Megacharger [Semi]

Kennt man eigentlich schon Preise von Megachargern?
In einem anderen Thread schrieb ich, dass ABB mir sagte. Definitv 7-stellig. Würde mich mal interessieren.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass die großen Verlader keine Charger an die Rampen bauen werden. Einmal werden das die bestehenden Leitungen wahrscheinlich nicht aushalten und andererseits die Kosten

Never ever.

ABB ist eben eine Apotheke, was Ladeinfrastruktur angeht. Die Tesla Megacharger, oder wenn dann mal was von Alpitronic kommt oder so, werden deutlich billiger sein. Da geht es ja eigentlich nur um eine Skalierung von bestehender Technik. Theoretisch könnte man das auch durch Kaskadierung herkömmlicher Schnelllader machen, den Ansatz gibt und gab es ja auch schon im PKW-Bereich. Alpitronic mit seinen 75-kW-Modulen braucht dann halt nur 15 Stück davon in ein Gehäuse zu packen anstatt nur 6.

Man muss ja nicht gleich einen 3 Gigawatt Charger bauen, je nachdem wie lange die LKWs da stehen reichen ja auch viel geringere Leistungen aus. Zusammen mit der großen Dachfläche, die die Logistikhallen haben, und damit entsprechender PV-Möglichkeiten, und damit Zugang zu günstigem Strom, könnte der elektrische LKW-Güterverkehr einen Schub erleben…

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nur Mal zum einordnen: ein alpitronic 300kw charger mit 4x75 KW Modulen kostet etwa 80.000€. angenommen man installiert 4 ladepunkte die sich eine Gesamtleistung von 3MW teilen, ähnlich wie die v3 supercharger das tun, bräuchte man das equivalent von 40 alpitronic Modulen, macht also 800.000€.

vermutlich wird Tesla das deutlich billiger hinbekommen weil sie in viel größeren Mengen in China produzieren und die Dinger nicht händisch in Südtirol zusammen Klöppeln, außerdem fallen kosten für Displays und Ladekabeln weg aber nehmen wir Mal 800k als obere Grenze an, dann wären das 200k pro Ladepunkt.

Die Gigacharger sind zwingend notwendig und zwar in Hülle und Fülle.
Die Logistikzentren, selbst von den guten wie Dachser oder Nagel werden Ihre Rampen nicht damit austatten.
Und für die Spediteure ist der Aufwand viel zu teuer.

Deshalb muss das auf den Parkplätzen in Industriegebieten und Raststätten passieren.

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Da sind wir uns einig, aber sie müssen eben nicht an jeder Laderampe eines Logistikzentrums stehen, dort tun es auch Lademöglichkeiten mit viel geringerer Leistung und die verringern wiederum den Bedarf an Schnellladern unterwegs.
Ich denke aber, ganz ohne Lademöglichkeiten an den Stellen, wo be- und entladen wird, wird es nicht sinnvoll sein, denn gerade dort besteht Potenzial, das Akku-Nachladen zeit- und kostensparend (siehe Beispiel PV) zu erledigen. Wenn dabei der Akku nicht ganz voll wird, wäre das ja nicht schlimm, aber auf jeden Fall wird der Strom an den Schnellladern teurer sein und die Auslastung wird hoch sein, also wäre es klug, den eigenen Ladebedarf an diesen Stellen gering zu halten. Das machen wir ja mit unseren PKW genauso. Wir laden zu Hause, soweit es geht, und erst, wenn die Möglichkeit ausgeschöpft ist, nutzen wir die öffentliche Ladeinfrastrukutr.

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Tesla wird es mit absoluter Sicherheit genauso machen, wie bei den SuCs.
Schaut man mal in so einen Gleichrichterschrank, findet man fast ausschließlich Bauteile, die so auch in den Fahrzeugen verbaut sind.

Und diese Gleichteilpolitik senkt natürlich massivst die Kosten.

Ich würde mal 400.000€ pro MW Ladepunkt in den Raum werfen?
Natürlich nur. Auf dem Papier. Pro Standort dann vermutlich eben mindestens zwei oder gar vier Ladepunkte, wieder mit Lastmanagement.

Das stimmte zwar im Fall der V2-Supercharger, aber nicht mehr bei V3. Die sind mit dedizierter Technik aufgebaut, und so wird das beim Megacharger auch sein. Oder es wird eben kaskadierte oder modifizierte Technik aus dem V3-SuC eingesetzt.

Aber im Grunde bin ich mit Dir einig: Wie auch im PKW-Bereich wird Tesla einen Ladepark zu wesentlich niedrigeren Kosten pro Ladepunkt anbieten können, als alle aktuellen Mitbewerber.