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Lenkradhaltung / Yoke Fahren auf Paßstraßen

Fortsetzung der Diskussion von Tesla Facelift 2021 MS & MX:

Ich mach hier mal ein neues Thema auf, wird langsam zu speziell für das allgemeine MS-Refresh-Thema.

Erstmal ein Foto, damit alle nochmal vor Augen haben wie das Yoke konkret aussieht:

Hier wie ich eine Kehre mit normalem Lenkrad anfahre:

Hier die Antwort darauf

Wieso ist 6-3 am Eingang zur Rechtskehre besser als 6-12? Wenn ich mit 200° Lenkeinschlag um die Kehre Rumkomme, Bache ich beim Einfahren/Einbremsen in die Kehre nicht umzugreifen, mit 6-3 muss die Rechte Hand nach 90° beim weiteren Einlenken umgreifen, was ist da der Vorteil?

Beim Yoke kommt dazu, dass das Umgreifen der rechten Hand dann ohne Führung England des oberen Lenkkranzes und ohne Sichtkontrolle erfolgen muss, weil ich in dem Moment weit nach rechts Richtung Kurvenausgang schaue. Geht mit etwas Übung sicherlich, aber mit Führung am Lenkkranz würde ich mich zumindest Anfangs wohler fühlen.

Gruß Mathie

Bin gestern Bernadino- und Gotthard-Pass gefahren, Kehren ohne Ende, aber ich hab nicht einmal auf 12:00 gegriffen.

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Das müsstest Du beim Yoke aber tun, wenn Du die Hände halbwegs einander gegenüber haben möchtest.

Gruß Mathie

Kann ja beim nächsten mal den „leeren“ Bereich mit Kreppklebeband abkleben und schauen, ob ich es machen würde oder nicht.

Ansonsten, falls von Interesse hier ein Video von gestern :slight_smile:

Der Vorteil bei 9-3 ist, dass die Hände immer in allen Situationen an der selben Stelle sind. Du weißt also ganz automatisch im Unterbewusstsein ohne irgendwie darüber nachzudenken, wo vorne ist. Wenn du deine Hände in jeder Kurve irgendwie anders platzierst wirst du danach immer denken, schauen oder fühlen müssen, ob das Auto geradeaus fährt.

Du bist zwar garantiert überzeugt, dass das nichts ausmacht, aber du verlierst damit im Notfall wertvolle Zeit beim Lenken.

Es hat schon einen Grund warum die Profis so lenken wie sie eben lenken, weil man damit am allerbesten und schnellsten unterwegs ist und immer volle Kontrolle über das Auto hat.

Das sieht man auch immer im Fahrtechniktraining. Die Lenkradschieber und alle die nicht mit 9-3 fahren, schaffen die anspruchsvollen Übungen erst, nachdem ihnen der Instruktor die richtige Haltung eingetrichtert hat. Es ist schwer, nach jahrelangem falschen Verhalten umzulernen, aber es ist die Sache wert. Allein schon um Autos mit Yoke fahren zu können. :wink:

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Vielleicht hilft es auch dieses Video: Tesla Facelift 2021 MS & MX - #4657 von Holger_Pramhaas zu verlinken

Ich bin sehr gespannt, wie es sich mit dem Lenkrad fahren lässt.
Ich habe gerne das Lenkrad bei 03:00 und 09:00 Uhr in der Hand, wie zum Beispiel bei einem Formel 1 Fahrzeug.
Wenn die Lenkung dann noch variabel ist wie in meinem vorherigen Audi, dann müsste ich in keiner Situation umgreifen. Das hat dort geschwindigkeitsabhängig echt super funktioniert.
Das Problem bei dem Tesla Lenkrad wird für mich vermutlich sein, dass man nicht neben sondern unterhalb des Drehpunktes greifen muss.
Aber mal sehen, bin echt gespannt wie es ist, wenn ich es mal probefahren kann.

Jutta Kleinschmidt fährt bestimmt viel besser Auto, als ich das je tun werde. Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie sie in einer schnell gefahrenen Kurve das Fahrzeug mit so einer Lenkradhaltung wie hier bei 2:04 sicher kontrolliert.

Mag an meinem Vorstellungsvermögen liegen, aber ich fand für meine Fähigleiten den Hinweis im Hochgeschwindikeitssicherheitstrainig auf dem Lausitzring, dass man das Lenkrad normalerweise 3-9 hält und beide Pfoten ans Lenkrad gehören sehr überzeugend!

Vielleicht kann jemand mit Rennlizenz mal beantworten, ob er oder sie bei Lenkradeinschlag von mehr als etwa 100° und relevanter Querbeschleunigung dann einhändig weiterlenkt oder umgreift.

Gruß Mathie

@Mathie : Danke fürs Auskoppeln des Themas. Finde es extrem spannend und hier können wir das ganz diskutieren, ohne die anderen zu „nerven“. :smiley:

Da ich meine Meinung im anderen Thread schon kund getan habe hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:

  • Das Yoke gefällt mir :wink:
  • Ich habe es jetzt mehrfach bei mir versucht zu simulieren (Stadt, BAB, Landstraße - allerdings weder Track noch Passstraßen mit höherem Tempo)
  • Als Erkenntnis aus diesen Tests komme ich zu dem Schluss, dass es mich beim konzentrierten (zügigeren) Fahren nicht behindert, da ich dann eh die Hände auf 9/3 Uhr habe.
    Allerdings muss ich mich beim alltäglichen, innerstädtischen Schleichen und auf der BAB umgewöhnen, da sich da manchmal die Marotte eingeschlichen hat, den linken Arm auf der Türverkleidung abzulegen und das Lenkrad eher auf 10:30 Uhr zu greifen. Der rechte Arm liegt dann auf der Mittelarmlehne und greift locker auf 4:30 Uhr (Das würde vermutlich auch weiterhin gehen).
  • Ich bin wirklich gespannt, wie es sich in Realität „erfährt“, wenn ich das erste mal ein neues MS in den Fingern habe. Allerdings befürchte ich, dass eine kurze Probefahrt auf Grund der notwendigen Umgewöhnung nicht ausreichen wird.

Abschließen noch meine Meinung zu den Vorteilen vom Yoke:

  • Je nach Körpergröße und Sitzposition ist die Sicht auf das Fahrerdisplay wohl deutlich besser.
  • Eventuell erzieht man die Menschen zu einer korrekte Lenkradhaltung :wink:
  • Auch wenn wir Airbags haben entfällt eine potentielle Kontaktstelle im Falle eines Crashs… das würde ich nicht unterschätzen.

LG Basti

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Das handhabe ich in Kurven wo ich davon ausgehe dass eine Lenkeinschlag von +/-100° reicht aus den von Dir genannten Hründen auch so, aber wenn ich weiß, dass ich sowieso in der Kurve umgreifen muss, weil es mehr als 100° werden, greife ich lieber vor dem Einlenken um, als dann während des Einlenkens. Beim Auslenken muss ich dann natürlich wieder umgreifen, dass ich wieder bei 9-3 rauskomme, aber das müsste ich auch wenn ich erst beim Einlenken und nicht schon davor umgreife.

Gruß Mathie

Nur mal so als Einwurf: vermutlich fahren die meisten von euch ja Automatik (zumindest die mit dem T :slight_smile: ) und haben das schon vergessen:
Im Normalfall schalte ich kurz vor der Kurve oder in der Kurve von der dritten in die zweite und zum Beschleunigen dann wieder hoch. Da ist nichts mit Umgreifen - wär mir aber noch nie als Problem untergekommen.

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Es ist schon interesssant, dass man sich als (potentieller) Käufer eines Autos damit auseinandersetzen soll, wie man gefälligst das Lenkrad zu halten hat, damit der Wagen verkehrssicher gefahren werden kann.
Dass man sich (gezwungenermaßen) irgendwie daran gewöhnen kann, steht außer Frage - zumindest solange, bis man in die erste brenzlige Situation gerät und refexmäßig in’s Leere greift, weil da, wo sonst immer ein Lenkradkranz war… :astonished:

Dass hier ein Lenkrad in Steuerhorn-Optik mit einer konventionellen Lenkung „zum Kurbeln“ kombiniert wird, macht die Sache nicht nur gewöhnungsbedürftig und evtl gefährlich, sondern darüberhinaus auch noch erbärmlich lächerlich.
Hat ungefähr den Charme von „Bremssattelblenden mit BREMBO Schriftzug“ und ähnlichem Fussel-Tuning Zeugs:
Einfach nur unpassend und letztendlich peinlich.

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Blockquote

Du meinst ungefähr so damit auseinandersetzen, wie sich an Laden statt Tanken zu gewöhnen? Oder zu schauen wo man beim neuen Auto die Nebelschlussleuchte ein- und insbesondere wieder ausschaltet?
Du musst das nicht machen, machen viele andere auch nicht. Ganz unabhängig davon ob das gut wäre, wenn Du Dich für ein neues S entscheidest, was Deine freie Entscheidung ist.

Ich bin gestern ein wenig im Odenwald unterwegs gewesen und musste nicht einmal umgreifen. Ich hätte mit dem Yoke keinerlei Probleme, einzig der Punkt zum Kurbeln beim einparken u.ä. wäre an einer anderen Stelle.

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Können wir bitte nicht auch diesen Thread durch so eine provokante Wortwahl und „Tonfall“ wieder kaputt machen. Inhaltlich kann ich deinen Aussagen ja zum Teil mitgehen, aber das kann man auch anders sagen :disappointed_relieved:

Nein, das meine ich keineswegs.
Habe hier schon einige lustige Argumentationen gelesen, aber dieser Vergleichn hat tatsächlich eine neue Qualität.

Auf den wenigsten Rundkursen gibt es allerdings Kurven, die ein Umgreifen erfordern (erstens wegen Lenkübersetzung, zweitens wegen Kurvenradien). Bei Rallyefahrern sieht das allerdings anders aus, dort wird durchaus umgegriffen, das ist aber gar nicht mit dem normalen Fahren zu vergleichen und wirkt manchmal sehr eckig.
Ich habe im dem Kontext gelernt, dass immer die „kurvenäußere“ Hand die Arbeit macht (also in einer Linkskurve die rechte Hand). Im Normalfall gehört diese auf 3 Uhr. Ich selbe nehme vor Kurven, die mehr Lenkwinkel erfordern als ich ohne Umgreifen erreichen kann dann die Führhand (im meinem Beispiel die Rechte) schon vor dem Einlenken auf 4-4:30. Dann „schaffe“ ich ein Lenkwinkel von ±100° mit beiden Händen. Bis 190° schaffe ich mit der Führhand fest zugegriffen und der Linken unterstützend. Je nach Untergrund und Gesamtsituation greift die Linke aber ab 100° schon um nach oben, neben die rechte (schlechter Straßenbelag oder enge, schwer einzusehende Straße mit potentiellem Gegenverkehr der plötzlich auftauchen könnte).

Ich hoffe das war verständlich :smiley:

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Es ist keineswegs meine Absicht hier irgendetwas kaputtzumachen.
Ich stehe aber auf dem Standpunkt, dass es besser ist „deutlich auszuformulieren“ als „um den heißen Brei herumzureden“.

Was meinst Du denn dann? Du schreibst ja, dass es interessant ist, sich vor dem Kauf eines Autos mit seinen Besonderheiten auseinanderzusetzen.

Ist Laden statt Tanken keine Besonderheit für Dich gewesen?
Und ist die Funktion der Nebelschlussleuchte kein sicherheitsrelevantes Feature für Dich?

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auch in der Gefahr mich zu wiederholen, das Steuerhorn ist nicht so neu:
Messerschmidt KR200 BJ 1955

bin in den 70ern damit von Ffm nach Saas Fee übers Berner Oberland, war ein Heidenspaß, 2 Personen, 2 Rucksäcke zwischen den Knien, 10,2 PS höchste je erreichte Geschwindigkeit 125 km/h, auf der Geraden ca 95 km/h.

Ich habe es heute nochmal auf einer schmalen Nebenstraße mit mehreren Kehren probiert. Die Führhand geht bei mir zuerst nach unten, etwas weiter als bei Dir, etwa bis neben die untere Lenkradspeiche. Dann direkt vor dem Einlenken greife ich mit der anderen Hand um, so dass ich die Hand gegenüber der Führhand halte und lenke dann ein.

@MartinBru Ich sehe immer noch nicht, was daran besser wäre die zweite Hand erst nach dem Einlenken umzusetzen. Es geht mir dabei nur um Kurven, die so eng sind, dass ich denke, mehr als 100° einlenken zu müssen. Wenn ich glaube, dass ich ohne umzugreifen um die Kurve komme, bleibe ich bei 9-3.

Gruß Mathie