Mit 2 mt Anhänger eine lange Strecke

Wie in anderen Antworten schon erwähnt scheint hier etwas schiefgegangen zu sein. F_roll = F_gewicht * cr ist aber korrekt, zumindest näherungsweise. Ich wiederhole mich: Auflagefläche, Reifendruck, Materialbeschaffenheiten von Strasse und Reifengummi, all das ist hier in einer Zahl vereint, und zwar in cr. Diese Formeln findest du in beiden folgenden Wikipedia-Links:

de.wikipedia.org/wiki/Rollwiderstand (hier inkl. typischen cr-Werten, u.a. für Pkw-Reifen auf Asphalt)

de.wikipedia.org/wiki/Fahrwiderstand

Erstens sind es nicht „meine“ Formeln, siehe Wikipedia-Links.

Zweitens bedeutet die Tatsache, dass du nicht nach dem angeblichen „Fehler“ in den Formeln suchen willst/kannst, dass du schlicht nichts Handfestes dagegen einwenden kannst, und „ich glaube dir nicht“ ist kein valider Einwand. Das ist dein gutes Recht, aber Unglaube setzt empirisch validierte und physikalisch sinnvolle Gleichungen nicht ausser Kraft, sorry.

Nein, ich habe der Behauptung „Gewicht spielt zunächst nur bei Beschleunigung oder bei Hügeln eine negative Rolle“ widersprochen, da sie den nicht zu vernachlässigenden Rollwiderstand komplett ausser Acht lässt.

Das ist falsch. Erstens habe ich einen anderen Post zitiert, und zwar diesen hier, wie du hier nachlesen kannst.

Bitte sei in Zukunft etwas vorsichtiger, wenn du mir in einem aufbrausenden Ton Dinge vorwirfst, die schlicht nicht stimmen, vor allem dann, wenn du von anderen eine saubere Beweisführung verlangst. Danke.

Zweitens habe ich zwar tatsächlich nur den ersten Satz des Postings zitiert, aber den Vorwurf des „beschnittenen Zitierens“ weise ich von mir, da der Rest des Postings nichts mehr mit dem Inhalt des ersten Satzes zu tun hat, sondern Erfahrungswerte mit Verbräuchen enthält.

Gerne: Wenn ich nun das Gewicht (und damit den Rollwiderstand) um 400 kg / 2400 kg = 16.7 % erhöhe, dann macht das auf den Fahrwiderstand exakt die Hälfte aus, weil der Rollwiderstand die Hälfte des gesamten Fahrwiderstands ausmacht, also 0.5 * 16.7% = 8.3 %. Falls dir das spanisch vorkommt, hier die komplette Rechnung:

P_luft = 5.3 kW (unabhängig vom Zuladung)
P_roll_ohne_Zuladung = 5.2 kW (siehe mein erstes Post)
P_roll_mit_Zuladung = P_roll_ohne_Zuladung * (2400 kg + 400 kg) / (2400 kg) (Dreisatz, da der Rollwiderstand proportional zum Gewicht ist: F_roll = cr * m * g)
= 5.3 kW * 2800/2400
= 6.18 kW

Somit:

P_total_mit_Zuladung = 5.2 kW + 6.18 kW = 11.38 kW

Das ist 11.38/10.5 = 8.3 % mehr.

Die Faustformel ist nicht so schlecht. Im PDF steht, dass 100 kg Mehrverbrauch beim Benziner zu 0.16 l/100 km Mehrverbrauch im NEFZ führt, und dass Realverbräuche 56 % höher sind als im NEFZ. Das macht also einen Zusatzverbrauch von rund 0.25 l/100 km pro 100 km Mehrgewicht, was fast der unteren Grenze der Faustformel entspricht. Der Grund, warum es weniger ist als die Fausformel, ist das Alter der Faustformel: Früher waren Autos wesentlich leichter, womit 100 kg Mehrgewicht natürlich relativ gesehen mehr ausgemacht haben als heute.

Richtig, ich behaupte nichts anderes. Da Teslas aber, wie du richtig sagst, tendenziell schwer sind, dafür eine gute Aerodynamik haben, haben sie verglichen mit anderen Fahrzeugen einen höheren Anteil am Roll- und einen geringeren Anteil am Luftwiderstand. Wenn wir bei meiner ursprünglichen Formel 130 km/h einsetzen, erhalten wir:

P
= P_roll + P_luft
= cr * m * g * v + 1/2 * rho * A * cw * v^3
= 0.01 * 2100 * 9.81 * (130/3.6) + 1/2 * 1.2 * 2.34 * 0.24 * (130/3.6)^3
= 7.4 kW + 15.9 kW

Der Luftwiderstand macht nun 68 % aus, der Rollwidertand 32 %. Rund ein Drittel der Energie geht also noch immer für den Rollwiderstand drauf, selbst bei 130 km/h.

Nein, das stimmt nicht. Nochmals: Meine ursprüngliche Formel gilt nur für ein Model S/X ohne Anhänger. Hänger haben, wie erwähnt, typischerweise deutlich schlechtere cw-Werte als ein Model S/X und ausserdem deutlich grössere Frontflächen. In diesem Fall macht also der Luftwiderstand deutlich mehr aus aus Zusatzgewicht. Die Überschlagsrechnung von stelen zeigt, dass der relative Unterschied eher gering ist, wobei ich denke, dass cw=0.4 für den Hänger wohl zu optimistisch waren. Wie man trotzdem mit den zwei unterschiedlichen Anhängern auf fast den gleichen Verbrauch kommen kann, habe ich auch schon erklärt, und zwar hier.

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