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mehrere FI-Schalter?

Ist zwar keine echte Tesla-Frage, ich hoffe aber, dass es hierher passt.
Ich montiere demnächst eine Tesla Wallbox.

Die Hausverbraucher sind mit einem FI-Typ-A 30mA direkt am Hausanschluss abgesichert.
Der PV-Wechselrichter ist parallel dazu mit einem eigenen FI-Typ-B 30mA auch direkt am Hausanschluss abgesichert.
Darf man nun weitere Geräte, wie die Tesla Type2 Wallbox, oder auch die Powerwall hinter dem selben FI-Typ-B betreiben?

Mir geht’s nur um die Frage, ob man für jeden Zweig einen eigenen FI-Typ-B braucht.
Mir ist klar, dass die Fehlersumme nicht über 30mA sein darf.[code]Netz—±–FI-TypA—Sicherung—Hausverbraucher
|
±–FI-TypB—Sicherung—PV-Wechselrichter
|
±–FI-TypB—Sicherung—Wallbox
oder

Netz—±–FI-TypA—Sicherung—Hausverbraucher
|
±–FI-TypB—±–Sicherung—PV-Wechselrichter
|
±–Sicherung—Wallbox[/code]
Danke für eure Infos!

Sorry, bin nicht qualifiziert um zum Thema antworten, aber ich wollte Deine „Codegraphik“ loben. So ist der Stromlauf, und ganz ohne irgendeinen „graphischen“ Schnickschnack, sehr gut auf einen Blick zu verstehen! Danke!

Das ist abhängig von der Last(angegeber Maximalstrom auf dem FI). Wenn in Summe die Wallbox und der Gleichrichter unter der Maximallast des FI liegen ginge das technisch rein theoretisch. Ich weis grad aber nicht genau ob laut Vorschrift PV immer einen separaten FI haben muss, dafür bin ich zu lange raus.
Aus dem Bauch raus würd ich es sowieso immer trennen, bestimmt hat der vorhandene FI auch für 11-22kw (16-32A) auch keine Reserven. Bestimmt ist der PV FI auch einphasig, wenn ja macht das eh keinen Sinn du willst die Wallbox sicher mit voller Leistung betreiben.

Ich würde Wallbox mit eigenem FI und Sicherungen in die Unterverteilung einfügen.
Bei mir ist sogar jedes Zimmer mit zwei eigenen Fi ausgeführt ( Licht und Strom)

Du kannst auch hinterm RCD Typ B Wechselrichter und Wallbox anschließen. Die Last die durch den RCD fließt wird auch nicht Höher, sondern niedriger.

Ja, kann man machen, bringt außer dem Elektriker niemanden was. Selbst im Bad sind die vorgeschriebenen RCD nutzlos. Zumindest, wenn man eine Acryl Badewanne / Duschwanne hat. Durch Plastikrohre fließt heutzutage auch ziemlich wenig Strom…

räusper, das ist nicht richtig. Die Leitfähigkeit von Wasser reicht locker aus um einen ausreichend hohen Fehlerstrom fliessen zu lassen und den Fi auszulösen. Für Bäder gibt es zudem strengerer Vorgaben als für den Rest des Hauses.
In jedem Zimmer zwei eigene ist reine Geldverschwenung. Ein Zentraler fürs Haus und Bäder extra reicht. Bei einer Wallbox braucht die dann auch noch mal einen speziellen mit 0,06mA DC Fehlerstromauslösung. Der darf nicht hinter dem Haus FI hängen!

Wenn du mir jetzt noch erklärst, wohin ein Strom fließen soll bei einer Acryl Badewanne, die man nicht Erden kann und bei Wasserhähne, die nicht geerdet werden und mit Kunststoffrohre verbunden werden, dann bin ich zufrieden. Und Wasser leitet nicht. Es leitet zwar ein kleines bisschen, wenn man Badesalz hinzugibt, aber das kann man vernachlässigen. RCDs sind in einem Neuen Haus im Bad wirkungslos. Die bringen nur was, wenn der Bauherr versucht selbst eine Lampe anzuschließen und zu dumm ist die passende Sicherung auszuschalten…

Das behaupte nicht nur ich, sondern die VDE auch: vde-kassel.de/de/veranstalt … elleundrcd

Ist zwar nicht hoch wissenschafftlich, aber lustig:
youtube.com/watch?v=D3COB1vUGrU

Ich habs bei mir daheim ausprobiert: der RCD löst nicht aus, wenn ich einen Fön in die Badewanne rein schmeiß. Deshalb gibt es bei mir keine Steckdose mehr in 2m Umkreis um die Badewanne und es gibt auch keine elektrischen Geräte mehr, die einen längeres Kabel als 2m haben.

60 Nano Ampere - Oh je! Du meinst wohl 6mA. Dieser ist der Typ ist der sogenannte Typ EV. Man braucht ihn nur, wenn man nicht sicher ist dass ein FI-TypA in Reihe davorgeschaltet ist, der dann blind werden könnte. Deshalb verbaut man ihn in mobilen Wallboxen.

Wenn die Wallbox direkt am Hausanschluss fest verdrahtet ist, dann geht auch ein FI-TypB.

[code]Das is OK:
Netz—FI-TypA—±–Sicherung—Hausverbraucher
|
±–FI-TypEV(6mA)—Sicherung—Wallbox

Das nicht, weil der TypA blind werden könnte:
Netz—FI-TypA—±–Sicherung—Hausverbraucher
|
±–FI-TypB—Sicherung—Wallbox[/code]
Mir geht’s aber darum, ob man hinter einem FI-TypB auch mehrere Geräte betreiben darf.
Schließlich könnte sich ja ein positiver Gleichanteilfehler des einen Gerätes mit einem negativem des anderen Gerätes kompensieren und der FI löst nicht aus.

Und wie sustain schon sagte:

Ich glaube, dass wenn du es schaffst, dass der Wechselrichter und der Lader im Auto genau zur selben Zeit kaputt gehen und die Summenströme genau unter 6mA liegen, dann schaffst du es vermutlich auch 2 mal hintereinander im Lotto zu gewinnen.

Viel eher passiert dir das, was mir passiert ist:
Bei meinem Garagentor haben sind die Federn durchgerutscht. Dann wurde der Motor vom Gragentorantrieb auf einmal zum Generator. Der hat dann die Gleichrichterdioden kaputt gemacht und sind Niederohmig geworden. Messbar hat es ca 700V bei mir Zuhause im Netz verteilt und Geräte im Wert von 12000€ kaputt gemacht. Das lustige ist: Ich hab einen Überspannung-Grobschutz und an fast alle Steckdosen einen Überspannungs-Feinschutz. Trotzdem sind die Geräte kaputt gegangen. Die Versicherung bezahlt auch nicht (welch Wunder…).

Laut Norm muss jeder Ladepunkt mindestens mit einem FI Typ A oder F abgesichert sein, zusätzlich müssen Gleichfehlerströme erkannt werden. Alternativ ist ein FI Typ B möglich. Normen sind aber freiwillig und beschreiben nur den Stand der Technik. Außerdem werden Normen von der Industrie geschrieben, welche durchaus eigene Interessen hat.

Die günstigste normkonforme Lösung ist ein weiterer unabhängiger FI Typ A EV von Döpke, ca. 250€ Straßenpreis.

Technisch sinnvoll ist es die Ladesäule einfach hinter deinem vorhanden Typ B zusätzlich zur PV anzuschließen.

VG
Seb

Danke Seb!

OT: den Doepke hat mein Solateur damals auch verbaut.
Gibt’s da Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern? Laut Prüfvorschrift müssten sie doch alle gleich sein, oder wo sind die Unterschiede, die den höheren Preis auch rechtfertigen?

ebay Beispiele:
SEZ = 200€
ABB = 230€
Siemens 270€
Hager = 350€
Doepke = 450€

@bassmaster: Nur weil es Fälle/Konstellationen gibt wo ein FI nicht auslöst ist er noch lange nicht „nutzlos“ wie du geschrieben hast, vielleicht können wir uns darauf ja einigen :wink:. Zugegeben das die Pflicht zu Erdung von Badewannen abgeschafft wurde, war dann wohl nach meiner aktiven Zeit als Elektriker und das habe ich nicht gewusst. Früher wurde grundsätzlich ein Poti zu jeder Wanne gezogen und so werden auch noch ganz viele Bäder beschaffen sein. Damals musste zwingend entweder Wanne oder Abfluss/Abflussgarnitur geerdet werden. Dann reicht die Leitfähigkeit von Wasser locker aus um einen FI auzulösen.

Yes 6mA meine ich natürlich, mea culpa.