Ganz unabhängig davon, ob das M3 AC mäßig bidirektional ausgelegt ist oder nicht:
Die vielen MWh an Batteriekapazität in den nachts geparkten M3 lassen sich in einer V2G Kopplung am Besten zur Netzglättung nutzen.
Damit meine ich, dass der Energieversorger überschüssige Energie bei Bedarf gegen ein vertraglich geregeltes Entgelt in das Auto einspeisen und zu Spitzenzeiten aus dem Auto entnehmen darf (innerhalb von vom Fahrer definierten Grenzen). Der Entnahmepreis muss etwas höher als der Einspeisepreis sein, damit der Fahrer entschädigt wird für die Zirverfügungstellung seiner Batterie. Ob das via AC oder über DC passieren kann, wird man sehen. Vielleicht wird es dann ja 11 oder 22 kW DC Ladestationen mit CCS Anschluss und integriertem Rundsendemodul zu erschwinglichen Preisen geben…
Wieviel Geld bekommt man in Deutschland für 11kW Netzglättungsleistung? Das kann kaum die Killer-Anwendung sein, wofür das gemacht wird.
Keine Ahnung - wenn Tesla sagen wir mal 1-10 Mio davon steuern kann, wieviel Geld bekäme Tesla dafür und bliebe dann noch was übrig, so daß Tesla z.B. dafür 5000km oder mehr free Suc-Charging per anno anbieten könnte?
In der PRL verdient man aktuell ca 150€ pro MW Leistung und Tag. Arbeit wird nicht extra vergütet. Stark vereinfacht muss man je nach Netzfrequenz die Einspeisung/Ausspeisung linear zur Veränderung zu 50Hz verändern.
Kurze Rechnung: Bei 11kW und (unwahrscheinlichen) 24h Verfügbarkeit sind das 1,65€ pro Tag/50€ pro Monat Erlös.
Davon ist noch keine Messung, technische Infrastruktur, Vermarkter, Stromkosten (die bezogenen kWh müssen davon auch bezahlt werden) etc bezahlt. Fazit: Netzdienstleistung mit Autos lohnt nicht, auch im großen Stil nicht. Weiterhin ist die Einspeisung aus dem Haushalt aus einer Batterie auch gar nicht erlaubt in der aktuellen Regulierung.
Einzig lohnenswerte Alternative wenn das bidirektionale Ladegerät schon im Auto verbaut ist, ist die Nutzung zur Eigenversorgung aus der PV Anlage. wenn das Ladegerät nochmal 4000€ kostet ist auch das tot bei uns in D.
Bitte um Gegenbeweis mit Beispielrechnung.
Genau, Geld verdienen wird man damit nicht.
Ich erwarte, dass:
wir zukünftig mehr für die Leistung am Netzanschluss bezahlen müssen, ahnlich wie heutzutage die über eine RLM gemessenen größeren Verbraucher.
Zukünftig werden größere Verbraucher in Haushalten steuerbar sein müssen, sonsten wird man wie in 1) angemerkt ein höheres Endgelt für die zur Verfügung stehende Leistung zahlen müssen.
Wie genau das alles technisch funktionieren wird und wie die Tarife dazu aussehen steht in den Sternen. Die Vorbereitung teslas dazu sehe ich aber als richtungsweisend für alle Hersteller an.
Und genau aus dem Grund kommt bei mir ein PV Anlage her mit einem stationären Batteriespeicher aus LiFePO4 Zellen, mit dem ich weitgehend unabhängig vom Netz bin.
Und damit hat sich dann auch eine V2H Integration erübrigt.
Und eine V2G Integration mache ich von den Konditionen abhängig…
+1
Wenn die Möglichkeiten bestehen ist eine Insellösung inzwischen eine gute Alternative. Solarzellen und Akkuspeicher sind inzwischen so günstig das sich so eine Anlage sogar rechnet und nicht nur aus ideologischen Gründen sinnvoll ist.
Wenn man auf der sicheren Seite sein will kann man immer noch einen Hausanschluss als Backup vorhalten und per Hardware-Schalter wechseln, aber die ganzen Einspeiseregelungen/Vorgaben entfallen.
Man braucht aber schon eine grosse PV Anlage um auch genügend Strom in den Wintermonaten zu haben. Bei mir reicht das nicht. Von daher komme ich bis auf weiteres nicht ohne Hausanschluss aus.
Wenn es so wichtig ist, müssen auch die Preise (Ertrag) so gestaltet sein, das es jemand macht.
Mehr als 1€/Monat darf auch die ganze abrechnerei, Zähler usw. nicht Kosten.
Daher war mein Gedanke:
Ich kümmere mich um nichts außer anstöpseln und Tesla managed das virtuelle kraftwerk und schüttet einen Teil des Ertrages auf mein Kundenkonto.
Und natürlich ohne dass da 10mio Stromzähler ausgetauscht oder abgelesen werden müssen.
Ansonsten sehe ich es wie oben:
So viel PV wie möglich und einen Hausakku und so wenig wie möglich (auch peakleistung) aus dem Netz, im Winter wird es nicht gehen.
Ist es bei mir. Ost- West Dach und alles voll mit 290Wp Panel, damit in Summe 9,86kWp. Etwas mehr wäre noch gegangen mit leistungsfähigeren Panel. Wäre damit aber über 10kWp gekommen ohne das meine Selbstversorgung im Winter deutlich besser geworden wäre.
Warum? Die würden in beiden Richtungen als Zwischenkreis dienen. Das ganze ist aber scheinbar ein Hoax, der Autor scheint die batterieseitigen Gleichrichter mit FeTs verwechselt zu haben?
Desweiteren wäre zumindest in Deutschland zur Netzeinspeisung eine AR4105 Konformität Pflicht.
Wenn die Kondensatoren (C1…) als Glättung für den Zwischenkreis genutzt werden müsste noch ein Übertrager oder wenigstens eine Induktivität zwischen den Primär-Mosfets (Q1…) und den Netz-Phasen als Filter geschaltet werden um aus dem, mit Q1… erzeugtem, PWM wieder eine Sinusspannung zu machen.
So etwas ist aber nicht auf dem Video zu erkennen, höchstens auf der separaten Platine links im Video aber die wurde ja nicht weiter untersucht.
Die Gleichrichtung im Batteriekreis kann schon so wie im Schaltplan eingezeichnet mit FETs passieren, die FETs werden dann aktiv gesteuert um das Verhalten von Dioden nachzubilden. Das wird so auch in anderen Schaltreglern ausgeführt um einen besseren Wirkungsgrad zu erreichen (Innenwiderstand der FETs ist kleiner als die äquivalente Durchlassspannung von Dioden).
Mal abwarten ob da noch was offizielles von Tesla kommt.