Lenkrad festhalten

Hallo allerseits,

bei Benutzung des AP bekomme ich ziemlich genau alle 500 Meter die Meldung „Lenkrad festhalten“
ist das bei euch auch so ?
Ich rede von einer geraden Autobahn ohne Geschwindigkeitsbeschränkung und ich hab 120km/h eingestellt.

ich hab Softwarestand 7.1 ( 2.9.154 )
ich dachte nach dem Update auf die 7.1 war das nicht von Anfang an so… oder täusch ich mich ?

Ich bekomme diese Meldung sehr selten. Den Grund kann ich nicht immer erkennen, bilde mir aber ein dass die Meldung erscheint wenn die Straßenmarkierungen schlecht sind.
Ich fahre durchaus mal Strecken von 20-50km ohne diese Meldung. Vielleicht auch mehr.
An Deiner Stelle würde ich als erstes Mal die Sensoren sauber machen und den Hauptbildschirm resetten.

Es sind keine festen Zeitabstände. Man muss festhalten, wenn der Autopilot in gewisser Weise „unsicher“ wird, ob er die Straße noch gut erkennen kann.
Allerdings sollte man ja eh die Hände immer am Lenkrad halten. Da ich es mache, und eine Hand immer nur leicht dran ist beim AP, sind so immer locker einige Kilometer drin, ohne Hinweis.

Danke für die Infos
Die Sensoren waren eigentlich sauber und ich hatte auch zwei blaue Linien im Display.

Also ich bin schon sehr aufmerksam wenn ich den AP fahren lasse, aber wenn ich die Hände dauernd am Lenkrad halten soll, kann ich auch selber fahren.

Ach und noch was, auf einer Landstraße die ich öfter befahre (Beschränkung 100km/h) kommt immer an der gleichen Stelle die Meldung AP nur eingeschränkt nutzbar für ca. 200Meter
dann Bremst er natürlich auf 70km/h runter und beschleunigt auch gleich wieder hoch auf 100km/h.
Ist wohl ein Fehler in den Karten die Tesla benutzt.

Hallo,

Das gleiche habe ich auch auf einer von mir sehr oft befahrenen Landstraße. Kann es sein, das sich Tesla da nach Unfallhäufigkeit auf einer Straße bezieht. Beziehungsweise, gibt es Datenbanken wo sich Tesla diese Daten holen kann, wo häufig auf Strecken Unfälle passieren?

Gruß

Kurt

Diese Meldung ist sehr variabel.

Wenn sich der AP nicht sicher ist (Sicht, Verkehr, Sensoren, beschlagene Scheiben, schlechte Markierungen, Blendung etc.), kommt die Meldung sehr oft (immer noch sehr selten im Vergleich zu anderen Marken).

Auf der Autobahn etwa alle 5-10 km, wenn man keine Aktionen ausführt (etwa Spurwechsel). Bei normalem Verkehr mit Spurwechseln (vor allem immer wieder auf die rechte Spur) meldet sich der AP eigentlich nie mit dieser Aufforderung.

Ich habe ein Autobahn-Autopilot-Fahrerprofil eingerichtet, welches das Lenkrad ganz nach unten fährt und den Sitz etwas bequemer stellt, so dass ich immer noch auf alles problemlos reagieren kann, die Hände aber das Lenkrad auf der Stellung 5 nach halbsechs berühren. So kann ich immer spüren, was der AP macht, in den seltenen Fällen eventuell eingreifen und habe dennoch eine sehr entspannte Haltung, keinesfalls mit selber fahren zu vergleichen.

Ihr seit Euch bewusst das ihr hier veröffentlicht vorsätzlich das Lenkrad loszulassen bei der Fahrt? Damit fahrt ihr ohne jeden Versicherungsschutz, etc. Ein Führen des Fahrzeugs ist in Deutschland nur durch einen aufmerksamen Fahrer, nicht eine ß Version eines Spurhalteassistenten erlaubt, nur um das noch einmal so eindringlich in Erinnerung zu rufen.

Aufmerksamer Fahrer - völlig richtig. Jederzeit die Kontrolle und die Verantwortung haben - völlig richtig. Immer zwei Hände am Lenkrad? außerhalb der Schweiz meines Wissens nicht vorgeschrieben, aber sicher empfehlenswert.

Leto, hast Du nie mal eine Hand an einer Wasserflasche? Oder beide beim Öffnen derselben vom Lenkrad genommen, als es den AP noch nicht gab? Da lenkten wir dann alle mit den Knien, oder? Dann lieber die Unterstützung der Beta-Version, um diese Aktionen, die JEDER von uns kennt, sicherer ausführen zu können. Ich sage ja nichts von Zeitung lesen, rasieren, im Auto rumklettern oder was den Leuten sonst noch so einfällt.

Aber - einen Vorteil hat der Autopilot in jedem Fall - und da ist er jedem aufmerksamen Fahrer immer überlegen (auch wenn das selten zum Tragen kommt): Er schaut immer in alle Richtungen gleichzeitig.

Daher ist er bei verantwortungsvollem Umgang ein echter Sicherheitsgewinn, auch wenn das Entspannungsmoment in meinen Augen oberhalb von 130 auf der Autobahn eher nachlässt.

Korrekt. Zumal der AP von Tesla bisher für Landstraßen noch gar nicht gedacht ist, oder?

Mir erschliesst sich nicht, wie du vom „aufmerksamen Fahrer“ zum „Verbot des Lenkradloslassen“ kommst. Wo kann ich das nachlesen (für Deutschland)?

Du wirst es nicht glauben, aber beide Hände vom Lenkrad kommt nicht vor, ich telefoniere nicht mal beim Fahren wenn ich es vermeiden kann. Und das Preisen der Vorzüge eines solchen Systemes ändert nichts daran das es aus guten Gründen nicht gesetzeskonform ist. Lies mal die „fast Unfall“ Berichte hier im Forum. Ich bin entsetzt wie hier vorsätzlich die Einschränkungen die Tesla auferlegt ignoriert werden. Andauernd Berichte über Landstraße, Innenstadt, 20km ohne Hände am Steuer, etc. Tesla müsste eigentlich die Funktion abschalten weil die Fahrer offensichtlich nicht zum „verantwortungsvollen Umgang“ fähig sind, auf Kosten der Lebensgefahr von sich und viel wichtiger: Anderen unschuldigen, unbeteiligten.

Das ist hier nicht relevant. Wichtig ist, wieviel Informationen der AP aktuell in einer Weise verarbeiten kann, um für sich maximale Sicherheit zu erlangen. Je höher der „safe score“ je weniger fordert er auf, das Lenkrad aktiver zu halten.

Das kann auf gleicher Strecke wetterbedingt unterschiedlich sein. Tief stehende Sonne bei kompletter Nässe ist so ziemlich das Schlimmste, was der AP abbekommen kann. Da ist es sogar möglich, daß er sich deaktiviert. Am Tag zuvor bis Du an derselben Stelle wie auf Schienen gefahren. Genau deshalb sollte man immer die Hände am Lenkrad haben.

Es ist aber aus meiner Sich schon ein Unterschied, ob man das Fahrzeug selber aktiv lenkt, oder es „lediglich“ kontrolliert. Ich fahre mit dem AP weitaus entspannter und entlasteter. Wenn man den AP richtig einsetzt, bekommt man auch weitaus mehr von der Umwelt mit, da der Tunnelblick ein wenig entfällt. Allgemein empfinde ich das Fahren mit dem AP auf einer BAB als sicherer und wesentlich entspannter. Mit meinem persönlichen Wissen um die Fähigkeiten der verbauten Hardware und der aktuellen Software kann ich nur jedem raten, die Hände am Lenkrad zu lassen. Das ist bei einem möglichen Unfall aus versicherungstechnischen Gründen allein schon deshalb wichtig, weil Tesla über die Software und die logs ja dokumentieren kann, ob eine Hand am Lenkrad war - man wird sich dieser Wahrheit nicht entziehen können.

:wink:

Schön aufbereitet:

http://www.ftm.mw.tum.de/uploads/media/07_Lutz.pdf

"In Deutschland ist eine derart drakonische Strafe nach einer Einschätzung des ADAC-Juristen Markus Schäpe nicht denkbar. "Voraussetzung für den Entzug des Führerscheins in Deutschland ist eine Straftat. Es stellt aber noch keine Straftat dar, wenn man nur das Lenkrad nicht gehalten hat."Konkret habe der Gesetzgeber allerdings nicht geregelt, wie hoch eine Geldbuße für das freihändige Fahren im Auto ausfalle. Auch gebe es keinen Präzedenzfall, an dem man sich orientieren könne, sagte Schäpe.

Nach Ansicht der Hamburger Verkehrsrechtsanwältin Daniela Mielchen würde ein vergleichbarer Fall wohl als Ordnungswidrigkeit eingestuft, die mit 35 Euro bezahlt werden müsse. „Liegt allerdings eine sehr hohe Gefährdung vor, etwa wenn jemand freihändig mit den Knien am Steuer einen Gefahrguttransport überholt, um ein Extrembeispiel zu nennen, können die Strafen sehr hoch liegen.“ Bei Wiederholungstätern seien sogar Gefängnisstrafen denkbar."

welt.de/motor/article1236849 … teuer.html

Dies ist allerdings weder von der StVo noch im Bußgeldkatalog belegt. In §23 ist es festgelegt, dass Fahrrad- und Kraftradfahrer nicht freihändig fahren dürfen, Autofahrer sind hier nicht erwähnt. Und selbst im Verstossfall sind freihändig fahrende Zweiradler nur mit einem Ordnungsgeld von 5 Euro zu belegen.

Da ist aber noch nicht vom teilautonomen Fahren die Rede.

Es besteht einfach viel Vernunft- und - bevor es dann vollautonom wird - viel Regelbedarf von Gesetzgeberseite her. Und bei Vernunft sind wir alle aufgerufen, unserer Lieblingsmarke kein Bein zu stellen, oder?

Das sind doch alles nur Übergangsregeln bis man weiß wohin der Hase läuft. Ich denke im Moment entwickelt sich die Technik schneller voran als die Gesetze der Bedenkenträger. Solange muss der Fahrer halt verantworten was er macht. Wie seit über hundert Jahren.

Am Ende wird man wohl eher eine Strafe bekommen, wenn man das Lenkrad (sofern es denn überhaupt noch eines gibt) im öffentlichen Verkehrsraum anfasst.

aehem…
Wo steht in dem Papier, dass man die Hände am Lenkrad halten soll?
Hast du es eigentlich gelesen?
Titel: „Analyse der rechtlichen Situation von teleoperierten (und autonomen) Fahrzeugen“
Das ist eine rechtliche(!) Einschätzung von drei Ingenieuren(!) zum Thema autonomer und teleoperieter Fahrzeuge"

Was hat das mit dem Tesla zu tun?

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/StB/broschuere-strategie-automatisiertes-vernetztes-fahren.pdf?__blob=publicationFile. … vielleicht hilft das…

Sehr gute Unterlage, aber in dieser schnelllebigen Zeit mit Stand September 2015 TOTAL VERALTET…

Der Tesla kann es ja erst seit Ende Oktober, erfüllt aber für meine Begriffe den Standard der hochautomatisierten Fahrens (und das sogar bis 150 statt 130). Wäre spannend, wie die Genehmigungslage von Seiten des Bundes für Tesla definiert ist…

Sorry, dann kann ich Dir nicht helfen, es geht genau um die Rechtsgrundlage für Autonomes („Autopilot“) oder Ferngesteuertes („Self Parking“) fahren.

Um es nochmal klarzustellen. In dem Artikel geht es um Fahrzeuge ohne Fahrer und um Fahrzeuge, die aus einer Zentrale gelenkt werden (beispielsweise Drohnen).
Einem Argumentationskette daraus Richtung „Hand ans Lenkrad“ zu bauen, kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich habe meine Hand immer am Lenkrad. Schließlich bin ich Softwareentwickler und bin von Natur misstrauisch/vorsichtig.
Aber Argumente in einer vernünftigen Diskussion sollten auch stichhaltig sein.