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Laternenparker und 140 km Pendeln am Tag mit M3 LR AWD?

Hallo zusammen,

aktuell besitze ich kein Fahrzeug, werde aber aufgrund einer neuen Wohnsituation demnächst ca. 140 km am Tag zur Arbeit mit dem PKW pendeln. Hierfür würde ich gerne ein Elektrofahrzeug nutzen.

Mich würde interessieren, ob dies mit dem Model 3 LR AWD möglich ist. Eine Lademöglichkeit ist an der Wohnung nicht vorhanden.

Mein Szenario:

  • Nach dem Wochenende mit 90 % (?) Ladung starten. Montag 140 km fahren und dann am Dienstag auf der Rückfahrt an einem Supercharger oder bei einem Einkaufszentrum mit Schnellader (ebenfalls nach 140 km) aufladen = 280 km, Profil 90 % Autobahn. Ich würde max. 120 km/h fahren.
  • Mittwoch wieder 140 km fahren, dann am Donnerstag nach 140 km am Supercharger oder bei einem Einkaufszentrum mit Schnelllader aufladen.
  • Dann am Samstag aufladen, um am Montagmorgen wieder 90 % zu haben.

Meine Fragen

  • Ist das oben genannte Szenario umsetzbar oder gibt es hier Stolperfallen?

  • Ist der M3 LR AWD grundsätzlich innerhalb einer halben Stunde wieder aufgeladen am Supercharger oder Schnelllader?

  • Aufgrund der bisherigen Beiträge im Forum habe ich den Eindruck, dass man die Pendelstrecke mit 3x Laden die Woche an einem Supercharger oder Schneller im Sommer schaffen würde, voraussichtlich auch mit Klima an.
    Allerdings habe ich etwas Angst, dass es ggf. mit Heizung im Winter nicht so klappen würde, wie ich es im oben beschriebenen Szenario genannt habe?

Vielen Dank für eure Hinweis vorab.

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Ja geht, geht mir genauso (130km am Tag). Im Sommer leichter als im Winter. Aber selbst im Winter sind 300km kein Problem. Kommt dann nur drauf an ob der Wächter Modus mit läuft oder nicht.

Versuche deine Route mit ABRP zu planen, sehe aber keine Probleme mit deinem Plan.

Was verstehst Du unter „grundsätzlich wieder aufgeladen“? 0 auf 100% in einer halben Stunde schaffst Du nicht. 10%-80% am Supercharger im Sommer locker, im Winter kommt es auf’s Wetter an und wie viel Du vorher gefahren bist (mehr == besser)
An Supermarktladern wirst Du deutlich länger brauchen, die haben oft irgendwas zwischen 22 und 75kW, wenn die überhaupt DC können.

Trotzdem: wenn Du diszipliniert auf der Autobahn fährst, sind mit dem LR 280km von 90% kein Problem, darfst halt im Winter evtl. nicht wirklich weit über die 120km/h rüber.

Ich vermute, bei dem Profil wirst Du evtl. im Winter bei sehr kalten Temperaturen etwas länger laden müssen, weil Du da dann evtl. auch auf einen höheren Ladestand musst, um die 280km zu schaffen.

Eine Sache noch… wenn Du wirklich immer nur am Supercharger/Schnelllader laden willst, würde ich evtl. über Leasing nachdenken oder zumindest mit klarmachen, dass Du das Auto nicht ewig halten willst. Das wird sich auf Dauer in der Batteriedegradation bemerkbar machen. Bei Deinem Fahrprofil bist Du ja auch schon nach 4-5 Jahren aus der eigentlich recht großzügigen Batterie-Garantie raus, da ist es vielleicht nicht schlecht, wenn das Auto dann jemand anderem gehört… Andererseits könnte das natürlich evtl. im Leasing auch teuer werden, ich würde das nur im Hinterkopf behalten.

Vielen Dank für eure schnellen Hinweise. :smiley:

Es war leider etwas unpräzise von mir formuliert. Mit „grundsätzlich wieder aufgeladen“ war gemeint, dass ich das Fahrzeug nach den 280 km wieder auf 90 % laden wollte, ausgehend von der Restladung nach 280 km.
Nach 280 km wären dies im Winter vermutlich 10-18 % Restladung nach einer Fahrt von 280 km in zwei Tagen?

Temperaturen im Winter sind hier am Oberrhein glücklicherweise nicht extrem, so dass Tage mit starkem Frost weniger häufig sind.

Gibt es einen Standard- und/oder empfohlene Ladestand des Akkus? Ich habe schon 80 % oder 90 % gelesen?

Ist ein Verbrauch von 220 Wh im Winter auf der Autobahn realistisch?

Ich hab im Schnitt nach 50tkm jetzt 19,3. Im Winter meist 22-23, im Sommer 16-18. Fahre von den 130km 100 Autobahn täglich. SoC immer bis 90 meistens und selten unter 10. Autobahn immer 120-130.

Jenseits der 80% fängt der Akku langsam an, zu leiden, jenseits der 90% deutlicher.
Je höher der Ladestand ist, desto langsamer lädst Du auch.

Insofern würde ich Deine Strategie insofern anpassen, als ich mal ein paar Fahrten sehen würde, wie viel Du verbrauchst und dann eher so laden, dass Du nach den 280km so mit 5-10% Restladung an den Supercharger kommst. Wenn’s mal eng wird, kannst Du immer auch einfach langsamer fahren, außer in wirklich kalten Wintern.

Bei dem von Dir genannten Tempo und bei langer Strecke wie Du sie fährst: absolut.
Viel verbrauchen wirst Du bei hohen Geschwindigkeiten und im Winter, wenn der Wagen kalt ist, bei kurzen Strecken, weil dann halt das Aufheizen stärker ins Gewicht fällt.
Auf einer 70km-Fahrt macht sich das aber nicht so stark bemerkbar. Ich lag diesen Winter bis auf 2-3 Tage selbst bei sehr viel kürzeren Strecken immer in dem Bereich, außer, wenn ich den Wagen echt getreten habe (was ich allerdings gerne mal mache :innocent: )

Bei vorhersehbaren 140km am Tag, ohne eigene Lademöglichkeit, würd ich es lassen. Da sitzt du jeden 2. Tag mal locker nee halbe Stunde „dumm rum“.

Und (finde ich noch wichtiger), du kommst immer wieder ans Limit (was ist bei 15% und Stau auf der Bahn?, was wenn du nen Freund besuchen willst?, Was wenn du Zeitdruck hast, …).

Wenn es zu Hasue unmöglich ist, würde ich vor nem Kauf beim Arbeitgeber positiv prüfen lassen, das du laden darfst (nee Kabeltrommel mit 2,3kW tut es ja für dich (kannst du ja immer stehen lassen).

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Geht, auch 30 min laden. LG

Auch ich würde sagen: kP.

  • die bedenken von @Thomas_Eu nochmal durch den Kopf gehen lassen, sind nicht unberechtigt wie ich finde.
  • und doch: insgesamt eine Umstellung… Ach ne, du warst ja bisher kein Verbrenner-Fahrer, richtig? Fad ist natürlich gut so :kissing_heart:
  • dumm rumsitzen am SC? Ist mMn nicht der Fall, wenn du gelernt hast, diese Zeit gut zu nutzen - und damit kann durchaus ein guter Spaziergang gemeint sein, der einfach gut tun kann!
  • SC: Welcher würde dein Heimat - SC sein?
    Wenn dieser auf dem Rückweg nah am Ziel ist, lohnt es sich ggf. vorher diesen mit Tempo anzufahren, damit der Akku besser vorgewärmt wird. Auch solltest du diesen dann im Navi als Ziel eingeben, dann startet die Akku - Vorkonditionierung.
  • Wenn du uns deinen.Heimat Ort/ und Ort des AG nennen magst, könnten wir ggf mit Ideen zu Lademöglichkeiten aushelfen?!
  • du könntest auch vorher das m3 mal mieten für ne Woche und testen. Hierbei ist der Winter gut, weils im Sommer nur noch besser wird, was die lade Eigenschaften betrifft :wink:

Würde ich mir gar keinen Kopf machen. Hab einen LR AWD aus 2020, hab jetzt bereits nach 6 Monaten 13.000km auf der Uhr (Fahrtstrecke 120km/Tag) und hab locker noch Reserven. Selbst im Winter ist dein Szenario machbar. Laden mit 1h Max am Schnellader ebenso (im Winter natürlich absolut abhängig von der Temperatur des Akku, also wann genau du ihn an den Lader hängst).

Grundsätzlich geht das schon und mir persönlich wäre es das auch wert.
Aber ich würde nicht Samstags, sondern Sonntags nachmittags/abends auf den Montags benötigten Akkustand laden und auch nur so viel wie wirklich benötigt wird. Denn damit Du Montags mit 90% starten kannst, müsstest Du Samstags über 90% laden. Das hängt natürlich davon ab, wie Du am Wochenende laden willst.
Wo ist denn die nächste öffentliche Ladesäule?
Und ich würde auch mit dem Arbeitgeber sprechen, ob er eine Lademöglichkeit einrichten kann.

Es lässt sich auf jeden Fall machen, ein idealer Fall ist das aber wohl eher nicht und Du musst es wollen. Langfristig kann das Laden müssen auch nerven, wenn man es nicht gewohnt ist und/oder für sich nutzen kann/will.

Bau mal nicht auf den Part mit dem Schnelllader am Einkaufszentrum. Erstens sind das selten mehr als 50kW (die auch gerne mal nicht geschafft werden) und zweitens sind die Dinger gerne von Schnorrern blockiert.

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Schwachsinn, aber egal…

Ich habe ein ähnliches Szenario wie Du - Zwar keine 140 Km / Tag, aber 90.

Je nach Wohnort / Arbeitsort lässt sich da vielleicht etwas mit einer Flat für das öffentliche Laden machen. Ich lade zu 90% an Typ2 des Innogy-Netzwerkes über meinen Flat-Tarif der ELE (Emscher Lippe Energie). Wenn dein VNB (Verteilnetzbetreiber) die Westnetz / WestEnergie / Innogy ist, ist der Tarif für Dich buchbar.
Nicht auf die Webseite der ELE verlassen, die sagt zu oft: Kein passender Tarif gefunden. Im zweifel dort anrufen, und nachfragen. Wenn dann auch noch eine Säule der Innogy in der Nähe deines AG ist, umso besser.

Ich habe mir für den Weg von der Säule zum AG einen e-Scooter (Xiaomi 1S) gekauft - damit bin ich in 5 Minuten vom Auto im Büro - und das Auto zum Feierabend auf 88% geladen. Hat bisher immer funktioniert. Man muss eben das Laden des Autos und den Ablauf drumherum mit in seinen Alltag integrieren, und sich ein bissl anpassen. Mir fällt so etwas leicht, und da Du ja keinen harten Umstieg vor Dir hast, könnte ähnliches für Dich auch passen.

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Denk an Deine Zeit. Arbeiten, Fahren und dann noch laden. Was ist, wenn die Ladestation besetzt oder defekt ist, warten, suchen, kostet weitere Zeit. Oder es wird langsamer als erwartet geladen, kommt auch vor. Und 220 wh im Winter ist sportlich. Rechne Dir mal aus, wie lange Du da möglicherweise insgesamt unterwegs bist.

Einen Stellplatz zu bekommen ist unmöglich?

Das würde das Thema von umständlich auf „bequemer als mit einem Verbrenner“ ändern.

Ansonsten: an einem V3 Supercharger oder Ionity und Co. kannst du mit ~35min von 10 auf 90% rechnen. 10 auf 80 sollte in etwa 25min machbar sein.
Am V2 dauern aber 10 bis 80 schon über 35min.

Also wo wie du es beschreibst würde ich das auf keinen Fall machen.
Dienstags und Donnerstags kannst du es ja anscheinend in deinen Arbeitsweg integrieren, aber der Zeitverlust für die Ladungen ist schon nicht wenig.
Und dann Samstags oder Sonntags noch mal extra raus und den Wagen an nen SuC hängen, also Anfahrts-/Lade-&Rückfahrdauer, und das jedes Wochenende, ohne das du eine einzige Fahrt zu Freunden oder sonst was gemacht hast, ist aus meiner Sicht ein KO Kriterium.
Spätestens nach zwei Monanten wirst du dich fragen, warum du dir das antust.

Ohne andere Ladealternativen würde ich ein Elektroauto vergessen und einen günstigen Verbrenner kaufen.

Auch wenn ich das Auto liebe…ich schließe mich an, dass mir das auf Dauer vermutlich zu nervig wäre.

Meine Kommentare:

  • Die Supermarktlader sind als Fallback (Wenn der SC mal defekt oder im Umbau ist) prima, aber nichts, worauf man bauen sollte (der an unserem Lidl ist seit Dezember Defekt).
    Außerdem werden es immer mehr Elektroautos und die sind primär da, wo es kostenlos ist.

  • Wenn dein Arbeitgeber keinen Deal zum Laden mit sich aushandeln lässt (was defintiv das allerbeste wäre): Hast du geschaut, ob es in Arbeitsnähe oder in wohnnähe AC-Lader gibt? Auch mit einem kleinen Fußweg dorthin wäre es sicher zeitsparender (Und akkuschonender) als der Schnelllader.

  • Für das Fahrprofil tuts, denke ich, auch der „kleine“. Es muss kein LR sein.

Mein Schnitt über alles im LR im Winter mit Heizung sind 19. Bei konstant 120 km/h (bin ich vor 2 Wochen gefahren, weil ich mal wieder im „komm das schaffst du doch noch“ Modus unterwegs war sollte auch mit Heizung weniger als 22 möglich sein, je nach Streckenprofil (und Wind und vor allem: Schneematsch und Wasser).

Zum Thema „Mit 15% im Stau, was machst du dann“: Das würde ich gelassen sehen. Das Model 3 kommt extrem weit, wenn es langsam herumlungert, aber ja: Bei 15% würde ich eventuell nach der ersten Stunde Stau die Heizung abschalten.

Also, meine Stolperfallengedanken unterm Strich:

  • Könnte Nerven
  • Schnelllader kann nicht verfügbar sein.

Genereller Tipp: Leih dir vorab bei NExtmove oder Anderen ein E-Auto und teste für einen Monat, wie das externe Laden für dich ist und ob du das durchhälst, oder ob das Nervig werden kann.

So ist es. Für mich wäre das auch absolut nichts, aber es gibt Elekto-Nerds, die es nicht stört :slight_smile:

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