Letzte Woche in Fremont...

T´schuldigung aber das ist doch völlig unrealistisch. Maximal kann die „Strom-Dienstleistungen“ dafür sorgen, dass der bezogene Strom pro kWh im Durchschnitt nicht allzu fürchterlich teuer ausfällt. Denn eine Superchargerstation ist ja alles andere als ein angenehmer Konsument für den Versorger mit seinen extremen Schwankungen. :exclamation:

Erfreulich ist diese Meldung nach der Musk sagt über 90 % der Ladung findet daheim statt. Es sind also noch unter 10% für SUC´s:
nola.com/business/index.ssf/ … _cars.html
Ich kann mir also eigene Rechnungen und Spekulationen ersparen. :wink:

Wenn sich so was rechnet (=Geld verdient):
Tesla Energy Utility

… dann kann man auch einen Supercharger dran hängen und den Strom zum Selbstkostenpreis (=hinter dem Umspannwerk) abgreifen.

Pro SuC-Ladung gehen im Schnitt 35kWh durch. An den 10 bestgenutzten SuC sinds pro Tag 28.000kWh. Macht 800 Fahrzeuge pro Tag. Sagen wir, die verteilen sich zu den Hauptreisezeiten auf 6h am Tag, den Rest des Tages kann der installierte am Netz hängende SuC-Stall die Batterien wieder laden. Macht 133 Fahrzeuge pro Stunde. Macht 4.700kW Leistungsbedarf über 6h oder 470kW durchschnittlich pro SuC (ausgehend von den 10 bestgenutzten, in der Realität ists also weniger). Einen 192A-Anschluss für zwei Stalls bekommt man offenbar relativ problemlos überall. Der liefert 132kW der 470kW. 340kW müssen also aus Batteriespeichern kommen - und das 6h lang. Das sind 2MWh oder 27 S85er oder 34 S60er Batterien pro SuC-Standort.

Sagen wir, in 10 Jahren werden die heute verkauften Model S batterie-upgegradet mit durchschnittlich 30% Degradation. Ergibt 35.000 zurückgenommene Batteriesätze a 60kWh pro Jahr.

Pro SuC-Standort brauchen wir 34 davon. Von einer aktuellen (!) Jahresproduktion Model S können also in 10 Jahren 1.000 SuC-Standorte mit Batteriepuffern ausgerüstet werden, die ausreichend sind, um die aktuelle Last (ausgehend von den weltweit zehn bestgenutzten SuCs) abzupuffern.

Und das war ein Worst Case. Denn an den 10 bestgenutzten SuCs wird sich die Last nicht auf 6h konzentrieren und die 10 bestgenutzten SuCs sind nicht repräsentativ für alle 400 Standorte. Je besser sich die Ladungen über den Tag verteilen, desto eher kann ein 132kW-Gleichrichter die Batterien zwischendurch wieder aufladen und desto kleiner kann man Puffer sein.

Und ein kontinuierlich mit vielleicht 60kW durchlaufender Gleichrichter kann dann gleich auch noch angeschlossene Immobilien mit Wärme versorgen. Wenn ein 132kW-SuC derzeit 118kW ans Auto abgeben kann, sind das 14kW Abwärme oder etwa 10%. Ein 24/7 mit halber Last durchlaufender SuC würde als 6kW Abwärme erzeugen, die man verkaufen kann. Über die Idee, auf die offenbar noch keiner kam, sprach ich schon mit einem Passivhausarchitekten. Die Wärmenutzung sei bei vorhandener Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kein Problem.

Ein Akkuspeicher zur Netzdienstleistung macht nur Sinn wenn er am richtigen Ort ist. Es wäre schon ein starker Zufall wenn das zufällig mit einem Superchargerstandort identisch ist.
Wo es das ist ok, dann macht es Sinn.

Man könnte aber auch genauso sagen man baut an jeden Supercharger ein Bordel und mit den Gewinnen bezahlt man dann den Strom für den Supercharger. :confused:

Man muss doch mal realistisch bleiben. Eine Superchargerstation ist und bleibt ein Kostenfaktor. In der Betriebswirtschaft dröselt man ja auch jeden einzelnen Betrieb (der auch realistisch Gewinne macht) in einzelne Kostenstellen auf um die Übersicht zu behalten.
Und bei Tesla ist ein zukünftiges Geschäftsfeld Stromspeicherung und Netzdienstleistung erst recht eine völlig andere Baustelle.

Ich hab mal gehört, dass SuCs vor allem an Autobahnen stehen. Da, wo nach Tesla auch alle anderen irgendwann Schnelllader bauen müssen, wo aber bislang außer für die Benzinpumpen und die Friteuse im Restaurant kaum Leistungsbedarf da war - wo also auch nicht übermässig üppig Kapazität vorgehalten wurde. Warum sollte nicht ausgerechnet dort Bedarf an Batteriepufferung herrschen?

Da entsteht ja erst der Bedarf an Akkupufferung durch den neuen Großverbraucher SUC. Und da kann es dann durchaus wirtschaftlichen Sinn machen Akkupuffer anstatt Netzerweiterung. Volker sprach aber von einem Gewinn durch Netzdienstleistung. Das ist in dem Fall quatsch, da es nur darum gehen kann zu vermeiden, dass es nicht exorbitant teuer wird.
Und mal ganz allgemein: Selbst bei Akkupreisen wenn sie mal weit unter 100$/kWh fallen sollten sind Akkuspeicher volkswirtschaftlich niemals konkurrenzfähig gegen ein bereits vorhandenes Verbundnetz. Es kann ausschließlich nur Sinn machen wenn dadurch eine Netzerweiterung eingespart wird. Und Netzerweiterung ist nur verbrauchernah teuer (verbudellte Niederpannungsleitung). Überregional ist Netzerweiterung aufs die einzelne kWh umgerechnet spottbillig.

Ich bin vor Ort und koennte monatlich Bilder vom Dashboard aufnehmen. Alleine „fuers Archiv“ finde ich es schon interessant. Wenn wir einmal dabei sind, koennen wir einige Daten auch direkt in einem Google Spreadsheet eintragen und schoene Graphen davon erstellen :slight_smile:

Ich war bisher noch nicht beim HQ in Palo Alto und wusste nicht, dass man das Dashboard dort sehen kann. Bisher dachte ich, dass es nur in Hawthorne ausgestellt ist. In der Factory in Fremont im Shop war auch keins zu sehen :slight_smile:

Unabhaengig davon bin ich uebrigens der gleichen Meinung wie volker, dass der reine Betrieb der Supercharger bei einer Nachruestung mit Batterien kein Minusgeschaeft sein muss :slight_smile:

Hi maeusefaenger
Immer mal wieder Bilder vom Dashboard wären auf jeden Fall prima. Denn alles ist daran interessant auch wenn man die Daten gar nicht zu spekulativen Rechnungen benutzt.
Ich weiß aber nicht einmal was ein „Google Spreadsheet“ ist. Hört sich aber interessant an und Grafiken sind immer toll.
Gruß Helmut

Darum wollte ich Dich ohnehin bitten. Wenn Du es schaffst, dann wäre nächster Montag ein guter Zeitpunkt, um mal eine komplette Woche zu haben. Achte aber auf die Öffnungszeiten. Wenn Du nach Hause fährst, ist da bestimmt keiner mehr :slight_smile:

Hawthorne ist seit kurzem abmontiert. Da hängt jetzt die Home-Battery und wird promoted.

Dafür haben sie jetzt 10 Stalls! 2 sind noch außerhalb des Bildes.

In Amsterdam gibt es auch die Anzeige:
[album]515[/album][album]516[/album][album]517[/album]

Von wann sind die Bilder?

Letzten Freitag etwa 12 Uhr.

Diese Anzeige würde mich auch interessieren - ist doch sicher nur eine Wb App!

Mein Foto war vom (MESZ) Dienstag morgen kurz vor zwei Nachts. Es sind also über 800.000 kWh in dreieinhalb Tagen gezogen worden.

Entweder Tesla bringt da was durcheinander oder die Daily Peak Usage stimmt nicht, denn allein der Durchschnitt in den drei Tagen müsste schon höher sein.

Für Tesla scheinen Meilen übrigens gleich Kilometer zu sein. Da hat wieder mal ein Praktikant gepennt…

Eröffnet doch einen Extrathread der nur für die Fotos des Bildschirms da ist.

  1. November

Interessant, dass die jordanischen SuC nicht auf der Karte zu sehen sind.

Im Thread dazu stand glaube ich irgendwo, dass diese wohl nicht von Tesla betrieben werden.

Gruß Mathie

Genau, sondern von einer jordanischen Ölgesellschaft. Sie stehen ja auch nicht auf der Tesla-eigenen Supercharger-Karte und im Auto. Da sollte sich Tesla mal eine Lösung einfallen lassen, vielleicht anders gefärbter Marker.

Solch eine Anzeige wünsche ich mir für Europa/Dtschl. auch, da wegen weniger Fahrzeugen die Top 10 nicht erreicht werden können…
Damit könnte man speziell im Kanzleramt Werbung machen :laughing: :laughing: :laughing:

Gruß conni