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Ladeverluste beim LR höher als SR?

So langsam wäre es ratsam, unsere Bedenken zu sammeln und als Tesla Owners Club (D A CH) mal einen Referenztest beim ADAC zu erfragen.

So wie damals mit dem AMS Test (???) des Model s? Wo später mit Unterstützung der User ein neuer Test gemacht wurde und auf einmal kamen deutlich andere Werte raus.

Aber eigentlich ist das doch völlig uninteressant, wir wissen, wie super effektiv alle Model 3 sind, was da jetzt alles beim Laden angezeigt und wie genau, das it doch völlig egal :thinking:

Mir geht es primär darum, für die E-Mobilität generell eine Lanze zu brechen.
Nicht speziell nur für das Model 3 und Tesla.

Wie dieser Test von den Medien verwurstet wird, siehst du ja oben. Und damit schadet man einfach ungemein dem BEV.

Ich sehe das einfach als Verantwortung eines mündigen Bürgers.

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Das wollte ich damit ausdrücken, am SuC lassen sich m. E. zur Zeit keine Ladeverluste berechnen, weil Tesla aktuell so abrechnet.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil, ich habe geschrieben das ich an der Wallbox die Zähler und ggf. vorhandene Rechnungen abgelesen habe, SuC geht ja Zähler ablesen nicht.
Weiterhin viel Spaß beim Schnaps konsumieren!

Also ich habe jetzt mal höchst wissenschaftlich die Abweichung der Model 3 Anzeige mit dem realen Verbrauch verglichen im EMZI Standard. Um es transparant zu machen hier der Versuchsaufbau:

  1. Aufladen auf 50%
  2. Beliebiges Fahren in der Stadt bisserl AB und Landstraße
  3. Aufnahme des angezeigten Verbrauchs laut BC
  4. Nachladen auf 50% um den realen Verbrauch zu ermitteln - dazu wird sowohl das BMS, Die Ladeanzeige als auch ein geeichter Zähler verwendet.

3: gefahren von 50 auf 22% 7kWh Verbrauch bei 163Wh/km, der Verbracuh sieht ja OK aus.


4a: Start der Ladung BMS 18,4kWh

4b: STart auf dem geeichten Zähler: 12916,4kWh

4c: Ende der Ladung bei 50% BMS: 38,6kWH also 20.2kWh nachgeladen

4d: Ende der Ladung bei 50% Zähler 12938,9 also 22,5kWh

4e: Ende der Ladung Anzeige Fahrzeug 21kWh nachgeladen also halbwegs plausibel

also komme ich doch zu einer Falschanzeige des Verbauchsdisplays von: 22,5/7=321% Falschanzeige seitens Tesla. Also Tesla muss da eindeutig schummeln anders kann es nicht sein.

Ladeverluste: 20,2/22,5=10,3%
Die Ladeverluste sind denke ich aber halbwegs realistisch bei den aktuell 25-30Grad draußen. Wenn man einen größen Ladehub „misst“ kommt evtl. noch etwas besseres bei raus. Ladung läuft gerade bis 90% weiter (wenn ich das ablesen nicht vergesse kommt das noch als weiterer Wert).

Nungut für den Verbrauchsvergleich habe ich natürlich absichtlich richtige Werte, aber einen verkorsten Fahrzyklus von mehreren Tagen mit viel Sentrymode verwendet, um den Einfluss von Nebenverbrauchern im Extremfall aufzuzeigen. :slight_smile:

Abkürzungen:
EMZI : Endurance MessZyklusverfahren I

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Du hast Deinen Angaben und Screenshots zufolge das Auto auf einer Strecke von 42.9km unauffälligen Fahrens von 50% auf 22% Akkustand gebracht, also 28% der Akkuladung verbraucht. Dein Wagen hätte demnach eine Gesamtreichweite (100% -> 0%) von 42.9km * 100% / 28% = 153km. Ich glaube, wenn Dein M3 wirklich eine so geringe Reichweite hätte, wäre Dir das aufgefallen. :slight_smile:

Kurz: ja, da stimmt ganz sicher etwas nicht. Aber Schummeln seitens Tesla ist als Erklärung eher nicht zu vermuten. Aus Gewohnheit beim Einkaufen geladen und das dann vergessen? :slight_smile:

Natürlich nichts vergessen die Zahlen sind alle korrekt und real. Du hast aber evtl. mein Statement zum verkorsten Messzyklus und den Smiley nicht verstanden?


Das sind die Zwei Ladungen dazwischen wurde nichts nachgeladen oder extrem gefahren etc. von daher könnte ich das in einer Zeitung so wie oben geschehen darstellen.

Hatte mir schon überlegt noch die km Angabe rauszuschneiden, aber der ordentliche Bildbetrachter sollte auch was zum Denken haben :slight_smile:
Wer misst misst eben viel Mist, wenn er nicht weiss wie er misst oder so ähnlich. Sprich Schlussfogerungen ziehen, ohne alle Parameter zu kennen ist Banane.

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Wenn das aussagen sollte, dass alles davor nur ein Anschauungsbeispiel dafür sein sollte, wie man mit korrekten Zahlen krass lügt: Nein, das habe ich in der Tat nicht so verstanden. Gut, dass wir das geklärt haben. :slight_smile:

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Und ich dachte mein Hinweis
Abkürzungen:
EMZI : Endurance MessZyklusverfahren I

wäre dann genug um das als „Postillon“ zu entlarven.

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Willst du die Räuberpistole nicht an Focus verkaufen? :smiley:

Schöne, überspitzte Darstellung!

Sehr anschaulich.

Edith meint: Oder Postillion oder Titanic, auch eine Idee!

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Nochmals kurz die Ladeverluste aufgreifend - oben hatte ich ja beim Start der Ladung:


und nun beim Ende:

Also laut Zähler (extern vom Auto): 12970 - 12916,4 = 53,6kWh
Laut BMS: 67,2-18,4=48,8 kWh
Laut Anzeige: +51kWh

Also zeigt die Tesla Ladeanzeige schon mal mehr an als das BMS mir sagt.
Zähler zu BMS ~10% Verlust
Wenn ich die Anzeige im Tesla nehme nur ca. max 6,6% (hab jetzt mal schlechtfall Anzeige rundet 50,1 auf angenommen, sonst wäre es ~5%. Anmerkung laut Teslalogger 50.66kWh ).

Der Wagen hing aber 10h an der Wallbox (also ich habe erst nach 10h abgelesen nicht direkt nach der Ladung). Ladung war nach 4:51h fertig. Wenn ich jetzt großzügig bin und rechne dem Auto einen Standbyverbrauch (ohne Ladeaktivität) von 200W also in 5h 1kWh zu wäre es
68,2-18,4=49,8 ~7% Verlust.

Meine Schlussfolgerung (ich hoffe für jeden nachvollziehbar): die reinen Ladeverluste liegen bei ca. 5-10% im erwarteten Rahmen. Most likely würde ich 7% annehmen.

Jetzt müsste man den Wagen langsam leer fahren und nochmals Laden, dann wieder vergleichen - leider fahre ich zur Zeit zu wenig :frowning: um hier die laufenden Verbraucher halbwegs sinnvoll aus der Rechnung zu nehmen (siehe oben). Werde ich aber noch nachholen (und wenn es nur für mich ist) - irgendwann.

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Danke Dir! Dann liege ich ja mit meiner Stoppuhr-Methode gar nicht weit weg von den gemessen Werten. :smiley:

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Ich kann diese 25% vom ADAC auch überhaupt nicht nachvollziehen.

Bei meinem M3P hab ich eine nutzbare Kapazität von ca. 74,6 kWh. Entnehmbar waren bisher ca. 68,9 kWh (von 100 auf 0%). Also ca. 7,6% Verlust im Akku (Werte laut Teslafi, abgeglichen mit Ladestrommenge über geeichtem Zähler).

Dazu kommen die Verluste beim Laden, diese betragen (gemessen mit externem geeichtem Stromzähler vor dem Ladegerät) ca. 4%.

Auf jeden Fall weit weg von den 25%…

Werde bei Gelegenheit den ADAC-Test mit einem M3 nachstellen. Mal sehen was dabei rauskommt, denn reine 0-100% Werte an AC habe ich noch keine.

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Mach das gerne, am besten mit Screenshots und Bildern, damit man das einfach nachvollziehen kann.

Dass beim ADAC etwas nicht passt, sieht man ja an den VW Up und Seat Mii.
Identische Fahrzeuge, gleiche Messmethode, Deutlich unterschiedliche Werte.

Beim EV ist halt vieles anders und extremer, sowohl beim Fahren als auch laden.
Schon ein paar grad Temperaturunterschied macht Unterschiede bei der Kapazität usw.
Auch 2 Model 3 sonst absolut identisch, werden nicht identische Werte haben.
Nur die Riesen Diskrepanz passt halt nicht…

Ob hier jetzt „ein Fass“ aufgemacht wird interessiert genau genommen niemanden beim ADAC.
Einzig denen die Unterstützung ( Geld) entziehen bringt die zum Nachdenken…

Grüße
Mario

Meine Meinung zum ADAC Test.

Für mich ist das Ergebnis, dass der ADAC gar nicht Ladeverluste beim Laden gemessen hat, sondern den Unterschied zwischen vom Bordcomputer ermitteltem Verbrauch für das Fahren bzw. die Fortbewegung, mit der Energiemenge, die tatsächlich nachgeladen wurde. D.h. diese zusätzliche Energiemenge spiegelt den Verbrauch aller anderen Vebrauchskomponenten im Auto wider - während der Fahrt und auch beim Laden und Parken (Vampirverluste), plus Ladeverluste, also Verluste während des Ladevorgangs.
Da kann es natürlich sein, dass die eine Heizung effizienter ist, als eine andere, dass ein Wagen eine Wärmepumpe hat, ein anderer nicht, dass die Teslas online und wach sind beim Laden, andere immer schlafen etc. pp.

Kurz, Teslas sind während der Fahrt allein für den Antrieb effizient - das ist das, was der Bord-Computer anzeigt, aber Klima, Heizung, Entertainment etc. eher nicht, bzw. verbrauchen mehr als bei anderen E-Autos. Dafür funktionieren sie aber auch, die Heizung ist bei Tesla sehr stark (okay, beim Model S regelt sie dann irgendwann selbständig runter), die Klima ist brutal schnell und kühlt den Wagen unglaublich schnell runter.
Da sparen andere E-Autos massiv. Und was nutzt eine Heizung oder Klima, wenn sie zwar wenig Energie verbraucht, aber nicht funktioniert…?

So interpretiere ich nun diesen Test und das ist meine Antwort, wenn mich jemand fragt.
Der ADAC hat im Grunde sicher richtig gemessen, aber die Interpretation der Ergebnisse ist mal wieder, sagen wir, geprägt von Unvermögen und Nichtwissen.

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Ja - dazu gab es vom ADAC meine ich auch schon eine Mitteilung, dass es gar nicht um die Ladeverluste, sondern um die Verbrauchsanzeige ging.
Ich finde es wichtig, dass wir hier zumindest mit transparenten & nachvollziehbaren Zahlen arbeiten inkl. der Parameter in der Umgebung. Von Postings die nur Prozente in den Raum werfen ala mein M3 hat nur 3% oder 3xy% Verlust (siehe mein Beispiel oben) halte ich nichts, da nicht vergleichbar.

Der Bordcomputer zeigt auch bei Tesla den Verbrauch während der Fahrt inklusive aller Nebenverbraucher an. Allerdings nicht im Stand. Das bedeutet, die Messung wird verzerrt, sobald das Auto eine längere Zeit herumsteht. Besonders, wenn dann dabei durch irgendetwas verhindert wird, dass es in den Stand-By-Modus geht, z.B. angeschlossene Messgeräte, Abfragen über TeslaFi, App usw. oder offene Türen oder Fenster. EM hat sich ja auch bei der EPA beschwert, dass sie das Model S während des Verbrauchstests mit offenen Türen stehen lassen haben, womit der Verbrauch derart erhöht ausfiel, dass im Test nicht mehr die beworbenen 400 mi Reichweite erreicht wurden.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der ADAC solche Dinge kaum berücksichtigt hat.

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Cool, wusste ich nicht, danke für das Update…!
:grin: