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Ladestation in Tiefgarage und Brandschutz - Tipps und Hilfe gesucht

Servus zusammen, liebe TFF-Community. Ich war in den letzten Wochen stiller Leser und es macht richtig Spaß, bei euch im Forum rumzustöbern und sich zu informieren :slightly_smiling_face:

Bei mir steht der Kauf eines Model 3 LR auf dem Plan und vorbereitend kümmere ich mich gerade um eine Ladestation zu Hause in der Tiefgarage unserer Mietwohnung. Der Hauseigentümer stimmt generell zu, ist aber nur mit zwei möglichen Kabelwegen einverstanden, die etwas komplizierter sind. Ich wollte euch daher mal nach eurer Meinung und euren Erfahrungen fragen - vielleicht hatte jemand ja eine ähnliche Situation oder ist sogar Elektriker und kann mir etwas beratend zur Seite stehen.

Genereller Kontext: ca. 60m Kabelweg sind zu verlegen, ich möchte gerne eine 11kW Wallbox installieren lassen und dann die KFW-Förderung mitnehmen. Von der Fahrleistung her reicht mir jedoch eine 3,7kW CEE-Dose auch aus, d.h. wenn an einer Stelle die Dicke des Kabels ein Problem sein sollte, dann könnte ich auch auf zwei Adern verzichen, sollte es dann machbar sein.

Möglichkeit 1: Kabel durch ein bereits genutztes Rohr vom Zählerraum in einen anderen Raum führen, von dem aus dann die Wand zur Tiefgarage durchbohrt werden kann. Das benutzte Rohr sieht sehr dick aus und so als wäre noch Platz (siehe Foto) - es sind aber schon 3 Kabel (wahrscheinlich je 3x1,5mm2) verleg - glaube ihr da kommt ein Elektriker mit einem Starkstromkabel (5x 4mm2) oder notfalls einem einphasigen Kabel (3x4mm2) noch durch?

Möglichkeit 2: Es gibt eine Kabelpritsche, die vom Zählerraum zu einem anderen Raum neben der Tiefgarage führt. Diese läuft jedoch durch die abgehänge Decke eines Wohnkellers und dementsprechend ist sie brandschutztechnisch abgeschottet - das müsste der Elektriker also genauso wieder herstellen, siehe zweites Foto. Jetzt ist dazu meine Frage, ob das zu den (1) Standard-Arbeiten eines Elektrikers gehört oder man dafür eine spezielles Brandschutzbüro benötigt, das einem diese Abschottung nochmal zertifiziert und ob (2) ihr wisst, ob Arbeiten an so einer Brandschutzabschottung das ganze Vorhaben nochmal extrem viel teurer machen würden?


Vielen Dank euch schon mal für eure Unterstützung und Ratschläge!

Die Durchführung durch das Schott sollte für einen Elektriker eigentlich kein Problem sein.

So wie die Durchführung auf dem Foto aussieht, würde ich allerdings vorher mal schauen, ob das so wie es jetzt ausgeführt ist, überhaupt korrekt ist! Nicht dass hinterher jemand kommt und sagt, dass Dein Elektriker da was kaputt gemacht hat, was vorher schon nicht in Ordnung war.

Hier ein Bild aus der Einbauanleitung:

Müsste man mal vor Ort schauen, ob das alles nach Einbauanleitung so o.k. ist und ggf. mal in die Zulassung schauen:

Detail | DIBt - Deutsches Institut für Bautechnik

Achso, wenn das Kabel durch die Verrohrung aus Variante 1 passt ist das natürlich einfacher in Bezug auf die Durchführung einfacher.

Ist die Strecke so lang, dass Du für eine 11 kW-Wallbox tatsächliche ein 5x4mm2-KAbel brauchst? mit einem 5x2,5er hast Du engere Biegeradien und auch deshalb eher die Chance durch das röhr aus Variante 1 zu kommen.

Generell sollte sich das aber jemand vor Ort anschauen, wir kennen hier nur die Fotos.

Gruß Mathie

Hallo,

Die Grundfrage ist willst Du erstmal einphasig oder Dreiphasig anschließen? Oder was brauchst Du?

Pauschal ist eine Wallbox schön, die Frage ist aber was Du brauchst, was ist dein Profil fahrtechnisch und ladetechnisch, und wo soll der Weg hin.

Je nach Länge würde ich sogar über ein Dickeres Kabel nachdenken?

Elektriker brauchen ein Zertifikat das Sie Brandschots erstellen/schließen dürfen, das würde ich mir bestätigen lassen und auch auf der Rechnung vermerken, wenn mal was ist.
Ob das abgebildete Schot so OK kann ich nicht beurteilen, ich würde vorher und nachher Bilder machen, und ja, ich würde über die Kabelbühne gehen, der Raum dazwischen sollte nicht das Grosste Problem sein, schon garnicht wenn es nur geradeaus geht.

Wichtiger ist wie gesagt was Du brauchst und was du zukünftig brauchst und daher die Wallbox können soll, ich würde parallel gleich noch eine Steuerleitung eine eine Netzwerkleitung ziehen lassen, kostet nicht viel mehr, könnte Dir aber zukünftig helfen.

Um genaueres zu sagen müsste man mehr wissen, leider ist die Informationlage etwas dünn.

Eine Wallbox brauche ich nicht - mir reicht eine 3,7kW CEE-Dose theoretisch aus - aber das teuerste am Kabel ist das Verlegen. Von daher würde ich natürlich gleich das Maximum nehmen - die Wallbox bekomme ich dann von der KFW gefördert (Antrag schon gestellt), sodass die Installationskosten mit oder ohne Wallbox am Ende für mich dieselben wären.

Bezüglich des Schotts sind Vorher-Nachher-Fotos eine super Idee und danke für den Hinweis, dass der Elektriker dafür ein Zertifikat braucht! Ich hätte jetzt generell aber auch erwartet, dass die Haftung dafür, dass die Installation korrekt ausgeführt wird, beim Elektriker liegt?

Ist die Strecke so lang, dass Du für eine 11 kW-Wallbox tatsächliche ein 5x4mm2-KAbel brauchst? mit einem 5x2,5er hast Du engere Biegeradien und auch deshalb eher die Chance durch das röhr aus Variante 1 zu kommen.

Ja leider - ca. 60m Kabel gibt es zu verlegen - von daher auch mein Gedanke, dass ich notfalls auch mit einer Phase zufrieden wäre, sollten die zwei weiteren Adern nicht noch mit durchpassen.
Wenn’s mit einem 5x2,5er einfacher wäre, dann könnte man die Wallbox vielleicht auf 10A je Phase drosseln…

Nicht dass hinterher jemand kommt und sagt, dass Dein Elektriker da was kaputt gemacht hat, was vorher schon nicht in Ordnung war.

Meine Erwartung wäre, dass der Elektriker für die korrekte Ausführung verantwortlich ist und die Haftung dort dann nicht bei mir liegt?

Letztendlich ja, aber wenn Du den Elektriker beauftragst, dann hat der Hauseigentümer möglicherweise auch einen Anspruch gegen Dich, den Du dann an den Elektriker weitergeben könntest.

Um sicher zu beantworten, ob Du mit in der Kette hängst, müsste man alle Details kennen. Gibt der Hauseigentümer Dir die Genehmigung, auf Deine Kosten zu installieren, hängst Du wahrscheinlich mit drin, auch wenn am Ende der Elektriker haftet.

Wenn der Elektriker vom Eigentümer beauftragt wird und Du nur die Kosten trägt, bist Du aus der Haftung sehr wahrscheinlich komplett draußen.

Gruß Mathie