Mercedes B250e

Kuckt man unter dem verlinkten Auto weiter runter findet sich:
„Cambio automático 7 velocidades“
heißt nMn, 7 Gang Automatik :wink:

Hallo,

da mein jetziges Fahrzeug nach größeren Reparaturen verlangt, steht nun die Überlegung nach einem anderen Wagen an.
In 2016 habe ich, wie viele andere auch, bei Tesla ein Model3 reservieren lassen und hatte damit gerechnet, dass mein Verbrenner noch so lange seinen Dienst tut bis Tesla liefern kann. Da Tesla bis heute noch keine verlässlichen Aussagen zur Lieferfähigkeit des Model3 macht, liebäugel ich jetzt mit der B-Klasse. Nun tun sich einige Fragen auf, die mir vielleicht der ein oder andere B-Fahrer beantworten kann:

Soweit ich weiß ist die Range+Option nur die Möglichkeit den Akku zu 100% laden zu können anstatt, wie bei der Standardvariante, nur zu 80% oder so. Kann man diese Option nachrüsten (á la Tesla - da kann man ja fast alles später freischalten)?

Was genau ist der Unterschied zwischen einem B electric drive und einem B250e?

Was kostet eine Garantieverlängerung und für wie lange geht die maximal?

Besten Dank im voraus

Rudi

B electrive drive = B250e

Range+ Option nicht einfach nachrüstbar. Zu mindest muss neben der nötigen Fahrzeugsoftware auch ein weiterer Schalter in der Mittelkonsole zur Aktivierung des Ladevorgangs auf 100% verbaut werden.

Noch fragen zu "Wie weit ist Tesla voraus? :mrgreen:

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Der B250e wurde zu einem neuen Modelljahr eingeführt, d.h. Kinderkrankheiten sind ausgemerzt und teilweise wurde im B250e bessere Hardware verbaut, die u.a. OTA zulassen. Ich würde auf jeden Fall zum B250e raten.

Range+ ist nicht nachrüstbar, da neben der zusätzlichen Batteriefreischaltung auch bessere Dämmung und eine beheizte Frontscheibe verbaut wurde.

Garantieerweiterung geht bis zu 10 Jahre :mrgreen:
Es gibt meistens 1,2 oder 3 Jahrespakete. Die 2 Jahresgarantie kostet um die 400 Euro.
Hab ich abgeschlossen, da mein Leasing noch zwei Jahre läuft.

Reichweite im Winter wegen der Heizung bescheiden, aber wer mit der Reichweite hinkommt. Top Kiste. Top Komfort in allen Belangen. Ein echter Mercedes eben.
Und lass Dir von den Ladespezialisten den 11kw Lader nicht madig machen. Klappt im Kurz bzw. Mittelstreckenverkehr super gut.

Ich würde noch das Command wegen Range on map und der Schildererkennung empfehlen, außerdem kann man im command Opi nachladen, z.b. Ladesäulen aus goingelectric. Die radarreku ist auch nett, weil da die schaltpaddles mit bei sind.

Wir hatten einen B250e…
Eigentlich ein richtig gutes Auto. Das Argument „echter Mercedes“ zieht da wirklich. Haptisch und technisch war alles perfekt, sofern man mit der Reichweite leben kann.
Gefahren ist Ihn wegen der Reichweite auch nur meine Frau. Ohne Nutzung der Range Plus Option kam sie im Schnitt 140 Kilometer weit im Sommer, aber nur 95 Kilometer im Winter - und das, obwohl er in der Garage stand. Verbräuche um die 23kW/100km waren normal - Hauptstrecke zwei mal am Tag ca. 25 Kilometer Land-/Bundesstraße/Stadt.
Von Zuhause zu meiner Arbeitsstelle, war mir dann doch etwas zu heikel, da diese 83 Kilometer entfernt ist. Im Sommer hätte das sicher geklappt, aber im Winter wäre es schon knapp geworden. Vor allem da ich nach der Arbeit dann zu meinem Zweitwohnsitz hätte kommen müssen - in der Hoffnung, dass die kostenlose öffentliche Ladestation in 12 Kilometer Entfernung auch gerade frei wäre. Dann knapp drei Stunden Schnarchladen…
Wie gesagt - war zu unsicher. Deshalb wurde der B250e für den Tesla in Zahlung gegeben, und meine Frau muss nun (leider) bis zur Lieferung des Kona Electric, wieder mit dem GLA 45 AMG auskommen.

Also als reiner Kurzstreckenbomber, der immer wieder am Ende des Tages in seinem Hangar zum Laden landen kann, ist der B250e in Ordnung. Für alles was über 100 Kilometer hinaus geht, wird es schon eng, sofern man am Zwischenziel nicht Laden kann, bzw. nicht die Zeit dafür übrig hat.

Achja - Range Plus hatte sie zwei oder drei mal ausprobiert. Realistische Mehrkilometer dadurch waren sowas um die 20 - also nicht wirklich berauschend…

Die geringen Reichweiten kann ich nach zwei Wintern und über 22000 km nicht nachvollziehen…man muss dazusagen: die Reichweitenberechnung und Anzeige ist extrem konservativ. Im Winter sind auch 140 km drin. Auch ohne Range plus. Natürlich nicht im S Modus sondern eher auf e oder e+ :mrgreen:

140 km? Im Sommer habe ich das auch erreicht, mit Range Plus auch noch mehr. Ich fahre extrem viel Kurzstrecke, 2 - 10 km, und da komme ich augenblicklich nicht unter 30-40 kwh/100 km. Heizung, Klima, Frontscheiben-und Heckscheibenheizung kosten richtig, auf den ersten Kilometern geht die Verbrauchsanzeige nicht runter von den 50 kwh. Heute Abend steht nach der Volladung ohne Range Plus eine Reichweite von 96 km im Display.
Sonst gibt es nichts zu bemängeln an dem Auto! Wie Krouebi schon schrieb: Das Auto mit einem 50 oder 60 kwh Akku und es hätte kein Model 3 gebraucht!
Vielleicht hat Zetsche ja auch an diese Option gedacht bei seinem aktuellen Interview mit der polnischen Tageszeitung „Rzeczpospolita“ ("… er habe den Verkauf von Tesla-Aktien vor vier Jahren nie bereut. „Das schließt eine Kooperation in der Zukunft nicht aus“, fügte er hinzu."). Mal sehen ob sein Nachfolger der gleichen Meinung ist. Könnte für beide Parteien eine Win-Win Situation darstellen.

Wie man sieht, sind meine geposteten Werte offensichtlich nicht so weit hergeholt. :wink:
Klar - kommt immer drauf an, wie man fährt. Ich bezeichne mal die Fahrweise meiner Frau und mir als „sportlich“ - also beim losfahren will ich auch spüren, wofür ich bezahlt habe. Das „kostet“ natürlich. Denk mir bei manchen Verbräuchen welche man so im Netz findet, ob die Leute Ihre Autos schieben, oder fahren. :unamused: Oder sind das die, welche auf der Landstraße Verkehrshindernis mit 90km/h spielen?

Da wäre ich froh, wenn hier auf der Landstraße 90 gefahren werden. Bei max. 100 Km/h gibts ja nichts zu meckern. Aber hier wird oft 70 gefahren. Außerorts oder Innerorts. Ganz egal. Auf einem kurzen Abschnitt ist Limit 70. Da haut es dann für Sekunden mal hin…

Wenn sie nur 70 fahren, sind sie wenigstens schnell überholt. :wink:

Bei viel Gegenverkehr und unübersichtlichen Kurven? Da bleibe ich lieber dahinter.
Und wenn es frei ist, wäre 90 auch keine Hürde zum Überholen :wink:

Klar - kommt immer auf die Strecke an. :wink:
Im Sportmodus konnte man schon an Stellen Überholen, die mit dem Verbrenner eher gemieden wurden. Mit dem Tesla isses natürlich noch einfacher… :mrgreen:

Hallo,

danke für die vielen Antworten auf meine Fragen. Am Wochenende steht nun der Besuch im Autohaus und eine Probefahrt an.
Es sind natürlich weitere Fragen aufgetaucht, die ich am liebsten von Usern und nicht vom Verkäufer beantwortet haben möchte:

Wenn an dem Wagen doch mal etwas repariert werden muss, kann das jede Mercedeswerkstatt?
Innenraum, Karrosserie und Fahrwerk dürften ja weitgehend identisch mit den normalen B-Klassen sein, aber was ist, wenn da was an der Elektronik (Antrieb, Laderegelung…) repariert oder gewartet werden muss? Braucht es da dann „spezielle“ Werkstätten?

Wie schnell fährt der Wagen maximal?

Wie lange braucht es den Wagen komplett aufzuladen und welche Steckdose ist nötig?
Muss der Stromversorger (zu Hause) wissen, dass ich ein E-Fahrzeug habe und lade?

Schöne Grüße

Rudi

Also unser Händler vor Ort hat es nicht geschafft, einen Termin für den Service mit Wechsel der Trocknerpatrone aus zu machen. Liegt aber wohl eher am Händler. :wink:
Wechsel der Lenksäule (Rückrufaktion) lief aber problemlos. Normal sollte es jede Werkstatt können - ist ja sogar eher weniger Aufwand.
Bei 160km/h ist Schluss…

Wegen der Ladedauer - er lädt an der Schukodose halt nur mit 2,7kW wenn ich mich recht erinner. Bei maximal 28kWh die in den Akku passen, kannst es ja berechnen.
Mit Wallbox und beispielsweise daran eingestellen 7,4kW (macht normal jeder Versorger mit), geht es halt dementsprechend schneller. Bei mehr musst halt Deinen Versorger fragen - wobei ja eh nicht mehr wie 11kW möglich sind.
Haben die Wallbox (go-eCharger) erst seit dem Tesla und vorausschauend für den Kona installiert.

Viel Spaß! Und nicht vergessen den Sport Modus einzustellen! :astonished: Geht über den Knopf links neben dem Warnblinker, wird dann auch durch ein rotes „S“ rechts unten in der Cockpitanzeige dargestellt. :stuck_out_tongue:

Bei Elektrofahrzeugen darf die Werkstatt nicht mal Reifen wechseln, wenn die entsprechende Qualifikation fehlt. Nennt sich glaube ich Elektrofachkraft. Im Zuge der EQ Strategie sollten die Werkstätten bei Mercedes aber langsam alle elektrifiziert sein :sunglasses:

Zur Reichweite nochmal: Kurzstrecke im Winter frist unheimlich wegen der Akkuheizung. Bei mir wird daher immer vorkonditioniert mit der App. Geht auch per Timer. Das Gom zeigt nach Reset 210 bzw 240 km bei RangePlus. Ist Auch im Sommer schwer zu erreichen…vielleicht in Norddeutschland bei Tempo 80 :wink:

Laden an Schuko geht mit 3,4 kw…kann im Fahrzeug und am Ladeziegel runtergeregelt werden.

Am besten den Händler gar nix fragen, zumindest nix bzgl. Elektromobilität :wink:

Tip zum Kundendienst: die ersten 8 Jahre darf die Batteriewartung und die Trocknerpatrone nicht berechnet werden. War bei mir bereits zweimal falsch und musste reklamiert werden. Und beim Service auf das Plus verzichten, spart auch um die 150 Euro.

Wir fahren unseren gebraucht gekauften (4 Mon. alt) Benz seit Oktober 2015- und wir sind sehr zufrieden. Wir wollten nach der guten Erfahrung mit Tesla keinen Verbrenner mehr. Und meine Frau wollte auch gerne ein „unauffälliges Auto“.

Gefühlte Sicherheit top- Innenraum etc. sehr solide, alles 1 zu 1 typisch MB wie in der normalen B-Klasse. Reichweite würde ich auch bei etwa +/- 140 km sehen, bei uns ist er allerdings fast nur in Kurzstrecke unterwegs. Gerade in der roten Stufe „S“ macht auch das fahren richtig Laune. :smiley:

Die Effizienz und Bedienung ist nicht mit dem Tesla vergleichbar- braucht einfach mehr kWh und Aufmerksamkeit. Was uns aber massiv stört, ist die Anzeige der Restkilometer: Das Auto kalkuliert aufgrund der gerade gefahrenen Kilometer/ dem spezifischen Verbrauch dort, einfach hoch. So kommt es, das wenn meine Frau im Winter zügig unterwegs ist- die Reichweitenanzeige trotz 80% voll auf 69 km runterfällt. Im Ergebnis heißt es dann:
„Oh Schatz, das schaffe ich nicht nach xy zu fahren- gibt mal Deinen Tesla her!“ :blush:
ABER - es wäre ja noch genug in der Batterie - und wenn „Mann“ dann auf Strecke ist und das Strompedal etwas vorsichtig im e+ Modus streichelt- erreicht man gut sein Ziel. :unamused:

Wir haben nun trotzdem ein M3 bestellt- weil Meine Frau gerne den „Tesla- Punsch“ :mrgreen: bei höheren Geschwindigkeiten und vor allem mehr Reichweite hätte. :mrgreen: Außerdem haben sich aus der Verwandtschaft schon Interessenten für den MB Kauf angemeldet… :wink:

Gelaufen hat er bis jetzt ohne ein technisches Problem- z.B. Display abstürze wie beim S- gibt es nicht. Wenn er weg ist, werde ich Ihn und seine hohe Sitzposition definitiv vermissen.

Daher gibt es meine uneingeschränkte Empfehlung zum Kauf! :slight_smile:

Hallo,

hab da dann doch noch ein paar Fragen:

Wann fanden die Änderungen ( electric drive ===> B250E) statt? Woran erkennt man den Unterschied? Genügt es auf die Heckklappe zu schauen (und was wenn da gar nichts steht?) oder kann man es an der Typbezeichnung (HSN/TSN) oder der Erstzulassung erkennen?

Ist es möglich eine Garantieverlängerung zu bekommen, wenn das Fahrzeug schon älter als 2 Jahre ist und der Vorbesitzer keine Garantieverlängerung geordert hat?

Schöne Grüße
Rudi

Garantie kann bis zum fünften Jahr abgeschlossen werden, sofern alle Wartungen gemacht wurden.

Der B250e kam 2016…genau kann ich nicht sagen.
Würde es am KOM—Modul festmachen…das ist hinten links hinter der Klappe im Kofferraum verbaut. Wenn da HERMES drauf steht, ist es ein B250e.