Mastercard möchte Ladesäulen anbinden

Mastercard möchte Ladesäulen mit der Möglichkeit ausstatten, dort direkt mit der KK bezahlen zu können.
Wenn sie dann auch direkt Maestro einbinden, dann können direkt 75% der Bankkarten an der Säule bezahlen.
Dazu bitte vernünftige Preise und eine direkte Auszeichnung an der Säule und alles wird gut.

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Aber du bist dir schon klar, dass genau das definitiv nicht passieren wird. Im Gegenteil.

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Wieso wird das nicht passieren? Könntest du das einmal erklären?
Ich lade ja sicherlich nicht an Punkten wo kein Preis dransteht?

Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn jetzt endlich noch die Politik in die Puschen kommt und eine deutlich sichtbare Preisangabe, ähnlich wie an Tankstellen wo jeder schon von weitem sehen kann was der Liter kostet, vorzuschreiben dann ergibt sich IMHO auch endlich ein vernünftiger Wettbewerb.
Warum soll an Ladesäulen nicht funktionieren, was an Tankstellen seit Jahrzehnten Usus ist?

Akzeptanz von Gängigen Kreditkarten und übersichtliche Preisauszeichnung.

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Das Problem ist, dass damit ein weiterer Layer eingebunden wird, der einen Anteil abhaben wollen wird. Kreditkartengebühren an sich sind ja schon nicht ganz lustig. Heißt dann kommen wieder utopische Preise a la IONITY raus. Deswegen bin ich vom GLS-Konzept mehr überzeugt.

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Das Problem kann aber nicht so gewaltig sein. Wenn man mal überlegt, was der Liter Sprit an der Tanke kostet, und wie viel davon Steuern sind und wie wenig dann noch übrigbleibt um die Suppe aus dem Boden zu pressen, zu verarbeiten, zu transportieren etc.
Trotzdem scheint sich hier ja die Akzeptanz von Kreditkarten zu rechnen.

Nicht nur das:

Der Ladenetzbetreiber, der sich darauf einlässt, muss personenbezogene Daten verarbeiten und untersteht damit der DSGVo.

Außerdem steigt mit den Kartenterminals der Wartungsaufwand (Quittungsdrucker).

Im Übrigen trägt diese Option in keinsterweise zur Transparenz der Ladekosten bei.

Das GLS Konzept ist doch das Gleiche in Grün.
Ob da nun Mastercard, mit denen der Anbieter wahrscheinlich eh einen Vertrag hat oder die GLS, mit der der Anbieter nicht nur einen Vertrag schließen muss, sondern dort auch ein Girokonto führen muss, als Zahlungsdienstleister dazwischen stehen, ist imho egal.

@KarlK Ich hoffe doch, dass es sich durchsetzt, nicht 80ct/kWh haben zu wollen.

Was haben denn die aufgerufenen Ladepreise mit den Kreditkarten zu tun? In meinen Augen gar nichts. Auch wenn Du an Ionitysäulen mit Kreditkarte oder Maedtro zahlen kannst, ändert das doch an den Preisen nichts.

Nein, Ionity ist ein spezieller Fall.
Es gibt aber auch einige Anbieter (darunter auch große deutschlandweit tätige Verbünde), die überwiegend AC Säulen aufstellen und von Fremdladern heute schon absurde Adhoc Preise verlangen.
Und dann wäre es doof, wenn man als Endkunde nur direkt bezahlen könnte…
Von daher wenn man direkt zahlen kann, muss der Preis auch erträglich sein, sonst hilft es nicht.
Beispiel ist hier auch wieder Roland Schüren, der 19ct am Seed&Greet nimmt. Für 22kW AC.

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Das ist alles richtig, aber die Kartenterminals alleine ändern daran nichts, da auch Kartenzahler durchaus als adhoc Zahler betrachtet werden können. Im Übrigen bräuchte dann jede Ladesäule mit Kartenterminals eine Internetverbindung…

Haben die Dinger meines Wissens eh.
Und wenn man die Terminals verwendet, die z.B. auf den Toiletten auf der Autobahn verwendet werden, dann muss man da auch nichts eingeben.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Mastercard eine Lösung überlegt hat, die umsetzbar ist.
Die wollen damit schließlich Geld verdienen…:wink:

Eben. Wenn man schon länger den Toilettengang mit kk bezahlen kann (1€ oder 70cent), dann sollte das auch nicht soviel Gebühren kosten.

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Ich denke, dass Mastercard sich schon Gedanken zu der technischen und rechtlichen Umsetzung gemacht hat.

Eine Lösung mit einer universellen Tankkarte, mit der man an jeder Tankstelle den gleichen Preis zahlt und die Tankstelle dann dem Tankkarten-Herausgeber einen beliebigen „Roaming“-Preis berechnen kann, hat sich jedenfalls nicht durchgesetzt. So bequem das auch für die Nutzer ist, glaube ich auch nicht, dass das bei Ladestationen ein dauerhaft tragfähiges Konzept ist.

Insofern begrüße ich die zusätzliche Option.

So sehe ich das auch. Kein Ladenetzbetreiber wird sich vorschreiben lassen, was eine kWh zu kosten hat. Also wird das an der Preisstruktur nichts ändern.

Das GLS-Konzept war auch nur darauf bezogen, dass im europäischen Raum eine Kreditkartenlösung relativ sinnlos ist (im Bezug auf die Verbreitung) EC-Karten hat nunmal fast jeder hier. Und wir sehen doch jetzt schon durch die Roaming-Storys der verschiedenen Anbieter dass mehrere einzubinden immer den Preis äquivalent anhebt.
Technisch sich auf was einheitliches zu einigen, fände ich super. Aber ich denke nicht, dass eine preislich adäquate Lösung ausgerechnet von Mastercard ausgeht.

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Das hilft aber niemandem, der keine deutsche Debitkarte hat, die nicht z.B. Maestro (Mastercard) oder Vpay (Visa) angeschlossen ist.
Deswegen habe ich ja die Hoffnung, dass MC nicht nur die KK sondern auch das Debitsystem ermöglicht. Damit haben sie direkt einen deutlich größeren Kundenstamm.
Girocard ist keine große Hilfe.

Dann muss man sich mit Druck, von mir aus vom Gesetzgeber, dazu zwingen.
Wenn jemand in einem Bereich ein Quasimonopol hat, darf er es noch lange nicht nutzen.

Ja, das sollte so sein. Aber wie ich unsere Politik so kenne, wird es wieder auf die AUssage rauslaufen: Das richtet der Markt. Und wie toll das funktioniert sehen wir ja beim Mobilfunk.
Leider.

Das kann gut sein: 90% der vorhandenen AC-Ladepunkte werden durch die dank ihrer Lobbyarbeit bei Scheuer verordneten Kreditkartenpflicht abgebaut (weil sich die EMV-Terminals dort nie rentieren).

MasterCard kann sich dann auf die >150kW DC Lader konzentrieren

Bei der Vorab-Zahlung wird immer die PIN verlangt, da potentielle 100 kWh * 0,99 €/kWh = 99 € über dem Kontaktlos-Limit vom 25 bzw 50 € liegen.