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Ladestation beim Netzbetreiber anmelden?

Finde ich sehr intelligent, sowas im Owners-Bereich zu verstecken. :unamused:
Es soll Leute geben, die sich für sowas interessieren, bevor sie sich den Tesla ins Haus holen.

Ein TFF user stellt uns hier vertrauensvoll die aktuelle Version der in Diskussion stehenden Veränderungen zur Verfügung. Diese sind noch gar nicht verabschiedet. Mit dem Kauf eines BEV hat es nicht wirklich etwas zu tun.
Wir diskutieren dort, inwieweit die angedachten Änderungen für die Sache und das Land zielführend sind. Wir sind sehr erfreut darüber, das jemand, der an der Schaffung von VDE Normen Anteil hat uns hier ins Benehmen setzt. Es sollte jedoch klar sein, dass man das so nicht im Internet ausserhalb geschützter Bereiche zur Verfügung stellen kann. Unser TFF Mitglied hat sich dazu entschieden und das respektiere ich. Ansonsten einfach mal probieren, ob man so etwas über die aktuellen Versionen der VDE-AR-N 4100 im Netz findet…

Nachvollziehbar und professionell. Gleichzeitig bietet es die Chance, die VDE von Praktikern zumindest leicht „einzufärben“ :slight_smile:. Klasse!

Bye Thomas

Leute, ich bitte euch, :unamused: niemand verbietet mir, nach einer langen Radtour mich eine Stunde mit heißen Wasser aus einem Durchlauferhitzer zu duschen, danach meine langen Haare ausgiebig zu föhnen, meine Klamotten im Trockner zu trocken, mir währenddessen ein paar Pizzen im Ofen zu verkohlen und nebenbei noch die 95°C Bettwäsche zu waschen und vorher mein zwei PlasmaTVs anzuschalten und die vier PS3 für SETI@Home rechnen zu lassen - jeden Tag!

Also prüft euren Hausanschluß, redet bei Bedenken nochmal mit eurem Elektriker und ladet einfach euere E-Autos. Aber schreckt nicht unnötig die Versorger aus ihrem Dornröschen Schlaf auf! Wo kein Kläger, da kein Richter. So - das mußte raus. Möge der Shitstorm über mich herfallen. :smiling_imp:

Fällt er nicht. Lies’ mal den Thread über die VDE falls Du es nicht schon getan hast. Hier werden explizit Speicher und Ladestationen adressiert und es wird nicht mehr möglich sein - aktuell über 11 kW dreiphasig (war auch schon weniger) zu laden und vor allem werden keine Schieflasten mehr erlaubt (in der Diskussion aktuell ab 3,7 kVA mglw. 4,6 kVA).

Also alle einphasigen Verbraucher oberhalb dieser Grenze werden nicht mehr erlaubt werden. Das ist ganz bitter für e-Golfs, Leafs, den IONIQ etc.pp. Die fallen dann mehr oder minder auf Schuko-Speed zurück. Man kann das umgehen, in dem man phasensaldierend einen Speicher einsetzt, aber das wird einfach teuer.

Vor allem geht es hier um Dauerlasten - dazu zählen die von Dir aufgeführten Geräte nicht unbedingt, also behältst Du dort Recht. Ein Speicher oder ein BEV kann das aber über Stunden machen und das gefährdet die Netzstabilität. Die Diskussion rankt sich nun darum, ob es clever ist, als Netzbetreiber - den status quo zu betonieren, in dem man VDEs anpaßt oder einfach mal mit Mut in die Zukunft zu blicken - intelligente Netze zu bauen - Quartierspeicher einzusetzen - Stromtarife anzubieten, die netzstabilisierend wirken.

Bei einer signifikanten Anzahl von BEVs in DE bekommen wir mit den aktuellen Ideen alle ein Problem - auch wir, die schon fahren. Neben den Schieflasten soll auch dreiphasig nicht mehr als 11 kW erlaubt sein - im Übrigen war das schon deutliche weniger und bewegte sich erst in der letzten Änderung ein wenig nach oben.

Setzen sich die Netzbetreiber voll durch, dann wird es auch kein on shore Tesla Vorklimatisieren mehr geben, da der Schieflastschutz (dann vorgeschrieben für jede Hausverteilung) vorher zieht, da die Teslaheizung zunächst einphasig beginnt, dann zweiphasig wird um dann dreiphasig knapp unter der Schieflastgrenze und damit dem Radar zu verschwinden. Wenn man sich das mal realtime an einem entspr. Zweirichtungszähler anschaut, dann ist das äußerst knapp.

Und Tesla kann jederzeit das Verhalten der Heizung per Software so ändern, dass unter den dann geltenden Rahmenbedingungen es einfach in DE nervig wird.

Insofern ist hier schon eine entspr. Einflußnahme und Gegenlobbyismus angebracht.

Ich verstehe die Position der Netzbertreiber, werfe ihnen aber Protektionismus und absolut fehlende Innovation und damit Zukunftsfähigkeit vor.

Ungefähr so läuft der Hase gerade…

:wink:

Volle Zustimmung!

Ich dachte, die Heizung hängt am DC-Hochvoltnetz. Wenn man vorheizt und das Auto hängt am Kabel, müsste der Bordlader die zur Heizung erforderliche Leistung ins DC Bordnetz speisen.
Ich habe schon beobachtet, dass der Tesla Bordlader den Strom pro Phase hochfährt mit mehreren Sekunden Abstand. Bei Doppellader erst der Masterlader, dann der Slave. Da entsteht zu keinem Zeitpunkt eine Schieflast >16A.

Frage: Wie sieht das eigentlich mit Bestandschutz aus hinsichtlich der geplanten VDE-Änderungen?
Ich habe seinerzeit (Anfang 2015) beim Netzbetreiber (Westnetz) tel. nachgefragt, wie hoch mein EFH abgesichert ist und ob ich meine 22kW-Ladestation anmelden muss. Nach einigem Hin-und-Her kamen dann die Antworten: 63A und Nein.

Kann der Netzbetreiber über die VDE die 22kW-Ladestation im Nachhinein meldepflichtig machen bzw. den Betrieb untersagen?
Oder geht es hierbei nur um Neuinstallationen? Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass im Handumdrehen mal eben in jedem Haushalt ein „Schieflastschutz“ installiert wird aufgrund solch einer Änderung?

Das Thema Bestand ist noch nicht klar - diese Frage haben wir uns auch gestellt. Ich werde in diesem Jahr - auch wg. der ZOE, noch eine Veränderung vornehmen.

Ich gehe davon aus, dass bei Inkrafttreten, die ganze Suppe über allen gleichsam ausgegossen wird. Man kann das auch relativ einfach anhand des Stromverbrauches der letzten Jahre ermitteln. BEV Haushalte stehen da hervor.

Die Heizung kratzt auf jeden fall mehrere Sekunden lang die 3,7 kVA Schallmauer einphasig und zweiphasig jeweils auf jeder Phase. Das ist bei mir so. Jetzt muß ich direkt nochmal nachschauen, wie lange das so sein darf. Man darf ja auch nicht vergessen, dass es immer schon irgendeine Last auf irgendeiner Phase gibt. Insofern kommt man da relativ schnell auch in Richtung 4,6 kVA.

Zunächst beginnt die Heizung auch on shore autark - für so 30-60s. Dann wird die AC-Lader eingeschaltet. Steht man daneben, merkt man, wie der Schütz in das Wallbox anzieht und dann geht es phasenverteilt los wie beschrieben…

Ich schaue mir das jeden Morgen beim Frühstück per app über den SMA Energy Meter an - real time. Genau aus dieser Diskussion - mich interessiert, was morgens im Haus abgeht und wie das dann aussieht, wenn man den Wagen vorheizt. Morgen kommt die ZOE - dann wird die durchgemessen - auch bei der Vorklimatisierung. Werde berichten. L3 ist bei uns Erdegeschoss und da hängt ne Menge Haustechnik drauf - Heizung und alle Server. Auf L3 reissen wir jeden morgen die 3,7 kVA und auch die 4,6 kVA einphasig…

Nachtrag zum zeitlichen Verhalten:

Zugrunde wird der gemittelte 1-Minuten-Effektivwert gelegt. Die Unsymmetriebegrenzungseinrichtungen reagieren tlw. im Bereich von 100ms je nach Schieflastlage.

Steht aber alles noch nicht fest. Immerhin ist die Tendenz aktuell weg von 3,7 kVA hin zu 4,6 kVA dreiphasig max. bzw. < 4,6 kVA einphasig.

Insofern kann man allein mit der Heizung da durchaus schnell im roten Bereich landen, da ja die Grundlast auf jeder Phase nicht zu vernachlässigen ist…

so long…

:wink:

Ich hab den Ladestrom für zu Hause auf 13A gestellt, auch um die Lebensdauer des Laders zu erhöhen. Das sind 9KW verteilt auf 3 Phasen. Sollte also kein Problem sein hinsichtlich Schieflast, wenn die Ströme je Phase zeitlich versetzt hochgefahren werden.

Wie soll denn dieser Schieflastschutz überhaupt umgesetzt werden?
Ich kenne genug Haushalte/Häuser, die haben noch nicht einmal einen Zählerschrank.
Und diese sind ohne Veränderungen bisher auch von allen Änderungen verschont geblieben. (Trotzdem schon CEE’s für die Kreissäge im Keller oder Garage)

So weit ich weiß, ist das alles noch nicht geklärt.

Es trifft einen, wenn man einen Speicher baut oder eine Ladestation installiert. Dann schlägt das zu. Es geht um Gleichzeitigkeitsfaktoren im Dauerlastbereich oberhalb von 3,7 oder eben 4,6 kVA. In normalen Haushalten kommt das so nicht wirklich vor.

Man erklärt dann eben einen Speicher oder eine Ladestation zu meldepflichtigen Einrichtungen und dann muß das Schieflastmanagement installiert werden. Wie hier eine technische Lösung aussieht, ist unklar. Installiert man es nicht, dann gibt es eben keinen Speicher oder keine Ladestation.

Man wird sehen…

Welche Änderungen genau ?
Ich frage, weil ich eine 22KW Ladestation habe und gerade ( Mai 2017 ) ein PV mit Speicher installieren möchte.
Ich möchte gerne reagieren, wenn ich sowieso gerade beim verändern bin, bevor ich ggfl. etwas übersehe.
Danke

Ich werde zwei Ladepunkte setzen - mit lokalem Lastmanagement, damit beide Fahrzeuge unabhängig voneinander laden können und dabei eine einstellbare Gesamtleistung im Parallelbetrieb nicht überschritten wird. Damit lande ich im Bestand - was auch immer das bedeuten mag…

ok- ich denke, dass ich das verstehe.

Obiges ist mit extremen Aufwand verbunden und daher super-unrealistisch. Falls jedoch die Elektromobilität bald nicht mehr nur „Extravaganz für 0,1% der Bevölkerung“ sein soll, würde es gewaltig knallen, wenn nur wenige der E-Autofahrer am Feierabend ihren 22kW-Lader anstöpseln - schon ab 50.000 Anwendern wäre Essig mit verfügbaren Netzlast während der Abendlastspitze (außer im Sommer).

Das Anschließen an die Ladestation macht nämlich im Gegensatz zu dem voll lächerlichen „jeden Tag“ Unsinn oben überhaupt keine Arbeit und ist damit weitaus realistischer. Das sollten auch die Oberklassenfahrer hier einmal einsehen.

Wo ist denn unsere ZOE Oberklasse ? Also ich find’ die Oberklasse - aber das ist ne andere Sache ! Lädt mit mehr Leistung als die Oberklasse - find’ ich Oberklasse !

Mach’ doch mal konstruktive Vorschläge - das wär Oberklasse !

:slight_smile:

Also ich (bzw. mein Lieblingselektriker) musste meine Ladestation und mein Heizstrom (Wärmepumpe, Sauna, DLH) anmelden. Letztlich lief es darauf hinaus, dass der Energieversorger mir diese Lasten bei Bedarf über so ein verplombtes Zusatzgerät abschalten kann. Praktisch ist das noch nie passiert.

Der Netzbetreiber kann deine Wärmepumpe abschalten?! Ist das Standard oder gilt dies erst ab einer gewissen Anlagengröße?
Wenn Standard, bleib ich doch noch länger bei meinem Öler als bisher geplant.