LFP-Akku, Degradation optimieren

Bei mir sieht das anders aus. Wohne am Berg, wenn ich auf 100% lade, steigt die Rekuperation beim bergabfahren schon nach ca. 500m aus, man merkt direkt, wie er in den „Leerlauf“ schaltet. Spannenderweise zeigt er dann immer noch etwas Rekuperationspotential an (Linie nur zur Hälfte gepunktet links), aber man merkt davon nichts.

Ein kleiner Puffer über 100% ist auf jeden Fall vorhanden - kann natürlich sein, dass er nicht sonderlich groß ist, sodass er bei Bergabfahrt direkt nach dem Laden relativ schnell voll läuft oder zumindest davor irgendwann von der Software zu gemacht wird. Er ist aber jedenfalls größer als bei den NCA/NMC Akkus - da ist dann direkt bei Abfahrt schon die Rekuperation eingeschränkt.

Hmm, 3.8V ist für LFP eigentlich viel zu hoch. Normalerweise ist da bei 3.65V Schluss.

„5% increase of the discharge capacity was obtained when the upper voltage limit was pushed from 3.5 V up to 3.7 V. Further increase of charge voltage limit does not contribute to considerable“

55er LFP 09/21 40.000km
Seit längerem mal wieder auf 100% geladen.
Von den ursprünglichen 424km in der Anzeige sind 406km geblieben.

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Das sind noch keine 5% und glaubt man den Erwartungen an LFP wird es nun immer langsamer. Also top würde ich sagen. Viellicht noch interessant wie deine Ladegewohnheiten sind. Sprich mehr DC oder doch eher AC. vll. sogar ein Verhältnis…

Nach meinen Aufzeichnungen ca. 60% AC

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Hab ich eben auch gemacht, sind 407km bei 10/21 und 21000km :slight_smile:
Allerdings war mein BMS nach der Vollgasfahrt gestern komplett durcheinander und hatte nur noch 360km prognositiziert und dann 50min lang bei 99% geladen. Hatte ich auch noch nie.

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Wow. 360km hab ich noch nie gesehen.
Zuletzt war das mindeste um die 395km.

Gibt es hier im Forum denn Vergleichswerte zwischen denen die regelmäßig auf 100% laden und die die auf etwas niedrigeres laden?

Ich wohne etwas höher als meine Umgebung und würde gerne auf 90% laden um noch rekuperieren zu können. Eigentlich war ich mir sicher, dass es ja nicht schädlich sein kann. Nun habe ich allerdings in nichtmal zwei Monaten die ersten Kilometer verloren. Es waren 439 und sind nun 437. Das Model Y SR MiC was ebenfalls vor der Tür steht hat im fast gleichen Zeitraum bei immer 100% laden und deutlich mehr Fahrleistung nichts verloren.

Edit: ich habe mir in HomeAssistant etwas gebastelt was meine letzte Ladung auf 100% trackt. Sobald ich zuhause ankomme wird falls letzte Ladung auf 100% weniger als 7 Tage her war auf 90% geladen. Ansonsten 100%.
Habe keine Lust jedes Mal rumzuspielen. Einfach einstöpseln ist das Ziel.

Ich würde sagen es war auch nicht schädlich. Am Anfang eines Akkulebens kommt es zu einer gewissen Degradation, aber diese fallende Kurve nimmt dann stark ab und es stagniert mehr oder weniger. Nicht so viel Gedanken darum machen. Ab und zu mal auf 100% laden und auch mal in den unteren Bereich fahren um das Auto die Grenzen wieder bestimmen zu lassen, und dann sollte gut sein. BTW: Der Reichweitenverlust den die du hier beschreibst liegt irgendwo um 0,5% (!). Da würde ich mir keine Gedanken machen.

Um die Degradation ohne externe Messverfahren mal zu berechnen gibt es schöne Workarounds.:

Bestimmung der verbleibenden (nutzbaren) Akkukapazität

Hier würde ich dir die zweite Option empfehlen

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Siehe auch https://teslalogger.de/ . Dort kann man sein Auto gut mit dem Flottendurchschnitt vergleichen.

Oben den Autotyp einstellen, dann OK klicken.

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Interessant. Woher stammen die Datensätze? Scheinen ja einige zu sein.

Na von Usern von Teslalogger. Allerdings sind die Daten bei Teslalogger diesbezüglich mit Vorsicht zu genießen, weil offensichtlich viele es nicht schaffen ihr Fahrzeug korrekt ihrem Akku/Baujahr einzutragen…deshalb ist da die Streuung recht hoch weil teils auch Fahrzeuge in die komplett falsche Zuordnung reinrutschen.

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Nach meiner Erfahrung ist das komplett normal. Bei meinem Model 3 sind es nach 8 Monaten jetzt 430km statt 439. Ich würde jede Wette eingehen, dass er (vielleicht bis auf 1-2 km) genauso weit kommt wie am Anfang. Warum ? Wenn er aufgeladen ist , bleibt der SoC für ca. 6 bis 7 km auf 100% und fällt dann erst ab. Also scheint das eher eine Kalibrierungsgeschichte zu sein ?
Ich lade den immer auf 90% und alle 2 Wochen auf 100%. SuC Anteil vernachlässigbar

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Bei meinem 12/22 M3SR waren es 436, jetzt sind es 432.
Das liegt alles im Bereich der Messungenauigkeiten.
Monat für Monat werden wir an die beiden Hauptsätze der Thermodynamik erinnert - und obwohl unsere Teslas mitsamt Energiespeicher mobil sind, es gibt kein Perpetuum Mobile.

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Ich habe heute mal das Experiment gewagt und Tesla angerufen. Die Dame meinte das ist nicht schädlich für den Akku. Einfach gelegentlich mal auf 100%. Die Empfehlung dient nur der Kalibrierung weil, Zitat: “viele Leute Tesla noch nicht so gut können“

Edit: habe ich mir auch schon so gedacht. Als Software und Hardware Fritze betrachte ich die Dinge sehr technisch und habe von der ganzen Chemie nur ein oberflächliches Wissen. Hätte ja sein können, dass bei der Empfehlung auf 100% zu laden noch zusätzlich zu der technischen Seite eine zellchemische Komponente mit reinspielt.

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Gibt ja hier schon lange Diskussionen drum. Es scheint sich herauszukristallisieren, dass die Alterung des LFP quasi rein kalendarisch erfolgt. Das BMS muss aber wohl ab und zu den vollen und leeren SoC neu kalibrieren, damit die Anzeige genau ist.

Geile Aussage :sweat_smile::see_no_evil:

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Ich lese das auch aus den verfügbaren Informationen heraus.

Es gilt wahrscheinlich für das typische Privatauto. Bei einem Taxi, das Tag und Nacht fährt und jeden Tag ein- oder mehrmalig geladen wird, spielt die zyklische Degradation sicher eine größere Rolle. Aber unsere Autos stehen ja meist nur tatenlos herum.

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Ist bei mir ziemlich identisch. M3 SR von 8/2021 und 28000km. 100% ursprünglich 424km, jetzt 404.

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