Lud wer am 13.9. in Neumünster?

Letzten Sonntag lud mehr als ein 3h ein Tesla Model S am Going Electric Crowdfunding Schnellladepunkt in Neumünster. Nicht nur, dass das Fahrzeug 3h lang den Schnellladepunkt mit maximal halber Ladeleistung belegte, ohne dass irgendwo am Fahrzeug eine Telefonnummer hinterlegt wurde. Nein, der Fahrer fuhr dann auch, ohne sich für die geladene Energie erkenntlich zu zeigen - und sei es auch nur mit einer handschriftlichen „Danke“-Notiz.

Bei den Going Electric Crowdfunding Wallboxen, die mit Spenden der Going Electric Forenuser gebaut werden, handelt es sich nicht um Gratisstromboxen. Mal abgesehen davon, dass die Wallbox-Spender in der Regel weniger betucht sind als Teslafahrer, ist es auch unfair gegenüber den Standortpaten, die in der Regel mit nennenswerten drei- bis vierstelligen Beträgen selbst investieren, um die nötige Anbindung für die 43kW-Boxen herzustellen, damit dann u.a. auch Tesla-Fahrer barrierefrei, sicher und schnell laden können. Dass das gratis sei, wurde nie gesagt.

Man kann das natürlich so handhaben wie der freundliche Tesla-Fahrer in dem Beispiel. Das wird dann aber auf Dauer Rückwirkungen auf die Ladeinfrastruktur haben. Daher gilt es, dieser Einstellung beizeiten entgegen zu wirken.

Ich habe gerade mal bei goingelectric mir den Ladepunkt angesehen da ich ihn bislang nicht kannte (ich war es also nicht).

  1. Da steht videoüberwacht, Kennzeichen müsste sich also feststellen lassen, dann könnte man den mal anmorsen.

  2. Wenn man auf den Pin auf der Karte klickt, dann steht da „kostenlos“. Erst wenn man dann die Details ansieht, dann steht da „Stromspende wäre nett“. Ich bin zwar genau aus den von Dir geschilderten Aspekten freundlich und Spende dann auf jeden Fall und im Zweifel deutlich mehr als normaler Strompreis, aber andere können das auch durchaus anders verstehen/sehen.

Was ich damit sagen will: Die Crowdfunding-Ladestationen sollten vielleicht eher so gekennzeichnet sein dass eine Spende zwingend erforderlich ist um da eben keine Missverständnisse aufkommen zu lassen (beinahe hätte ich geschrieben mindestens für Teslas zwingend erforderlich, aber ich wollte uns selbst nicht diskriminieren).

Insgesamt sind die Crowdfunding-Ladestationen ein ganz tolles Projekt !!! Und lasst Euch durch solche -hoffentlich- Ausnahmen die Motivation nicht nehmen die Sache weiter voranzutreiben. Du bist ja ein großzügiger Spender !

Ist auf dem Video leider nicht erkennbar.

Bei mir steht „Grafelstein
Hansaring, Neumünster
1 x Typ 2 43 kW
1 x CEE Rot 22 kW“
Vielleicht hast du am anderen orangen Marker in Neumünster geschaut, dem CCS-Lader bei VW? Dort steht kostenlos.

Es ist im Datenbankeintrag auch nirgends angeklickt, dass dort kostenlos geladen werden kann.

Bei dem von dir initial geposteten Link steht „eine Stromspende wäre nett“. Damit ist die Nutzung auch ohne jegliche Zahlung erlaubt. Was soll dann diese Stasi-Aktion hier? Du hast mein absolutes Unverständnis für die Postings hier.

Entschuldige, Du hast völlig recht. Ich habe den Pin oberhalb angeklickt, ebenfalls Hansaring, aber „Bad am Stadtwald“.

Damit ist Kosten nach goingelectric wirklich völlig klar „Stromspende“.

Ich habe mir jetzt mal die Bilder angesehen, da steht ja aber nichts von Stromspende auf der Ladestation. Nur Drehstromnetz.

Wir müssen einfach für die Zukunft davon ausgehen dass es immer mehr unbedarfte E-Fahrer gibt die einfach nur fahren und kein goingelectric, Drehstromnetz oder crowdfunding o.ä. kennen.

Vielleicht sollte man deshalb die Ladestationen in Bezug auf Stromspende kennzeichnen.

Ich denke da einfach mal wie es meine Frau unbedarft machen würde: Die würde da eine Ladekarte einfach ranhalten und wenn dann Strom fliesst dann wird das schon richtig sein.

Hoffen wir deshalb mal auf Unwissenheit und nicht Absicht.

Schön für dich, viel Spaß am Supercharger. Ich würd aber gern an den von mir mit finanzierten Schnellladeboxen auch schnell laden können und nicht dabei zusehen müssen, wie sich ein Tesla-Fahrer seine 100.000 Euro Karre gratis schnarchlädt.

Auch beim Drehstromnetz steht „Das gesamte Netz ist nicht-kommerziell, d.h. nicht auf Gewinn ausgerichtet. Wenn man an einem fremden Ladehalt lädt, so gibt man freiwillig eine kleine Geldspende die der entnommenen Strommenge entspricht. Auf diese Weise entfällt ein Abrechnungssystem. Jeder finanziert seinen eigenen Ladehalt und jeder zahlt für den Strom den er an anderer Stelle verbraucht.“ Die Änderung des Aufklebers werde ich anregen. Das Problem ist, dass bei einer allzu deutlichen Zahlungsaufforderung wieder der örtliche Stromanbieter kommen und Stromverkauf unterstellen kann. Ein Going Electric User bekam schon wegen seiner TNM-Box eine Unterlassungsaufforderung seines Stromanbieters. Aber angesichts von zahlreichen herumfahrenden boe muss man es wohl so machen.

Das war immer der Vorteil vom Drehstromnetz: Nur Mitglieder können laden. und es waren kleine Strommengen. Deshalb Stromspende. Genau das funktioniert heute nicht mehr so gut. Wenn man über 30 kWh lädt, wird die „Vergütung“ schon schwierig. Es gab schon im kleinen Kreis der Drehstromuser genug Ärger um die Stromspende/Abzocke. Diese Modelle funktionieren heute nicht mehr zur Zufriedenheit auf beiden Seiten, wenn die ganze Geschicht anonym abläuft.
Diese Diskussion erinnert mich sehr an die unsägliche „Homesupercharching“ Diskussion. man kann beim Stromverkauf/Verteilen keine Moral einfordern. Hier helfen nur klare Regelungen. Der Strom kostet so und so viel und ist zu bezahlen oder aber das Laden ist kostenlos. Schlechtes Gewissen ist die schlechteste aller Handlungsgrundlagen

Welcome to reality… :unamused:

Wenn die E-Mobilität bei der Masse ankommen soll, benötigen wir klare Regelungen:

  1. Zugeparkte Ladestationen von nicht ladenden Fahrzeugen werden kostenpflichtig abgeschleppt und der Fahrer bekommt 3 Punkte
  2. einfache Abrechnungssysteme, d.h. entweder kostenlos oder z.B. per handy

Dem Teslafahrer will ich mal gar nichts unterstellen…auf der anderen Seite: Spende ist immer freiwillig.
Die Lösung mit dem Schlüssel im Drehstromnetz wäre eine Alternative?

Steht denn auf den Crowdfunding Ladeboxen „bitte Telefonnummer auslegen falls mit weniger als 43 kW geladen wird“?

Falls nicht, braucht man sich nicht wundern.

Frank

@Teekay die Bezeichnung „schnarchladend“ für ein Tesla Model S weise ich zurück. Man muss von mindestens 11kW ausgehen, eher 22kW. Wenn es in den Augen der Stifter nicht erwünscht ist, weniger als 43kW zu ziehen, schlage ich eine Beschriftung „ZOE only“ vor. :imp:
Ansonsten haben manche der aufgestellten 43kW Boxen eine CEE32 Dose, die bei Aktivierung die Ladeleistung am Typ2 Anschluss auf 22kW reduzieren. Ein Lastmanagement light sozusagen. Wenn mindestens zwei Stellplätze von der Box aus versorgt werden können, würde ich diese Lösung unbedingt empfehlen.

Zum Terminus „zwingende Spende“: Das ist in sich widersprüchlich, weil es dann ein Preis wäre. Ein Preis zu verlangen wäre wiederum Stromverkauf, was die erwähnten Probleme nach sich zieht. Es bleibt also beim kostenlos, und es ist meiner Meinung nach nur zu diskutieren, wie dringend man auf die Spende hinweist und was man mit Fahrern macht, die sich schadlos halten.

Vielleicht hat der Fahrer des Model S auch den Begriff „Stromspende“ nicht verstanden :wink:
Das Wort kling für mich seltsam. So als erwarte man, dass der Ladende Strom mitbringt und diesen spendet. Richtig wäre doch: Spende (und zwar Geld) für Strom - also eine GELDSPENDE :bulb: .

Ist zwar Erbsenzählerei, aber für mich klingt der Begriff „Stromspende“ sehr merkwürdig.

Ergänzung: Seit 19.9.2015 gibts auch einen Crowdfunding Ladeplatz in Würzburg im GE Verzeichnis. Dort steht (noch) kostenlos (wieder mit erwünschter „Stromspende“: http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/Wuerzburg/Crowdfunding-Ladepunkt-Metallbau-Haemmelmann-Kirchbergweg-106/10092/

Wenn Du und andere ( so auch ich) Lademöglichkeiten anbieten oder finanzieren gibt es 2 Möglichkeiten :

a) Abrechnungs- und Zugangskontrollsystem
b) auf freiwillige Spende hoffen

bei b) musst Du auch hinnehmen, dass es Normalos gibt, die dies aus Unkenntnis nicht machen oder auch wissentlich nicht machen. Teslafahrer sind keine Heiligen, auch da gibt es schwarze Schafe.
Bei den Normalos ist auch zu berücksichtigen, wie Boris das so schön beschrieben hat, dass der/die Fahrer(in) sich dessen gar nicht bewusst ist, dass er/sie und wie er/sie bezahlen soll.
Daher wäre die Empfehlung hier eine Beschreibung wie und wo bezahlt werden soll anzubringen.
Bei der von mir mitgesponserten 43 kW Lademöglichkeit (nicht in Neumünster) bestehe ich aus Eitelkeit darauf, dass mein Sponsoring erwähnt wird, da sollte es auch möglich sein einen Hinweis zur Bezahlung unterzubringen.

Noch eine andere Frage : Zählt für Dich ein Tesla Roadster mit 1 x 63 A Ladeleistung auch als Schnarchlader ?
Dann bitte auch an den Lademöglichkeiten und im Verzeichnis einen entsprechenden Hinweis anbringen, dass diese nicht erwünscht sind.

Und was ist mit dem aktuellen Zoe-Modell? Wenn schon, müsste die Beschriftung „Zoe H only“ lauten. :laughing:

ich denke mal mit „Schnarchlader“ waren wohl eher die Cayenne und andere mit nur „mickriger“ Batterie gemeint. Die nehmen dann denjenigen welche z.B. Chademo Kapatzitäten an Bord haben und schnell weitermüssen den gewünschten Platz weg?
Ich hoffe auf einen Ausrutscher und frage mich wie denn diejenigen diesen Ladeplatz gefunden haben? Im Outlet Center gewesen und dort zu wenig Rest gehabt? Auf jeden Fall wird die Angabe einer Telefonnummer auf der Säule erwähnt werden müssen. Und im Zweifel hat derjenige nicht genau genug hingesehen oder es war ihm egal das er mehr geladen hat als notwendig um den nächsten SUC zu erreichen. Wenn das letzen Sonntag war dann war der SUC am Lindner bis oben hin voll. Z.T auf Benziner da der Parkplatz für eine Veranstaltung bis zu m letzten Platz voll war. Ich war auch 2 mal da. Hat derjenige vielleicht geahnt und deshalb das laden dort zu vermeiden gesucht? Konnte selbst in HH am meinem Bestimmt nicht zwischenlanden da alle Säulen dicht waren. Sah mir dort auch sehr nach Anwohnerladen aus.

Vielleicht in NMS auch Anwohner oder wo haben die die 3 Stunden rumgegammelt :wink:

Gruss Siggy

Habe schon vor 2 Jahren eine Renaissance der Drehstromkisten prophezeit, im Augenblick kommen pro Monat im Schnitt 10 Ladestationen dazu. :wink:

Teekay meint Tesla, wenn er „schnarchladender Tesla“ schreibt. Ich finde den Terminus einfach unsäglich! Die E-Fahrer Gemeinde verkämpft sich an einer Hackordnung an den (zu wenigen) Säulen, abhängig von der Ladearchitektur der Fahrzeuge. Was soll das?

Das Problem sind zu wenige Ladesäulen mit extrem umständlichen Zugangsmitteln, daher begrüße ich barrierefreie Angebote ohne komplizierte Abrechnungsverfahren, so wie das Drehstromnetz oder das GE crowdfunding Projekt. Letzteres ist anfällig für Schmarotzer, die sich im Falle eines Tesla obendrein dem Vorwurf aussetzen, offensichtlich genug Geld zu haben.

Mit einem flächendeckenden Umsonst-Ladenetz hätte man die moderne Entsprechung zur Allmende geschaffen, auf die jeder seine Tiere zur Weide treiben darf. Eine Übernutzung durch Einzelne muss in jeder Gemeinschaft sanktionierbar sein, sonst ist der Schaden für alle da.

… und der aktuelle Vorfall belegt, dass es nicht mehr lange funktionieren wird. SCNR

Im GE-Forum ist das Thema inzwischen ein Dauerbrenner. Wer darf mit welcher Geschwindigkeit wo wie lange laden…? Da wogt es seitenweise hitzig hin und her. „Die Community“ spaltet sich gerade auf… was sehr schade ist, aber vielleicht ist auch das eine notwendige Phase auf dem Weg in den Mainstream? :confused:

??? Verstehe ich nicht. Habe noch nie an einer DSK warten müssen oder hatte dort irgend welche Probleme.
Funktioniert besser als je zuvor.
Da es Bedingung ist, dass man selber einen Ladehalt anbieten muss, halten sich Schnorrer in Grenzen, denn so wie Du mir so ich Dir… :wink:
Deswegen gibt es eben kaum bis gar keine Probleme.