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Mal ohne Tesla unterwegs

Nach 10 Monaten Wartezeit war unser sehnsüchtig erwarteter Seat Mii Electric Plus endlich angekommen! Ich konnte das Auto in Chemnitz beim Händler übernehmen. Also ab in den Zug und dann die knapp 500km zurück mit dem mii. Um 18 Uhr wollte ich wieder zu Hause sein. Es wurde 22:30 Uhr.

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Und, woran lag es?

Ladehölle (mit 20 Zeichen).

Den Titel zeigt’s leider nicht komplett an: " Abholung unseres Seat Mii Electric: konfrontiert mit 500km öffentlicher Ladeinfrastruktur"

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Das ist doch leider hinreichend bekannt - deshalb fahre ich einen TESLA

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Yo. Ich ja auch. Spannend war’s aber trotzdem, das mal hautnah erleben zu dürfen/müssen. Und ich glaube, man darf das auch immer und immer wiederholen, dass sich hier was ändern muss.

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krasses Video, danke fürs Teilen.

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Ich sehe das größte Problem darin, dass die Hersteller sich sagen: „Ich bin kein Ladesäulenbetreiber. Ich verkauf nur die Fahrzeuge.“
und die Ladesäulenbetreiber sagen: „Ich muss die Fahrzeuge nicht verkaufen. In 70% funktioniert mein Netz.“ - Blöd, wenn man nur einer von x Betreibern ist. Da sind in der Gesamtmasse jeweils 70%/Betreiber, ganz schnell mal nur 40%/Gesamt funktionsfähig.

Wenn, anders als Tesla, nicht das eine Problem den anderen Geschäftszweig nachhaltig beeinflusst, sehe ich hier mittelfristig keine Besserung in Sicht.

Dass ein Defekt am Fahrzeug nicht die volle Leistung abrufen kann und damit die Ladezeiten zusätzlich erhöhen ist dann natürlich on-top bitter.

Da auch das Konsortium der deutschen Autoindustrie klare Signale ( über den Preis und der Langsamkeit des Ausbaus) sendet, das man nicht will…
Bleibt nur immer und immer wieder auf TESLA zu verweisen da hier, wie wir alle wissen, eine Lösung (Fahrzeug mit Infrastruktur) verkauft wird. Und ab nächsten Jahr braucht auch keiner mehr mit dem Argument kommen…wir wollen die deutsche Wirtschaft unterstützen (tun wir sowieso durch die Unsummen an Subventionen)

Hihi … ich kenne das von der Abholung einer Zoe in München im Winter 2018/2019. Das coolste Erlebnis auf dem Weg nach Dortmund war diese Kneipe im Siegerland, die mich bei -15 Grad über die Öffnungszeit hinaus noch wartend verweilen lies. Der Wirt guckte sich - nachdem alle Gäste draußen waren - im Stehen an der Theke einen Pornofilm an, während die Zoe auf dem Dorfplatz schnarchend mit 11kW vor sich hin lud und ich einen Kaffee nach dem Anderen vertilgte.
Als sie dann endlich voll war, waren die Straßen so vereist, dass ich kaum mehr bis zur Autobahn kam. Anstatt um 20:00 Uhr, war ich dann morgens um 4 zuhause. Mehrere defekte und zwei nur telefonisch frei zu schaltende Ladesäulen sorgten für ordentlich Spannung. Es war aber dennoch ein sehr schönes und spannendes Erlebnis mit meinem ersten E-Auto.

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ich meine mich an deinen bericht zu erinnern… :smiley:
hatte 2015 fast die gleich strecke (freising - w) mit dem zoe nur ohne porno :rofl:
aber mit übernachtung in der jugendherberg in würzburg.

die abholtour möchte ich nicht missen - was für eine erfahrung: tolle landstrecken, natur, kälte, sparsamkeit, einige ladekarten aber dafür, dank der 43/22kW doch eigentlich immer recht flott wieder voll…

deswegen finde ich das teilen hier solcher berichte gut - auch wenn nur noch deutlicher wird, wie nett/ spannend eMobilität „der anderen“ ist und mit was für einem luxus wir uns geschlagen geben dürfen.

@Krumelur:

  • warum eigentlich in chemnitz abgeholt?
  • welcher Bf war der schicke mit den alten zügen drinnen?
  • autsch: ladekarten vergessen…
  • video ist nett gemacht: kurzweilig, schnellgespult, wenn das murmeltier täglich grüßt, mit wichtigen infos im UT… klasse. können die wenigsten YTber.
  • AC ladestationen wären auch noch eine möglichkeit gewesen. also: zur not - vor dem ADAC :smiley:… schieße: habe vergessen, das AC-ladung hier seeeeeeeeehr lange dauert. war gedankelich bei mind. 11kW… :rofl:
  • 130km/h ist aber auch ne ansage. hast du das tempo bewusst gewählt, um dich an diese grenzerfahrung zu bringen, oder war das unbewusst/ tesla-gewohnt?
  • welche app für die ladestationen hast du außer driveME gewählt (wenn überhaupt)? ich bin einwenig verwundert über die „vorbereitung“ deiner tour. denn: genau so wie „man weiß“, wie die "nicht-tesla-ladeinfrastruktur (nicht)-funktioniert, weiß man doch auch, dass hier eine kleine vorbereitung sinnvoll gewesen wäre… oder? :upside_down_face:
  • enbw gilt gerade gegenüber innity doch deutlich zuverlässiger, oder? haber wie du schon sagst: der preis ist das ausschalggebende argument :smiley:

gibst du mal rückmeldung, was wohl der grund war, dass der Mii bei allego & co nicht so recht wollte?

Echt interessantes Video - und völlig konträr zu meinen Erlebnissen muss ich sagen.
Ich habe vor meinem M3 einen Ioniq gefahren… und ich habe in der Zeit zwar auch mal eine defekte Ladesäule gehabt aber habe immer in der direkten Nachbarschaft etwas nutzen können. Was aber wirklich Horror ist - sind die 300 Ladesäulenbetreiber und die gefühlt 10 Apps die man braucht. In meiner Zeit mit dem Ioniq habe ich allerdings mit Adac ECharge immer gut geladen.

In deinem Fall scheint eher was mit der Seat Ladelogik nicht zu stimmen wie du das auch gesagt hast.

Apropos defekte Ladesäulen… da hab ich mich beim Ioniq UND beim Tesla schon aufgeregt :smiley: Meine letzte defekte Ladesäule war am Supercharger bei Magdeburg… ich musste 2 mal umparken bis ich sinnvoll laden konnte. :smiley:

Die Sache ist halt die: klar kann es sein, dass du den Tesla mal Umparken musst. Aber dann Stecker rein und gut ist’s.

Bei anderen Autos parkst du um und brauchst einen Blutdrucksenker. :slight_smile:

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Ich dachte mir schon zu Beginn des Videos, dass die 130km/h etwas hoch gegriffen sind für das kleine Dingelchen.

Man will halt auch vorwärts kommen :slight_smile:
Aber ja, das war viel. 130 ist auch die Höchstgeschwindigkeit, wie ich jetzt gesehen habe. Es ist aber so, dass der Wagen recht spritzig bis dorthin beschleunigt. Es fühlt sich also in keiner Weise gequält an. Dem Verbrauch ist es natürlich nicht zuträglich.

Das stimmt natürlich - Ich hab jetzt immer Blutdruck wenn ich bei einer Typ2 Säule stehe im Nachbardorf. Da parke ich immer um einzukaufen und lade dann gleichzeitig auf. Kein Kartenleser, kaum 2G am Handy und man muss Funkwellen einfangen um die verdammte Station aktiviert zu bekommen :smiley:

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Du hast Dich zu sehr an den Tesla gewöhnt. Allein die Sache mit dem Zündschlüssel hätte keinen Verbrennerfahrer wirklich gewundert.
Die Zoe bewegt man wohl mit 90-100km/h am effektivsten, die lädt mit max. 22kW. Ich bin 110 gefahren damals. Gott Lob hat mein Sohn jetzt den Wagen, der ist wesentlich entspannter, als ich und hat auch mehr Zeit.

Ich muss sagen, dass ich sowohl mit dem Ion, der Zoe als auch jetzt dem i3 komplett andere Erfahrungen gemacht habe.
Hatte bisher nur zwei Ladesäulen, die gezickt haben, da waren aber sowohl ausreichend Alternativen drumherum als auch noch ausreichend Strom im Akku.
Bin in den letzten Jahren mit jedem der drei Autos nach Holland gefahren, sind von hier aus rund 260km, hat alles problemlos funktioniert.
Auch die Abholung des i3 aus Hessen im August wäre mit einem Stop gegangen, wollte aber noch eine Säule testen und zu Haribo… :wink:
Bin mit dem i3 entspannt 120 gefahren ohne dass es Komplikationen gab.
Der eUp/Mii/Citigo scheint da ja mit nem warmen Akku eher Probleme zu bekommen.

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@wp-qwertz

Gute Fragen!

warum eigentlich in chemnitz abgeholt?

Angebote über carwow.de eingeholt. Mein Händler vor Ort wollte mich verarschen (staatliche Prämie einkassieren und sie mir als Rabatt andrehen) und der Herr von der Schneider Gruppe in Chemnitz war am sympathischsten UND hat den besten Preis gemacht.

welcher Bf war der schicke mit den alten zügen drinnen?

Leipzig Hauptbahnhof.

autsch: ladekarten vergessen…

Ja, weil man sie halt mir braucht mit dem Tesla (da liegen sie übrigens drin). Aber ich hatte ja 7 (!!) Apps.

video ist nett gemacht:

Danke für die Blumen. Bin ja schon ein alter Hase - ist mein zweites Video :laughing:

AC ladestationen

7kW…wobei, recht viel langsamer als DC ist es jetzt auch nicht :grinning: Aber selbst die AC Stationen muss man halt entsperren.

130km/h ist aber auch ne ansage.

Yo. Hab ich nicht dran gedacht, dass das die (begrenzte) vMax des mii’s ist. Der zieht bis Tacho 135 wunderbar durch und mit dem Tesla fahre ich halt meistens 140. Später habe ich dann auf 120 reduziert. Man will ja irgendwann ankommen.

welche app für die ladestationen hast du außer driveME gewählt

Die Drive mii App kann nur Ladestationen auf dem Navi anzeigen. Dabei zeigt sie auch Tesla Supercharger an. Man stelle sich vor, ein Seat Neukunde verlässt sich da drauf…

  • Maingau (Bin ich Stromkunde)
  • mobility+ (EnBW)
  • Plugsurfing
  • Smatrics
  • Chargeprice
  • Chargemap
  • Plug-dingens (vergessen, die von innogy)

ich bin einwenig verwundert über die „vorbereitung“ deiner tour.

Ja, nächstes Mal nehme ich einen Dieselgenerator mit, definitiv.
Ohne Witz: das war doch nicht vorherzusehen, dass der mii nicht an Schnelladern funktioniert und dass statt der versprochenen 40kW Ladeleistung im Schnitt nur 16kW drin sind?

enbw gilt gerade gegenüber innity doch deutlich zuverlässiger

Ich denke, das ist ein Softwaresache. Ich erinniere mich, dass anfangs das Model 3 auch mit manchen Anbietern nicht funktioniert hat und dann hat man das behoben. Hier muss V.A.G. halt mal in die Pötte kommen und sich mit den Betreibern zusammenraufen.

gibst du mal rückmeldung, was wohl der grund war, dass der Mii bei allego & co nicht so recht wollte?

Ja, falls ich da jemals was erfahre. Gefühlsmäßig ist das bei V.A.G. jetzt gerade nicht ganz oben auf der Prio-Liste.

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Die Geschwindigkeit kann ich nicht verstehen. Rapidgate beim up ist bekannt, weshalb ich auf der langen Strecke nicht mehr als 100 km/h fahren würde. Das minimiert die Reisezeit.

Ich habe inzwischen mit dem Ioniq mindestens hundert Mal an Schnellladern geladen. Ein paar Mal musste ich den Stall wechseln, aber nur zwei Mal musste ich an einzelnen Tripeln unverrichteter Dinge weiterfahren. (Bei einzelnen Ladern plane ich aber immer ein Backup. Gibt es glücklicherweise immer seltener.)