Lenkung Model X - kann man das reparieren?

Meine Werkstatt meinte, dass die Lenkung defekt wäre, sie knackt immer wieder beim Rangieren.

Die Querlenker und alles andre am Fahrwerk wurde schon gemacht.

Tesla hat das selbe diagnostiziert und will 4000 Euro (!!!) für den Austausch der Lenkung.

2 Fragen:

  1. Kann man so ein Lenkgetriebe nicht reparieren, muss man das tauschen? Macht das jemand?

  2. Der Preis ist irre. Falls 1 nicht geht - habt ihr Tipps für gute gebrauchte Teile, das Ersatzteil allein kostet 2600 (!!) Euro bei Tesla.
    STEERING GEAR ASSY, LEFT HAND DRIVE - SVC ONLY (1459637-00-A)

Das ganze soll auch 4h30 dauern, also da geht wirklich wieder Geld weg. Drum die Fragen. Danke für sachdienliche Hinweise!

LG

Ein Lenkgetriebe kann man normalerweise überholen, ob das auch auf Tesla zutrifft, kann ich leider nicht beantworten.

Ein Fachbetrieb Ihr Spezialist für Lenkgetriebe - Autoteile Jakobs GmbH dürfte Dir dazu mehr sagen, eventuell erst nachdem das Lenkgetriebe gesehen wurde.

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Besonders bei kaltem Wetter und beim rückwärts aus der Einfahrt
knarrt es bei mir beim Lenken.
Und das schon seit dem ersten Tag und ich lebe immer noch.

Ja, das verstehe ich. Habe es nun seit einem Jahr und mich nervt es einfach. Egal wie das Wetter ist es knackt laut, auch in Kurven sodass auch Passanten aufschauen.

Bin nur schockiert was das kostet - zum Glück ist die Sicherheit nicht beeinträchtigt. Aber bei dem Autopreis nervt mich sowas mehr als wenn es ein günstiges Auto wäre.

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Es müssen keine Fahrwerksteile sein, ich bin der Meinung, dass es das obere Kreuzgelenk der Lenkstange ist.
Ich würde auch keine 4k+ ohne anständige und verifizierte Diagnose bezahlen.

Lass das mal gründlich prüfen, sodass man zweifelsfrei feststellt woher das Knacken kommt.
Die Lenkgetriebe sind kein Hexenwerk, stammen von ZF also wartbar.

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Ah, OK - das wurde beim Batterietausch (hatte leider einen Schaden) - erneuert. Könnte das falsch gemacht worden sein?

Ist ja recht mühsam da ran zu kommen ohne die Batterie auszubauen.

Wie kann man das Diagnostizieren im Vgl. zum Lenkgetriebe? Die Firma, die hier empfohlen wurde verlangt ca. 1700 EUR für die Überarbeitung - günstiger als Neuteil und besser für die Umwelt, trotzdem eine Menge Geld und vor allem 10 Tage Stehzeit.

Ich würde ganz klassisch abhorchen wo genau das Knacken beim Einlenken stammt.

Ich meine mal was von irgendeiner Unterlegscheibe beim Querlenker gelesen zu haben. Bekomme den Kontext aber nicht mehr zusammen. Musst mal im TFF die Suche bemühen.

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Vielen Dank! Mit einem Stethoskop?

Du schreibst, dass die Lenkung beim Rangieren knackt: hast Du dabei den Fuß auf dem Bremspedal bzw. greift dann in dem Moment Hold ein?

Ich würde Dir auch empfehlen andere Lenkungsanbauteile zu prüfen bevor Du jemanden an das Lenkgetriebe ran lässt. Es dürfte wesentlich günstiger sein.
*Spurstangen direkt am Lenkgetriebe, vielleicht ist eine Manschette gerissen und Feuchtigkeit und Dreck eingedrungen
*Spurstangenköpfe
*Kreuzgelenk unten
*Kreuzgelenk oben

Wenn Du das Lenkgetriebe nicht gegen ein neues tauschen möchtest, was sowohl aus finanzieller als auch umwelttechnischer Sicht völlig nachvollziehbar ist, wird es ohne den mehrtägigen Verzicht auf das Fahrzeug nicht leicht, aber nicht unmöglich sein.
Eine Möglichkeit wäre hierbei ein gebrauchtes Lenkgetriebe einzubauen, hierbei hast Du zumindest die Gewährleistung, und in einer freien Meisterwerkstatt (wichtig wegen der Gewährleistung) dürfte das ganze im hohen aber immerhin 3-stelligen Bereich bleiben.

Eine andere Option wäre, das „fremde“ Lenkgetriebe vor dem Einbau zu dem Lenkgetriebespezialisten zu schicken, damit dieses gründlich Überprüft und ggf. überholt wird. Dann hast Du ebenfalls die Gewährleistung, ein überholtes und womöglich noch besseres Lenkgetriebe als das neue von Tesla, das Auto muss nur für wenige Stunden in die Werkstatt, und die Gesamtkosten dürften bei vielleicht ca. 60% des Neuteilpreises bei Tesla liegen.

Ich persönlich würde die erste Option bevorzugen, aber erst dann, wenn alles andere ausgeschlossen wurde, und im Fall der Fälle mein altes, bereits ausgebautes Lenkgetriebe zur Überholung schicken. Die Entscheidung musst letztendlich aber Du treffen, nachdem andere Anbauteile überprüft und ohne Befund geblieben sind.

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Danke - sehr hilfreich!

Es knackt beim Lenken immer wieder, auch während der Fahrt - zB wenn ich um eine 90° Ecke fahre. Bremse oder Hold funktion sind davon unabhängig.

Also an der zusätzlichen Belastung der Mechanik durch Betätigung der Bremse im Stand liegt das Knacken schon mal nicht.
1 Häkchen :wink:

Fürs Erste kannst Du im Stand bei gelöster Bremse (in N oder im Schleppmodus), das Fahrzeug dabei gegen Wegrollen sichern, eine Person das Lenkrad drehen lassen und eine andere draußen abhorchen lassen. Die Person im Wagen soll dabei auf die Geräusche im Innenraum achten (das obere Kreuzgelenk). Wenn so nichts besonderes Wahrnehmbar ist, dann die Frunk-Wanne ausbauen so dass die Lenkungsteile zugänglicher, sichtbarer und dadurch auch besser hörbar sind. Ein Stethoskop brauchst Du dafür nicht. Das Fahrzeug dabei auch nicht anheben, die Lenkung soll unter der üblichen Last stehen.

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Das ist IMHO nicht das Lenkgetriebe. Bei mir war es Schmutz unter der Titanium Schutzplatte
und irgendeinen Querlenker haben sie festgezogen. War in 20min. gefixt.

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Ach ja, selbst wenn alle Fahrwerkskomponente bereits erneuert wurden, kann das Knacken auch von einer der Querlenkerbuchse kommen, wenn die Querlenker nicht richtig, Fahrwerk entlastet= falsche „Nullstellung“ der Lenkerbuchse, festgezogen wurden. Dadurch werden diese zu stark belastet und verschleißen wieder sehr schnell.

Ich habe sowas vor ca. 15 Jahren selbst gebracht, damals beim Golf II (ca. 900kg Leergewicht), weil ich als Hobbyschrauber davon nichts wusste und nach vielleicht einem halben Jahr durfte ich wieder „unters Auto“. Diesmal aber richtig. Ärgerlich war es trotzdem, weil die Fahrwerksgeometrie, das teuerste dabei, erneut eingestellt werden musste.

Den Hinweis von @trayloader auf Schmutz unter der Titanium Platte ist auch ein sehr guter und die Kontrolle schnell und kostengünstig durchgeführt.

Ein radseitiges Antriebswellengelenk kann auch solche Geräusche verursachen :thinking:. Gibt es diese nur beim Fahren/ Rollen oder auch im Stand?

Es gibt also einiges zu kontrollieren.

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Ist im Stand um beim Rollen.

Danke für Eure vielen Antworten - sehr hilfreich. Werde damit meinen KFZ Meister einer freien Werstatt konfrontieren, hoffe er kann das dann entsprechend verwenden.

Er hat einiges am Fahrwerk gemacht und meinte er tippe jetzt auf das Lenkgetriebe.

Ich bin mir aber selbst nicht mehr sicher wann es auftrat und glaube, dass es eine Zeit weg war, als Querlenker neu waren oder so. Bin leider nicht vom Fach, dran interessiert, aber „kenne“ mich nur von hier und Youtube Videos ein bisschen „aus“.

Kontrolliere es bitte wie weiter oben beschrieben im Stand und auch während der Fahrt. Achte bitte beim Fahren, wenn das Knacken zu hören ist, auf die örtlichen Gegebenheiten:
*Fahrbahnschäden/ Schlaglöcher/ Unebenheiten
*Gullideckel u.ä.
*abgesenkter Bordstein
*bei welchem Tempo ist es deutlicher
*welche Seite (mehr) betroffen ist
*wann ist es deutlicher: beim Lenken nach links oder nach rechts

Je mehr Informationen und je besser Du das Auftreten des Geräusches Eingrenzen kannst, desto einfacher ist es auch für „Deinen“ KFZ-Meister die richtige Ursache zu bestimmen.

Noch etwas aus meiner Erfahrung:
Bei Mehrlenkerachsen ist es manchmal zum Verzweifeln. So war das bei meinem Passat 3BG damals. Jegliche Fahrwerkskontrollen haben nichts besonders Auffälliges gebracht, bis ich es endlich merkte, dass das Knacken beim Überfahren einer bestimmten Stelle (war ein wenig höher) von abgesenktem Bordstein an meiner Zufahrt wenn ich von links kommend rechts in diese einbog und „mein“ Mechaniker mit nackter Hand beim erneuten Check den Spurstangenkopf am rechten Rad umschloss. Das Gelenk hat sich erst nach dem Ausbau als völlig ausgeleiert herausgestellt, davor war außer dem Geräusch fast gar nichts davon zu merken, weil die restlichen Lenker im sehr guten Zustand waren und es wohl bestens ausgeglichen haben. Auch optisch war an dem Spurstangenkopf nichts zu merken: das Gummi war top, nichts gerissen und nichts porös.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du schnell eine Lösung findest. Bitte berichte dann auch davon.

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