Laden Zuhause: Wo begrenze ich die Leistung?

Ok, Danke. Bei mir in der Garage habe ich im Winter um die 10 und im Sommer um die 12 Grad, ich denke, das das nicht schlecht ist.
Auf welche Ideal-Temperatur werden die Tesla-Batterien eigentlich gekühlt bzw. geheizt?

Die Frage ist ob du überhaupt eine Wallbox benötigst wenn du die Ladeleistung ohnehin begrenzen willst.
Ich lade an einer CEE16 blau mit 16A und 3,6kW 20-21km/std.

Der Elektriker war 1,5 Stunden da um einen Zwischenzähler und die CEE16 Dose zu installieren.
Aufwand und Material überschaubar wenn du in der Garage schon Strom liegen hast.

Könnte ausreichend sein.

Haette ein paar Anmerkungen:

  1. Fehlerstromschutzschalter: Falls Deine Box (z.B. die Tesla-Ladebox) keinen FI-B oder FI-A-EV hat, MUSST Du so einen statt dem FI-A aus Deiner Liste einbauen lassen, kostet aber 200-300 Euro.

  2. 10mm² sind stark ueberdimensioniert, an sich reichen 2.5mm² fuer 11kW oder 4mm² fuer 22kW. Aber wenn die 10mm² nicht viel teurer sind und sich der Elektriker damit rumplagt, warum nicht.

  3. Wuerde 1-2 Stueck gute Schukodosen (16A dauernd!) zuaetzliche zur roten CEE32 Dose installieren lassen. Kann man immer gebrauchen und kostet wenig.

  4. Die Heidelberg Wallbox ist recht preiswert und gut zu sein (hat auch einen FI-B drin), kann aber nur mit maximal 11kW laden. ModelS kann z.B. mit 16.5kW, vielleicht irgendwelche zukuenftige Elektroautos auch mit 22kW?

  5. Schnarchladung: Hier wuerdest Du mit dem beiliegend UMC laden, der ist nur einphasig und laedt maximal 1x 230*16=3.7kW. Das Teil musst Du aber entweder an einer SEHR GUTEN Schukodose (16A!) oder an einer einphasigen CEE16 Dose („Campingstecker blau“) anschliessen, die Du bei Deiner Installation aber nicht hast. Da Du aber Zuhause sowieso die CEE32 bekommst, macht es keinen Sinn, dort ueberhaupt den einphasigen UMC einzusetzen. Die Ladeleistung (den Ladestrom) kannst Du immer im Tesla selbst begrenzen, wenn Du das unbedingt willst. Ich wuerde aber immer mit 11kW laden, das tut der Batterie nix.

  6. Eventuell waere eine mobile Ladebox interessant fuer Dich. Die kann man trotzem per Wandhalterung stationaer betreiben, aber in Ausnahmefaellen (Urlaub) auch mal mitnehmen und hat dann mehr Lademoeglichkeiten. Untenstehende Boxen habe ich mir genauer angeschaut (nach aufsteigendem Preis sortiert).

ACHTUNG: Beim Vergleich muss man ganz genau ueberlegen, was man haben will und was man braucht und die Boxen unterscheiden sich teilweise in Details, deren Nichtberuecksichtiung eventuell spaeter Aerger macht (Beispiel: go-echarger hat KEIN Typ2 Kabel dabei).
Wenn Du spezifische Fragen hast, einfach hier fragen, ich erzaehle gerne alles, was mir bei den Dingern so aufgefallen ist:

Hinweis: Der Juice-Booster ist der robusteste und wohl auch technisch gesehen der beste, aber vergleichweise sehr teuer (speziell mit vielen Adaptern). Da muss man sich fragen, ob man das WIRKLICH braucht fuer die 2x Urlaub pro Jahr.

• Weil ich denke, dass es am Praktischsten ist, wenn man einfach das fixe Kabel aus der Wandhalterung nimmt und ansteckt und nicht aus dem Auto kramen muss.
• Und das ist eine Garage mit 14 Parteien und öfters im Jahr kommen Handwerker zum Garage- oder Kanalreinigen, Straßenarbeiten oder sonstigen Arbeiten und die würden sich dann alle ungefragt halb- bis ganztags an dieser Steckdose anschließen.
• Und auch wegen des zeitlich begrenzten Ladens, dass ich fix einstelle, dass von 0 bis 5 Uhr geladen werden darf und den Verbrauch aus der Wallbox auslesen kann, weil ich nicht einen eigenen Zähler dafür anschaffen möchte.

Der Stromanbieter sieht ja erstmal nur, daß Du jetzt im Jahr ein paar tausend kWh mehr verbrauchst als vorher. Das wirst Du so oder so tun, egal, ob Du mit 2kW oder 22kW lädst.
Problematisch wird es dann, wenn von den 14 Haushalten, die an eurem 3120A230V=83kW Hauptanschluß hängen, noch ein paar mehr gleichzeitig mit z.B. 11kW zur selben Zeit ihr Auto laden. Dann müßtet ihr euch irgendwann innerhalb eurer Wohnungsgemeinschaft über eine Lastverteilung Gedanken machen oder die Anschlüße pro Ladestation z.B. auf einphasig 3,7kW begrenzen.

Bis auf den go-echarger haben all angegeben mobilen Boxen ein 5m Typ2 Kabel dabei, das vom Model 3 kann daher im Auto bleiben.

Ich denke (hoffe), dass man das direkt im Tesla einstellen/ablesen kann?

Wegen Laden von Fremden: muss man sich eben eine abschliessbare CEE32 Dose setzen lassen.

Wobei man beim einphasigen Laden dann natuerlich auch eine Verteilung auf die 3 Phasen machen sollte, weil wenn alle auf der gleichen Phase haengen nuetzt das auch nichts (und 3-phasiges Laden laedt pro Phase auch nur 3.7kW).

Danke Bero, sehr informativ für mich.
Ja, Wallbox hin und her, bin sicher ein paar Mal im Jahr in Italien, Kroatien, Ungarn, also rund um Österreich unterwegs, da reizt mich der Juice-Booster sehr aber wie Du sagst, auch sehr teuer. Der NRG-Kick wäre auch meine bevorzugte Wahl (österreich. Erzeugnis). Vielleicht wird’s am Ende eh eine mobile Ladebox mit Wandhalterung… aber da müsste ich dann wieder die CEE16-Dose „verschließbar“ machen. :bulb:

„Industrieabnehmer“ (lastganggemessener Verbraucher) bist Du ab 100.000 kWh im Jahr. Da bist Du weit von weg.

Alle Wallboxen über 11kW sind durch den Netzbetreiber genehmigungspflichtig, daunter nur anzeigepflichtig. Bitte bedenken. Wenn Du Glück hast, hat Dein Stromnetzbeteiber die neuen TAB (Technischen Anschlussbedingungen) für sein Netzgebiet noch nicht für gültig erklärt.

Ok, danke, interessant. Wäre toll, wenn jemand aus Österreich seine Erfahrung einbringen kann vielleicht auch zum Versorger Wien Energie?

Vielleicht ändern sich auch die Nebenkosten zum „Stromkonsum“ dann mit den Smart-Metern.

Die Frage ist ja auch immer, welchen Mehrwert man wirklich davon hat, denn:

  1. An Superchargern, Destination Chargern und CCS Saeulen kann man ohne jedes Zubehoer laden
  2. An Typ2 Saeulen kann man entweder ohne Zubehoer (Kabel vorhanden) oder mit dem beiliegendenTyp2 Kabel des M3 laden
  3. An „Campingsteckern“ (CEE16) und an Schuko (mit diversen Adaptern, z.B. den fuer Italien) kann man mit dem beiligenden „Schnarch-UMC“ des M3 laden

Bleibt also eigentlich nur mehr AC 11kW an CEE16/CEE32 uebrig. Wie oft braucht man das unterwegs? Zuhause brauche ICH das natuerlich in jedem Fall, Schnarchladung mit 3.7kW mag ich nicht (und das kriegt man an einer Schuko sowieso nicht zustande, ohne dass das womoeglich verschmort, also sind das dann gerade mal 2kW oder 10km/h - das kann ich auch laufen :wink: ).

Kostet aber auch so einiges.

Ich habe mich fuer das Enerdab Teil (enercab.at/steckeradapter/14 … mping.html) sowie einen Schuko-Adapter fuer Italien „Typ L“ (Amazon B00EJLTYBC, gibt einen anderen von Brennenstuhl beim Conrad) entschieden und zusaetzlich noch ein billiges CEE16 10m Verlaengerungskabel (Eur 30) aus dem Baumerkt entschieden. Alles Aus Oesterreich :wink:
Kommt noch diese Woche, hoffentlich taugt das was (die technischen Daten sind tadellos und die Firma antwortet auch schnell und kompetent auf Email-Anfragen). UND: Der „Brick“ ist recht klein, nur 166x80x46mm (der go-echarger ist dagegen ein echter Klopper).
Nachteil: Nix Bluetooth oder WLAN Schnickschnack und eine Wandhalterung muss man sich selber basteln.

Das ist mit Abstand die preiswerteste Loesung und mit dem (viel duenneren und daher kleineren/leichteren als Typ2) Verlaengerungskabel kann ich Aufgrund der o.g. Adapter die CEE-Ladung (11kW) und auch den Schukoanschluss verlaengern, falls es unterwegs mal noetig sein sollte.

Die Box wird die meiste Zeit an der Wand haengen (Wandhalter und Kabelhalter selber basteln bzw. Schlauchhalter aus dem Baumarkt als Kabelhalter) und unterwegs hab ich dann noch eine recht komplette, aber guenstige „Notladeausruestung“ dabei.

Den Tesla-UMC brauche ich dann eigentlich nicht mehr, schade drum dass man nicht aufruesten kann auf den 3-phasigen UMC, dann wuerde man gerade noch den Italien-Adapter und evtl. das Verlaengerungskabel brauchen und sich die Box gleich ganz sparen.

Tesa SuCs (Supercharger) sind meist nicht in der Nähe, in Italien 30 km Anreise von Grado nach Palmanova zum SuC. Wenn mein Model 3 sowieso tagelang in der Herberge steht, dann kann ich dort in den meisten Fällen gleich „hausladen“, was bei den meisten Unterkünften im Übernachtungspreis inkludiert ist. Wenn ich da überall die passenden Stecker (zur Not um einphasigen UMC habe, dann ist das gut). In Ungarn gibts für uns Ösis den ersten und letzten SuC in Györ, dann ist’s aus bis in den weiten Osten…

Ich habe auch den „Horror“ mich bei allen x-möglichen Anbietern anzumelden und mit Apps, Scheckkarten und QR-Codes an Ladesäulen mit superüberteuerten Tarifmodellen, die oft nicht mal funktioniern zu hantieren.
Beispiel: Tanke Wien Energie gibt es einen Lader am südlichen Ausgang vom Schloß Schönbrunn. Steht da in der Bedienungsanleitung: Also App runtergeladen „Scannen Sie den QR-Code mit der Tanke Wien Energie App“ für Kreditkartenabrechnung. Gut nur, da war’s 21 Uhr und sehr finster. Der in die App eingebaute QR-Scan kann nicht nur kein Licht machen beim Scannen, sondern schaltet auch den Zugriff auf die Taschenlampe beim iPhone aus. Fein. Also Auto umdrehen und die Ladestation für den Scan beleuchten… :wink:

Ich bin kein Schnorrer, alles hat seinen Preis, ich zahle auch gerne für den Strom den ich beziehe, aber wenn man bezahlt muss die Leistung auch stimmen.
Wir sind da halt mit den SuCs sehr verwöhnt…

Welche „Box“ (Wallbox) hast Du bestellt, das geht aus Deinem Bericht jetzt linktechnisch nicht hervor?
Die Links führen zu den Kabeln und Adaptern.

Ich tendiere sehr stark zur ABL eMH1… Die ist sehr schick und gibt es mit Standfuß im Außenbereich inkl. Beleuchtung.

Kann der Tesla Wall Connector eigentlich irgendwas besonderes?

der Stecker hat einen Taster zum Chargeport öffnen und (am ende) zum entriegeln.

Ok. Naja, das Feature ist entbehrlich…

da man das Typ2 Kabel ja sowieso mit hat, dürfte jetzt „Platzmäßig“ nicht so der große unterschied sein?
unhandlicher ist go-echarger aber sicher

und WLAN (Strommessung, RFID) kann man sich schlecht selber basteln, falls man das braucht…

Ja, er ist - vor allem in der 7,5m Kabelversion - mit EUR 530 günstig für einen 22kW Lader. Zzgl. externen FI A-EV (EUR 230) insgesamt EUR 760.
Weiterhin chic (Geschmackssache), sehr kompakt und über Tesla mit supported (inkl. Wall Connector Updates über das Fahrzeug). Und natürlich der Steckertaster zur Chargeportöffnung.

Generell bekommen Industrieabnehmer günstige Sondertarife… :unamused:
Und davon biste selbst mit 4 E-Autos Lichtjahre entfernt.
Mit 11kW lädt man ca. am effektivsten. Lustig wird es erst, wenn von den 14 MitbewohnerHaushalten weitere E-Autos laden wollen.

Wichtig ist das dem Energieversorger vorab mal anzutragen und nicht erst warten bis ein oder zwei Jahre vorbei sind.
Siehe: TESLA in den aktuellen Medien bis 11.02.2021 - #7284 von PeterMüller

p.s.
für manche ist in Györ Ende Akku, andere beginnen dort erst ihre Reise in den Osten. :wink:

Hallo, ich habe mich für die Ladebox B3200 entschieden, diese kann nach allen Bedürfnissen selbst zusammengestellt werden.
Hinterggrund ist, ich habe eine Photovoltaikanlage die keine 11kw leistet und möchte nach Möglichkeit, wenn das Auto am Wochenende rumsteht und genug Zeit ist, diese je nach Ertrag drosseln. Mit der Box kann ich das. Wenn die Ladebox auf 3 Phasen läuft, kann ich min. auf 6A reduzieren und wenn ich Phase 2 und 3 abschalte sogar noch niedriger. Das Ding ist nicht schön aber mobil, zwei Adapter 32A auf 16A und Schukostecker sind auch dabei. Ein Zähler hab ich auch eingebaut, so kann ich genau abrechnen wenn ich mal Strom schnorren muss. Was noch nicht ganz unwichtig ist, ein elektronischer gleichstromsensitiver FI ist auch verbaut, so gibts keine Probleme egal wo man sich gerade dran klemmt. Besorgt hab ich mir die Box in Einzelteilen bei ladesystemtechnik.de, man kann dort aber auch fertige Boxen kaufen.