzeuge anderer Länder soll dies gelten.
Siehe dazu: Umwelt-Tempolimit in Österreich: Ausnahme für Elektroautos | ADAC

dazu gibt es hier einen ELLENLANGEN THREAD …

Es wurde eigentlich alles geschrieben was ich auch wichtig fand. Zwei Dinge noch:

  1. die meisten Italiener fahren einfach viel näher auf den Vordermann auf, egal auf welcher Straße und bei welchem Tempo. Das hat nichts mit drängeln zu tun, ich sehe das ähnlich wie „Kultur“. Ist ungewohnt, kann nerven aber ist dort einfach so, also versuche ich mich zu entspannen. Nach 1-2 Tagen geht das für mich auch gut.
  2. Ich habe mir ein 30 Meter Verlängerungskabel (Schuko) gekauft, als ich mal 5 Tage auf einer Finca auf dem Land war und sie gesagt haben ich kann das Auto anstecken aber ich nicht wußte wo und wie weit das weg ist. Das Kabel habe ich seitdem immer dabei, weil es für einen Notfall helfen kann mal für ein paar Kilometer nachzuladen.
    Viel Spaß wünsche ich dir!
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