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Machine that makes the machine

Deleatur.

Naja, er will wohl eine Fabrik bauen, wo als Produkte hinten Fabriken (zur Model 3 Produktion) rauskommen (statt z. B. Autos) - Die Fabrik selbst als Produkt.
Damit will er „das Fabrik-Bauen“ ähnlich standardisieren/automatisieren wie das „Auto-Bauen“ und damit 5-10 mal effizienter werden, als der herkömmlich Fabrikbau.

  • so habe zumindest ich das verstanden :wink: -

Was mich etwas stutzig macht ist der Zeitplan:
-erste Version der „Model 3 factory machine“ ist „Version 0.5“
-V1.0 kommt wahrscheinlich 2018

Ist doch ziemlich ambitioniert. Oder wird ein Teil der GF dafür verwendet!?

Im Video von der Aktienversammlung spricht er das auch im Q&A Teil am ende auch an. Genaue Stelle müsste ich auch erst raussuchen, aber er bringt das Beispiel mit den momentanen Autofabriken mit zb erhöhung der Laufbandgeschwindigkeit, das die aber nur ein geringes mehr an Autos produziert.

Ansonsten würde ich es auch wie Markus verstehen.

Die Model S/X Produktion läuft ja zu einem großen Teil Automatisch, „die Maschine“… wenn du nun „die Maschine“ mehrmals hast, produzierst du mehrmals das Auto…
Wenn du nun eine Maschine baust, die „die Maschine“ produzieren kann, kannst du deine Produktion besser skalieren…

Vorne wirfst du Stahl rein, hinten kommt „die Maschine“ raus und da kommt hinten ein Auto raus :wink: :smiley:

Elon Musk, Shareholder-Meeting:

“We have realised the true problem, the true difficulty, and where the greatest potential is, is building the machine that builds the machine. In other words building the factory.
I actually think that the potential improvement in the machine that makes the machine is a factor of 10 greater than the potential on the car side.”

Ich stelle mir gerade vor, wie Larry Page vor dem „Tesla Factory Configurator“ sitzt und sich überlegt:

:laughing:

Ich erkenne darin eine klare Linie, die EM bei SpaceX begonnen hat und jetzt bei Tesla weiterführt. Im Vordergrund steht die Senkung der Herstellungskosten.

Die wohl teuersten Komponenten bei der Karosseriefertigung sind (neben Pressen und Stanzen) die Roboter. Aktuell kommen die von KUKA: traderfox.de/trading-services/id-32626/

Ich kann mir vorstellen, dass Tesla nach und nach eigene Roboter entwickeln wird, das notwendige Know-How dafür haben die:
youtube.com/watch?v=uMM0lRfX6YI

Im Vergleich zu den Giganten in der Fertigungsstraße ist das natürlich ein Witz. Wenn ich allerdings sehe, wie gut es mittlerweile um die „Punktlandung“ der Raketenstufe bestellt ist, scheint es kein Hexenwerk mehr für die Ingenieure bei SpaceX zu sein, Produkte zu fertigen, die der Präzision der KUKA Roboter in nichts nachstehen werden.

Oder Tesla fertigt die Kuka-Roboter in ihrer Fabrik-Fabrik!? Also praktisch Hardware von Tesla, Software und Know How von Kuka.
Kuka bezahlt also Tesla für die Produktion der „Hardware“, und Tesla kauft die Roboter von Kuka. (In der Realität würde man da evtl. eine andere Regelung finden?)

Hätte für Tesla die Vorteile

  1. nicht mit einem neuen, selbstentwickelten Produkt gegen ein durchaus ausgereiftes Produkt antreten zu müssen.
  2. nicht nur an den eigenen Fabriken zu verdienen, sondern auch an den anderen, die von Kuka ausgerüstet werden (ist ja zur Zeit wohl State of the Art)

Hätte für Kuka die Vorteile, dass sie - wenn denn diese „Fabrik-Fabrik“ an den Start geht,

  1. die Produktionskosten für ihre Produkte vermutlich drastisch senken könnten.
  2. ihre Produkte in diesen Tesla-Fabriken hätten

Sehe ich keine Logik dahinter. Woher sollten diese Einsparungen kommen?

Das ist nur die offizielle (und ziemlich amüsante) Begründung, warum Tesla in die Maschinenfertigung einsteigen muss. Es ist ja nicht so, als hätten andere Firmen noch niemals die Idee gehabt ihre Produktion zu optimieren indem sie die sog. Tooling-Kosten senken. Wie wäre es mit der folgenden These?

Elon will auf den Mars, und da muss man alles selber herstellen können - denn der Import ist unbezahlbar. Es ist absolut sinnvoll dort eine ganz kleine (v.a. leichte) Maschinen-Fabrik für In-Situ-Produktion hinzubringen, welche dann die Maschinen und Fabriken für alles von der Materialextraktion bis zur Konstruktion herstellt. Aber diese Technologie muss erst entwickelt werden. Und ratet mal, wer das gerade zahlt.

Wie immer: Skaleneffekte :wink: Und für die Abnahme von Tesla entfiele zudem die ganze Logistik.

Ich weiß nicht, wie und wo sie derzeit produzieren (lassen)!? War auch nur ein Gedanke, der mir zu dem Thema „Kuka“ kam. Ob das Sinn macht, überhaupt möglich und gewollt ist, weiß ich auch nicht :wink:

Ich erinnere mich auch, dass Elon Musk in Bezug auf die Gigafactory gesagt hat, dass sie in ein paar Jahren fertige Batteriezellen so schnell produzieren soll „wie ein Maschinengewehr“. Auch hier zeigt sich sein Ziel, die Produktionskosten durch Produktionseffizienz zu senken. Je perfekter und je schneller produziert wird, desto weniger Kosten pro Zeiteinheit und Produktionseinheit.

Beim Thema Automobilfertigung gibt es ja mehrere Stellschrauben, wo man Produktionsmenge pro Zeiteinheit verbessern kann:
Gießerei
Presswerk (da hat Tesla erst vor 1-2 Jahren eine Firma aus Michigan übernommen)
Rohbau / Karosseriebau
Lackiererei
Fahrwerkfertigung
Innenausstattung (Interieur)
Außenausstattung (Exterieur)
Fahrzeugmontage samt Akku, Motoren
Finish und Qualitätskontrolle

Je schneller fehlerfrei produziert werden kann, desto günstiger das Produkt in der Herstellung, sofern sich die Investitionen für diese Beschleunigung nach ein paar Jahren amortisieren, d.h. nicht unverhältnismäßig hoch sind.

Und andere erfolgreiche Unternehmen produzieren die nötigen Maschinen daher auch selbst - so wie es Tesla machen will. Amazon hat extra ein Robotik-Unternehmen gekauft, um eigene Roboter für die Lagerverwaltung zu bauen. DHL hat einen Autohersteller gekauft und baut sich jetzt die Elektroautos selbst, die Pakete und Briefe ausliefern.

In Zeiten, in denen in jeder Branche Mega-Kartelle gebildet werden, die zu völlig einheitlichen und teuren Produktangeboten führen und „Geht nicht, bestellen Sie doch aus dem Katalog“ zur Standardantwort des Vertriebs gehört (probier mal einen elektrischen Transporter oder Bus von europäischen Anbietern zu kaufen), ist die Eigenentwicklung die einzige Möglichkeit, um aus der Masse herauszustechen und einzigartig zu werden. Ultraeffiziente Longlife-Serviceintervall-Diesel-Transporter von der Stange können neben DHL auch GLS, DPD und Hermes einsetzen, treffen aber nicht deren Bedarf. Das selbst entwickelte und gebaute Fahrzeug hat nur DHL, sie bauen es so, wie sie es brauchen und arbeiten damit billiger und ökologischer (= Wettbewerbsvorteil) als die Konkurrenz. Und den KUKA Roboter kaufen neben Tesla auch BMW, Daimler, Audi, Tata, Toyota etcpp - am Ende haben alle die selbe Fabrik mit den selben Kosten und den selben Produktionsmöglichkeiten - und den selben Einschränkungen.

Im Westen war das Modell des Outsourcings und die Konzentration auf das Kerngeschäft nicht immer Managementmode. Sie ist es nur schon so lange, dass sich keiner mehr was anderes vorstellen kann. Samsung und Hyundai sind nie davon weggekommen, von der Schraube über das Atomkraftwerk, den Supertanker, das höchste Gebäude der Welt bis hin zum TV-Kanal alles selbst zu produzieren.

Die These gefällt mir! Wozu 4 Tonnen Nutzlast bis zum Mars? Es reicht eine Fritzbox, ein 3d-Drucker der mit Marsstaub läuft, und eine handvoll Solarpaneele. :mrgreen:

:slight_smile: Ich meine das übrigens absolut ernst und gar nicht negativ gegenüber Elon Musk. Diese „In-Situ“-Produktion ist ein absolutes Muss für die Industrialisierung und Kolonialisierung des Weltraums - und sie existiert heute faktisch noch nicht. Wer sich mit diesem äußerst spannende Thema beschäftigt erkennt diese Parallelen sofort. Ich kann gerne (per PM) einige gute Bücher zum Thema empfehlen (praktisch immer in Englisch).

Warum muss man eigentlich bis zum Mars fliegen können um dort eine Kolonisation aufbauen zu können?

Ist da nicht eher das vorgegebene Ziel der Ansporn, etwas zu entwickeln hier auf Erden, damit das Ziel nicht erreicht werden muß ?

Mal philosophisch gefragt…

Oder ist auch da die Antwort: „42“??? :sunglasses:

Zwei räumlich voneinander getrennte Standorte sind besser für’s überleben. Elon Musk (und viele andere Wissenschaftler) propagieren genau daher dafür, andere Himmelskörper und auch Sternsysteme zu kolonialisieren. Gerade weil es so weit voneinander entfernt liegt.


Warum sind zwei räumlich voneinander getrennte Standorte besser für das Überleben?

What`s the sense in it?

Welche Population hat dann den Vorteil? Wo bleiben die Wurzeln / die Geschichte (falls Population „Mars“ den Vorteil [warum auch immer])haben sollte?

Ich würde mich über eine solche PM von Dir sehr freuen :slight_smile:

Weniger weit gedacht: Schon die Gigafactory sollte es als 1, 2, 3… geben. Das Wording habe ich damals klar als mehrere reale Standorte interpretiert. Schon da hatte ich den Verdacht, dass statt den Bau weiterer Fabriken durch Tesla, weitere Fabriken unter Anleitung von Tesla entstehen könnten, die dann von Dritten betrieben werden.
Das Ziel die Elektrisierung weiterzutreiben kann so rascher erreicht werden. Finanzierung durch verschiedene Kanäle möglich: Von kurzfristigem Know-How Verkauf bis zu langfristigen Einnahmequellen wie z.B. OTA Updates der Produktionsstrassen ist vieles denkbar.
Lokale „Kleinprobleme“ wie Politik, Arbeitnehmer und lokale Gesetze sind dann Sache Dritter.
Naja, nur Teeblätterlesen…

@Elektrifizierter:

  • Der große Meteoreinschlag der die Dinosaurier aussterben ließ wäre wohl nicht ganz so final gewesen, hätten sie eine Kolonie auf dem Mond oder dem Mars gehabt. (dies gilt für alle stellaren Katastrophen oder auch den Ausbruch eines Supervulkans)
  • Der Mars wäre ziemlich sicher vor einer Zombiekalypse auf der Erde - selbst mit zwei Monaten Inkubationszeit bis zum zombifizieren eines Opfers. (das gilt für alle Arten von Epidemien)
  • Die globale Erwärmung der Erde mit globalen Umweltkatastrophen und ggf. einem Umkippen der Meere (und damit Sauerstoffversorgung) wäre für fliegende Venus-Städte im Zwielichtgürtel nur eine statistische Größe, und auf dem Mars ein höchst willkommenes Ereignis (also nur ökologisch betrachtet, nicht sozial, versteht sich).
  • Eine Europa destabilisierende Völkerwanderung der Armut nach Europa mit der danach folgenden kompletten Destabilisierung der Weltwirtschaft und daraus entstehenden handfesten, bewaffneten Konflikten würde eine autarke Raumkolonie auf Europa völlig kalt lassen.
  • Eine dann etwas später eintretende kleinere nukleare Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Warlords auf der Erde würde auf dem Mars maximal Arbeit für Kartographen bedeuten.
  • Ein wider erwarten einem Gott absolut ergebene Terroristen doch nicht verschonender biologischer Kampfstoff würde eine Mondkolonie nicht mehr erreichen.
  • Nach einem Aufstand der Tesla-Bots auf dem Mars hätte die friedliche, unbewaffnete Mondkolonie auch noch etwa sechs Monate Zeit die Waffen zu bauen um alle ankommenden Terminator-Raumschiffe zu pulverisieren.
  • Und eine ganz plötzliches Ableben der Sonne wäre für die Kolonie Versta Prime im Orbit um Alpha Centauri A kein so einschneidendes Ereignis wie für die Menschen im Sonnensystem.

Solche dramatischen allgemein als ELE (Extinction Level Event) bezeichnete Szenarien eben. :wink: Allerdings lacht man darüber eben nur solange sie nicht eintreten. Aber in der Geschichte der Erde hat es mindestens schon drei solcher ELEs gegeben (im Deutschen auch als Arten-Massensterben bezeichnet). Die Menschheit hat die technische Möglichkeit die Wahrscheinlichkeit dramatisch zu senken. Warum sollte man es nicht tun? Nur weil’s finanziell nicht sinnvoll ist?

Ich akzeptiere Deinen Standpunkt. Kann ihn allerdings nicht nachvollziehen. Warum glaubst du denn, dass der Plan lautet: die menschliche Dummheit muss überlegen sein ??? Warum sollen am Ende nicht Maschinen und Insekten die Bewohner und Gewinner dieses wundervollen Planeten sein?

Kennst du etwa den Plan???